Deutschland

Bayern

Tipps rund um Amorbach, Miltenberg und Umgebung PRESSEREISE* - Churfranken, das klingt nach einer unglaublich alten, ehrwürdigen Regionsbezeichnung, oder? Na Weiterlesen
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Hui, es geht los!  Ich wuchte meinen Rucksack in den ICE und lasse mich daneben fallen. Nürnberger Land, prepare, I'm Weiterlesen
Rosas-Reisen-Berchtesgadener-Land-Hochschwarzeck-Hirscheckbahn (3)
In Wales sind mir ja alle möglichen interessanten Fortbewegungsmittel durch die Lappen gegangen. Aber hier in Bayern, nicht mit mir! Weiterlesen
Rosas-Reisen-Aschauer-Klamm (5)
Nach meinem Adrenalinkick auf dem Predigstuhl ist es gut, dass für den Rest des Tages etwas ruhigeres ansteht. Als allerletzten Weiterlesen
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Königssee, Klappe, die zweite! Auf meiner Radtour durch Bayern 2015 habe ich den Königssee zum ersten Mal besucht und war Weiterlesen
Rosas-Reisen-Almbachklamm-Ettenberg-Berchtesgadener-Land (8)
Der dritte Tag unserer Bayern-Reise beginnt wieder mal mit fröhlichem Kuhglockengeläut und Sonnenschein. Trifft sich gut, heute begeben wir uns Weiterlesen
Rosas-Reisen-Bad-Reichenhall-Gleitschirmfliegen
Der geneigte und kontinuierliche Leser erinnert sich: Ich habe mich auf die Fresse gelegt. Und bin daher während der zweiten Weiterlesen
Rosas-Reisen-Bayern-Berchtesgadener-Land-Unfall (3)
Hot's di g'schmissn? Ja, mich hat's geschmissen. Und zwar ganz doll. Nicht umsonst wirbt das Berchtesgadener Land wohl mit dem Weiterlesen
Fahrradtour Deutschland Bayern Kampenwand Chiemsee
"Mit nur drei Gängen durch Bayern?!" Der freundliche Mann, der mein Fahrrad in den Transporter lädt, sieht mich entsetzt an. Weiterlesen

Berlin

Verlassene S-Bahngleise Berlin Zehlendorf Lost Place
WERBUNG. Berlin, Berlin, ich fliege nach Berlin! Okay, zugegeben, in erster Linie, weil Ryanair nur 10€ dafür verlangt. Berlin ist Weiterlesen

Hamburg

Rosas-Reisen-Tipp-Hamburg-Oldtimer-Treffen-VW
Wer alte Autos mag, der wird die Großtankstelle Brandshof in Hamburg lieben! Denn hier finden fast wöchentlich Oldtimer-Treffen zu verschiedensten Weiterlesen
Hamburg Hamburger Dom Kirmes Riesenrad
Kirmes muss man mögen. Oder? Die einen denken dabei nur an betrunkene Menschen, überteuerte Fressbuden, Ramsch, der als großer Gewinn Weiterlesen
Hamburg Regen Unternehmung Naturkundemuseum
Als ich „Hamburg im Regen“ google, finde ich zuallererst einen ganz furchtbaren Schlager von Mary Roos. Nach ausführlicherer Recherche habe Weiterlesen
Rosas Reisen Reiseblog Hamburg
Es gibt da noch ein paar Dinge, die ich euch über Hamburg erzählen möchte, die aber in keinen anderen Artikel Weiterlesen
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Speicherstadt. In meinem Kopf wechseln sich staubige Kontore, in die das Sonnenlicht fällt, mit groben, schwarz bedruckten Jutesäcken ab. Und Weiterlesen
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Eimsbüttel klingt jetzt erst mal nicht so spannend. Vielleicht sogar ein bisschen...spießig? Weit gefehlt! Hier gibt es einen Haufen Läden, Weiterlesen
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Am Donnerstag war ich im Kino. Jetzt denkt ihr vielleicht: „Aha, wahnsinnig spannend, sie hat einen Film geguckt. Mich interessiert Weiterlesen
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Schiffswracks. Allein bei dem Gedanken daran laufen mir wohlige Gruselschauer den Rücken runter. Und ich glaube, ich habe schon alle Weiterlesen
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Es war wieder Samstag und ich war wieder unterwegs. Diesmal ging es ein Stück die Elbe runter, nach Övelgönne und Weiterlesen

Hessen

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Was kann man in der Nähe von Marburg schönes unternehmen? Von wo hat man einen tollen Blick auf die Stadt? Weiterlesen
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Jetzt wohnen wir bald schon ein halbes Jahr in Kirchhain in der Nähe von Marburg und wir haben den Sommer Weiterlesen
Wer hätte das gedacht? Nach 30 Jahren in Köln und 10 Jahren in der gleichen Wohnung bin ich nun mitten Weiterlesen
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Nun wohnen wir schon über einen Monat in Kirchhain bei Marburg und hatten auch ein bisschen Zeit, unsere neue Heimat Weiterlesen

Mecklenburg-Vorpommern

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Vom gescheiterten Versuch, die Lübecker Bucht zu queren und dabei das Segeln zu genießen. Warum ich es auf der Ostsee Weiterlesen

Niedersachsen

Ja, die romantische Holzhütte im winterlich verschneiten Wald: Irgendwo in den Bergen, Eisblumen am Fenster, prasselnde Flammen im Kamin - Weiterlesen
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Wir fahren nach Norden. Und damit meine ich zwar auch die Himmelsrichtung, vor allem aber das Städtchen an der Nordsee. Weiterlesen
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Erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt. Eigentlich wollten mein Freund und ich bei einem seiner Kumpel in Weiterlesen
SOMMERJUNG
Wo trifft man eine Gebärdendolmetscherin, die Finalisten der Show Ninja Warrior, Hochzeitsfotografinnen und den Autor eines erotischen Reiseromans? Richtig, mitten Weiterlesen

NRW

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Als die Einladung zum Bloggerwochenende* nach Düsseldorf kommt, lehne ich zuerst einmal ab. Und das hat nichts damit zu tun, Weiterlesen
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Wer im Dachzeltdorf Borkenberge bei Lüdinghausen übernachtet, sollte sich auf einige Überraschungen gefasst machen! Und damit meine ich nicht die Weiterlesen
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Kaum war der Wunsch nach dem Dachzelt da, bin ich auch schon auf die Community der Dachzeltnomaden gestoßen, eine Art Weiterlesen
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Das Wochenende wird schön und ich will raus in die Natur! Aber was sollen wir unternehmen? Draisine fahren im Extertal? Weiterlesen
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Wer kennt es nicht? Die ersten Flocken fallen zart vom Himmel und sofort wird man ganz aufgeregt und möchte raus, Weiterlesen
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Nach und nach erkunde ich meine neue Heimat und bin dabei begeistert von den tollen Wanderwegen, die kreuz und quer Weiterlesen
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Tja, der perfekte Herbstspaziergang, wie sieht der für euch aus? Natürlich muss erst einmal die Jahreszeit stimmen! Und es braucht Weiterlesen
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Luchse, Wölfe, Bären und schwarze Füchse - ja, das alles gibt es in meiner neuen wilden Heimat! Und ich muss Weiterlesen
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Das Leben als Desperate Housewife: Ich sitze mit meinem Tee im Sessel und blättere durch die "Südseiten", ein Blättchen, das Weiterlesen

Rheinland-Pfalz

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Ich gebe es zu, ich bin ein instagramsüchtiger Hipster und ein Organisationsfanatiker mit monkartigen Tendenzen. Mein Freund...nicht so. Weder das Weiterlesen

Schleswig-Holstein

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Ein glutroter Feuerball, der hinter den Bergen oder im Meer versinkt, ein Himmel in die prächtigsten Farben getaucht und dahinter Weiterlesen
Unser dritter und letzter Tag mit den E-Bikes bricht an und er führt uns in den Norden der Insel. Nachdem Weiterlesen
Am zweiten Tag mit unseren E-Bikes strahlt schon wieder die Sonne vom Sylter Himmel. Wo soll es heute hingehen? Wir Weiterlesen
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Obwohl ich eigentlich dazu neige in Stresssituationen das Essen einzustellen, scheint sich das im letzten Jahr geändert zu haben. Dabei Weiterlesen
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Sylt ist keine kleine Insel, das war mir schon klar. Was mich dann aber doch überrascht hat ist, dass es Weiterlesen
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Selten ist es mir so schwer gefallen, einen Artikel zu schreiben. Viele Male setze ich an, doch die Worte wollen Weiterlesen
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Irgendwie schien dieses letzte zaghafte, coronakonforme Reisejahr ganz im Zeichen des Meeres zu stehen: Ein Ausflug nach Bremerhaven und an Weiterlesen
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Nordsee - Da hab ich direkt stürmisches Wetter, graue Wellen und schaukelnde Schiffe im Kopf. Obwohl mein Segeltrip dank Seekrankheit Weiterlesen
Der Tag beginnt mit einer Frage, die mir noch nie gestellt wurde: "Was ist deine Handschuhgröße?" Öh. Ich hab keine Weiterlesen
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Die schönsten Sonnenuntergänge weltweit: 25 Tipps von Reisebloggern

Ein glutroter Feuerball, der hinter den Bergen oder im Meer versinkt, ein Himmel in die prächtigsten Farben getaucht und dahinter zieht ein samtblauer Nachthimmel mit blinkenden Sternen auf – Sonnenuntergänge sind schon etwas ganz besonderes, gerade auf Reisen.

Und es gibt so viele Orte weltweit, an denen man spektakuläre Sonnenuntergänge beobachten kann, ob romantisch zu zweit, ganz allein für sich oder mit Freunden und einem Picknick. 17 Reiseblogger und ich verraten euch in diesem Sonnenuntergang-Guide unsere Lieblingsplätze um die Sonne versinken zu sehen – für gutes Wetter können wir aber nicht garantieren!

Sonnenuntergänge in Europa

Deutschland: Wunderschöne Sonnenuntergänge in der Heimat

Dierhagen: Hundefreundlicher Sonnenuntergang an der Ostsee

Diesen wunderbaren Sonnenuntergang durften wir auf dem Camping Platz “An den Stranddünen” in Dierhagen im Juli 2022 erleben! Dieser Campingplatz ist übrigens der bisher einzige auf dem drei Mal übernachtet haben, dafür wurden wir reich belohnt.

Wir, das sind Helga, Klaus (jeweils 2 Beine) und Frodo (4 Pfoten). Unser Projekt: Zu Fuss um die Republik, wir wandern einmal die komplette Grenze Deutschlands entlang und entdecken dabei natürlich auch die Nachbarländer. Über 3000 km haben wir schon zurückgelegt und dabei viele tolle Sonnenuntergänge erlebt, aber der stellte alles in den Schatten!

Helga, Klaus & Frodo – Zu Fuß um die Republik

Großenbrode: Mastenwald und Feuerball im Hafen

Voller Wärme und Energie ging die Sonne im Yachthafen auf Großenbrode an der Ostsee unter. Hier saßen wir auf der kleinen Segelyacht von meinem Schwiegervater und bereiteten das Abendessen zu, als wir dieses Schauspiel beobachten durften.

Bald darauf musste ich leider feststellen, dass ich nicht sonderlich seetauglich bin und was ich zu Abend gegessen hatte am nächsten Tag Fischfutter wurde. Nichtsdestotrotz habe ich die Reise in schöner Erinnerung und würde jederzeit wieder dort hoch fahren!

Sylt: Der Deutschen liebste Insel

Sozusagen ein Klassiker! Letzten März war ich das erste Mal auf Sylt, der Lieblingsinsel vieler Deutscher. Ich war nicht von allem begeistert, aber die Sonnenuntergänge waren wirklich spektakulär.

Ob in Wenningstedt, nur wenige Minuten von unserer Unterkunft entfernt, oder am Roten Kliff – wenn hier die Sonne im Meer versinkt, dann tut sie das bei klarem Himmel mit unglaublicher Schönheit. Schon allein deswegen lohnt sich ein Besuch auf Sylt.

Köln: Fantastische Foto-Location zum Sonnenuntergang

Dieser Tipp fällt ein bisschen aus der Reihe, aber ich konnte meine Heimatstadt nicht außen vor lassen. Denn wer in Köln wohnt und schöne Fotos im Sonnenuntergang machen möchte, findet hier einen hervorragend geeigneten Spot dazu: Die Wiesen an der Berrenratherstraße beim Decksteiner Weiher!

Hier ist es abends nicht so voll wie auf den Uniwiesen oder am Aachener Weiher und man kann ganz in Ruhe Fotos machen. Mich hat übrigens Vlado von nonverbal|bildkommunikation fotografiert und ich liebe das Ergebnis. Das sanfte Licht, das die Gräser leuchten lässt, die warmen Farben und man sieht überhaupt nicht, dass wir mitten in einer deutschen Großstadt sind.

Finnland: Korvala in Lappland

Obwohl ich Grönland von den arktischen Ländern, die ich bisher bereist habe, kann ich felsenfest sagen: Die schönsten Sonnenuntergänge habe ich in Finnland beobachtet! (Was vielleicht auch daran liegt, dass ich Grönland im Sommer zur Mitternachtssonne bereist und gar keinen Sonnenuntergang erlebt habe! :D)

Aber wenn es richtig kalt ist, -45 Grad, und nur ein paar Eispartikel durch die eiskalte, rasiermesserscharfe Luft flirren und dann die Sonne hinter den Baumspitzen am See von Korvala versinkt, dann ist das ein wahrlich magischer Moment voller Pastellfarben, die das Herz hüpfen lassen.

Italien: Sundowner auf Sardinien

Sardinien liegt im Mittelmeer und gehört zu Italien. Ich bin besonders gerne im Frühsommer und Herbst hier mit meinem Wohnmobil unterwegs. Durch die Lage und Ausrichtung der Insel, hat man hier die Möglichkeit sowohl atemberaubende Sonnenaufgänge zu sehen und vor allem von der Westküste auch wunderschöne Sonnuntergänge zu genießen.

Einer meiner Lieblingsplätze für den Sonnenuntergang ist in der malerische Stadt Alghero, im Nordwesten von Sardinien. Hier sitze ich besonders gerne in einer der schönen Strandbars und schau wie sich der Himmel und das Meer vor mir im bunten Farbenspiel aus Gelb-, Orange- und Rottönen verwandeln. Und auch der Sprizz im Glas leuchtet und schmeckt mit dem farblich passenden Hintergrund noch besser.

Durch die Lage von Alghero in einer halbrunden Bucht steht die Sonne eine lange Zeit über dem prägnanten Capo Caccia, das sich steil aus dem Meer erhebt. Der feinweiße Strand ist zu dieser friedlichen Stunde leer und in der Ferne sind die Boote auf dem Wasser nur noch Schemen.

Katja – Hinfahren

Kroatien: Maritimer Sonnenuntergang in Umag

Einer der schönsten Sonnenuntergänge konnten wir tatsächlich in Umag bestaunen. Dieser Urlaubsort befindet sich in Kroatien, im Norden der Halbinsel Istrien und ist ein beliebter Spot, um Sommerferien zu verbringen. Bekannt ist die Ortschaft jedoch auch für die spektakulären Sonnenuntergänge, die man bei einem Urlaub bestaunen kann.

Wir waren dort in der ruhigen Vorsaison und konnten ganz unverhofft am Abend einen dieser magischsten Sonnenuntergänge erleben. Ganz allein am Strand, war die Stimmung absolut einmalig und sehr entspannt, und so ist uns dieses Erlebnis noch lange in Erinnerung geblieben.

Martina & Jürgen – Places of Juma

Niederlande: Abendstimmung in Zeeland

Um wunderschöne Sonnenuntergänge zu sehen, muss man nicht unbedingt in die Karibik oder auf eine Südsee-Insel fliegen. Auch in Europa zaubert die Sonne am Abend manchmal magische Momente. Einen dieser Momente habe ich im Winter 2022 in den Niederlanden erlebt.

Beim langen Spaziergang am Strand in Oostkappelle in Zeeland ist es etwas später geworden. Wir laufen, bis die Sonne hinter dem Horizont verschwindet – und noch länger. Denn was viele nicht bemerken: Die schönsten Farben malt der Himmel oft erst dann, nachdem die Sonne schon untergegangen ist. Statt also, wie viele andere, direkt die Kamera einzupacken und zu gehen, sobald die Sonne im Meer versunken ist, bleiben wir und erfreuen uns an dem sich minütlich ändernden Farbspiel.

Sabine – Ferngeweht

Norwegen: Mit dem Camper in Sandve

Das Bild ist in Sandve in Norwegen entstanden. Sandve ist ein kleines Dorf in der Gemeinde Karmøy.  Von dem Parkplatz aus, auf dem wir für nur 10€ stehen bleiben konnten, hatte wir einen direkten Blick  zum atlantischen Ozean.

Ich bin Barbara, eine alleinerziehende Mutter, und gehe regelmäßig mit meinen zwei Kids und unseren Hund Elli in unserem Van auf Reisen. Auf meinem Reiseblog findet ihr viele weitere Infos zu unseren Abenteuern!

Barbara – Spiffy Travel

Schweden: Am See in Smaland

Mein Mann und ich lieben die nordischen Länder und verbringen immer wieder einmal einen Urlaub im wunderschönen Süden Schwedens. Wir mieten bevorzugt ein Ferienhaus in Alleinlage, möglichst direkt an einem See. Abends sitze ich gern bei einem Glas Wein auf der Terrasse und genieße es, wie die untergehende Sonne den Himmel in zarte rosa-orange-Töne taucht und sich auf der Wasseroberfläche spiegelt.

Die Natur ringsum ist einfach traumhaft, kann aber durchaus auch ihre Tücken haben. Sobald die Sonne endgültig verschwunden ist, werden die Mücken aktiv und vertreiben mich meist von der Terrasse in den Innenraum. In genau dem Moment, kurz bevor es dunkel wurde, ist dieses Foto entstanden.

Cornelia – SilverTravellers

Schweiz: Bergpanorama auf der Alp Flix

2019 habe ich Verena in Äkäskero in Finnland kennengelernt und sie lud mich ein, sie im Sommer in der Schweiz zu besuchen. Wir haben in der Hütte ihrer Familie auf der Alp Flix gewohnt. Und obwohl ich krank war und mir den Sonnenbrand meines Lebens geholt habe, war es unglaublich schön.

Das Panorama ist beeindruckend, die Farben der sommerlichen Alp umwerfend und wenn abends die Sonne untergeht und die gegenüberliegenden Bergflanken erglühen lässt, dann fehlt es einem an nichts. Wie gern würde ich nochmal in die Schweiz!

Spanien: Ciutadella de Menorca

Auf unseren Wanderungen um Menorca haben wir viele schöne Ecken und Orte entdeckt und dabei ist uns aufgefallen, dass die Insel eigentlich eine südeuropäische Variante von Mittelerde ist!

In Ciutadella de Menorca gibt es nicht nur tolle Märkte mit frischem Obst, Gemüse und Meeresfrüchten, sondern auch eine tolle Küstenlinie, an der abends die Sonne die Wellen und den Himmel einfärbt. Hier mit ein paar Oliven, etwas Brot und vielleicht einem Glas menorquinischem Wein – was kann man sich mehr wünschen?

Sonnenuntergänge in Nordamerika

Kanada: Ucluelet auf Vancouver Island

Diese außergewöhnliche Sonnenuntergangsstimmung haben wir im Juli auf Vancouver Island erlebt. Und zwar im Westen der Insel in einem ganz kleinen Ort namens Ucluelet. Das Dorf liegt auf einer Halbinsel mit vielen Buchten und Stränden. Das Foto ist in einer Bucht zwischen Little Beach und Terrace Beach entstanden. Dort befindet sich das tolle Airbnb “Salt & Cedar” von Julie mit Blick auf die Bucht.

Wer gerne wandert findet in Ucluelet an der Spitze der Halbinsel den Wanderweg Lighthouse Loop der Küste entlang. In Ucluelet gibt’s übrigens auch die Möglichkeit Wale zu sehen z.B. auf einer Tour mit Jamie’s Whale Watching. Kann ich nur empfehlen!

Vancouver Island ist nur eine Fährfahrt von ca. 2 Stunden von der Metropole Vancouver entfernt. Man kommt in Nanaimo an der Ostküste von Vancouver Island an (dort gibt es übrigens auch fantastische Sonnenuntergänge, z.B. am Blueback Beach) und fährt dann nochmal 2,5h durch die beeindruckende kanadische Landschaft mit dem Auto ins kleine Örtchen Ucluelet.

Barbara – Reiseknopf

USA: Zabriskie Point im Death Valley

Obwohl es nun schon ein paar Jahre her ist, kann ich mich an diesen Sonnenuntergang am Zabriskie Point im weiten Nichts des Death Valley noch sehr gut erinnern. Alles war warm: Der Wind, der Boden, die Haut. Und wo mittags noch die Sonne scharfe Schatten geworfen hat, wurden die Formen der Landschaft nun auf einmal ganz weich.

Auf einem Roadtrip durch die USA ist das auf jeden Fall ein Ort, den man auf die Karte packen sollte, denn es lohnt sich! Übernachten kann man zum Beispiel auf der Furnace Creek Ranch und auch ein Besuch der Artist’s Palette und von Dante’s View sind beeindrucken.

USA: Waikiki Beach auf O’ahu, Hawaii

Ein Spaziergang hier, am besten abends, ist auf Oʻahu natürlich ein Muss. Wir haben uns die Wellen zwar spektakulärer und die Surfer athletischer vorgestellt, aber trotzdem gibt es hier eine Menge zu sehen. Am Strand und auf den angrenzenden Grünflächen wird Sport aller Art ausgeübt.

Aus vielen Strandbars ist immer wieder der Song „Somewhere over the rainbow“ in der Version von dem auf Hawaii sehr verehrten Sänger IZ zu hören. Und die Surfer im Sonnenuntergang sind ein überaus dankbares Fotomotiv.

Sonnenuntergänge in Mittel- und Südamerika

Costa Rica: Der schönste Sonnenuntergang in Puerto Viejo

Ich habe auf meinen Reisen schon so einige Sonnenauf- und -untergänge gesehen und dachte, dass mich so schnell nichts mehr flashen wird, doch dann sollte ich ohne Vorwarnung auf meiner Reise durch Mittelamerika eines Besseren belehrt werden. Ich war schon gut einen ganzen Monat in Panama unterwegs und vor kurzem über die Grenze nach Costa Rica gekommen – genauer gesagt in das kleine verschlafene Örtchen Puerto Viejo de Talamanca.

Als ich dort war, herrschte gerade die Regenzeit, so dass ich den Himmel, geschweige denn die Sonnenuntergänge eher selten gesehen habe. In meinem Hostel habe ich einen freundlichen Tico kennengelernt, mit dem ich fast meine ganze Zeit verbracht habe. An diesem Abend sind wir zusammen mit ein paar Freunden von ihm in ein Restaurant am Strand von Puerto Viejo gegangen. Eine Freundin hatte Geburtstag.

Als wir so dort auf der Veranda saßen und mit ihr feierten, bemerkte ich, wie die gesamte Umgebung auf einmal in einem ganz tiefen Rot aufleuchtete. Es hatten sich längst einige Menschen direkt am Meer versammelt, um sich das Spektakel anzusehen. Wir standen alle auf und konnten unseren Augen nicht trauen. Karibische Sonnenuntergänge sind einfach von einem anderen Kaliber!

Patrick – A world to uncover

Grenada: Karibisches Flair auf den Kleinen Antillen

Die schönsten Sonnenuntergänge der Welt gibt es für mich immer noch in Grenada am Grand Anse Beach, obwohl ich seitdem wahrscheinlich schon hunderte andere Sonnenuntergänge an den schönsten Flecken der Erde gesehen habe. Was machen die Sonnenuntergänge in Grenada so besonders?

Zunächst einmal gehört schon der Grand Anse Beach zu den schönsten Stränden der Karibik, vor allem was die Kulisse, aber auch den Strand an sich betrifft. Feinster Sand, klares Wasser zum Baden, kaum Wellen, nicht zu viele Besucher, grüne Hügel im Hintergrund, nur einige wenige Beach Bars, gute Erreichbarkeit – der Grand Anse Beach ist ein Paradies.

Wenn sich schließlich gegen 18:00 die Sonne gen Horizont nähert, verstärkt sich die unglaublich tolle Szenerie noch. Die Sonne fällt in der Regel wie ein glühender Feuerball direkt ins Meer, links und rechts wird die Bucht von attraktiver grüner Vegetation flankiert und wenn zum gleichen Zeitpunkt noch ein Segelboot oder ein Katamaran den Horizont kreuzt, ist die kitschige Traumkulisse perfekt.

Der beste Spot für den Sonnenuntergang ist die Umbrellas Beach Bar, die bereits seit Jahren die Institution am Grand Anse Beach ist und noch immer sowohl die besten Preise als auch das entspannteste Ambiente bietet.

Christian – My Travelworld

Mexiko: Am Strand von Tulum

Nach unserer Rundreise quer durch die Sehenswürdigkeiten von Yucatan kamen wir in Tulum an. Und bezogen unseren kleinen Bungalow direkt am Strand. Den ganzen Nachmittag lagen wir auf unseren Liegen, beobachteten die Pelikane und genossen unser kleines Paradies.

Der krönende Abschluss des Tages war, als die Sonne langsam im Meer versank und dabei die schönsten Farben an den Himmel zauberte. Der wohl schönste Sonnenuntergang unseres Lebens.

Tina – Urlaubsreiseblog

Sonnenuntergänge in Afrika

Botswana: Deception Valley im Kalahari Game Reserve

Jenny und Thomas von weitglücklich sind auf ihrer Weltreise einige Wochen mit Jeep und Dachzelt in Botswana und Namibia unterwegs. Dabei durchqueren sie eines der größten Wildreservate der Welt, das riesige Central Kalahari Game Reserve. Es ist ein großes Abenteuer auf buckeligen Sandpisten, zwischen unzähligen Dornensträuchern.

Jenny und Thomas sehen Löwen und Geparden in unberührter Natur. Neben den Wildtieren fasziniert sie auch die unendliche Weite des Areals. Einen der schönsten Sonnenuntergänge erleben sie im Deception Valley. All ihre Erlebnisse in Botswana und Namibia und viele weitere Reiseberichte findet ihr ihrem Blog.

Jenny & Thomas – weitglücklich

Marokko: Surfer im Sonnenuntergang an der Küste von Taghazout

Surfen an der Atlantikküste macht sowieso schon sehr viel Spaß, aber Surfen im Sonnenuntergang toppt das natürlich nochmal! Wir waren im kleinen Küstenort Taghazout und konnten jeden Tag unsere Bretter zum Strand runtertragen.

Natürlich muss man ein bisschen schauen, das es mit den Wellen passt. Aber auch wenn die mal nicht so richtig, richtig gut sind, macht es Spaß, das Treiben am Strand aus Menschen, Kamelen und Surfbrettern zu beobachten. Tagsüber kann man zum Beispiel den Souk von Agadir besuchen und dort für das Strandpicknick einkaufen!

Namibia: Wenn zum Geburtstag der Himmel brennt

2018 fuhr ich mit einer Freundin nach Namibia. Ich wollte meinen 50. Geburtstag unbedingt dort verbringen. Zwei Tage vor dem Geburtstag waren wir zum Sonnenuntergang auf einem Hügel in der Nähe von Weltevrede als der Himmel “zu brennen” begann. Bei einem Glas Rotwein beobachteten wir das Spektakel. Von Sekunde zu Sekunde änderten sich die Farbnuancen von gelb zu gelb-orange und dann zu rot-orange. Noch nie hatte ich so intensive Farben eines Sonnenuntergangs gesehen. 

Die Stimmung war friedlich und mystisch. Erst nach Einbruch der Dunkelheit liefen wir zurück zur Unterkunft. Mein Wunsch war es, am Geburtstag nochmal so ein beeindruckendes Erlebnis zu haben und ich wurde nicht enttäuscht. Allerdings machte ich davon keine Bilder, denn diesen Tag wollte ich nur in meinem Herzen bewahren.

Liane – Die ReiseEule

Sonnenuntergänge in Australien & Ozeanien

Australien: Goldene Abendstimmung in Brisbane

Goldgelbes Licht zaubert im wunderschönen Australien eine magische Atmosphäre zum Sonnenuntergang herbei. Die knackig-kurze, abendliche Wanderung auf den 253 Meter hohen Mount NgungNgung lohnt sich! In der Nähe von Brisbane schenkt dieser wunderschöne Aussichtspunkt einen faszinierenden Blick auf die Silhouetten der Berge Mount Beerwah und Mount Coonowrin. Letzterer erinnert an einen Hexenhut.

Das Land Down Under wartet mit zahlreichen tollen Sonnenuntergang-Spots auf seine Besucher. Der Glass House Mountains National Park gehört mit seinem friedlichen Ambiente definitiv zu den schönsten!

Nadine – All around Australia

Sonnenuntergänge in Asien

Indien: Fischer am Strand von Agonda in Goa

Strandleben, ein bisschen Sightseeing in der Umgebung, ganz viel Relaxen und die ein oder andere Massage: Ausgangspunkt für meine Reise ins indische Goa ist eine bezaubernde Strandhütte inmitten eines tropischen Gartens direkt am Meer in Agonda.

Der kleine Ort ist ideal, um dem Alltag zu entfliehen. Der traumhafte Strand von Agonda ist nur einen Steinwurf von meiner Hütte entfernt. Das Wasser des Arabischen Meers ist angenehm warm, fast schon wie eine Badewanne. Stundenlang lasse ich mich auf den meist sanften Wellen treiben und genieße das Panorama: Palmen säumen den Strand und spenden den urigen Strandhütten Schatten, im hellen Sand liegen Fischerboote bereit.

Einige davon bieten Ausflüge entlang der Küste an. Am späten Nachmittag kommen die Hunde heraus, spielen oder suchen sich ihren Lieblingsmenschen aus, um sich streicheln zu lassen. Auch die heiligen Kühe kommen erst an den Strand, wenn die Sonne schon tief steht. Das ist auch die Zeit, die ideal ist für lange Spaziergänge am Strand mit Blick auf die untergehende Sonne und die heranrollenden, trägen Wellen.

Jeden Abend versammeln sich Locals und Touristen, um den malerischen Sonnenuntergang zu beobachten. Währenddessen werfen die Fischer am ruhigen Ende des Strandes ihre Netze im seichten Wasser aus und hoffen auf einen guten Fang. Mehr liest Du im Artikel “Ayurveda-Kur im indischen Goa: Wellness und Wellen“.

Marion – Escape from Reality

Malediven: Traumhafte Strände, traumhafte Sonnenuntergänge

Mein Name ist Elly, ich wohne mit meiner Patchworkfamilie bestehend aus meinem Mann und 4 Teenagern auf einem kleinen Bauernhof im Münsterland.
2015 habe ich mir meinen Traum von einem Urlaub auf den Malediven erfüllt. Wir waren auf der kleinen Resortinsel Fihalhohi, nur 300×400 Meter klein, kam trotzdem keine Langeweile auf. Tagsüber tauchten wir ein in die grandiose Unterwasserwelt und abends genossen wir traumhafte Sonnenuntergänge.

Elly – Elly unterwegs

Philippinen: Sonnenuntergang auf Cuyo Island

Die Philippinen, die mich verzaubert haben, ab dem ersten Moment. Nicht nur die Natur und die Landschaft, auch die Menschen. So zu Hause gefühlt habe ich mich selten auf Reisen. Dieses Bild ist auf Cuyo Island entstanden, einer von über 7000 philippinischen Inseln.

Um nach Cuyo zu kommen muss man ganz schön was auf sich nehmen als Reisender. Mindestens 3 Flüge und eine Fährfahrt erwarten dich von Deutschland aus. Dennoch hat es mich schon zweimal dort hingezogen, ein absolut magischer Ort. Wer nach Cuyo reist, ist meistens Wassersportler, aber die Philippinen haben noch sehr viel mehr zu bieten.

Isabelle – Lust loszugehen

Philippinen: El Nido auf Palawan

Auf Palawan auf den Philippinen kannst du zahlreiche, tolle Sonnenuntergänge bestaunen. Besonders schön sind die Sonnenuntergänge in El Nido an der Westküste der Insel.

In der kleinen Stadt kannst du von verschiedenen Stränden aus beobachten, wie die Sonne ins Meer plumpst. Ganz besonders beeindruckend ist dies am Hauptstrand von El Nido und an dem Strand Caalan. Hier verschwindet die Sonne jeden Abend hinter den großen Kalksteinfelsen der Insel Cadlao, die in der Bucht vor El Nido liegt. Dabei ergibt sich oft ein einzigartiges Farbenspiel aus Gelb, Orange und strahlenden Pink-Tönen, die sich wunderbar im Wasser spiegeln.

Bei einem Urlaub in El Nido auf Palawan darfst du die Sonnenuntergänge also auf keinen Fall verpassen!

Lena – Not another Backpacker

Sylt mit dem E-Bike: Radtour nach List

Unser dritter und letzter Tag mit den E-Bikes bricht an und er führt uns in den Norden der Insel. Nachdem wir bereits nach Süden (Hörnum) und Osten (Morsum-Kliff) geradelt sind, wartet heute List auf uns.

Los geht es wie immer von Wenningstedt, das sich als optimaler Ausgangspunkt erwiesen hat. Schließlich liegt es mitten auf der Insel. Der Radweg führt uns wieder vorbei am Langen Christian, der Uwe-Düne und dem Quermarkenfeuer, der Akademie am Meer und schließlich zur Wanderdüne. Hier biegen wir aber nicht rechts ab nach List, sondern fahren weiter nach Norden.

Wie fast immer ist der Radweg gut ausgebaut, optimal befahrbar und zu unserem Glück auch immer noch recht einsam im März. Das alles ändert sich aber, wenn man zur Mautstation Ellenbogen kommt. Da wir alle Leuchttürme und den Ellenbogen sehen möchten, bleibt uns aber nichts anderes übrig.

Zum Ellenbogen und den Leuchttürmen

Ab hier weicht der Radweg einer Straße, bestehend aus Betonplatten wie bei einer Panzerstraße. Und Panzer fahren hier, Stubenpanzer nämlich, besser bekannt als SUVs. Mit denen muss man sich die Straße teilen und während man von den Lücken zwischen den Betonplatten durchgeschüttelt wird, quetschen sich Porsche und Audi vorbei. Nur um dann plötzlich vor einem rechts ranzufahren und abzubremsen. Fenster runter, Handy raus, Foto, weiter geht’s. So kann man sich die Insel natürlich auch anschauen. Ich bevorzuge das Fotografieren mitten aus der Umgebung heraus. 😉

Wir versuchen es daher auch weiter mit nur je zwei Rädern und kommen schließlich zum Ellenbogen, dem Turm List West und schließlich zu List Ost. Unterwegs treten wir mit der einheimischen Fauna in Kontakt, namentlich mit Schafen, Gänsen und Enten. Mittlerweile ist der Tag aber doch schon recht fortgeschritten und trotz E-Bike hat der Gegenwind für ein gewisses Maß an Anstrengung gesorgt. Zwar gab es zwischendurch eine kleine Snack-Pause am menschenleeren Strand, doch nun knurrt der Magen wieder: List ruft!

Crêpes in List im Eiscafé Venezia

Zurück geht es zur Mautstation und von dort über den herrlich schnurgeraden, lückenlos asphaltierten Damm, der uns bis in den Hafen von List führt. Hier gibt es die ein oder andere Kuriosität zu bestaunen und nachdem wir Gosch links liegen gelassen haben, kommen wir um die Ecke zum Eiscafé Venezia. Für Eis ist es tatsächlich noch ein bisschen frisch, aber glücklicherweise stehen auch Crêpes auf der Speisekarte und im Strandkorb staut sich schnell die Wärme.

Wer viel Zeit hat, beziehungsweise früh losfährt, kann von hier die Fähre nach Rømø nehmen und damit Deutschland verlassen und nach Dänemark übersetzen. Durch den Schlenker zum Ellenbogen bleibt uns dafür keine Zeit und so verlassen wir unseren Sonnenplatz, um uns wieder auf die Räder zu schwingen. In der Abendsonne radeln wir nach Wenningstedt zurück und beenden damit unser kleines E-Bike-Abenteuer auf Sylt.

Sylt mit dem E-Bike: Radtour zum Morsum-Kliff

Am zweiten Tag mit unseren E-Bikes strahlt schon wieder die Sonne vom Sylter Himmel. Wo soll es heute hingehen? Wir möchten gerne jeden Winkel der Insel erkunden und gestern ging es ja nach Süden bis nach Hörnum und zum Rantumer Vogelbecken. Heute drehen wir die Nasen nach Osten: Unser Ziel ist das Morsum-Kliff.

Zwischenstopp in Munkmarsch

Grundsätzlich ist Sylt was die Radwege angeht sehr gut ausgeschildert, an jeder Ecke findet man ein Hinweisschild, das den Weg weist. So ist es auch kein Problem ohne Karte oder Smartphone in die Pedale zu treten. Von unserem Häuschen in Wenningstedt radeln wir los, quer über die Insel, am Golfclub vorbei nach Munkmarsch. Hier lohnt sich schon ein erster Stopp in dem kleinen Hafen, der seine ganz eigene, etwas einsame Ästhetik hat.

Friedhof St. Severin und seine Geschichte

Weiter geht es an der Ostküste Sylts entlang Richtung Keitum. Kurz bevor man in den Ort kommt, findet man rechterhand den Friedhof und die Kirch St. Severin. Hier sollte man die Räder auf jeden Fall abstellen und eine kleine Runde drehen, denn sowohl Friedhof als auch Kirche haben einige spannende Geschichten zu erzählen. Die Grabsteine auf St. Severin wurden nämlich so restauriert, dass die zum Teil wirklich interessanten Inschriften wieder gut lesbar sind. Hier erfährt man jede Menge über die Keitumer und Sylter Seefahrerfamilien. Und in den Griff der Kirchentür hab ich mich absolut verguckt!

Heimatmuseum in Keitum

Nun geht es aber wirklich nach Keitum und hier machen wir Halt am Sylter Heimatmuseum. Es ist wunderschön gelegen, dahinter führt ein kleiner Pfad am Wattenmeer entlang, der aussieht, als könne man hier einen Film drehen. Im Garten des Museums lässt sich ein riesiger Walschädel bestaunen und auch der Eingang ist der Unterkieferknochen eines Finnwals.

Gebaut wurde das Haus im Jahr 1759, vom Sylter Kapitän Uwe Peters. 1908 wurde es zum Museum. Wir sind leider zu früh dran, um uns innen umzuschauen. Noch ein Grund, nochmal wieder zu kommen! Und dass das auch im März eine gute Idee ist, beweisen die unzähligen blühenden Krokusse und Schneeglöckchen, die die Wiesen und Vorgärten Keitums in einen frühlingshaften Farbenteppich verwandeln.

Das Morsum-Kliff

Von hier geht es weiter am Wattenmeer entlang, bis wir das Morsum-Kliff erreichen. Ich vermute, dass es im Morgenlicht noch schöner ausgesehen hätte, als in der Mittagssonne, aber ich möchte auch unsere vorigen Zwischenstopps nicht missen. Nun steht die Sonne jedenfalls im Zenit und bescheint das Kliff von oben. Und auch wir sehen es nur aus dieser Perspektive, denn wir haben unabsichtlich den Weg eingeschlagen, der oben entlang führt.

Nach einiger Suche finden wir aber auch den Zugang zur Küste, können am Morsum-Kliff entlang wandern und uns die verschiedenen Sedimentschichten in sattesten Farben aus der Nähe ansehen. Es ist wunderbar sonnig, aber immer noch kalt, wie das Eis auf dem Watt beweist. Nun gut, ich gebe zu, allzu vorsichtig muss man sich darauf trotzdem eigentlich nicht bewegen. 🙂

Sylt ist wirklich eine Wundertüte an Kuriositäten und besonderen Landschaften. Während mich das Gebiet um Rantum an Inuvik erinnert hat, muss ich jetzt öfter an die Ockerbrüche von Rustrel oder den Antelope Canyon denken.

Klein-Afrika

Folgt man dem Weg die Küste hinauf, so kommt man automatisch nach Klein-Afrika. Es scheint also nicht nur mir so zu gehen, dass mich Sylt an allen Ecken und Enden an andere Orte auf dieser Erde erinnert. Auch hier strahlt alles in gelb und weiß, karge Sandflächen nur unterbrochen von kleinen Gebüschen, die sich zäh in den kargen Boden krallen.

Ob es der Afrika-Bezeichnung gerecht wird, mag ich bei meiner wenigen Erfahrung mit dem Kontinent nicht sagen, klein ist es aber und so sind wir bald wieder zurück bei den Rädern. Und langsam stellt sich der Hunger ein…

Konditorei Jürgen Ingwersen

Auf zu Jürgen Ingwersen, einer hübschen Konditorei in Morsum. Um draußen zu sitzen ist es leider noch zu kalt, doch der galante Kellner führt uns in den modernen Innenraum. Hier ist es hell und luftig und wir bekommen zwei bequeme Sessel am Kamin zugewiesen. Bequem ja, man versinkt darin, ganz so praktisch um zu essen, eher nicht.

Aber das stört uns nicht, Waffel, Kuchen und Tee finden trotzdem den Weg in unsere knurrenden Mägen. Dass die schmecken ist kein Wunder, schließlich wird hier seit drei Generationen Backkunst betrieben, die Bäckerei gibt es bereits seit 1925, damals noch unter dem Namen Nielsen. Aber egal ob Ingwersen oder Nielsen, hier kann man nach einer Radtour herrlich entspannen und Kräfte für die Rückfahrt sammeln.

Wobei, ich gebe zu, mit E-Bike ist die nicht so kräftezehrend! 😀

Rosas-Reisen-E-Bike-Radtour-Sylt-Hoernum-Pause

Sylt mit dem E-Bike: Radtour nach Hörnum

Obwohl ich eigentlich dazu neige in Stresssituationen das Essen einzustellen, scheint sich das im letzten Jahr geändert zu haben. Dabei war das echt stressig. Pandemie, der Afghanistaneinsatz meines Freundes, die furchtbare Situation auf der Arbeit (Rückblick 2021) – Stress gab es genug und trotzdem wiege ich im März überraschenderweise soviel wie noch nie.

Fast jede Hose kneift und als ich mich auf Sylt zum ersten Mal seit Monaten auf ein Fahrrad schwinge, bin ich entsetzt. Nach wenigen hundert Metern zieht es in meinen Beinen, ich habe kaum die Ausdauer ein paar Kilometer am Stück zu radeln. Das ewige zu Hause sitzen und der Kauf des Autos machen sich unangenehm bemerkbar. Und leider habe ich nach meiner zweiwöchigen Krankheit Anfang Januar auch jede Disziplin verloren, was die tägliche Yogaeinheit betrifft. Seufz.

Im perfekten Influencer-Universum wäre das der Moment, wo ich mich am Riemen reiße, meine Ernährung umstelle und den Urlaub auf Sylt nutze, um wieder richtig fit zu werden. In der Realität bin ich einfach nur unendlich dankbar, als meine Tante vorschlägt, sich für die langen Touren nach Hörnum und List E-Bikes zu leihen.

Denn ich WILL die Insel sehen, ich WILL, dass sie mir Freude macht. Nach so langer erzwungener Reiseabstinenz wünsche ich mir nichts mehr als ein paar unbeschwerte Tage voller kleiner Entdeckungen. Und als ich vor dem Fahrradverleih am Bahnhof das erste Mal in die elektrisch unterstützen Pedale trete weiß ich, das ist die richtige Entscheidung. Klar, eigentlich müsste ich und es wäre besser, hätte ich…hätte, hätte, E-Bike-Kette! Wenn mir diese Bequemlichkeit dabei hilft, abzuschalten und zu genießen, wäre es dann nicht dämlich, darauf zu verzichten? Und mich stattdessen zu quälen?

Denn obwohl wir großes Glück mit dem Wetter haben und die Sonne vom Himmel strahlt, weht doch immer und überall ein Wind und leider scheint er auch immer und überall von vorn zu kommen. Mit dem E-Bike ist das allerdings kein Problem. Kurz von Eco auf Tour geschaltet und schon sause ich mit Gegenwind den Berg hoch! Okay, also eher Hügel, aber es geht fix!

Das E-Bike ist also bereit, aber wohin soll es denn nun gehen? Am ersten Tag radeln wir munter los Richtung Hörnum, ganz allein und durch schönste Heidelandschaft. Manchmal fühle ich mich fast an Inuvik und die Tundra im Herbst erinnert. Die Sonne strahlt vom Himmel, so dass die kleinen Tümpel eine stahlblaue Farbe erhalten.

Außerdem liegt rund um Rantum so eine wissenschaftliche Stimmung in der Luft. Dort stehen, auf abgezäuntem Gelände, einige Baracken und der LORAN-C-Sender. Ursprünglich wurde der Mast und die Station von der US Coast Guard betrieben (kein Wunder also, dass mir das hier alles so amerikanisch vorkommt). 1994/95 wurden sie von der der Kieler Wasser- und Schifffahrtsdirektion Nord übernommen. Seit 2015 ist die Anlage stillgelegt.

Im Hafen von Hörnum angekommen halte ich Ausschau nach Willi, der Robbe, die hier laut meiner Tante im Hafenbecken leben soll. Erst später lese ich betrübt, dass Willi schon tot ist. Aber er, der eigentlich eine sie ist, hat wohl eine Nachfolgerin herangezogen, nämlich Sylta. Aber die schaut wohl nur in den Sommermonaten vorbei und so bleibe ich ohne Robbensichtung.

Stattdessen umrunden wir den Leuchtturm von Hörnum, der ebenfalls ein schönes und wohl auch einfacheres, da statisches Fotomotiv abgibt. Unseren Besuch beenden wir im Südkap am Strand mit heißem Tee und einer eigentlich völlig überflüssigen Waffel für mich. Aber hey, es ist ja Urlaub und ich wollte mir die schönen Dinge nicht versagen, ihr erinnert euch?

Auf dem Rückweg machen wir einen kleinen Abstecher zum Rantumer Becken. Dort werden wir mit der Sichtung von Graugänsen und Weißwangen-/Nonnengänsen belohnt, die in wildem Flug durch die steife Brise flattern. Ich bin eher keine Vogelperson, bei Dokus bin ich immer etwas enttäuscht, wenn es nur um Vögel und Fische geht. Aber hier geht selbst mir das Herz auf!

Das Angebot meiner Tante uns auch die Sansibar anzuschauen lehne ich dankend ab. Irgendwie kann ich mich mit dem Sylter Upperclass-Leben so gar nicht identifizieren. Vor allem, wo es mit dem E-Bike doch so viel schöne Natur zu entdecken gibt!

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Leuchtturm-Liebe Sylt: Ein subjektives Ranking

Sylt ist keine kleine Insel, das war mir schon klar. Was mich dann aber doch überrascht hat ist, dass es hier sage und schreibe fünf Leuchttürme gibt! Okay, um ehrlich zu sein: Vier Leuchttürme und ein Quermarkenfeuer. Aber wer will da schon kleinlich sein?

Ich liebe Leuchttürme und die Verheißung auf Sicherheit in der Gefahr und all die spannenden Geschichten, die ihre Gegenwart bedeutet. Leuchtfeuer in der Nacht, die Schiffe vor Untiefen warnen indem sie ihr Blitzen über das Meer strahlen lassen. Oder auch falsche Signale, die dafür sorgen, dass Schiffe auf Grund laufen und geplündert werden können. Etwas, was die Besatzung in den seltensten Fällen überlebt hat. Leuchttürme und Leuchtturmwärter sind für mich faszinierende Bauwerke und Persönlichkeiten, die sofort meine Fantasie beflügeln.

Damit war für mich natürlich auch klar, dass ich alle Türme auf Sylt sehen möchte. Und in einer Woche sollte das ja machbar sein. Nun stehen die Türme aber ja sinnigerwiese nicht alle in einem Ort, sondern verteilen sich schön gleichmäßig über die Insel. Ich empfehle hier von Herzen das E-Bike, wenn man so wie ich in den letzten zwei Jahren nicht allzu viel Bewegung hatte!

Alte Sylt-Veteranen werden an diesem Artikel sicher keine Freude haben, reiht er sich doch nahtlos in eine endlose Parade ein, von begeisterten Bloggern verfasst. Dort findet man auch alle nur vorstellbaren Infos zu den Türmen, zum Beispiel bei Sylt Fräulein oder Meerart. Ich werde also den Turm nicht neu erfinden, nein, ich werde einfach darüber schreiben, welcher mir am besten gefallen hat und warum.

Los geht’s mit meinem ganz persönlichen Ranking der Leuchttürme!

Leuchtturm Hörnum

Hmm, warum ist dieser Leuchtturm so weit hinten auf dem letzten Platz? Schön sind sie ja alle und irgendwie muss ich eine Wahl treffen. Vielleicht ist es das schwarze…Oberteil? Die Kanzel? Also, das Ding oben drauf. Das sieht nicht so einladend aus. Dabei kann man hier sogar heiraten, hab ich gehört.

Ich denke, es liegt auch daran, dass mir bei diesem Leuchtturm der Radweg dorthin so gut gefallen hat, dass ich am Ende möglicherweise meine ganz Begeisterung schon aufgebraucht hatte. Die Heidelandschaft mit den Tümpeln, in denen sich der Stahlblaue Himmel spiegelte, der LORAN-C-Sender bei Rantum, der zwar nicht mehr im Betrieb ist, aber irgendwie eine Wissenschaftlichkeit ausstrahlt, die mich sofort neugierig macht. Zwischenzeitlich komme ich mir eher vor wie in der Tundra rund um Inuvik, statt wie auf einer Nordseeinsel.

List Ost

Auf dem vierten Platz befindet sich der Leuchtturm List Ost. Eigentlich kann er gar nix dafür, wenn ich so recht darüber nachdenke. An ihm sind wir einfach nur vorbeigeradelt in unserem Bestreben den Ellenbogen zu erreichen, um danach nach List zu fahren, wo wiederum ein Karamell-Schoko-Crêpe auf mich wartete… Ehrlicherweise waren meine Gedanken also nicht voll und ganz auf den Turm fixiert, sondern eher auf den nächsten Zuckerschock.

Aber: Schön isser trotzdem! Mit seinem einen roten Streifen und dem roten Dach sieht er wie die Inkarnation eines Leuchtturms aus und die hübsche Galerie mit Geländer tut ihr übriges, um ein malerisches Bild entstehen zu lassen.

List West

Wenn ich mir im Nachhinein die Bilder ansehe, ist der Turm im Lister Osten optisch eigentlich schöner, als der im Westen und trotzdem mochte ich den lieber. Klein, rundlich und mit einem netten Fenster. Außerdem konnte man hingehen und direkt dahinter durch die Dünen an den Strand, während der Turm im Osten auf Privatgelände steht.

An den Leuchtturm im Westen kommt man aber ganz einfach und ganz nah heran und kann ihn in aller Ruhe von allen Seiten bestaunen. Und wenn man Glück hat, begibt sich auch noch ein höchst pittoreskes Schaf an den Wegesrand!

Leuchtturm Kampen “Langer Christian”

Meine erste Begegnung mit dem schwarz-weißen Leuchtturm bei Kampen fand ich eigentlich eher enttäuschend. Da er mitten auf der Insel steht kommt einem das Meer weit weg vor (auch wenn es das auf Sylt natürlich nie ist) und beim ersten Vorbeiradeln war das Licht gar nicht schmeichelhaft. Aber ich mochte sofort die filigran wirkende Umhüllung des Leuchtfeuers und die beinahe schlanke Eleganz, die der Turm ausstrahlt.

Und dann, tja, dann war ich nochmal zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Nämlich nach Sonnenuntergang auf dem Rückweg vom Roten Kliff und der Uwe-Düne. In der Dämmerung, als sich gerade der Nachthimmel von rosa über flieder zu blau wandelte, um sich samtig über die Insel zu legen. Und dann ein Licht in der aufziehenden Dunkelheit. Der Leuchtturm von Kampen ist der Einzige, den ich dabei beobachten konnte, wie er seinen originalen Zweck erfüllt und das macht ihn für mich zu etwas besonderem.

Quermarkenfeuer Rotes Kliff

Und auf Platz 1, da ist das Quermarkenfeuer gelandet. In den gemauerten Turm habe ich mich schon von Weitem verliebt. Der Backstein lässt ihn irgendwie so heimelig wirken, als ob man willkommen wäre, wenn man anklopft. In Kombination mit dem grünen Dach hat man gleich ein Reetdachhaus mit grünen Läden vor dem inneren Auge.

Rund um das Quermarkenfeuer führen Sandwege durch die Dünen und eine Bank am Wegesrand lädt zum Verweilen ein. Es ist wunderbar ruhig und die Sonne wärmt, obwohl es noch so früh im Jahr ist. Alles ist hell und freundlich. Hier will ich bleiben. Beim Leuchtturm, der keiner ist.

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Sylt im März – Das Echte im Falschen finden

Selten ist es mir so schwer gefallen, einen Artikel zu schreiben. Viele Male setze ich an, doch die Worte wollen nicht wie sonst aus meinen Fingern fließen. Mein Hirn zerfrisst sich selbst mit Fragen nach dem Sinn und Unsinn eines Sylt-Artikels. Nach echten Emotionen und falschen Eindrücken.

Ein Beispiel gefällig?

Die Tage auf Sylt starten entspannt. An den ersten Morgen zieht geisterhaft der Seenebel durch die Straßen, schnell getrieben vom Meereswind und so feucht, dass sich das Gesicht sofort mit feinem Tau besetzt. So schauen wir aus dem warmen Häuschen im Heideweg hinaus in die Kälte, trinken in Ruhe unseren Tee und warten auf die Rückkehr der Sonne.

Entspannt. In Ruhe. Die Worte kommen mir vor wie Hohn und lassen einen bitteren Nachgeschmack zurück, der nicht am Tee liegt. Wie kann ich hier entspannt und in Ruhe sitzen, wenn in Europa Krieg herrscht?

Diese Sylt-Reise ist gekennzeichnet von krassen Gegensätzen, von der immer wiederkehrenden Frage, was gerecht ist. Ist es gerecht, dass ich hierhin fahre, den Frieden dieser so gehypten Insel in der Vorsaison genieße, während woanders der Frieden gebrochen wurde? Ist es gerecht, dass schon am zweiten Tag die Sonne vom Himmel strahlt, ein Geschenk und ein Segen, der mir die letzten Monate so gefehlt hat? Darf ich das alles genießen? Kann ich das überhaupt? Ist das nicht falsch?

Ich weiß es nicht. Ich weiß nicht, wo mir der Kopf steht, zwischen dem an sich schon ironischen, weil verkrampften Versuch mich zu entspannen, unserem Umzug, meiner Jobsuche, der finanziellen Situation und jeden Tag die Sorge, was wohl in der Zeitung stehen mag. Es ist März 2022 und zum ersten Mal in meinem Leben wird ein europäisches Land mit einem Angriffskrieg überzogen. Russland ist in die Ukraine einmarschiert.

Auf Sylt hingegen, der besungenen und bestaunten Insel, merkt man oberflächlich nichts davon. Keine Flaggen, keine Demos, keine Aufregung. Oft haben wir das Gefühl, allein unterwegs zu sein. Doch die Welt lässt sich immer nur kurz aussperren. “Sie haben heute Nacht ein Atomkraftwerk beschossen”, sagt meine Tante am zweiten Morgen zu mir, als ich aus meinem Zimmer komme.

Entsetzen, Angst und vor allen Dingen Hilflosigkeit. Und immer Schuld. Ich fühle mich schlecht, so viel zu klagen, wo ich so wenig Grund dazu habe. Aber wie mal ein sehr schlauer Mensch sagte: Wir befinden uns hier nicht bei der Leidensolympiade, es geht nicht darum, wer den größten Schmerz empfindet. Jeder Schmerz, jede Angst hat ihren Grund, oft sogar ihre Berechtigung. Aber Ablenkung tut not und ich hoffe, diese auf Sylt zu finden.

Aber gibt es über Sylt überhaupt noch irgendetwas zu schreiben? Die ehrliche Antwortet lautet: Nein. Ganz bestimmt nicht. Und so tue ich mich wieder schwer. Auch wenn ich weiß, dass die besten Artikel immer die mit den fünf Restauranttipps oder zehn Hotspots sind, habe ich nicht das Gefühl, mit so einem Artikel noch irgendeinen Beitrag zu leisten.

Es bleibt der Ursprungsgedanke dieses Blogs, eine Art Tagebuch in dem ich meine Reiseerinnerungen festhalte. Aber auch das ist nicht so leicht. Denn der Gedanke an das, was gerade in der Welt passiert, radelt immer mit über die einsamen Wege durch die Dünen.

Aber versuchen möchte ich es trotzdem, denn ich bin sehr dankbar für das, was ich hier erleben darf. Also nehme ich euch in den nächsten Beiträgen mit auf “diese Insel”, nach Sylt, zu einsamen Stränden, leuchtender Heide und atemberaubenden Sonnenuntergängen.

Rosas-Reisen-Ausflug-Toenning

Ausflug nach Tönning: Historischer Hafen und Multimar

Irgendwie schien dieses letzte zaghafte, coronakonforme Reisejahr ganz im Zeichen des Meeres zu stehen: Ein Ausflug nach Bremerhaven und an den Strand Schillig, der Auf ans Meer-Roadtrip an die Ostsee, nach Emden und Urk, mein Vortrag über meine erste Segelerfahrung und zum Abschluss mein Wochenende in St. Peter Ording. Aber ich hab immer noch einen nicht veröffentlichten Artikel, bei dem es wirklich schade wäre, ihn nicht zu posten. Wir bleiben im maritimen Milieu und besuchen den kleinen Ort Tönning an der Nordsee.

Die winzige Stadt in Nordfriesland verfügt über zwei Dinge, die mich besonders interessieren: Ihr historischer Hafen und das Multimar. Von ersterem erhoffe ich mir ein paar schöne Motive, von letzterem einen entspannten Vormittag, an dem ich vielleicht noch etwas über das Meer lerne.

Und ich werde nicht enttäuscht: Der Hafen von Tönning ist klein, aber idyllisch. Es gibt eine Holzbrücke mit Überdachung, nebeneinander dümpeln die kleinen Boote im ruhigen Wasser und auf den Pollern chillen die Möwen.

Das Packhaus von 1783

Hier steht auch das Packhaus, das im 18. Jahrhundert gebaut wurde und wo Waren gelagert und gehandelt wurden. Am Anfang handelte es sich hauptsächlich Getreide, Holz Kohle und ähnliches. Später kamen auch exotischere Produkte dazu, als Tönning zur Zeit der Napoleonischen Kriege als Ausweichhafen für Hamburg genutzt wurde. Da gab es hier Gewürze, Kaffee, Tabak und edle Stoffe. Nach dem Ende der Elbblockade 1807 kehrte man aber wieder zur “Normalität” zurück. Als Ende des 19. Jahrhunderts der Nord-Ostsee-Kanal fertig gestellt wurde, verlor der Tönninger Hafe noch weiter an Bedeutung und das Packhaus mit ihm.

Die Tönninger haben sich aber Mühe gegeben, das historische Gebäude zu erhalten und seine Geschichte den Menschen zugänglich zu lassen. Wir sind im September vor Ort, aber die Informationen des Fördervereins verraten mir, dass das Packhaus mittlerweile sogar im Guiness-Buch der Rekorde steht: Zu Weihnachten wird es mit seinen großen Fenstern zum “längsten Adventskalender der Welt”. Da muss ich wohl im Dezember nochmal herkommen und herausfinden, was es damit auf sich hat.

Tönnings schöne Straßen

Weiter geht es durch die hübschen Gassen, vorbei an der Alten Fischereigenossenschaft mit ihrer überdimensionierten Garnele und der Alten Werft, die mittlerweile ein stylisches Café ist. Immer wieder ziehen kleine, liebevolle Details den Blick auf sich, so dass der Spaziergang voller Entdeckungen ist.

Wirbelnde Quallen mit therapeutischer Wirkung

Weiter geht es dann zum Multimar Wattforum. Kleiner Tipp: Nicht versuchen, das Gebäude über den Hafen zu erreichen. Das endet damit, das man verstohlen über einen Weidezaun klettern und einen Hang hinaufkrabbeln muss. Lieber direkt den vorgesehenen Weg zum Haupteingang nehmen. 😉

Das Multimar ist ein Besucherzentrum für den Nationalpark Schleswig Holsteinisches Wattenmeer und voll mit Infos und sogar Bewohnern desselben. Fische, Muscheln, Seeigel, all das kann man hier in den Aquarien bestaunen und lernen, wie deren Lebensraum arbeitet und funktioniert. Es gibt Flutsimulationen und interaktive Spiele und irgendwann steht man vor den dunklen, geheimnisvoll leuchtenden Glaskästen mit den Quallen.

Mehrere Minuten stehe ich da und bekomme den Mund nicht zu. Ich bin jetzt nicht für meine große Quallenliebe oder-expertise bekannt, im Gegenteil, ich gestehe, dass ich mich bisher nicht groß mit ihnen beschäftigt habe. Aber wie sie da so im Kreis wirbeln und ihre Tentakel wiegen, haben sie eine unglaublich hypnotische Anziehung. Man will den Blick gar nicht von diesen filigranen Körpern nehmen, die schweben und tanzen.

Irgendwann reiße ich mich dann aber doch los und begebe mich in den Keller des Multimars, denn dort wartet noch ein weiteres Highlight: Die Walausstellung. Ich liebe Wale und versuche wann immer es geht, Ausstellungen oder Waloseen wie in Norddeich zu besuchen. Auch im Multimar in Tönning gibt es viel Wissenswertes zu lesen. Dazu gehört natürlich auch der traurige Teil des Walfangs, aber alles ist hier verständlich und informativ ausgebreitet.

Ach ja und einen Spielplatz, eine Sonnenterasse und einen kleinen Shop mit hübschen Mitbringseln und liebevoll designten Büchern gibt es im Multimar auch noch! Alle Infos zu Öffnungszeiten, Preisen und Anfahrt findet ihr unter multimar-wattforum.de

Tönning ist also in jedem Fall einen Besuch wert, ob bei Sonnenschein in Hafen und Werft, oder bei Regen im Multimar! (Andersrum empfehle ich euch nicht, ausprobiert und für nicht sinnvoll befunden. 😀 )

Auch in diesem Artikel stammt wieder ein Teil von Johannes von Kaiser Schäfer Fotoworks. Ich möchte mich bei ihm für die tolle Arbeit und die lustige Zeit von Herzen bedanken!

Rosas-Reisen-Nordsee-Ausflug-Bootsfahrt-Detail-Krebs

Zur Hallig und den Seehundbänken: Versuch einer Nordsee-Ausflugsfahrt

Nordsee – Da hab ich direkt stürmisches Wetter, graue Wellen und schaukelnde Schiffe im Kopf. Obwohl mein Segeltrip dank Seekrankheit vielleicht nicht ganz so verlief, wie geplant, habe ich die Seefahrt nicht an den Nagel gehängt. In St. Peter Ording treffe ich mich mit dem Fotograf Johannes, den ich auf einem Vortrag kennengelernt habe. Und da wir echtes Nordsee-Feeling wollen, buchen wir eine Tour auf einem Ausflugsschiff.

Geplant ist das Rundum-Paket: Fahrt zur Hallig, Besuch der Seehundbänke und Seetierfang an Bord! Wer sich jetzt fragt, was zum Poseidon eine Hallig ist, dabei handelt es sich um kleine Inseln im Marschland vor der Küste. Sie sind nicht “wetterfest”, das heißt, bei Sturmfluten können sie überschwemmt werden. Und das erweist sich als klitzekleines Problem.

Im Hafen von Strucklahnungshörn

Wenn die Nordsee die Hallig verschluckt

Denn als wir im Hafen von Strucklahnungshörn ankommen, ist eigentlich noch alles, wie ich es mir ausgemalt habe. Das Wetter ist grau in grau, es fisselt und das Meer sieht so aus, wie ich mir die Nordsee vorstelle. Die Adler V, unser Vehikel, liegt im Hafen und wartet auf uns. Doch noch bevor es losgeht, kommt die Hiobsbotschaft. Wegen einer Springflut am Vortag kann die Hallig Hooge, die wir besuchen wollten, nicht angefahren werden. Puff, da schrumpft unser Tagesausflug zu einem kleinen Toürchen (Ich meine eine kleine Tour. Wie schreibt man das?!) zusammen.

Die Hallig aus der Ferne

Na gut, wir lassen uns die Laune nicht verderben und stratzen frohgemut an Deck. Schließlich warten ja noch die Seehunde und der Seetierfang auf uns. Und für den Rest des Tages wird mir schon was einfallen. Pünktlich legt unser Ausflugsboot ab und wir bringen die Kameras in Anschlag. Auch wenn ich mir recht mickrig neben Johannes vorkomme, der a) natürlich das bessere Equipment und b) was viel entscheidender ist, die Skills hat. Unsere Geschichte und wie es zu der Verabredung kam, könnt ihr übrigens hier nachlesen.

Die Kameras sind bereit

Ich knipse also fleißig drauf los und bin trotz Hallig-Ausfall absolut bereit, mich begeistern zu lassen. Das ist übrigens eine Einstellung, die ich jedem auf Reisen sehr ans Herz lege. Ist nicht immer einfach und auch nicht immer durchführbar, hilft einem aber sehr, über Enttäuschungen hinwegzukommen. Und ich gestehe, nach Corona-Lockdown bin ich derart ausgehungert, dass mich so gut wie alles außerhalb meiner vier Wände in Jubel ausbrechen lässt.

Da ist zum Beispiel der kleine Miniatur-Leuchtturm im Hafen, das Tauwerk, von dem das Salzwasser tropft, der elegante Flug der jungen Mantelmöwe, deren braunes Gefieder sich in die monochrome Landschaft einfügt. Der heiße Tee in der Kabine am Tisch mit der darauf gedruckten Karte. All das macht mir Freude und mit dem Wind um die Nase und den Seehunden in Aussicht bin ich absolut zufrieden. Außerdem verschont mich die Seekrankheit diesmal und es ist nicht zu leugnen, dass es deutlich angenehmer ist, die Bootstour diesmal aufrecht stehend und nicht kotzend über Bord hängend zu bestreiten.

Land unter bei den Seehundbänken

Wir lauschen den Durchsagen unseres Kapitäns, der uns die Hallig aus der Ferne zeigt. Und dann, Puff, verschwinden auch die Seehundbänke vom Tagesplan. Und zwar im wahrsten Sinne des Wortes, denn da die Springflut sich immer noch auswirkt, sind die Bänke geflutet, bevor wir sie mit unserem Schiff erreichen können. Wir sehen den ein oder anderen Schatten in der Ferne, der ein Seehund sein könnte. Mmpf. Na gut, was nicht is, is nicht. (Johannes’ Objektiv beweist mir später, dass es tatsächlich Seehunde waren.) In meinem Kopf sehe ich schon, dass in der nächsten Minute das Netz abreißt und es auch keinen Seetierfang gibt. Aber das passiert glücklicherweise nicht und kurz darauf versammeln sich alle Ausflügler im Heck der Adler V.

Da sind die Seehunde

Was krebst denn da?

Bei dem Seetierfang wird einmal das Netz ausgeworfen und dann bekommen wir den Fang von einem Crewmitglied gezeigt und erklärt. Alles wird danach wieder ins Meer geworfen und ich hoffe, dass Fischlein und Krebse das Ganze nicht als zu traumatisch empfinden. So bietet sich uns aber die Gelegenheit, etwas über Flora und Fauna am Objekt zu lernen und darauf freue ich mich schon.

Das Netz kommt also gefüllt an Bord und wird in eine flache Metallwanne mit Wasser geleert. Als erstes schauen wir uns die kleinen Schollen genauer an. Diese wie plattgehauen aussehenden Fische werden nicht so geboren, sondern drehen sich erst im Lauf ihres Lebens auf die Seite und dann wandert auch das zweite Auge nach oben. Kurios, was so alles möglich ist. Und wie alt diese Tiere werden. Nicht, dass ich fischtechnisch besonders gebildet wäre, aber bis zu 45 Jahre hätte ich nicht erwartet!

Nach der Scholle rückt die pazifische Schwertmuschel ins Rampenlicht. Diese Muschel steckt normalerweise senkrecht im Sand und stammt, wie der Name ahnen lässt, nicht aus unseren heimischen Gefilden. Sie wurde in den 70er Jahren eingeschleppt: Durch die Aufnahme von Wasser des Pazifiks in ihre Ballasttanks und eine Entleerung selbiger in die Nordsee haben große Schiffe sie einmal um die halbe Welt transportiert. Jetzt lebt sie auch in der Nordsee und anscheinend gefällt es ihr hier.

Zu guter Letzt widmen wir uns dem Krebs und den Garnelen. Während Garnelen Krebstiere sind, werden sie gepult auch gerne als Krabben bezeichnet, was aber wiederum eine andere Art von Krebstieren ist. Da es sich aber scheinbar irgendwie immer um Krebstiere handelt, übernehme ich die Bezeichnung jetzt einfach mal für den kleinen Kerl, den wir uns genauer anschauen. Wir lernen, dass sich Krebse sozusagen “häuten”, wenn sie ihrem Panzer entwachsen.

Wie das geht? Sie entziehen ihrem Körper Wasser und lassen ihn dadurch kurzzeitig schrumpfen um sich aus dem alten Panzer herauszuwinden. So erklärt es uns zumindest unser Meisterfischer und meint, er sei ein bisschen neidisch, dass er das nicht auch könne, während er lachend auf seinen Bauch deutet.

Die Nordsee macht, was sie will

Am Ende dürfen dann alle Tierchen wohlbehalten zurück in die Nordsee und wir nähern uns wieder der Küste. Ich habe nicht wirklich das gesehen, was ich geplant hatte und strahlender Sonnenschein, war auch nicht drin. Bin ich traurig oder sogar enttäuscht? Ein bisschen vielleicht, auf die Seehunde hatte ich mich doch gefreut. Aber so ist das mit der Natur. Sie hat ihre eigenen Launen und hält sich an keinen von Menschen gemachten Plan. Und das ist genau gut so, denn wie langweilig wäre bitte die Alternative? Die Seehunde hatten halt heute touri-frei. Der Krebs hat sie wahrscheinlich beneidet!

Auch in diesem Artikel stammt wieder ein Großteil der Fotos von Johannes von Kaiser Schäfer Fotoworks. Ich möchte mich bei ihm für die tolle Arbeit und die lustige Zeit von Herzen bedanken!

Beach CleanUp in St. Peter Ording: SPO klart auf!

Der Tag beginnt mit einer Frage, die mir noch nie gestellt wurde: “Was ist deine Handschuhgröße?”

Öh. Ich hab keine Ahnung.

Ich bin in St. Peter Ording und mit dem Termin meines Besuchs habe ich sozusagen den Nachhaltigkeitsjackpot geknackt. Denn die ganze Woche steht im Zeichen von Umwelt- und Naturschutz und der Höhepunkt ist diesen Samstag: SPO klart auf – Beach CleanUp. Als ich meiner Airbnb-Gastgeberin erzähle was ich vorhabe, schaut sie mich fragend an. “Sie will Müll sammeln, am Strand!” wirft ihr anwesender Kumpel ein. Und er hat vollkommen recht. Wenn ich schon mal hier bin, möchte ich mich auch nützlich machen.

Dazu begebe ich mich um 10.30 Uhr zum Dünen-Hus, sozusagen dem Basislager der Aktion. Hier kommen die Ranger des Nationalparks, Mitarbeiter der DLRG, der Tourismuszentrale und die Bundesfreiwilligen, die im Westerhever Leuchtturm wohnen, zusammen mit Gästen und Einwohnern, die alle das Gleiche wollen: St. Peter Ording noch schöner machen.

Die Aktion beginnt mit der oben erwähnten Ausgabe der Handschuhe. Nachdem man mir perfekt passende Exemplare in der Größe 9 ausgehändigt hat, stelle ich meine mangelnde Sachkompetenz noch einmal unter Beweis, indem ich die Handschuhe verkehrt herum anziehe. Trotzdem werde ich nicht disqualifiziert, sondern bekomme sogar noch ein Teilnehmerbändchen und einen Turnbeutel als Andenken an die Aktion.

Alle Teilnehmer erhalten Handschuhe, Müllsack, Bändchen und Klemmbrett

Die findet übrigens zwei Mal im Jahr statt, immer am letzten Samstag im März und im September. Dieses Frühjahr musste sie aufgrund von Corona leider ausfallen, aber heute ist der 11. Termin. Und der findet großen Zuspruch. Auf den Bänken sitzt jede Altersklasse, von Schulkindern bis Rentnern ist alles dabei. Die Stimmung ist heiter und motiviert und ich freue mich über mit angehörte Gespräche, wie das der beiden älteren Frauen auf der Bank hinter mir.

“Ich habe gestern mit meiner Nichte gesprochen, die war auf dem Fridays for Future-Streik und fand das richtig gut, was wir heute machen!” “Ja, man muss sich mehr engagieren. Genau wie bei der Wahl morgen: Da geht es ja nicht nur um uns, sondern auch um die Generationen nach uns.”

Da hüpft doch mein Herz. Ich selbst hüpfe auch und zwar in die Gruppe “Strandabschnitt Ording”. Mit dem Bus fahren wir ein paar Kilometer, jeder mit seinem braunen Papiersack und einem Klemmbrett zum Müll-Monitoring. Denn wir sollen nicht nur sammeln, sondern auch katalogisieren. Was genau finden wir? Masken, Zigarettenstummel, Paraffin? Alles wird per Strichliste erfasst und dient nachher der Auswertung in weltweit geführten Statistiken.

Briefing zum Spülsaummonitoring

Wisst ihr was? Man entwickelt einen richtigen Ehrgeiz, wie man so mit Klemmbrett und Müllsack durch die Dünen krufft! Ah, eine Glasflasche, die hatte ich noch nicht! Oh nee, schon wieder ein Zigarettenstummel, das ist schon der 36.! Einerseits ist es ja richtig, richtig gut, dass Strand und Dünen hier eh schon sehr sauber sind, für die fanatische Müllsammlerin aber auch ein bisschen enttäuschend. Umso mehr freut man sich über jedes Fitzelchen, das in den Sack segelt.

Aber nein, im Ernst: Es ist gruselig, wie sauber alles aussieht, aber wenn man genau hinschaut, sieht man Plastik. Manchmal nur winzige Partikel oder ein Stückchen Plastiktüte, das aus dem Sand ragt. Aber es ist da und es ist überall. Ich gebe mir Mühe, auch kleinste Kügelchen einzusammeln, aber das wird wohl niemand mehr schaffen.

Plastik all überall
Manchmal muss man tiefer graben

Trotzdem muss man es versuchen. Das ist meine innerste Überzeugung. Denn die Sichtweise: Ach, mein Beitrag macht ja eh keinen Unterschied, meine Stimme fällt doch nicht ins Gewicht, mein bisschen Müll ist doch nicht so schlimm…finde ich katastrophal und falsch.

Keine umwälzende Erkenntnis, aber eine wichtige: Sich zu engagieren macht unglaublich Spaß. Man kommt mit neuen Menschen in Kontakt, man hat eine gemeinsame Aufgabe und schon bald ziehen wir lachend am Strand von St. Peter Ording entlang, vergleichen unsere Funde und feuern uns gegenseitig an. Als ich unter dem Steg der Seebrücke herumkrieche, finde ich sogar einen regelrechten Schatz: Zwei Ringe und 10 Cent. Was will ich mehr? Vielleicht, dass der Ruf der netten Dame über mir befolgt wird: “Da unten kriecht wer rum, niemand seine Schuhe ausklopfen!”

Gemeinsam macht sogar Müll sammeln Spaß

Nachdem wir den ersten Abschnitt der Dünen gesäubert haben, teilt sich unsere Gruppe nochmals und einige werden auf dem Treckeranhänger nach Bad gebracht. Wir alle müssen lachen, wie wir so über den Strand holpern und fühlen uns ein bisschen, wie Erntehelfer mit unseren Handschuhe und Säcken. Aber auch wieder wie Kinder, die im Kofferraum mitfahren dürfen. Die Stimmung ist ausgelassen, wir scherzen und grüßen die Strandgäste, die uns verwundert hinterherblicken.

Fröhliche Gesichter auf dem Treckeranhänger
Alle machen mit: Begegnung mit der DLRG
Wenn man vor Lachen kaum sein Mittagessen reinkriegt

Nach drei Stunden ist der Spaß auch schon vorbei und alle Helfer kommen zum großen Müll-Contest zusammen. Was wurde eingesammelt und welcher Fund ist der kurioseste? Die niederländische Milchtüte, der Football oder die vergammelte Kappe mit der Aufschrift “Bitch, please”? Per Applaus wird entschieden und dann machen sich alle über die kostenlosen Speisen und Getränke her. Wäre das warme Gefühl im Herzen nicht genug, gibt es jetzt auch noch heiße Suppe für’s Bäuchlein. Und danach genießt jeder auf seine Weise den sauberen Strand von St. Peter Ording, zu dem wir alle einen Beitrag geleistet haben.

Alle Bilder dieses Beitrags stammen von Johannes Kaiser von Kaiser Schäfer Fotoworks, dem ich für das tolle Wochenende und die wunderschönen Fotos von Herzen danke.