Ausflugstipp Berchtesgadener Land – Die Almbachklamm und der Ettenberg

Der dritte Tag unserer Bayern-Reise beginnt wieder mal mit fröhlichem Kuhglockengeläut und Sonnenschein. Trifft sich gut, heute begeben wir uns nämlich wieder ans Wasser. Nicht so groß und breit und tief wie der Königssee, sondern etwas dynamischer. Es geht in die Almbachklamm!

Von unserem Basecamp in Bischofswiesen radeln wir erst nach Berchtesgaden (nicht so schön), und dann immer an der Berchtesgadener Ache entlang (sehr schön!) bis zur Schlucht. Wir starten an der Kugelmühle, die vielen Autos und auch unseren Rädern Stellplatz bietet.

Da es sich bei der Almbachklamm jetzt nicht gerade um einen Geheimtipp handelt, sind wir nicht allein, als wir uns die Klamm begeben. Trotzdem macht es Spaß, dem schmalen Weg zu folgen und nach jeder Ecke von neuen Felsformationen und mintfarbenem Wasser erwartet zu werden. Verlaufen kann man sich auch nicht, denn es gibt nur einen Weg. Nach etwa einer Dreiviertelstunde zweigt allerdings ein Steig nach rechts oben ab.

Diesem folgen wir und lassen damit die Almbachklamm hinter uns. Denn nun wenden wir uns dem Ettenberg zu. Und damit mal wieder 300 Höhenmetern. Auf hölzernen Stufen geht es jetzt durch den Wald. Ich bin dankbar für den Schatten, denn an einem heißen Tag wie diesem wäre pralle Sonne beim Aufstieg eher hinderlich. Schon so schnaufe ich mal wieder vor mich hin und vergesse völlig, auch nur ein Foto zu machen. Daher dürft ihr euch jetzt einfach vorstellen, wie es da aussieht.

Am Ende der Treppe wartet dann aber ein paradiesischer Ausblick: Der Wald lichtet sich und gibt den Blick auf eine blumengesprenkelte Wiese frei, dahinter thront ein pittoreskes Kirchlein. Hach, Bayern…

Wie es sich gehört findet sich neben der Kirche eine Gastwirtschaft, der Mesnerwirt. Und hier bekomme ich dann endlich, worauf ich seit meiner Ankunft hier geier: Einen Germknödel! Hefe mit zerlassener Butter, schweig still, mein Herz. Eine klare Empfehlung für diese Einkehrmöglichkeit!

Kugelrund und vollgefressen begeben wir uns auf den Rückweg. Der führt erst an der Straße entlang, dann an einer Wiese und dann geht es in Serpentinen die Bergflanke wieder runter, bis wir wieder bei der Kugelmühle herauskommen. Der ganze Weg ist etwa acht Kilometer lang, durch das Auf und Ab braucht man aber doch seine Zeit.

Es ist noch früher Nachmittag, als wir uns wieder auf die Räder schwingen. Und dann passiert der Unfall. Aber davon erzähle ich euch nächste Woche.

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