Auf die Ohren: Rosa im Radio-Interview bei WDR Cosmo!

Rosas-Reisen-Groenland

Momentan ist Reisen ein schwieriges Thema. Meine Reise nach Spitzbergen, Grönland und Island, die am Wochenende hätte starten sollen, fällt leider aus. Umso mehr freue ich mich, dass ich heute bei WDR Cosmo weltweit von meinen Abenteuern im Radio berichten durfte. Denn so kann man sich wenigstens ein bisschen wegträumen.

Und wenn ihr so neugierig seid wie ich und nicht immer nur Bilder sehen, sondern auch einmal meine Stimme hören wollt, dann könnt ihr das nun auch.

Einfach auf das Bild klicken und schon könnt ihr mir lauschen. 🙂 Danke an Radio Cosmo weltweit für das nette Interview!

Round-Up: Mein schönstes Erlebnis im hohen Norden und tiefsten Süden

Dass ich dem Norden verfallen bin, das ist ja gemeinhin bekannt. Als ich in einem Interview gefragt wurde, ob es außer mir noch mehr solche Verrückten gibt, kam mir die Idee zu diesem Round-Up. Also, Vorhang auf für die Blogger, die wie ich den Norden lieben. Hier verraten sie euch, was ihr beeindruckendstes Erlebnis war.

Alaska

Bären beim Lachsfang im Katmai Nationalpark

Unser schönstes Erlebnis im hohen Norden führt uns in die abgeschiedene Wildnis des wunderschönen Katmai Nationalparks in Alaska. Wir bekommen jetzt noch Gänsehaut, wenn wir nur daran denken. Mit einem kleinen Wasserflugzeug ging es für uns von Kodiak aus in eine malerische Bucht im Katmai Nationalpark. Schon der Flug über die spektakuläre Landschaft war einfach traumhaft. Sogar ein paar Tiere haben wir unterwegs gespottet.

Am Ziel angekommen, erwartet uns pure Wildnis. Wir waten vom Wasserflugzeug aus an Land, mitten hinein ins Bärenparadies des Katmai Nationalparks. Schon nach ein paar Minuten entdecken wir den ersten Bären im Fluss. Auf der Suche nach Fischen tapst er suchend durch das Wasser. Nach und nach tauchen weitere Bären auf. Begeistert beobachten wir die Bären beim durchs Wasser planschen, genüsslich Fisch futtern oder miteinander toben. Wir haben uns gefühlt wie in einer National Geographic Doku! Glücksgefühle pur! Ein einmaliges Erlebnis, das wir nie vergessen werden!

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Wir sind die eineiigen Zwillingsschwestern Kathrin & Kristin: reiseverückt, abenteuerlustig und absolute Tierfans. Auf unseren Blog Travelinspired nehmen wir dich mit auf unsere Reisen in die entlegensten Ecken der Welt, z.B. nach Grönland, Alaska oder in die Antarktis. Wir lieben es, draußen zu sein!

Lebensweisheiten und Schlittenhunde – Ein Besuch bei Mary Shields

Alaska hat mein Herz im Sturm erobert. Seitdem fühle ich mich dem Land tief verbunden. Unser Roadtrip führte uns vom Süden bis weit hinauf in den Norden nach Barrow. Und wir machten auch in Fairbanks Halt. Wir hatten bereits viel über Musher gehört und sind selbst mit den Schlittenhunden durch die Wälder gesaust. Aber erst der Besuch bei Mary Shields in ihrem Zuhause brachte uns die Liebe zu den Hunden näher.

Mary Shield war die erste Frau, die es beim legendären Iditarod-Rennen durch das Ziel schaffte und gilt als Musher-Pionierin. Bis ins hohe Alter zog sie mit ihren Hunden wochenlang alleine durch die Wildnis. In ihrem Garten zeigte sie mir, wie der Schlitten dafür gepackt werden muss und wir tollten mit ihren Welpen herum. Die kleinen Frechdachse klauen mit Vorliebe die Blumen aus den Haaren. Aber böse kann man ihnen einfach nicht sein. Bei Kuchen und Kaffee erzählte sie aus ihrem Leben. Marys Wissen über Wildnis und Hunde ist erstaunlich, ihre Art herzerwärmend und ihre Einstellung inspirierend. Wir haben nichts Spektakuläres gemacht, außer geredet und gelacht. Trotzdem war der Tag mit Mary eines der tollsten Erlebnisse in Fairbanks. „Wer auf sein Herz hört, findet immer seinen eigenen Trail – auch ohne Hunde“, sagt Mary. Darauf achten wir. Nicht nur beim Reisen.

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Anita auf Reisen ist in Klagenfurt am Wörthersee geboren und bloggt seit einigen Jahren über schöne Orte in Österreich sowie den Alpen-Adria-Raum. Aber sie liebt auch den Norden, allen voran Island und Alaska, wo sie beeindruckende Persönlichkeiten und die Kraft der Natur kennen lernte.

Kanada

Eisbärenbeobachtungen in Churchill

Churchill an der Südwestküste der Hudson Bay ist wahrscheinlich einer der verschlafensten Orte Kanadas. Eine kleine Kirche, ein paar Geschäfte, ein Hotel mit angeschlossenem Restaurant hat das 900-Seelen-Kaff zu bieten. Dass Tier- und Naturfans trotzdem glänzende Augen bekommen, wenn der Ort in der Provinz Manitoba nur erwähnt wird, liegt an den Eisbären. Denn Churchill ist die selbsternannte Eisbären-Hauptstadt der Welt.

Im Winter kommen die Petze auf der Suche nach Nahrung dem kleinen Ort ganz nah. Mit weitreichenden Folgen für Mensch und Tier. Abends sollte man eher mit Vorsicht durch die wenigen Straßen schlendern, weil der „König der Arktis“ sich schon mal über Mülltonnen hermacht. Und er landet umgehend im „Eisbärengefängnis“, von wo aus er in die Wildnis ausgeflogen wird.

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Für mich war der ziemlich aufwendige Trip an die Hudson Bay ein zweischneidiges Erlebnis. Hoch in Kanadas Norden erlebt man hautnah, dass dem größten Land-Raubtier buchstäblich das Eis unter den Pfoten wegschmilzt. Ob unsere Enkel noch Eisbären in freier Natur erleben können? Zum anderen sind da die Touristen, die mit monströsen Tundra-Buggys in den Lebensraum der Petze eindringen. Immerhin werden mit den Erlösen auch Forschungsstationen unterstützt, die sich mit der Zukunft der Eisbären befassen. 

Bruder-auf-Achse heißt mein Reiseblog, den es seit drei Jahren gibt. Abgeleitet habe ich ihn von meinem Namen Roswitha Bruder-Pasewald und der Tatsache, dass ich ständig auf Achse bin. Im Lauf der Jahre sind ganz schön viele Länder zusammengekommen, wobei mir die „Ränder der Welt“ am liebsten sind.

Roadtrip durch die wilde Gaspésie in der kanadischen Provinz Québec

Das Highlight unserer letztjährigen Kanada-Rundreise war der einwöchige Roadtrip rund um die wilde Gaspésie Halbinsel in Québec. Wir lieben es, Kanada abseits der touristischen Hotspots zu erkunden. Die traumhaften Nationalparks Forillon, Parc national du Rocher Percé et de l’Île Bonaventure und Parc national de la Gaspésie kennt bei uns kaum jemand, oder? Wir haben alle drei Parks auf Wanderungen erkundet und atemberaubende Klippen, einsame Buchten, bunte Leuchttürme und jede Menge Tiere in freier Wildbahn entdeckt.

Den schönsten Tag in der Gaspésie hatten wir am Rocher Percé, dem Wahrzeichen der Region. Bei Ebbe ist der bizarre Felsen mit seinem riesigen Loch zu Fuß erreichbar. Wir haben hier den atemberaubendsten Sonnenaufgang unserer Reise erlebt. Es ist einfach unfassbar schön, wenn die Sonne hinter dem Felskoloss über dem Sankt-Lorenz-Golf erscheint.

Zum Nationalpark gehört die Vogelinsel Bonaventure, die nur mit dem Boot zu erreichen ist. Auf der märchenhaft schönen unbewohnten Insel haben wir Nordamerikas größte Brutkolonie der Basstölpel besucht. Über 100.000 der weißen Vögel mit gelbem Kopf und stahlblauen Augen nisten dort am Rand der Steilklippen. Ein wirklich beeindruckendes Spektakel!

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Kanada ist das absolute Traumland von Sanne, die auf ihrem Familien-Reiseblog Travelsanne übers Reisen, Wandern und Erleben mit Kindern und Teenagern berichtet. Sie möchte zu gerne alle kanadischen Provinzen und Territorien mit ihrer Familie erkunden. Acht Provinzen haben die Vier schon gemeinsam bereist.

Grönland

Heiße Quellen und wilde Wale an der Südwestküste Grönlands

Im Sommer 2017 erfüllte ich mir meinen Jugendtraum und reiste nach Südwest-Grönland. Die ganze Reise war ein wunderbares Erlebnis, aber zwei Ereignisse haben mich nachhaltig beeindruckt.

Auf der kleinen Insel Uunartoq sahen wir eine Jugendgruppe mit Badekleidung und Handtüchern über den Hügel laufen. Während wir noch überlegten, wie abgehärtet die Kinder wohl sein müssen, erklärte uns unser Guide, dass es dort heiße Seen gibt. Also schulterten wir ebenfalls unser Equipment. Tatsächlich stand hinter dem nächsten Hügel eine Umkleidekabine und aus einem Erdloch stieg Wasserdampf auf, während im Hintergrund ein einsamer Eisberg vorbeizog. Wir stiegen ins Wasser und es fühlte sich wie in einem Whirlpool an. Noch ahnten wir nicht, dass es noch fantastischer werden würde.

Doch nur wenige Tage später sichteten wir einen Wal bei der Einfahrt in den Hafen von Alluitsup Paa. Erst sahen wir nur die Fontäne, aber unser Zodiakführer stoppte sofort den Motor, um das Tier nicht zu verschrecken. Und dann sahen wir den Buckelwal in voller Größe. Friedlich zog er seine Kreise, zeigte seine Fluke und lies sich auch nicht vom wieder startenden Motor abschrecken. Von Land aus konnten wir ihn noch beobachten. Sogar einen weiteren, kleineren Wal sahen wir noch. Solch majestätische Tiere in freie Wildbahn zu erwischen, ist unglaublich toll.

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Ich blogge seit 4 Jahren auf https://diereiseule.com über meine Reisen im In- und Ausland. Mit Reisefieber wurde ich allerdings schon Anfang der 1990er Jahre infiziert, als ich eine viermonatige Auszeit in Neuseeland und Indonesien verbrachte. Reisen ist der Ausgleich für mein Freiberuflichkeit im Gesundheitswesen.

Island

Feuer und Eis – Naturpools in Island

Island ist das Mekka für alle Outdoor-Fans. Wandern, Tauchen, Reiten, Klettern oder Rafting – die Vulkaninsel südlich des Polarkreises zieht jedes Jahr tausende Naturbegeisterte aus der ganzen Welt an. Dabei leben auf Island gerade mal knapp 300.000 Menschen. Feuer und Eis machen die Insel zu einem ganz besonderen Ort. Wer es lieber wohlig als abenteuerlich mag, findet auf Island zahlreiche heiße Quellen. Baden ist fest verankert in der isländischen Kultur und ein gesellschaftliches Ereignis – hier trifft Alt auf Jung, Arm auf Reich. Zu den circa 170 Frei- und Schwimmbädern kommen zahlreiche Natur-Pools und heiße Flüsse. Diese sind zudem auch viele weniger überlaufen als die berühmte Blaue Lagune in der Nähe von Reykjavik. Und meistens auch noch kostenlos.

Besonders schön fand ich den Naturpool Seljavallalaug . Das älteste Schwimmbad Islands liegt allerdings etwas versteckt in einer Talsenke und man muss einen kurzen Fußmarsch einplanen. Wer Wandern und Baden miteinander verbinden will, dem empfehle ich den Hveragerdi Hot Spring River Trail. Der Wanderweg führt durch grüne Wiesen, über Reitwege und durch stinkende Schwefelfelder. Das Ziel: ein Fluss, der wärmer ist als die heimische Badewanne. Typisch Island eben.

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Kulinarisches und Sehenswertes aus Berlin, München und dem Rest der Welt. Janina schreibt auf Jäger & Sammler über Restaurants, Cafés und schöne Ausflugsziele.

Hier findest du noch mehr Tipps für einen Trip nach Island.

Beeindruckende Aussichten am Sólheimajökull-Gletscher

Das eindrücklichste Erlebnis auf meiner Island-Reise war der Besuch des Gletschers Sólheimajökull. Er befindet sich im Südwesten nur wenige Kilometer östlich von Skógar an der Ringstraße und man kann ihn über den Sólheimajökulsvegur, die Straße 221, anfahren. Genau genommen ist der Sólheimajökull die rund 10 km lange Gletscherzunge des nordöstlich gelegenen Gletschers Mýrdalsjökulls.

Von einem Parkplatz aus führt ein Geröllweg in Richtung Gletscher. Für den Geröllweg empfehle ich rutschfeste Wanderschuhe. Als ich über den Hügel gelaufen bin und ihn zum ersten Mal von Weitem gesehen habe, war das für mich ein magischer Moment. Weiße Eismassen kombiniert mit schwarzer Lavaerde – ein faszinierender Anblick. Lange bin ich am Gletscher geblieben, obwohl es kalt war. Beim Anblick war mir ganz deutlich bewusst, wie schützenswert unsere Erde und ihre Naturwunder sind. Und wie wichtig das Thema Klima- und Umweltschutz ist.

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Tipp: Wenn man eine Rundreise in Island machen möchte, dann bietet sich die Ringstraße in Island an. Sie führt quasi einmal um die Insel herum. Besonders beliebt ist der Abschnitt von Reykjavik an die Südspitze von Island nach Vik y Myrdal. Da die meisten Reisenden in Reykjavik ankommen, wählen viele den Weg mit dem Mietwagen nach Süden.

Heiko bloggt auf People Abroad über seine Aktivreisen, vor allem übers Wandern, Radfahren und Laufen. Besonders Touren mit dem Mountainbike haben es ihm angetan. Neben dem Outdoor-Schwerpunkt gibt es im Reiseblog auch Artikel über Städtereisen, Roadtrips und nachhaltiges Reisen.

Gänsehaut in Island – die Begegnung mit den sanften Riesen der Meere

Mein schönstes Erlebnis im hohen Norden – ein wundervolles Thema für einen Beitrag. Innerhalb weniger Minuten stand das besondere Ereignis fest, das wir mit euch teilen möchten: unsere erste Begegnung mit den unglaublich faszinierenden Walen in Island.

Von Akureyri ging es los Richtung Husavik. In dem kleinen bunten Hafen des süßen Städtchens angekommen checkten wir auf unserem Boot ein. Vor der Abfahrt wurden wir in dicke Overalls gesteckt, die absolut keine Kälte mehr durchließen und erhielten eine kurze Einweisung. Unter anderem sagte der Kapitän, dass das Wetter perfekt sei, denn bei Sonne würde man die Tiere nur sehr schlecht sehen. Glück gehabt. Schon nach ein paar Minuten sahen wir tatsächlich einen Wal – allerdings so weit entfernt, dass man ihn kaum erkennen konnte.

Und dann passierte absolut gar nichts mehr. Wir setzten uns auf die Bänke und legten die Kamera zur Seite – es sollte wohl nicht sein. Und dann ging es plötzlich los! Über zwei Stunden lang tauchten mehrere riesige Wale direkt neben unserem Schiff immer wieder auf und ab. Sogar ganze Familien begleiteten unseren Weg. Wir wussten überhaupt nicht wie uns geschah. Noch nie in unserem Leben hatten wir tausende Gänsehaut-Momente auf einmal.

Tipp: Wählt bitte einen Anbieter aus, der auf das Wohl der Tiere bedacht ist. Mit kleinen Schnellbooten ganz nah an Wale heran zu fahren ist zwar sicherlich ein tolles Erlebnis, bringt den Tiere aber großen Stress.

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Wir sind Tina und Manfred von Urlaubsreise.blog. Immer wenn es unsere Arbeit erlaubt sind wir irgendwo in der Welt unterwegs. Unsere Reisen planen wir fast ausschließlich selbst.

Deswegen findet ihr bei uns vor allem auch Tipps für eure eigene Reiseplanung.

Norwegen

Inselhüpfen mit dem Postboot in Norwegen

Inselhüpfen ist etwas, was ich vor meinem Urlaub in Norwegen vor allem mit Griechenland in Verbindung gebracht habe. Bis ich in Norwegen eines Besseren belehrt wurde. Von Bergen aus führt die Ganztagestour „Island Hopping to Bulandet“ mit einem Expressboot, einem besonders schnellen und ruhigen Katamaran, zum Hafen von Krakhella auf der westlichsten Inselgemeinde Norwegens – Solund. Am Bootsanleger wartet bereits der öffentliche Bus, der uns zum Hafen von Hardbakke bringt.

Dort beginnt dann das Highlight des Trips: Das Inselhüpfen mit dem Postboot von Insel zu Insel, untermalt von Anekdoten des Kapitäns. Das Postboot hat dabei vielfältige Funktionen: Personen- und Gepäcktransport sowie Lieferservice für die Bewohner der Inseln. Das Schöne daran: Die Fahrt ist nicht in erster Linie für Touristen ausgelegt, wir sind nur Mitfahrer. Dadurch erleben wir die besonderen Lebensumstände der Inselbewohner hautnah. Auch die Insel des Postboot-Kapitäns liegt auf der Strecke und seine Familie bewirtet uns mit selbstgebackenen Pfannkuchen und Heißgetränken. Nachdem wir 3 Stunden von Insel zu Insel getingelt sind, verlassen wir das Postboot in Bulandet, dem westlichstem Fischerdorf von Norwegen. Hier haben wir circa 2 Stunden Zeit die Insel zu erkunden und unsere Mägen zu füllen, bevor die Heimreise auf eigene Faust mit Bus, Fähre und Expressboot ansteht. Ein unvergesslicher Tagesausflug! 

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Paradise Found ist der Blog für individualreisende Weltenbummler mit großer Liebe zu Natur und Kultur. Ob Zuberbad im Schwarzwald, Rentierschlittenfahrt in Lappland oder Trekking im marokkanischen Atlasgebirge: Außergewöhnliche, authentische Reiseerlebnisse und -ziele sind zentrales Thema des Blogs. 

Speedboottour am Saltstraumen in Bodø, Norwegen

Du willst Hundeschlitten fahren, mit dem Speedboat den mächtigsten Gezeitenstrom der Welt durchqueren, die Nordlichter fotografieren, Streetart in einer Geisterstadt besuchen und die Stille der schneebedeckten Berge genießen? Dann ist die Stadt Bodø mit seinem vielfältigen Angebot an Abenteuern genau das Richtige für dich.

Bodø ist größte Stadt der Provinz Nordland. Sie liegt innerhalb des Polarkreises und eignet sich perfekt, um das am Himmel tanzende Farbspektakel des Nordlichts (Aurora Borealis) zu fotografien. Bodø dient auch als Ausgangspunkt für einen Abstecher auf die Lofoten.

Das Abenteuer schlechthin in Bodø war für mich die Fahrt mit einem Speedboat durch den Saltstraumen, einen gigantischen Gezeitenstrom, der alle 6 Stunden auftritt. Eingepackt in einen wasserfesten, dicken Schneeanzug und ausgestattet mit Schutzbrille und Handschuhen, geht es in einem sogenannten RIP Boat mit einer atemberaubenden Geschwindigkeit zwischen den Fjorden hindurch zum Saltstraumen.

Der Anblick dieses riesigen, türkis leuchtenden Strudels verschlägt einem auf Anhieb den Atem. Die Schönheit und Urgewalt lässt einen quasi erstarren. Das Schauspiel ist leider nur von kurzer Dauer, doch auch im Anschluss kannst du die Fahrt mit dem Speedboat zwischen den beeindruckenden Fjorden genießen und Seeadler beobachten.

Wer noch Zeit hat, begibt sich auf eine Streetart Entdeckungstour in Bodø selbst oder sucht in der Geisterstadt Sulitjelma die versteckten und farbenfrohen Straßenkunstwerke.

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helgaandheiniontour.com ist der Reiseblog für Weltoffene, Naturfreunde, Fotobegeisterte und Laufbegeisterte. Judith (aka Helga) arbeitet als Freelancerin zu den Themen Travel & Run und ist ASICS FrontRunnerin mit internationalen Erfolgen. Oliver (aka Heini) ist Fotograf, Content Creator und Social Media Experte.

Polarlichter beobachten in Nordnorwegen

Die kleine Stadt Tromsø liegt über 300 km oberhalb des Polarkreises in Nordnorwegen. Die Gegend rund um Tromsø gilt als idealer Ausgangspunkt, um Polarlichter zu beobachten. Einmal im Leben Polarlichter mit eigenen Augen zu sehen, das war ein Traum, den wir uns erfüllen wollten. Wir waren eine Gruppe bestehend aus 8 Freunden und starteten im warmen Andalusien, um ab hier ins verschneite Tromsø zu fliegen.

Als Andalusier und ich als Wahlandalusier sind wir Sonne und Wärme gewöhnt. Umso abenteuerlicher fanden wir die Idee, ins dunkle und kalte Nordnorwegen zu reisen. Und das mitten im Winter.

Die Stärke der Leuchtkraft von Polarlichtern kann mithilfe der Kp-Skala von 0 bis 9 bestimmt werden. Während unserer Reise lag der Wert des Kp-Index unter 5. Nicht die besten Voraussetzungen. Im Zuge unseres Aufenthaltes in Tromsø starteten wir zu mehreren Polarlichter-Jagden. In einer Nacht hatten wir Glück und konnten einige Polarlichter am Himmel beobachten. Das war unser schönstes Erlebnis im hohen Norden.

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Mike Lippoldt wanderte mit 28 auf unkonventionelle Weise mit dem Fahrrad nach Spanien aus. Hier begann er bei Null, arbeitete die ersten Jahre in einem spanischen Unternehmen und lernte die Sprache autodidaktisch. Heute ist Mike selbständig und lebt sein Hobby mit der Reiseseite ousuca.com.

Trekking / Wanderung im Skrim-Sauheradfjella

Mein schönstes Erlebnis im hohen Norden war eine Trekking- und Geocaching-Tour im Skrim-Sauheradfjella-Landschaftsschutzgebiet. Wir sind erst durch unser Hobby, das Geocaching, auf diese Region aufmerksam geworden. Schnell stand fest, dass wir nach Skrim möchten, ohne zu wissen was uns hier so wirklich erwarten würde.

Es lag auch ein Hauch von Abenteuer in der Luft als wir diese Tour gemacht haben, denn keiner von uns beiden hatte so etwas zuvor schon mal gewagt. Die herrlichen Landschaften in dieser Region haben so viel zu bieten, dass wir ganz schnell unser Zeitgefühl verloren und wirklich jeden Atemzug genossen haben. Die Abgeschiedenheit und Nicht-Erreichbarkeit hat uns sehr gut getan und geholfen, dem alltäglichen Stress zu entfliehen. Es war eine anstrengende Tour, doch die ganzen tollen Aussichten von den Gipfeln in dieser Region haben uns jedes Mal auf’s Neue motiviert. Im Anschluss an diese Tour gab es noch einen kleinen Bonus als Belohnung.

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Ich bin Thomas Skowronek, oder, wie Freunde zu mir sagen, Tommy.

Auf meinem Blog Tommy auf Reisen berichte ich von meinen Abenteuern, die ich im Urlaub so erlebe. Dabei zeige ich Euch auch das eine oder andere schöne Foto.

Wandern und Polarlichter beobachten auf den Lofoten

Auf absolut jede Skandinavien-Bucketlist gehören für mich ohne Frage die Lofoten in Norwegen. Die Lofoten waren tatsächlich auch mein allererstes Reiseziel im hohen Norden und ich kann gar nicht so genau sagen warum ich mich ausgerechnet dafür entschieden habe. Wahrscheinlich weil ich es einfach schon immer ein wenig extravagant mochte. Denn das sind die Lofoten wirklich – extravagant.

Das Archipel aus ca. 80 Inseln ganz im Nordwesten Norwegens hunderte Kilometer nördlich des Polarkreises ist ein Mix aus endloser unberührter Landschaft, spiegelnden Fjorden und schroffen Bergen, die auf eiskalte weiße Strände mit türkisblauem Wasser treffen. Ein absoluter Traum für jeden Fotografen! Mein persönliches Highlight war neben dem Beobachten von Polarlichtern meine Wanderung auf den Ryten bei Schnee und Eis, von wo aus man einen unglaublichen Blick auf den Kvalvika Beach hat – ein Strand wie man ihn nicht schöner in der Karibik finden könnte.

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Mein Name ist Katrin und auf BeforeWeDie.de schreibe ich über meine Reiseerlebnisse, Abenteuer, Fotografie und was sonst noch zum Reisen dazugehört. Meine große Liebe gilt allem, das irgendwie mit Natur, Abenteuer und türkisblauem Wasser zu tun hat! ❤

Heiße Sauna – Eiskaltes Meer: Saunieren in Nord-Norwegen

Von August bis Mitte Dezember 2018 war ich für ein Auslandssemester im finnischen Turku. Aber was wäre denn so ein langer Urlaub in Finnland ohne einen Winter in Lappland zu erleben? Aber warum denn nur in Lappland bleiben? Wie wäre es mit einem Ausflug nach Norwegen? Und schon dann richtig, und zwar mit Sauna, Bad im Arktischen Ozean und Fischsuppe! 

Genau das haben wir gemacht! Für mich war es das erste Mal in Norwegen und als „leidenschaftliche Sauniererin“ konnte ich mir das aber nicht entgehen lassen. Wir waren bereits als Gruppe in Lappland unterwegs und so war auch der Rest schnell überzeugt. Und so ging es über die schneebedeckten Straßen in die zerklüfteten Fjorde, vorbei an Hügellandschaften und reißenden Flüssen. Nun wartete nur noch eine Herausforderung: Bei Minusgraden von der 80° heißen Sauna in das 5° kalte Meer springen. Wie viel Überwindung das kostete, könnt ihr euch denken, aber das Gefühl war unbeschreiblich! 

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Hi! Ich bin Roach und auf meinen Blog berichte ich in erster Linie über meine Abenteurer in „Lost Places“, also verlassene, menschengemachte Orte.

Ab und zu mischt sich auch der ein oder andere Reisebericht dazwischen. 🙂

Spitzbergen

Polarfüchse, Rentiere und Schneehühner auf Spitzbergen

Die Arktis erscheint unwirklich und man kann sich kaum vorstellen, dass ein Leben im ewigen Eis überhaupt möglich ist. Dennoch gibt es einige Tierarten, die in diesem scheinbar lebensfeindlichem Gebiet heimisch sind. Auf Spitzbergen könnt ihr einige davon entdecken. Bei einem Spaziergang durch das Björndalen, das Tal der Bären, in dem früher auch Eisbären anzutreffen waren, könnt ihr heute Polarfüchse, Rentiere und Schneehühner beobachten. Auch heute verirren sich ab und an Eisbären in die bewohnten Gebiete auf Spitzbergen, auch in den Hauptort Longyearbyen. Bei sämtlichen Touren ist es daher nötig, dass der Guide bewaffnet ist. Eine reine Vorsichtsmaßnahme. Es ist immer das Ziel, Eisbären lediglich in sicherer Distanz zu halten. Der Schutz dieser wundervollen Tiere steht im Vordergrund.

Wir begeben uns auf eine geführte Arktis Fototour durch das Björndalen. Um auf Schnee und Eis leichter voran zu kommen, bekommen wir spezielle Aufsätze für die Schuhe. Es handelt sich aber um einen Spaziergang bzw. eine leichte Wanderung. Lediglich die Kälte kann einem schon etwas zusetzen. Wir haben das Glück, gleich zu Beginn Rentiere zu sehen und dann auch gleich Polarfüchse. Unser Guide ist stets bemüht, dass wir diese Erlebnisse fotografisch festhalten können, ist aber auch bedacht darauf, die Tiere nicht zu stören. Die arktische Tierwelt so hautnah und in freier Wildbahn zu erleben ist ein magischer Moment und ein Erlebnis, welches man wohl so schnell nicht mehr vergessen wird.

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Wir, Thomas und Ines aus Österreich, lieben es zu Reisen. Reisen ist für uns der Gin des Lebens. Auf unserem Blog verbinden wir unsere Reiselust mit unserer Ginliebe. Gemeinsam wollen wir die ganze Welt entdecken. Manchmal findet man uns auch Unterwasser. Auf unserem Blog nehmen wir euch mit auf unsere Abenteuer.

Mit dem Schneemobil durch Spitzbergens weiße Wildnis

Auf einmal war alles nur noch weiß, der Wind peitschte um unsere Ohren und das Lenken des Scooters, mit dem ich mich nach rund einer Stunde Fahrt gerade etwas angefreundet hatte, war nach Gefühl. Zehn Minuten später war alles vorbei, der Himmel strahlte plötzlich in einem hellen Blau und die Sicht war unendlich. Spitzbergen heißt die Insel, auf der wir uns befanden, aber die spitzen Berge, die namensgebend sind, hatten wir längst hinter uns gelassen.

Der Guide hielt an und ich musste tief durchatmen: Wir standen auf einem Gletscher und obwohl es eigentlich nur weiß und blau war, hat mich diese Landschaft völlig in den Bann gezogen. Fast vergaß ich, warum wir hier waren: Nicht nur der Schnee- und Eislandschaften wegen, bei denen ich unweigerlich an „Die Eiskönigin“ von Disney denken musste, sondern auch, um Eisbären zu finden. Es ist auf Spitzbergen nicht erlaubt, Eisbären gezielt aufzusuchen, aber man darf dorthin fahren, wo sie sich aufhalten könnten – und mit etwas Glück, zeigt sich einer.

Unser Guide entdeckte Fußspuren. Und gab eine Anweisung: Würden wir einen Eisbären sehen, dürften wir erst fotografieren, wenn alle Sicherheitsmaßnahmen ergriffen waren, etwa den Scooter mit dem Rücken zum Tier geparkt zu haben. Leider zeigte sich an diesem Tag kein Eisbär, aber obwohl ich sonst in jedwede Art Wildlife verliebt bin, ist es heute vor allem diese unendliche weite Schneelandschaft, an die ich denke.

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Ich bin Miriam und blogge unter Nordkap nach Südkap – wie der Name schon sagt hauptsächlich aus Norwegen und dem hohen Norden sowie dem südlichen Afrika. Ob Löwen- oder Nordlichter-Safari, ich nehme euch mit zu meinen Lieblingsorten und teile meine Magical Moments mit euch.

Schweden

Eine sommerliche Wanderung auf dem Sörmlandsleden

Eine Fernwanderung in Schweden – klingt nach traumhafter Landschaft und einsamer Natur? Ist auch so! Wir waren aber nicht auf dem bekannten Kungsleden unterwegs, sondern in Südschweden auf dem Sörmlandsleden, und der hat sich als eines unser schönsten Erlebnisse im Norden erwiesen. 10 Tage ging es durch die einsamen Wälder Schwedens und das bei teils über 20 Grad. Vom Wetter und den Temperaturen wurden wir positiv überrascht. So waren auch die Nächte unter freiem Himmel in den Schutzhütten entlang des Weges sehr angenehm, auch wenn uns die Mücken an den Seen in der Nacht doch durchaus geärgert haben.

Abends am Lagerfeuer war das kein Problem, der Rauch hat die Mücken einfach vertrieben. In den 10 Tagen haben wir 100 Kilometer des Sörmlandsleden bewandert, das ist nicht sonderlich viel, aber genau so war das von uns geplant. Wir wollten einen Urlaub in Schweden machen, und das ist uns bestens gelungen.

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Auf unserem Blog Trekkinglife schreiben wir – Jannik und Thomas – über Wanderungen in Europa. Egal ob Tageswanderungen vor der Haustüre in der Eifel und den Alpen oder Mehrtagestouren in Schweden, Portugal oder Deutschland. Dazu gibt es Tipps und Tricks zum Wandern, Testberichte und viel Inspiration.

Finnland

Auf den Spuren von Finnlands Nationalkomponist Jean Sibelius

Der Tuusula-See (Tuusulanjärvi) in Südfinnland, in der Landschaft Uusimaa, rund 42 Kilometer von Helsinki entfernt, der sich über die beiden Gemeinden Tuusula und Järvenpää erstreckt, ist der ideale
Ort, um in die finnische Literatur-, Musik- und Kunstgeschichte einzutauchen. Denn an seinen Ufern formierte sich Ende des 19. Jahrhunderts eine Künstlerkolonie berühmter, finnischer Schriftsteller,
Dichter, Maler und Komponisten.

Einer von Ihnen war Nationalkomponist Jean Sibelius, der sich in seiner Holzvilla Ainola, die er nach seiner Frau Aino benannte und wo er viel Zeit mit seiner Familie verbrachte, zu zahlreichen, berühmten Melodien wie der „Finlandia Sinfonie“ inspirieren ließ. Sie gilt unter Finnen bis heute als Finnlands „inoffizielle“ Nationalhymne. Der Besuch in seiner Holzvilla am See, die heute ein Museum beherbergt, war für mich eine richtig, spannende Zeitreise in die Vergangenheit Finnlands.

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Alles begann mit HIM und Love Metal aus Finnland. Durch ihre Musik hat Inken ihre finnische Seele entdeckt. Seitdem schlägt ihr Herz finnisch – rund um die Uhr! Auf ihrem Blog Finntastic – die finnomenale Website geht sie deshalb seit 2016 ihrer Leidenschaft für Finnland mit viel Liebe und Herzblut nach.

Die Welt der Eiskönigin auf Suomenlinna

Mein schönstes Erlebnis klingt erstmal skurrilerweise nicht so schön: Mein erster Kontakt mit dem, was unsereins als klirrende Kälte bezeichnen würde. Es war so kalt, dass ich meine Hände nicht mehr spürte. Es war so kalt, dass das Meer dampfte und die Gischt die kahlen Bäume der Insel mit schneeweißem Rau überzog. Die tiefstehende Wintersonne zauberte die schönsten, rosaroten Töne auf der Oberfläche des Meeres. Ich stand im Wind, der den letzten Rest Wärme aus meinen Gliedern wehte, spürte, wie das Gefühl aus meinen Gliedmaßen wich und dachte mir: Mein Gott, ist das schön! So wunderschön, allein dieser Anblick.

Es war auf Suomenlinna.

Bei Suomenlinna handelt es sich um eine Festung aus dem 18. Jahrhundert, die sich auf sechs vorgelagerten Inseln vor Helsinki erstreckt. Sie war früher eine Seefestung und die Verteidigungsanlagen sind noch bestens erhalten. Die Insel zählt zum UNESCO Welterbe. Es leben aktuell um die 800 Anwohner auf Suomenlinna. Für die meisten ist ein Besuch der Insel im Sommer interessant, wenn man in den sonnigen Nächten auf dem Rasen am Meer sitzen und Picknicken kann. In der Wintersaison verirren sich nicht so viele Menschen hierher. Doch gerade in der Kälte des eisigen Meerwindes hat die Insel einen unbeschreiblichen Reiz… Absolut faszinierend!

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Hi, ich bin Kasia von windrose.rocks. Auf meinem Blog teile ich Geschichten: Geschichten meiner Reisen und der Menschen, die mir begegnen. Schon als Kind liebte ich es, mich in Erzählungen über ferne Länder zu verlieren. Heute lebe ich nicht mehr von den Erzählungen anderer; heute bin ich selbst der Erzähler.

Rauch in der Sauna oder doch lieber die Gondel-Sauna?

Gut 10 Meter über der Skipiste schwebt sie, die weltweit einzige Gondelsauna. Eine isoliert und umgebaute Liftgondel ist das Sauna-Highligth in finnischen Yllas. Hier, auf dem höchsten Berg Finnlands lässt es sich auf gut 300 Pistenkilometern Skifahren. Oder auch saunieren. Es ist richtig cool. Einziger Nachteil: Zwischendrin aussteigen ist nicht. Ein Saunagang dauert – zwangsläufig – knapp 15 Min, eben einmal den Berg hinab und wieder hinauf. Wer mag, auf den warten hoch oben dann aber ein heißer Jacuzzi. Dringend nötig, denn der Weg raus aus der Gondel ist wirklich richtig kalt – gerne auch mal minus 30 Grad.

Alternativ zur Sauna-Gondel mag es der Finne auch gerne mystisch dunkel. Denn zu sehen ist in der Rauchsauna nichts. Seltsam aber fühlt es sich an. Wenn bei uns der Grill raucht, gehen wir immer automatisch einen Schritt zurück. Ganz anders ist es in Finnland. Hier baut man eine Holzhütte um den Qualm und nennt es Rauchsauna.

Die beiden Alternativen des Abkühlens sind nicht minder spannend. Ob ich nochmal einen Schneeengel machen möchte, lasse ich dahin gestellt. Richtig klasse fand ich es, ein Loch in den See zu schlagen um bei einer Außentemperatur von fast minus 40 Grad in fast „warmes“ 0 Grad Wasser in den See zu tauchen.

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Genussreisetipps für Auszeitgeniesser und Genussabenteurer, auf diesen Spuren fühlt sich Katja wohl. Ob Wellnesshotel oder Wandern, die Auszeit vom Alltag ist das Ziel. So findest du im Genuss Magazin WellSpa-Portal.de nachhaltige Slow Travel Reiseideen, garantiert mit Wohlfühlfaktor.

Verliebt in Helsinki: Der erste eigene Urlaub

Viele Familien sind mit ihren Kindern in den Urlaub gefahren. Ich kam nie in den Geschmack und habe mir meine „Reisen“ über die Schule organisiert. Da gab es Klassenfahrten nach London, Hannoversch Münden oder Barcelona. Schüleraustauschprogramme nach Madrid und einer kleinen Stadt in den Niederlanden habe ich mir auch nicht nehmen lassen. Somit fieberte ich während der ersten Semester im Studium meinem ersten richtigen Urlaub entgegen; aber nicht mit der Familie sondern mit Freunden.

Wir erfüllten uns einen Lebenstraum und reisten für eine Woche in die finnische Hauptstadt Helsinki. Obwohl ich vorher noch nie dort war, war es wie nach Hause kommen. Ich fühlte mich direkt wohl. Den Dom von Helsinki kannte ich nur von Fotos, auch die Uspenski Kathedrale war nicht von schlechten Eltern und in Munkkiniemi machte ich eine ungewollte Badesession.

An unserem ersten Tag trafen wir Osmo, der Sunrise Avenue damals als Livemusiker unterstützte und wir lernten die finnische Fazer Schokolade kennen. Somit saßen wir mit Schokolade bewaffnet am Hafen und genossen die Aussicht und das Beisammensein in Finnland. Die gesamte Atmosphäre passte einfach und ich habe mir geschworen, dass ich eines Tages wiederkommen werde!

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Die Wahloldenburgerin Michelle bloggt seit 2017 auf The Road Most Traveled schwerpunktmäßig über Singapur, Katzencafés und Europareisen.

Neben dem Reisen spielen Musik, Festivals und das Chemiestudium eine große Rolle in ihrem Leben.

Antarktis

Eisberge, Schnee und unendliche Weite: Mit dem Schiff in die Antarktis

Wir beginnen die Expeditionsschiffsreise von der argentinischen Stadt Ushauaia aus, die auch als südlichste Stadt der Welt gilt. Kap Hoorn wird meist mitten in der Nacht an Steuerbord liegen gelassen und dann geht es durch die berüchtigte Drake Passage, eine der windigsten Ecken auf unserem Globus, gen Süden.

In Begleitung von Albatrossen erreichen wir nach knapp 48 Stunden die Südshetland-Inseln und später auch Brown Bluff, das auf der Antarktischen Halbinsel liegt. Hohe Berge, riesige Gletscher und teilweise viele Fußballfelder große Eisberge werden von nun an gut eine Woche unsere ständigen Begleiter sein. Sie sorgen auch oft genug dafür, dass der Tagesplan, der am Abend besprochen wird, am nächsten Morgen schon nicht mehr gilt.

Überall können wir die possierlichen Esels- Adélie- und Zügelpinguine in den verschiedenen Stadien ihres Brutgeschäfts beobachten. Einige umwerben noch heiß die Angebetete, andere füttern schon den Nachwuchs. Immer beobachtet von den großen braunen Raubmöwen, die nur zu gern ein Ei oder gleich ein Küken für den eigenen Nachwuchs klauen. Wedell-Robben, Seeleoparden und viele Seeelefanten ruhen sich an den eisigen Stränden aus und auch Wale sehen wir immer wieder.

Die Antarktis ist so unbeschreiblich schön und dabei so verletzlich. Für mich unvergesslich!

Mehr dazu ⇻

Mein Name ist Gabriela, ich arbeite seit fast 40 Jahren als Reiseexpertin in einem Reisebüro. Ich habe mehr als 85 Länder auf allen Kontinenten bereist und hoffe, es werden noch viele mehr!

Meinen Blog findet ihr hier: http://www.gabrielaaufreisen.de

Fachbegriffe aus der Welt der Schlittenhunde: Kleines Musher-ABC

Während meiner Zeit in Finnland habe ich viel über die Arbeit mit Schlittenhunden gelernt. Und auch, wenn das jetzt absolutes Nischenwissen ist, würde ich gerne einige Erkenntnisse als Musher für euch zusammenfassen. Vielleicht hilft es ja dem ein oder anderen, wenn er zum ersten mal auf dem Schlitten steht.

Der Schlitten

Um ein Gespann zu bilden, braucht man natürlich zuerst einen Schlitten. Hierbei gibt es Unterschiede: Er kann aus Holz, Metall oder Carbon sein, er kann auf Kufen gleiten, oder kufenlos auf der Unterfläche (z.B. bei Toboggan oder Pulka).

Kufen

Der klassische Hundeschlitten läuft auf Kufen, diese bilden auch die Standfläche für den Schlittenführer (Musher). Bei manchen Schlitten werden hinter dem Musher auf den Kufen noch Boxen für Material oder Proviant befestigt, diese können dann bei langen Strecken auch als Sitzgelegenheit dienen.

Handle Bar

Meistens handelt es sich hierbei um einen durchgehenden Bogen, der die Rückseite des Schlittens bildet, und an dem der Musher sich während der Fahrt festhalten kann.

Brush Bow

Dieses gebogene Teil bildet die Front des Schlittens. Die Rundung sorgt dafür, dass der Schlitten nicht auseinander bricht, wenn man gegen ein Hindernis fährt und schützt die Hunde beim versehentlichen Auffahren (was natürlich nicht passieren sollte!).

Bremskralle

Dieser doppelte Metallhaken befindet sich zwischen den Kufen und wird durch ein elastisches Seil so auf Zug gesetzt, dass er während der Fahrt automatisch hochklappt. Wenn das Gespann gestoppt oder gebremst werden soll, drückt man die Krallen mit einem Fuß in den Schnee zwischen den Kufen.

Bremsmatte

Soll das Gespann lange Strecken laufen, ist es wichtig, dass die Hunde ein gleichmäßiges Tempo halten und nicht ständig galoppieren. Dies kann durch eine Bremsmatte aus Gummi erreicht werden, die zwischen den Kufen befestigt ist und durch den Schnee schleift. Um das Tempo zu drosseln, kann ein Fuß auf die Bremsmatte gesetzt und Druck ausgeübt werden, statt direkt die Bremskralle einzusetzen.

Schneeanker

Mit den vorgenannten Utensilien, kann man den Schlitten bremsen oder zum Halten bringen. Damit er aber auch ohne das Eigengewicht des Mushers an Ort und Stelle bleibt, gibt es einen oder zwei Schneeanker. Hierbei handelt es sich ebenfalls um große Metallhaken, die meist mit Seilen am Schlitten befestigt sind und in der Nähe des Handle Bars montiert werden. Sie werden seitlich vom Schlitten in den Schnee geworfen und festgetreten.

Schlittensack

Ja nachdem, wie lange man unterwegs ist, braucht man natürlich Proviant und Ausrüstung. Diese werden im Schlittensack transportiert, der am besten wasser- und winddicht ist und auf dem Schlitten befestigt wird. Darin können auch Passagiere oder verletzte Hunde transportiert werden.

Das Gespann

An unterschiedlichen Orten nutzt man unterschiedliche Arten von Gespannen. Jedes hat seine Vor- und Nachteile hinsichtlich Terrain und Handling.

Fächergespann

Diese meist in Grönland genutzte Gespannform ermöglicht es, jeden Hund einzeln an den Schlitten zu spannen und ihm so ein maximales Maß an Flexibilität zu geben. Das kann beim Lenken allerdings auch einen Nachteil bedeuten. Die Hunde laufen nebeneinander in einem weiten Fächer. Ein Fächergespann macht nur dann Sinn, wenn eine relativ freie Fläche ohne Baumbestand befahren wird, da es ansonsten zu Problemen kommen kann, wenn ein Hund das Hindernis rechts und einer links passiert. 😉

Aufbau eines Fächergespanns

Tandemgespann

Beim Tandemgespann werden die Hunde einzeln und hintereinander zwischen zwei Leinen oder sogar festen Stangen eingeschirrt. Ein Verheddern ist hier fast gar nicht möglich, allerdings auch keine gleichmäßige Kraftverteilung. daher wird diese Form meist nur für kleine Gespanne verwendet, z.B. um eine Pulka zu ziehen.

Aufbau eines Tandemgespanns

Doppelgespann (Double Hitch)

Die wohl gängigste und bekannteste Gespannform. Hier werden die Hunde paarweise nebeneinander an einer mittig laufenden Leine angespannt. Dieses Gespann ist sehr agil und ermöglicht es, enge Kurven zu nehmen und schmale Trails zu befahren. Zudem ist hier ein Verheddern der Hunde untereinander deutlich unwahrscheinlicher, als im Fächergespann. Die Kraftübertragung ist besser und die Hunde werden gleichmäßiger belastet. Dieses Gespann möchte ich gerne etwas näher erläutern.

Aufbau eines Double Hitch Gespanns

Lead Dogs

Ganz vorne im Doppelgespann läuft der Leithund/die Leithunde. Hier sitzt das Hirn des Gespanns und in der Regel sind hier die intelligentesten Tiere angeschirrt. Sie müssen einerseits den Kommandos des Mushers Folge leisten, wenn er einen Richtungswechsel oder einen Stopp befiehlt, andererseits schadet es auch nicht, wenn der Musher sich auf ihre Instinkte verlassen kann, z.B. wenn über Eis gefahren wird.

Swing Dogs

Direkt hinter den Leithunden laufen die sogenannten Swinger oder Swing Dogs. Sie müssen die Vorgaben der Leader umsetzen und den Rest des Teams dazu animieren, mitzuziehen.

Team Dogs

Alle Hunde, die zwischen den Swingern und den Wheel Dogs laufen, sind Team Dogs. Bei den großen Langstreckenrennen wie dem Iditarod oder dem Yukon Quest laufen bis zu 16 Hunde in einem Gespann, der Großteil sind dann Team Dogs. Ein Gespann kann natürlich auch nur aus vier Hunden bestehen, den Lead Dogs und den Wheel Dogs.

Wheel Dogs

Direkt vor den Schlitten rennen die Wheel Dogs. Hier werden die Muskeln des Gespanns positioniert, das heißt, es handelt sich meist um große und starke Hunde. Sie müssen beim Start und Anziehen des Schlittens die meiste Arbeit leisten, gerade wenn der Schlitten feststeckt oder angefroren ist. (Letzteres sollte ein guter Musher allerdings vorab checken und verhindern.)

Leinen

Das, was Schlitten und Hunde zu einem Gespann macht, sind die Leinen. Hier erläutere ich die eines Double Hitch Gespanns.

Gangline

Eine lange, gerade Leine, die vorne durch den Brush Bow läuft. Meist dient ein elastisches Verbindungsstück als Überbrückung, da das Anziehen so für die Hunde erleichtert wird.

Neckline

Diese kurzen Leinen gehen von der Gangline ab und werden mit den Halsbändern der Schlittenhunde verbunden. Das sorgt dafür, dass die Hunde sich während des Laufs nicht umdrehen können oder zu weit von der Gangline entfernen. Daher sind die Necklines relativ kurz. Das Lead Pair wird vorne mit einer Neckline verbunden.

Tugline

Auch die Tuglines gehen von der Gangline ab. Sie werden hinten an den Geschirren der Schlittenhunde eingehakt. Sie sind etwas länger um den Hunden ein gewisses Maß an Bewegungsfreiheit zu ermöglichen.

Anchorline

Die Anchorline ist dazu gedacht, den Schlitten bei längeren Stopps zu fixieren. Sie ist meist so befestigt, dass sie während der Fahrt neben, bzw. hinter dem Schlitten herschleift. So kann der Musher sie greifen, während er noch auf der Bremskralle steht.

Mit einem bestimmten Schlingknoten kann die Anchorline an einem Baum oder Pfahl befestigt werden. Bei Zugbelastung von vorne zieht sich der Knoten zu, zieht der Musher an dem ihm zugewandten Ende, löst sich der Knoten von allein.

Anleitung für den selbstlösenden Knoten

Die Garderobe des Schlittenhundes

Die Hunde brauchen eine eigene kleine „Garderobe“, also eine Sammlung an notwendigen oder nützlichen Kleidungsstücken.

Halsband

Hierzu muss ich wohl nicht viel sagen. Das Halsband wird über den Kopf gezogen, darf weder zu eng noch zu locker sitzen und braucht einen Ring, an dem die Neckline befestigt werden kann.

Harness/Geschirr

Herzstück des Schlittenhundekleiderschranks ist natürlich das Geschirr, der sogenannte Harness. Hier gibt es verschiedene Varianten wie X-Back, H-Back oder Pulkageschirre. Es handelt sich in der Regel um weiche, flexible Materialen, die gut gepolstert sind.

Der Harness wird über den Kopf des Hundes gestülpt und seine Vorderbeine hindurch gezogen. Dies geht am besten, indem man sich über den Hund stellt und ihn sacht hinter dem Brustkorb mit den Knien fixiert. Man rafft das Geschirr zusammen und zieht es in einem über den Kopf. Darauf achten, dass das Halsband oberhalb des Geschirrs sitzt. Dann greift man durch die Vorderbeinlöcher, umfasst das Bein des Hundes, knickt die Vorderpfote nach hinten und zieht das Bein durch.

Am Ende des Geschirrs findet sich oben oder seitlich eine Schlaufe, an der die Tugline eingehakt wird. Bei der seitlichen Varainte macht es Sinn, den Hund abwechselnd rechts oder links einzuspannen, um eine gleichmäßige Belastung sicherzustellen.

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T-Shirts

Da die Geschirre unter den Achseln der Hunde hindurch laufen, kann es passieren, dass sie das Fell oder sogar die Haut des Tieres aufscheuern. Daher sollte der Musher nach jedem Lauf schauen, ob hier Verletzungen entstanden sind und diese gegebenenfalls mit Salbe behandeln.

Um weiteres Scheuern zu verhindern, kann es sinnvoll sein, dem Hund ein T-Shirt aus Neopren oder ähnlichem Material anzulegen. Das erfordert ein bisschen Übung. Und Geduld von Seiten des Hundes. 😉

Booties

Hierbei handelt es sich um Schutzsocken für die Hunde. Geht es über scharfkantiges Terrain oder hat einer der Hunde an den empfindlichen Pfotenballen eine kleine(!) Verletzung erlitten, werden diese über die Pfote gezogen.

Meist werden sie oben mit Klettband geschlossen und bestehen aus strapazierfähigem Material wie Cordura. Nicht selten passiert es, dass die Hunde die Booties beim Laufen verlieren. Der aufmerksame Musher kann dann versuchen, sie beim Fahren einzusammeln.

Kommandos

Während in Grönland die Hunde oft sitzend vom Schlitten mit einer Peitsche gelenkt werden (diese ist nicht dazu da, die Hunde zu schlagen, sondern akustische Signale zu geben), laufen Schlittenhunde in Europa und Nordamerika meist auf Kommando. Weit verbreitet sind „Okay/Go“ für den Start, „Gee“ für rechts und „Haw“ für links (englische Aussprache). „Easy“ oder „ein langgezogenes „Whoaaaa“ signalisieren eine langsamere Fahrt, bzw. Halt.

Natürlich kann jeder Musher seinen Hunden eigene Kommandos beibringen und das Repertoire auch erweitern. Wichtig ist, dass die Kommandos gerade bei den Lead Dogs sitzen!

Kennel

Die Bezeichnung für das Gehege, bzw. den Zwinger, in dem eine größere Anzahl an Schlittenhunden untergebracht ist. Meist handelt es sich hierbei um ein großes, umzäuntes Gelände mit einzelnen Abteilungen in denen einer oder mehrere Hunde zusammen leben. Darin befinden sich dann eine Hütte o.ä. Kennel wird auch die Gesamtheit der Hunde genannt, wenn es sich zum Beispiel um einen Zucht- oder Rennkennel handelt.

Beispiel für den Aufbau eines Kennels mit mehreren Gehegen

Doghandler

Während der Musher der Schlittenführer ist, der das Gespann lenkt, ist der Doghandler eine Person, die sich stationär um die Hunde kümmert. Bei Rennen bedeutet das, dass dieser am Checkpoint die Hunde mit Wasser, Nahrung und Strohbetten versorgt. In einem festen Kennel fallen natürlich auch Reparaturarbeiten, das Saubermachen der Gehege etc. in sein Ressort.

Trail

Als Trail wird der Weg bezeichnet, den Hunde während ihres Laufs nutzen. Meistens wird dieser mit Hilfe eines Schneemobils „gebrochen/gespurt“, also vorbereitet.

Was es zu beachten gilt: Tipps für’s Mushing

Vorbereitung der Schlitten und Leinen

Bevor das Abenteuer beginnt, sollte das Equipment inspiziert werden. Das bedeutet, die Leinen müssen untersucht werden, man sollte testen, ob die Haken sich ohne Probleme öffnen und schließen lassen und so viele Leinen bereitlegen, wie man braucht. Dann wird der Schlitten geprüft.

Hat sich Eis an den Kufen festgesetzt, muss es abgeschlagen werden. Lässt sich die Bremskralle heben und senken? Wenn alles passt, können die Leinen am Schlitten befestigt und dieser an den Startplatz geschoben und dort verankert werden. Nun die persönliche Ausrüstung sicher verstauen, aber so, dass man an das Wichtigste (heißes Getränk, trockene Handschuhe) während der Fahrt drankommt.

Anschirren der Hunde

Wenn ihr beim Anschirren der Hunde helfen dürft oder sollt, ist es wichtig, dass das Team zueinander passt. Es kann sein, dass man die perfekten Lead und Wheel Dogs hat, wenn diese sich aber nicht leiden können, führt das nur zu Unruhe im Gespann. In der Regel machen Musher vor jedem Lauf Listen, wer in welchem Team läuft.

Wir haben immer zuerst den Leithunden ihren Harness angezogen und sie eingespannt. Dann folgen Swing und Team Dogs, zuletzt kommen die Wheel Dogs. Meist wird es recht laut, wenn die Hunde wissen, dass es raus geht, aber man darf sich nicht aus der Ruhe bringen lassen. Am besten ist es, wenn jemand die bereits angeschirrten Hunde beobachtet und einschreitet, wenn ein Hund beginnt, seinen Harness, seine Booties oder seine Leinen zu fressen.

Hände am Schlitten!

Ich habe schon den ein oder anderen Touristen vom Schlitten purzeln sehen, weil er den Start unbedingt mit seinem Smartphone filmen wollte. Gerade wenn die Hunde anziehen, geht ein ordentlicher Ruck durchs Gespann. Also, mindestens eine Hand am Schlitten und beide Füße fest auf die Kufen. Falls ein Doghandler dabei ist, kann er auch die Schneeanker oder die Anchorline lösen.

So nicht ; )

Konzentration wie beim Autofahren

Genau wie beim Autofahren muss man als Musher einige Dinge immer wieder kontrollieren. Zwar geht es hier nicht um Spurwechsel, Blinker setzen und Ampelstops, aber man kann auch nicht nur die Landschaft genießen. Fährt man in einer Kolonne, sollte man stets den Vordermann und ab und an auch den Hintermann im Blick haben und Signale in beide Richtungen weitergeben.

Auch die Hunde sollten aufmerksam beobachtet werden: Sind die Abstände zwischen den Schlitten nicht zu groß oder zu klein? Sind die Leinen straff? Hat sich ein Hund verheddert und braucht Hilfe? Sehe ich Blut im Schnee, das auf eine Verletzung hindeutet? Sind alle Booties noch da, wo sie sein sollen? Muss einer der Hunde auf’s Klo? Die meisten Hunde erleichtern sich beim Laufen, aber gerade für große Geschäfte möchten manche lieber anhalten. Das deutet sich meist schon in der versuchten Hockhaltung an, dann sofort bremsen, damit der Hund nicht vom Schlitten überfahren wird.

Auch wenn in der Regel nicht mit viel Verkehr zu rechnen ist, kann es sein, dass man Skiläufern, Schneemobilen, anderen Hundeteams oder Wildtieren begegnet, oder, dass eine Straße abgesichert werden muss. Sollte es mal eng werden auf dem Trail und der andere partout nicht ausweichen, am besten die Schneeanker setzen, den Leithund am Halsband nehmen und mit seiner Hilfe das Gespann zur Seite ziehen.

Muss eine Straße überquert werden, so halten am besten alle Gespanne davor und der letzte Musher kommt nach vorne und sichert die Überfahrt. Sollte sich sein Team losreißen, muss es so zwangsläufig an ihm vorbei. 😉

Niemals loslassen!

Gerade, wenn man alleine unterwegs sein sollte, kann diese Regel zwar sehr unbequem werden, ist aber (über)lebensnotwendig. Ist das Gelände unwegsam, der Trail noch nicht gebrochen oder man selbst unkonzentriert, kann es passieren, dass man von den Kufen rutscht. Dann sollte man auf keinen Fall den Handle Bar loslassen, selbst, wenn der Schlitten umkippt und man durch den Schnee schleift. Abgesehen davon, dass man dann mutterseelenallein irgendwo in der Wildnis sitzt, wird es für die Hunde gefährlich, sie könnten auf eine Straße laufen und angefahren werden o.ä.

Sollte man an den Schneeanker kommen, kann man diesen werfen um den Schlitten zu stoppen. Ansonsten versucht man am besten, sich auf die Seite zu drehen, ein Bein anzuziehen (geht schlecht, wenn man bäuchlings schleift) und mit dem Knie auf eine Kufe zu kommen. Dann kann man sich langsam wieder hocharbeiten.

Unterstützung der Hunde

Gerade bergauf kann es für die Hunde anstrengend werden, Musher, Schlitten und Gepäck zu ziehen. Dann sollte man sie unterstützen, indem man entweder mit einem Fuß pedalt, als ob man einen Tretroller fahren würde, oder tatsächlich absteigt und mit schiebt. Aber: Immer beide Hände am Schlitten lassen! Gerade in tiefem Schnee stolpert es sich leicht und dann ist der Schlitten schneller weg, als man gucken kann.

Gleichmäßiges Fahren

So sehr ich selbst einen Hang zur Geschwindigkeit habe, für die Hunde ist ein gleichmäßiges Tempo besser. Natürlich kann man sie auch mal schnell laufen lassen, wenn es aber gilt, große Distanzen zu bewältigen, sollten sie traben und nicht galoppieren. Außerdem sollten alle Hunde im Gespann in der gleichen Geschwindigkeit laufen.

Dogs first, humans second

Ist der Lauf beendet, kann man allerdings nicht wie beim Auto einfach den Motor abstellen, den Schlüssel ziehen und in die warme Hütte flüchten. Hier haben die Hunde Priorität vor den menschlichen Bedürfnissen. Sie müssen abgeschirrt und angekettet oder zurück in den Kennel gebracht werden.

Manche Musher geben nach einem Lauf Wasser, füttern sollte man aber nicht direkt. Es sollte geschaut werden, ob irgendein Hund sich wund gelaufen hat. Auch eine Streicheleinheit als Dankeschön für die geleistete Arbeit muss drin sein! (Zumindest, sofern die Hunde das mögen.)

Der Schlitten muss gesichert und die Leinen gut verstaut werden. Erhalten die Hunde später noch Futter, sollte das Fleisch vorbereitet/aufgetaut werden. Erst dann kann man sich entspannen, die Hunde sich selbst überlassen und sich freuen, dass man ein so großartiges Abenteuer erlebt hat! 😉

Weitere Tipps und Infos

Das alles sind nur Erfahrungswerte, die ich nach bestem Wissen und Gewissen zusammengestellt habe. Das heißt nicht, dass andere Hundebesitzer alles genauso machen und im Zweifel sollte man immer auf denjenigen hören, der am meisten Erfahrung hat und für die Tiere verantwortlich ist!

Wer noch auf der Suche nach Tipps zur richtigen Kleidung für Schlittenhundefahrten ist, findet im Artikel „Was zieh ich an, wenn ich in die Arktis reise?“ Informationen!

Und wer tiefer in die Materie eintauchen möchte, der ist mit diesem Buch aus dem Reise-Know-How-Verlag gut bedient:

Farmstay in Finnland: Der Tag, an dem die Arktis mich das Fürchten lehrte

Es ist ein kalter, kalter Tag. Morgens zeigt das Thermometer -40° Grad an, als ich aus der Hütte trete und mich zum großen Hundezwinger begebe. Die Luft schockfrostet meine Lungen und sofort werden die Augen trocken. Auf dem Thunfisch-Wasser im Eimer in meiner behandschuhten Hand bildet sich eine dünne Eisschicht, die ich immer wieder mit der Plastikkelle durchstoßen muss, um Wasser in die Näpfe der Hunde zu füllen.

Ich befinde mich im Norden Finnlands auf einer einsamen Huskyfarm mitten im Nirgendwo. Hier verbringe ich einen Winter, um Schlittenhunde zu trainieren. Jeden Tag kümmere ich mich um die knapp 60 sibirischen Huskys, füttere sie, mache ihre Gehege sauber, halte ihre Geschirre in Stand. Und natürlich fahre ich mit ihnen und den Schlitten raus in die weißen Wälder der Arktis.

Heute ist ein Tag, auf den ich mich sehr gefreut habe, denn heute wollen wir eine besonders lange Tour laufen. Normalerweise trainieren wir immer nur auf kurzen Runden, zwischen sieben und elf Kilometern, doch für diesen Tag sind über 40 Kilometer geplant. Mit vier Teams brechen wir auf in die Kälte.

Zu Anfang läuft alles wie am Schnürchen: Meine Hunde ziehen gut, der Trail ist fest und ich bin glücklich.

Doch dann zeigt der Norden seine Zähne. Wir fahren in ein schattiges Tal und ich spüre, wie die Temperatur weiter fällt. Dann kommt Wind auf.

Wir haben erst zehn Kilometer geschafft, als ich merke, dass etwas mit meinen Füßen nicht stimmt. Vielleicht waren drei Paar Socken doch zu wenig. Vielleicht auch zu viel. Vielleicht habe ich die Stiefel zu eng geschnürt. Oder es ist schlicht und ergreifend zu kalt für eine junge Frau aus dem warmen Deutschland. Denn langsam, ganz langsam frieren meine Zehen ein.

Es beginnt mit den Zehenspitzen, dann die Fußballen und zum Schluss der ganze Fuß. Zuerst ist es einfach nur Kälte, dann kommen die Stiche. Irgendwann fühlen sich meine Füße an wie in einem Schraubstock, und dann… gar nichts mehr. Meine Füße sind taub. Ab jetzt ist es schwierig, sich auf den schmalen Schlittenkufen zu halten und zu pedalen, um die Hunde zu unterstützen. Ich muss auf meine Füße schauen, sonst verheddere ich mich in der Bremse und werde vom Schlitten gerissen.

Als das Gleiche in den Fingern anfängt beginne ich mir Sorgen zu machen.

Im Vorfeld meines Farmstays habe ich von vielen Freunden und Freundinnen Sätze gehört wie: „Wow, echt mutig von dir, ganz alleine nach da oben zu gehen!“ oder „Ich würde mich das nicht trauen!“. Dabei kam ich mir gar nicht besonders mutig vor. Lappland ist schließlich nicht der Mond und ich habe mir trotz des Abenteuers, zu völlig fremden Leuten zu reisen um bei ihnen zu leben und für sie zu arbeiten, nie Sorgen um meine Sicherheit gemacht.

Aber jetzt zeigt mir die Arktis, warum sie seit hunderten von Jahren das Grab der Unvorsichtigen bedeutet. Eine falsche Entscheidung, eine kleine Dummheit, die zu Hause vielleicht Unannehmlichkeiten verursachen würde, kann hier oben tödliche Konsequenzen haben.

Ich muss an Jack Londons Geschichte „Ein Feuer machen“ denken. Sie handelt von einem Mann, der sein letztes Streichholz verschwendet und dem nichts anderes übrig bleibt, als sich selbst beim Erfrieren zuzuschauen. Captain Scotts Südpolexpedition kommt mir in den Sinn. Seine Männer starben einer nach dem anderen im Eis der Antarktis.

Ich versuche mich zu bewegen, die Muskeln anzuspannen, Kniebeugen auf den Schlittenkufen zu machen, springe mit meinen tauben Füßen vom Schlitten, klammere mich an den Griffen fest und renne mit, um wieder Blut durch meine Adern zu pumpen. Die Hunde legen sich ins Zeug und ich versinke mit jedem Schritt im Schnee.

Ich muss vorsichtig sein, denn wenn ich jetzt stolpere und den Schlitten verliere, habe ich ein Problem. Ein Musher darf sein Team nicht verlieren, schon um der Sicherheit der Hunde willen. Ich fahre am Ende unserer Gespannfolge und es könnte durchaus dauern, bis meinen Vorderleuten auffällt, dass das letzte Team ohne Musher läuft.

Ein Musher ist für sein Team verantwortlich und würde es nie willentlich aufgeben

Aber mein Körper hat schon zu viel Wärme verloren, als dass ich ihn auf diese Art aufheizen könnte. Also versuche ich die Zähne zusammenzubeißen und es zu ignorieren. Aber irgendwann kann ich an nichts anderes mehr denken als an die Kälte und an die 20 Kilometer die zwischen mir und der Wärme liegen. Nicht an die schöne Landschaft, die hart arbeitenden Tiere, meine Liebe zu diesem Land. Nur an die Kälte in meinen Knochen.

Mein Verstand sagt mir, dass ich nicht wirklich in Gefahr bin, dass mir das alles dramatischer vorkommt, als es ist. Aber diese vernünftige Stimme in meinem Kopf wird immer leiser, während Instinkte die Oberhand gewinnen. Mein Körper signalisiert mir, dass er bedroht wird und das macht mir Angst.

Es gibt einfach nichts, was ich machen kann und es hat keinen Sinn um Hilfe zu bitten, weil es keine gibt. Natürlich kann ich meiner Chefin signalisieren, dass es mir schlecht geht. Nur was soll dann passieren? Mein Team kann ich nicht im Stich lassen, abholen kommt mich hier auch niemand. Und selbst wenn, wäre das wahrscheinlich nicht schneller, als einfach mit den Hunden zurück zur Farm zu laufen.

Natürlich ist immer eine Person mehr dabei, als es Gespanne gibt, damit im Notfall jemand da ist, der sich kümmert. Diese Person sitzt vorne im Hauptschlitten. Ich könnte mit ihr tauschen, wärmer würde mir davon aber auch nicht. Und der Weg zurück nicht kürzer.

Irgendwann ist es dann aber sowieso an mir, diesen Platz einzunehmen. Ich will nicht, dass meine Chefin schlecht von mir denkt, denn niemand anderes scheint Probleme zu haben. Und trotzdem sieht man mir wohl an, wie mitgenommen ich bin, denn sie gibt mir Tee und Schokolade. Ab und zu springe ich raus und laufe hinter ihrem Schlitten her, um den müde werdenden Hunden die Arbeit zu erleichtern und wenigstens etwas aufzutauen.

Als endlich der zur Farm gehörige See auftaucht und dahinter die Hütten, fällt mir ein Eisberg vom Herzen. Meine Chefin wirft mir einen abschätzigen Blick zu und schickt mich in die Hütte. Ewig knie ich dort auf dem Boden, während sich auf den Holzdielen eine Pfütze um mich bildet, und versuche mit meinen tauben Fingern die vereisten Schnürbänder meiner Stiefel aufzunesteln.

Als ich endlich die Kleider von meinem kalten Körper geschält habe, schlüpfe ich unter meine Decke und schäme mich. Ich bin enttäuscht, dass ich den Lauf, auf den ich mich so gefreut hatte, kaum ertragen konnte. Und das, obwohl ich im Vergleich zu meinen Kollegen die beste Ausrüstung habe. In diesem Moment möchte ich einfach nur nach Hause.

Als ich eine halbe Stunde später einen Blick in meine Strümpfe riskiere, muss ich feststellen, dass meine Füße schneeweiß sind und an vielen Stellen blutige Risse aufgesprungen sind. Am Abend, als die Taubheit immer noch nicht gewichen ist, frage ich vorsichtig meine Chefin. Sie lacht und winkt ab. Das seien nur Erfrierungen ersten Grades, das gibt sich schon alles wieder.

Und sie behält recht. „Nur“ drei Monate später, als ich längst wieder im warmen Köln bin, weicht die letzte Taubheit aus meinen großen Zehen.

Als ich mich traue zu fragen, wie kalt es denn war, antwortet sie:

Mit Windchill?

-58°.

Best of TravelSlam Köln: 26. Juli 2020

2018 habe ich zum ersten Mal am Kölner TravelSlam teilgenommen und durfte am Ende des Abends das goldene Reise-Zepter in Händen halten. Dem Publikum hatte mein Vortrag gefallen und das Applausometer, das den Gewinner des Abends bestimmt, war zu meinen Gunsten ausgeschlagen! Selten habe ich mich so über eine vergoldete Gartenlaterne gefreut. Okay, seien wir ehrlich, ich habe mich vorher noch nie über eine vergoldete Gartenlaterne gefreut.

Was mich daher auch gefreut hat, war die Einladung, es 2020 noch mal zu versuchen. Denn dieses Jahr findet im Rheinauhafen unter freiem Himmel ein „Best of“ des Kölner TravelSlams statt: Am Sonntag, den 26. Juli 2020, trete ich gegen zwei Kandidaten an, die den TravelSlam ebenfalls bereits einmal gewonnen haben! Wenn es dunkel wird füllen sich dann hoffentlich die steinernen Stufen des Bay Sommerkinos im Yachthafen mit vielen Besuchern, die Lust haben, sich von uns entführen zu lassen.

Ich werde wieder über meine Abenteuer in Grönland sprechen, sozusagen als Vorgeschmack auf meine erneute Reise in dieses land, die ich im August antrete. Mit dabei sind auch Sven von Loga, der über die Kanareninsel El Hierro spricht, und Simon Nowara der von Chile erzählt.

Es wird also mit Sicherheit spannend und ich freue mich über jeden, der dabei ist!

Travel Slam Köln – Open Air III

Sonntag, 26. Juli 2020 | 21:30 – 23:15
Rheinauhafen
Harry-Blum-Platz 1
Köln, 50678
9€ – 10€

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