Hamburg-Tipps II: Schanzenviertel

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Das Viertel

Heute habe ich mich mit Rosa auf den Weg gemacht, um das Schanzenviertel zu erkunden. Unser erster Stopp führte allerdings zur Volksbank, schließlich wollte ich für den Notfall Bares dabeihaben. Und mit Notfall meine ich: für’s Souvenir-Kaufen. Die Reise begann auch schon gut, in der Volksbankfiliale auf der Schanzenstraße wird man nämlich auf’s angenehmste beschallt. Und zwar mit dem Werbe-Cover von „Hungriges Herz“. Sehr schön! Fröhlich summend und mit dem Jutebüggel voller Geld ging’s dann ins Veedel. Oh, das ist wohl eher kölsch. Egal. Erster Halt war der wunderschöne Laden Das Dorf. Nur das mit den Öffnungszeiten hat nicht so ganz gestimmt. Von wegen 11 Uhr…naja, ich hatte ja Zeit mitgebracht. Und als ich zwanzig Minuten später endlich in den Laden durfte, wusste ich dank des liebevoll dekorierten Schaufensters auch schon ganz genau, was ich wollte. Mascha, Barbara, es gibt Mitbringsel! 🙂

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Weiter durch die Straßen und schon eine schöne Kuriosität entdeckt! Erst dachte ich, es wären Kaugummi-Automaten, stimmt aber nicht! Bei näherem Hinsehen wird klar, dass man sich hier Schmuck und Buttons ziehen kann!

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Ich kann jedem einen Spaziergang durch Susannenstraße, Schulterblatt und Marktstraße empfehlen. Überall schöne, individuelle Läden und Lädchen. Und wer’s braucht: Es gibt auch ein „Jesus Center“. Fragt mich nicht, was das ist, ich war nicht drin.

Das Haus links und ganz in Rosa wäre dann das Jesus-Center

Augustenpassage

Von der Schanzenstraße bin ich schließlich in die Augustenpassage eingebogen (Nachdem ich dreimal dran vorbei gelaufen war). Dort stehen Schuhwunschbäume. Kennt ihr auch nicht? Sagt bloß! 🙂 Wenn ich das richtig verstanden habe, nimmt man ein Paar Schuhe, knotet die Schnürsenkel zusammen und schmeißt das Ganze in die Baumkrone. Bleiben die Schuhe hängen, hat man einen Wunsch frei. Dass die Leute in Hamburg das ernst nehmen sieht man schon daran, dass da keine alten Treter sondern richtig hübsche Schuhe in den Ästen baumeln.

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Flohschanze

Ich bin ja ein kleiner Flohmarkt-Fetischist, deswegen war eines der ersten Dinge, die ich recherchiert habe, wann es wo Flohmärkte in Hamburg gibt. Da hat es nicht lange gedauert, bis ich auf die Flohschanze gestoßen bin. Dieser Flohmarkt findet jeden Samstag am Neuen Pferdemarkt statt. Zwischen dem üblichen Plunder gibt es auch ein paar echt außergewöhnliche Sachen. Außerdem habe ich zwei alte Freundinnen aus meiner Kindheit getroffen. 🙂

Und dann hab ich endlich gefunden, worauf ich mich am meisten gefreut hatte: Die Fotoautomaten. Ganz hinten, an der Ecke U-Bahnhaltestelle Feldstraße und Neuer Kamp stehen sie. Der rechte belichtet ein bisschen über, aber ich muss feststellen, dass das für die Optik von Vorteil sein kann. Schönere Haut und so, ne? Rosa und ich haben aber beide ausprobiert und hatten sehr viel Spaß. Ein Streifen mit vier Bildern kostet 2€ und wären mir nicht die Münzen ausgegangen, ich hätte ewig weitergemacht. Irgendwo hatte ich übrigens gelesen, dass sich da oft eine Schlange bilden würde und man es an einem Samstag gar nicht erst versuchen bräuchte. Also, ich hatte wohl Glück: Heute war super Wetter, der Flohmarkt war gut besucht und ich musste trotzdem nicht anstehen.

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Planten un Blomen

So, jetzt aber raus aus dem Gedränge und durch’s Karoviertel zum Planten un Blomen. Ich glaube allerdings, dass ich hier in ein paar Wochen noch mal hinmuss, die Blomen haben nämlich gerade erst angefangen zu blühen. Rosa und ich haben trotzdem ein bisschen dekorativ auf den Fernsehturm geguckt. Und die Kirschbäume erstrahlen ja auch schon in schönstem Rosa. Rosa, rosa, rosa 🙂 Und meine Rosa hat dann auch noch neue Bekanntschaften geschlossen!

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16 Gedanken zu “Hamburg-Tipps II: Schanzenviertel

  1. Es ist schön, Hamburg nun einmal mit deinen Augen zu sehen. Und diese Augen nehmen ganz andere Dinge wahr als meine. Das heißt für mich bei meinem nächsten Hamburgbesuch, auf diese Dinge zu achten. Fotoautomaten, Buttonautomaten oder Schuhbaum haben mich neugierig gemacht. Deine Fotos arbeiten das Außergewöhnliche im Alltäglichen sehr präzise heraus. Ich bin schon gespannt auf deine nächsten Erkundungen.

    1. Danke! Ich habe auch versucht, mal mit offeneren Augen durch die Gegend zu gehen und nicht nur das festzuhalten, wo der Blick sowieso automatisch hingelenkt wird. Es war interessant, sich nicht auf das Offensichtliche zu konzentrieren 🙂

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