Neue Heimat Bielefeld

Einen Monat wohnen wir jetzt schon in Brackwede, im Süden Bielefelds. Einen Monat, in dem ich begonnen habe, meine neue Heimat kennenzulernen, mich an unser neues zu Hause zu gewöhnen und hier einen Job zu finden.

Während sich letzteres nach wie vor leider als schwierig erweist, klappt besonders der zweite Punkt schon ganz gut. Denn die zwei Wochen nonstop werkeln haben sich ausgezahlt und jetzt, wo der Herbst Einzug hält, haben wir eine gemütliche Wohnung, in der ich mich gerne aufhalte.

Da es nach wie vor keinen Reisecontent hier auf dem Blog gibt, dachte ich, es wäre vielleicht spannend, euch einen kleinen Einblick zu gewähren. Es ist noch nicht alles fertig, und da ich ehrlicherweise auch keine Ahnung von Interior-Fotografie habe, seht ihr jetzt nicht die ganze Wohnung. Aber wie zur Hölle soll man auch einen Flur schön fotografieren?

Wohnzimmer

Leseecke

Schlafzimmer

Arbeitszimmer

Küche

So, ich hoffe, die kleine Roomtour hat euch gefallen. Jetzt gehe ich aber mal raus und erkunde weiter meine Umgebung, damit ich euch bald davon erzählen kann!

2020 – Leben, reisen und lieben in Zeiten von Corona

Viele Monate ist es her, dass ich zuletzt einen Artikel veröffentlicht habe. Gerade zu Anfang der Corona-Pandemie schien es mir unpassend, über Reisen zu berichten. Aber mittlerweile ist so viel in meinem Leben passiert, dass ich mir sozusagen einfach ein Update von der Seele schreiben muss.

Nun, da die Grenzen langsam wieder öffnen, sieht es so aus, als ob trotzdem alle Reisepläne ins Wasser fallen.

Vielleicht sollte ich lieber sagen: Auf Eis gelegt werden. Denn unsere große Reise von Spitzbergen über Grönland nach Island wird dieses Jahr nicht stattfinden. Mein Geschenk zu meinem 30. Geburtstag, an dem so viele Freunde mitgewirkt haben und auf das ich mich wahnsinnig gefreut habe, fällt aus. So wie der Ostertrip ans Meer und die geplante Radtour nach Holland. Und alle meine Vorträge bei Globetrotter.

Rosas-Reisen-Groenland

Und das ist in Ordnung. Das ist in Ordnung, weil 2020 ein Jahr ist, in dem man solche Reisen und Veranstaltungen einfach nicht machen muss, weil der Schutz und die Sicherheit aller vorgehen. Obwohl mir das Herz blutet und vor Fernweh ächzt, weiß ich, dass ich Glück habe hier in Deutschland sein zu dürfen, während diese Krise wütet.

Und diese Krise stellt auch mein Leben ziemlich auf den Kopf. Erinnert ihr euch, wie ich behauptet habe „Grönland ändert alles?“ Tja, von wegen. Corona ändert alles. Zumindest fast.

Im März bin ich ins Home Office gegangen, im Mai in Kurzarbeit. Mein Gehalt hat sich um mehrere hundert Euro reduziert. Die Einkünfte von Globetrotter sind weggefallen. Meine Ausgaben sind die gleichen geblieben.

Ich arbeite als Eventmanagerin für Messen zu Auslandsaufenthalten. Ihr könnt euch denken, was Corona damit angestellt hat. Ende Juni habe ich erfahren, dass ich zum Juli gekündigt werde. Ich werde meinen Job verlieren, den ich vier Jahre lang mit Liebe und Herzblut gemacht habe. Ich verlasse ein Team, das nicht mehr das gleiche ist wie vor der Krise. So viele mussten gehen, so viel Streit und Wut und Ungerechtigkeiten. Manchmal fiel es mir schwer, noch an irgendetwas anderes zu denken.

Jetzt droht ab Oktober die Arbeitslosigkeit. Davor habe ich wahnsinnige Angst. Ich war noch nie arbeitslos, habe meinen Job direkt nach der Uni angefangen, habe immer auf eigenen Beinen gestanden. Also schreibe ich Bewerbungen und suche nach allen möglichen Stellen, die irgendwie zu mir passen könnten.

Bisher noch nicht besonders erfolgreich. Das bedeutet, dass ich ab Oktober Arbeitslosengeld beziehen werde und das wird sehr, sehr wenig sein. Ich habe meinen Job geliebt, aber gut verdient habe ich da nicht, im Gegenteil. Und das wirkt sich natürlich auf die Höhe des ALG aus. Ich werde knapp 19 € über der Armutsgrenze liegen.

Mit dem, was ich dann zur Verfügung haben werde, kann ich meine Miete nicht mehr bezahlen. Ich habe Glück, ich habe eine schöne Wohnung in Köln, aber wie das bei den unglaublichen Mietpreisen hier so ist, kann ich sie mir nur leisten, weil sie meiner Tante und meinem Onkel gehört und ich den „Familienpreis“ zahle. Selbst der ist mit ALG aber nicht mehr zu stemmen. Und ich will ihnen definitiv nicht noch mehr zur Last fallen. Auch wenn ich weiß, dass sie mich niemals rauswerfen würden, wenn ich in Not bin.

Und nun?

Tja, wer bis hierhin durchgehalten hat, Respekt. Das ist ein ganz schön trauriger Monolog, den ich da angestimmt habe. Und es ist nur eine von so vielen Geschichten weltweit, von denen 99% schlimmer sind. Deshalb will ich jetzt mal das Steuer herumreißen und ein bisschen Hoffnung aufkommen lassen. Denn es ist nicht alles schlecht dank Corona.

Aufgrund der Pandemie konnten mein Freund und ich viel Zeit miteinander verbringen. Normalerweise führen wir eine Wochenendbeziehung. Das heißt, alles muss in 40 Stunden passen: Wiedersehen, aneinander gewöhnen, streiten, lieb haben, die Zeit genießen, verabschieden. Also, wir streiten jetzt nicht jedes Wochenende, aber ihr wisst was ich meine, oder? Und dann sind da ja auch noch Freunde und Familie, die ihn auch gerne mal zu Gesicht bekommen möchten. Und die Einsätze.

Das hat mich die letzten Jahre schon sehr gestresst. Als die Corona-Quarantäne begann, wurde er sozusagen freigestellt und ich konnte von zu Hause arbeiten. Zum ersten Mal haben wir also viel Zeit miteinander verbracht. 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche und das fast 3 Monate. Auf 45qm.

Interessanterweise haben wir uns nicht die Köpfe eingeschlagen. Im Gegenteil. Ich habe es geliebt.

Wir haben gebastelt, Hörspiele gehört, uns mit Wasserfarben angemalt, Nudeln selber gemacht, eine einsame Fahrradtour unternommen, ich habe ihm ein bisschen Inliner fahren beigebracht, wir sind wandern gegangen, ich durfte ihm den Kopf rasieren, wir haben seiner Oma ein Tablet gekauft und ihr Skype „beigebracht“ und ich habe ihm seinen ersten Maibaum gestellt.

Und über all dem habe ich endlich den Entschluss gefasst, der schon lange aussteht.

Er ist Soldat und das bedeutet, dass er alle zwei bis drei Jahre umzieht. Ich will keine Fernbeziehung mehr und eine großartige Karriere war eh nie mein Plan. Ich werde ihn von nun an begleiten.

Noch immer fühlt sich diese Entscheidung etwas komisch an, aber richtig. Ich wollte nie die „Soldatenehefrau“ werden, die brav alles mitmacht und zu Hause sitzt. Aber so wird es auch nicht. Ich bin flexibel, wo ich mir einen neuen Job suche, er kann das nicht einfach so entscheiden. Und wir wollen zusammen bleiben. Ergo…

…ziehe ich nach Bielefeld. Zumindest für die nächsten zwei Jahre, dann werden die Karten neu gemischt. Wir haben nun eine Wohnung gefunden und werden zum 1. September umziehen. Dank der unglaublich günstigen Mieten dort, kann ich sogar einen nicht allzu kleinen Teil der Miete bestreiten. Da kommt die Rückzahlung der Grönland-Reise auch gar nicht so ungelegen.

Nun stecken wir die Köpfe zusammen und überlegen, was wir wo hinstellen. Welche Möbel wir noch verschönern oder bauen möchten. Wie genau die Demarkationslinie im Arbeitszimmer verlaufen wird und wer welche Bilder und Landkarten wo aufhängen darf.

„Weißt du was? Ich freue mich richtig darauf, mit dir zu Ikea zu fahren!“
Ob ich wohl den perfekten Mann gefunden habe?
„Und weißt du warum? Weil ich genau weiß, wie glücklich dich das macht!“
Definitiv.

Wir werden zum ersten Mal ein gemeinsames zu Hause haben. Es wird nicht immer die Uhr ticken, wenn wir uns sehen. Wir haben die Chance, zusammen eine neue Stadt kennenzulernen. Nach 30 Jahren ziehe ich zum ersten Mal aus Köln weg, lasse meine Freunde und meine Familie zurück und stelle mich der Herausforderung einer komplett neuen Umgebung ohne finanzielle Sicherheit. Aber mit ganz viel Liebe.

Lasst mich zusammenfassen: 2020 ist das Jahr, in dem alles neu wird. Job, Wohnung, Stadt, Umfeld, Art der Beziehung. Ich habe Angst, bin traurig, aufgeregt, glücklich, mutig und ängstlich. Alles gleichzeitig. Und dann ist da ja auch noch diese Corona-Pandemie.

Nächstes Jahr darf es dann ein bisschen weniger sein. 😉 Außer Reisen, da bin ich offen für mehr!

Finntastische Nordplüschi-Challenge 2020

Zehn Fragen an Dich und Dein Maskottchen

Inken von Finntastic hat zur Plüschtier-Parade gerufen und da dürfen Rosa und ich natürlich nicht fehlen. Wer sich also fragt, wer Rosa eigentlich ist und was ein Nilpferd im Norden verloren hat, bekommt hier ein paar Antworten!

1. Wer bist Du, wie heißt Dein Blog?

Ich heiße Anuschka. Vielleicht hat meine Mutter mir damit die Liebe zum Norden schon in die Wiege gelegt, denn Anuschka ist die russische Verniedlichung von Anna. Und in meiner liebsten Reiseregion, der Arktis, kann der Name ein wahrer Türöffner sein. Nun heißt der Blog aber nicht Anuschkas Reisen (was, seien wir ehrlich, auch nicht so gut über die Zunge rollt), sondern „Rosas Reisen“. Wer ist aber Rosa? Rosa ist mein Glücksbringer, mein Trostpflaster und meine treue Begleiterin. Mehr über sie erfahrt ihr weiter unten.

2. Was verbindet Dich mit dem Norden? Für welches Land im Norden schlägt Dein Herz und was macht es für Dich einzigartig?

Früher war der Norden für mich ein Sehnsuchtsziel, ganz weit weg. Mit meinen Büchern bin ich dahin gereist, mit Jack London und Jean Craighead George nach Alaska, mit Gary Paulsen nach Kanada. Und dann hörte die Fantasie auch schon auf. Peinlich aber wahr: Lange war mir gar nicht bewusst, dass es den wilden Norden, die eisige Kälte, die Schlittenhunde und das Abenteuer auch in Europa gibt.

2013 wurde mir das dann aber klar, als ich das erste Mal in Finnland war. Und ab da war mein Herz verloren. Der Moment, in dem ich zum ersten Mal ein eigenes Huskyteam durch die arktischen Weiten gelenkt habe, hat etwas in mir unwiederbringlich verändert, es war, als ob ein Puzzleteil an die richtige Stelle gefallen wäre. Nirgendwo fühle ich mich so wild und frei und glücklich und zu Hause, wie dort oben.

Und seitdem reise ich wieder und wieder in die Arktis. Finnland wird aber immer das Land bleiben, das mir für all das die Augen geöffnet hat. Letztes Jahr habe ich mir dort dann einen großen Traum erfüllt und bin mit einem eigenen Schlittenhundegespann von Hütte zu Hütte gezogen, zusammen mit meinem Freund, der sich glücklicherweise von mir hat anstecken lassen. Oder mich einfach so sehr mag, dass er das alles mir zuliebe mitmacht. )

3. Worüber bloggst Du und was ist das Ziel Deines Blogs?

Ich habe meinen Bog 2014 ins Leben gerufen und der damalige Grund war ganz einfach: Ich war todunglücklich. Ich befand mich in einer sehr schweren Phase meines Lebens und es gab Tage, da wusste ich weder ein noch aus. Da war nichts, keine Motivation aufzustehen, nichts Schönes um mich damit zu beschäftigen. Und dann kam meine große Schwester und sagte: Weißt du was? Du machst jetzt einen Reiseblog! Etwas, mit dem du dich beschäftigen kannst, wo du deine Hobbys vereinigst. Reisen, schreiben, Fotos machen. Und auf diesen guten Rat habe ich gehört.

Mein Blog ist nicht besonders erfolgreich. Und ich vermute, das liegt daran, dass es bei mir kaum Tipps, „10 Dinge, die du in xy sehen musst“, „5 unglaubliche Fotospots“ oder ähnliche Artikel gibt. Klar spreche ich gerne auch Empfehlungen aus, in erster Linie möchte ich aber Geschichten erzählen, und zwar auf meine persönliche und wie ich hoffe lustige Art. Der Blog ist mein Hobby und daher soll er vor allem mir Freude bereiten. Wenn er dann auch noch andere Leute unterhält, ist das natürlich fantastisch.

Ich habe den Blog nicht gegründet, um kommerziell erfolgreich zu sein oder meinen Lebensunterhalt damit zu bestreiten. Er ist ein kreatives Ventil für mich, eine Möglichkeit, meine schönsten Momente immer wieder zu durchleben, festzuhalten, ihnen eine Ort zu geben. Die Erinnerung wach zu halten.

Es gibt bei mir daher auch keine Verpflichtung, jede Woche zu posten, Klicks zu sammeln, mir ständig neue Strategien zu überlegen. Wenn ich einen Monat nichts zu schreiben habe, dann ist das so. Denn wenn das echte Leben spannender ist, als das online, dann poste ich auch mal gar nichts.

4. Was für ein Tier ist Dein Maskottchen und wie heißt es? 

Rosa ist ein Kuscheltiernilpferd. Als ich 2014 meinen Blog startete, habe ich hin und her überlegt, wie ich ihn nennen könnte. Plötzlich kam dann die Idee: Wer ist immer dabei? Rosa. Was ist ein schmissiger Name, der zeigt, worum es geht? Rosas Reisen. Ein Kompass, ein Nilpferd, fertig ist das Logo. Es hat was mit mir zu tun, ist aber immer noch ein Pseudonym, unter dem ich schreiben kann und zeigt, dass ich im Herzen immer noch ein Abenteuerkind bin.

Mit Rosa im Gepäck habe ich außerdem die Erfahrung gemacht, dass sie ein wahrer Herzensöffner ist. Ob Kinder am Flughafen, Stewardessen im Flugzeug oder Mitcamper am See – den meisten zaubert sie ein Lächeln ins Gesicht und ein Gesprächsanfang ist auch schnell gefunden.

5. Woher stammt Dein Nord-Plüschi? Erzähl uns in ein paar Sätzen seine Geschichte! Was macht Dein Maskottchen einzigartig?

Ein Nilpferd würde man wohl eigentlich in Ägypten verorten, einen Nordbezug hat Rosa aber dennoch, denn sie ist Schwedin. Zumindest stammt sie aus einem berühmten schwedischen Einrichtungshaus. Dort habe ich sie gesehen und es war Liebe auf den ersten Blick. Ich habe sie 2010 geschenkt bekommen und seitdem begleitet sie mich, wenn ihr Packvolumen es erlaubt, gerne auf meinen Reisen. Sie ist allerdings ziemlich groß, so dass das nicht immer geht.

Rosa gehört zu mir und ich zu ihr und würde meine Wohnung brennen, würde ich sie mir als erstes schnappen. Als ich mit meinem Freund darüber redete, was wir vom anderen behalten würden, sollte er plötzlich sterben, war seine Antwort: Rosa! Ich denke, das zeigt mein (unser?) irrationales Verhältnis zu diesem Plüschtier relativ gut auf.

6. Wie würde Dein Maskottchen Dich beschreiben, wenn es das könnte? 

Schwere Frage, aber zuallererst wohl: kuschelbedürftig! Denn Rosa ist immer in meinem Bett und liegt nachts neben mir. Ansonsten aber wohl als nordverliebt, begeistert, herzlich, liebvoll und etwas verrückt. Zumindest hoffe ich das.

Wovon ich hoffe, dass sie es vergessen hat: Die Tage, an denen ich sie in die Waschmaschine gesteckt habe oder ihren Bauch aufgeschnitten und neue Zauberwatte nachgefüllt habe. Hey, 10 Jahre machen sich bemerkbar, da kann man auch mal ein bisschen die Kuschelfalten aufpolstern! 😉

7. Reist Dein Maskottchen immer mit Dir überall hin? Wo bist Du mit ihm schon gewesen?

Wie gesagt, immer ist Rosa nicht dabei, da sie einen ganzen Handgepäckstrolley alleine ausfüllt. Für ein Nilpferd ist sie aber schon ganz ordentlich rumgekommen, hat die Lavendelfelder der Provence beschnuppert, stand mit mir auf einem Hundeschlitten in Lappland, ist durch Bayern geradelt, hat grönländische Eisberge beobachtet und ist mit mir aus einem Flugzeug gesprungen. Sie hat in Hamburg einen Fotoautomaten unsicher gemacht, Wochenenden in Holland am Strand verbracht und es sich auch mal ohne mich zu Hause gut gehen lassen.

8. Ich packe meinen Koffer…Was muss Dein Maskottchen unbedingt mit auf Reisen nehmen?

Rosa ist pflegeleicht und braucht kein weiteres Gepäck. Gott sei Dank, denn ich erwähnte ja schon ihr…Volumen. Um es mit den Worten Mannis, des Mammuts zu sagen: „Ich bin nicht dick. Ich bin nur dick angezogen – das nennt man Fell. Es ist plüschig.“

9. Was war euer schrägstes und/oder schönstes Nord-Erlebnis?

Mmmmh. Ich würde sagen, kurios ist auf jeden Fall Rosas Artenbestimmung durch Fremde. 😀 Von Krokodil über Nashorn und Elefant bis zu Bär war schon alles dabei. Rosa nimmt es aber mit Gelassenheit und lächelt einfach freundlich weiter.

Grönland war als Reiseziel einfach so atemberaubend unbeschreiblich schön, dass ich der festen Überzeugung bin, dass auch Rosa es kaum erwarten kann, wieder ein Schiff zu besteigen und dieses weite, weiße Land mit mir zu erkunden.

10. Welches Reiseziel im Norden visiert ihr als nächstes an? Oder wohin möchtest Du unbedingt einmal mit Deinem Nord-Plüschi reisen?

Geplant ist natürlich eine Reise in den Norden. Im August wollen Rosa, mein Freund und ich nach Spitzbergen fliegen, dort an Bord eines Schiffes gehen, an der Packeisgrenze entlang nach Grönland übersetzen, die Ostküste erkunden, uns in Island einschiffen und dort noch einen Miniroadtrip dranhängen. Die Reise habe ich zu einem Teil letztes Jahr zum 30. Geburtstag geschenkt bekommen. Und wir haben uns wie blöde darauf gefreut.

Ob das alles dieses Jahr stattfinden kann? Keine Ahnung. Ich versuche, mich nicht verrückt machen zu lassen und gehe davon aus, dass es irgendeine Möglichkeit geben wird und das ganze Geld nicht einfach weg ist. Ich kann mich auch noch bis 2021 auf die Reise freuen, wenn das nötig ist. Und bis wir mehr wissen, bleiben Rosa und ich einfach zu Hause und träumen vom Norden!

30 und jetzt? Das nächste große Abenteuer!

Es war still hier, denn manchmal ist das Leben so entsetzlich schmerzhaft und schön, dass man zunächst keine Worte findet. Und obwohl ich es liebe, die Welt teilhaben zu lassen, musste ich einige Dinge erstmal mit mir selber ausmachen. In den letzten Monaten ist mein Leben ganz schön durchgeschüttelt worden. Es gab traurige Momente und schöne, und mehr als einmal haben sie sich vermischt und es flossen Tränen der Traurigkeit, der Einsamkeit, des Glücks und des Friedens.

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Soweit die Füße tragen – Liebesbrief an meine Wanderschuhe

Wanderschuhe

Kennengelernt haben wir uns vor vielen Jahren, und es war Liebe auf den ersten Blick. Ich hatte noch nie Wanderschuhe besessen, oder überhaupt festes Schuhwerk, das über Sneakers hinausging. Aber meine erste große Abenteurreise stand an: Ein Roadtrip durch die Canyons der USA. Und da ich diese grandiosen Landschaften natürlich nicht nur aus dem Auto, sondern sozusagen fußnah erleben wollte, wurde es Zeit.

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