Sylt mit dem E-Bike: Radtour nach List

Unser dritter und letzter Tag mit den E-Bikes bricht an und er führt uns in den Norden der Insel. Nachdem wir bereits nach Süden (Hörnum) und Osten (Morsum-Kliff) geradelt sind, wartet heute List auf uns.

Los geht es wie immer von Wenningstedt, das sich als optimaler Ausgangspunkt erwiesen hat. Schließlich liegt es mitten auf der Insel. Der Radweg führt uns wieder vorbei am Langen Christian, der Uwe-Düne und dem Quermarkenfeuer, der Akademie am Meer und schließlich zur Wanderdüne. Hier biegen wir aber nicht rechts ab nach List, sondern fahren weiter nach Norden.

Wie fast immer ist der Radweg gut ausgebaut, optimal befahrbar und zu unserem Glück auch immer noch recht einsam im März. Das alles ändert sich aber, wenn man zur Mautstation Ellenbogen kommt. Da wir alle Leuchttürme und den Ellenbogen sehen möchten, bleibt uns aber nichts anderes übrig.

Zum Ellenbogen und den Leuchttürmen

Ab hier weicht der Radweg einer Straße, bestehend aus Betonplatten wie bei einer Panzerstraße. Und Panzer fahren hier, Stubenpanzer nämlich, besser bekannt als SUVs. Mit denen muss man sich die Straße teilen und während man von den Lücken zwischen den Betonplatten durchgeschüttelt wird, quetschen sich Porsche und Audi vorbei. Nur um dann plötzlich vor einem rechts ranzufahren und abzubremsen. Fenster runter, Handy raus, Foto, weiter geht’s. So kann man sich die Insel natürlich auch anschauen. Ich bevorzuge das Fotografieren mitten aus der Umgebung heraus. 😉

Wir versuchen es daher auch weiter mit nur je zwei Rädern und kommen schließlich zum Ellenbogen, dem Turm List West und schließlich zu List Ost. Unterwegs treten wir mit der einheimischen Fauna in Kontakt, namentlich mit Schafen, Gänsen und Enten. Mittlerweile ist der Tag aber doch schon recht fortgeschritten und trotz E-Bike hat der Gegenwind für ein gewisses Maß an Anstrengung gesorgt. Zwar gab es zwischendurch eine kleine Snack-Pause am menschenleeren Strand, doch nun knurrt der Magen wieder: List ruft!

Crêpes in List im Eiscafé Venezia

Zurück geht es zur Mautstation und von dort über den herrlich schnurgeraden, lückenlos asphaltierten Damm, der uns bis in den Hafen von List führt. Hier gibt es die ein oder andere Kuriosität zu bestaunen und nachdem wir Gosch links liegen gelassen haben, kommen wir um die Ecke zum Eiscafé Venezia. Für Eis ist es tatsächlich noch ein bisschen frisch, aber glücklicherweise stehen auch Crêpes auf der Speisekarte und im Strandkorb staut sich schnell die Wärme.

Wer viel Zeit hat, beziehungsweise früh losfährt, kann von hier die Fähre nach Rømø nehmen und damit Deutschland verlassen und nach Dänemark übersetzen. Durch den Schlenker zum Ellenbogen bleibt uns dafür keine Zeit und so verlassen wir unseren Sonnenplatz, um uns wieder auf die Räder zu schwingen. In der Abendsonne radeln wir nach Wenningstedt zurück und beenden damit unser kleines E-Bike-Abenteuer auf Sylt.

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