Schweden

Die schönsten Sonnenuntergänge weltweit: 25 Tipps von Reisebloggern
Ein glutroter Feuerball, der hinter den Bergen oder im Meer versinkt, ein Himmel in die prächtigsten Farben getaucht und dahinter zieht ein samtblauer Nachthimmel mit blinkenden Sternen auf – Sonnenuntergänge sind schon etwas ganz besonderes, gerade auf Reisen.
Und es gibt so viele Orte weltweit, an denen man spektakuläre Sonnenuntergänge beobachten kann, ob romantisch zu zweit, ganz allein für sich oder mit Freunden und einem Picknick. 17 Reiseblogger und ich verraten euch in diesem Sonnenuntergang-Guide unsere Lieblingsplätze um die Sonne versinken zu sehen – für gutes Wetter können wir aber nicht garantieren!
Sonnenuntergänge in Europa
Deutschland: Wunderschöne Sonnenuntergänge in der Heimat
Dierhagen: Hundefreundlicher Sonnenuntergang an der Ostsee

Diesen wunderbaren Sonnenuntergang durften wir auf dem Camping Platz “An den Stranddünen” in Dierhagen im Juli 2022 erleben! Dieser Campingplatz ist übrigens der bisher einzige auf dem drei Mal übernachtet haben, dafür wurden wir reich belohnt.
Wir, das sind Helga, Klaus (jeweils 2 Beine) und Frodo (4 Pfoten). Unser Projekt: Zu Fuss um die Republik, wir wandern einmal die komplette Grenze Deutschlands entlang und entdecken dabei natürlich auch die Nachbarländer. Über 3000 km haben wir schon zurückgelegt und dabei viele tolle Sonnenuntergänge erlebt, aber der stellte alles in den Schatten!
Helga, Klaus & Frodo – Zu Fuß um die Republik
Großenbrode: Mastenwald und Feuerball im Hafen

Voller Wärme und Energie ging die Sonne im Yachthafen auf Großenbrode an der Ostsee unter. Hier saßen wir auf der kleinen Segelyacht von meinem Schwiegervater und bereiteten das Abendessen zu, als wir dieses Schauspiel beobachten durften.
Bald darauf musste ich leider feststellen, dass ich nicht sonderlich seetauglich bin und was ich zu Abend gegessen hatte am nächsten Tag Fischfutter wurde. Nichtsdestotrotz habe ich die Reise in schöner Erinnerung und würde jederzeit wieder dort hoch fahren!
Sylt: Der Deutschen liebste Insel

Sozusagen ein Klassiker! Letzten März war ich das erste Mal auf Sylt, der Lieblingsinsel vieler Deutscher. Ich war nicht von allem begeistert, aber die Sonnenuntergänge waren wirklich spektakulär.
Ob in Wenningstedt, nur wenige Minuten von unserer Unterkunft entfernt, oder am Roten Kliff – wenn hier die Sonne im Meer versinkt, dann tut sie das bei klarem Himmel mit unglaublicher Schönheit. Schon allein deswegen lohnt sich ein Besuch auf Sylt.
Köln: Fantastische Foto-Location zum Sonnenuntergang

Dieser Tipp fällt ein bisschen aus der Reihe, aber ich konnte meine Heimatstadt nicht außen vor lassen. Denn wer in Köln wohnt und schöne Fotos im Sonnenuntergang machen möchte, findet hier einen hervorragend geeigneten Spot dazu: Die Wiesen an der Berrenratherstraße beim Decksteiner Weiher!
Hier ist es abends nicht so voll wie auf den Uniwiesen oder am Aachener Weiher und man kann ganz in Ruhe Fotos machen. Mich hat übrigens Vlado von nonverbal|bildkommunikation fotografiert und ich liebe das Ergebnis. Das sanfte Licht, das die Gräser leuchten lässt, die warmen Farben und man sieht überhaupt nicht, dass wir mitten in einer deutschen Großstadt sind.
Finnland: Korvala in Lappland

Obwohl ich Grönland von den arktischen Ländern, die ich bisher bereist habe, kann ich felsenfest sagen: Die schönsten Sonnenuntergänge habe ich in Finnland beobachtet! (Was vielleicht auch daran liegt, dass ich Grönland im Sommer zur Mitternachtssonne bereist und gar keinen Sonnenuntergang erlebt habe! :D)
Aber wenn es richtig kalt ist, -45 Grad, und nur ein paar Eispartikel durch die eiskalte, rasiermesserscharfe Luft flirren und dann die Sonne hinter den Baumspitzen am See von Korvala versinkt, dann ist das ein wahrlich magischer Moment voller Pastellfarben, die das Herz hüpfen lassen.
Italien: Sundowner auf Sardinien

Sardinien liegt im Mittelmeer und gehört zu Italien. Ich bin besonders gerne im Frühsommer und Herbst hier mit meinem Wohnmobil unterwegs. Durch die Lage und Ausrichtung der Insel, hat man hier die Möglichkeit sowohl atemberaubende Sonnenaufgänge zu sehen und vor allem von der Westküste auch wunderschöne Sonnuntergänge zu genießen.
Einer meiner Lieblingsplätze für den Sonnenuntergang ist in der malerische Stadt Alghero, im Nordwesten von Sardinien. Hier sitze ich besonders gerne in einer der schönen Strandbars und schau wie sich der Himmel und das Meer vor mir im bunten Farbenspiel aus Gelb-, Orange- und Rottönen verwandeln. Und auch der Sprizz im Glas leuchtet und schmeckt mit dem farblich passenden Hintergrund noch besser.
Durch die Lage von Alghero in einer halbrunden Bucht steht die Sonne eine lange Zeit über dem prägnanten Capo Caccia, das sich steil aus dem Meer erhebt. Der feinweiße Strand ist zu dieser friedlichen Stunde leer und in der Ferne sind die Boote auf dem Wasser nur noch Schemen.
Katja – Hinfahren
Kroatien: Maritimer Sonnenuntergang in Umag

Einer der schönsten Sonnenuntergänge konnten wir tatsächlich in Umag bestaunen. Dieser Urlaubsort befindet sich in Kroatien, im Norden der Halbinsel Istrien und ist ein beliebter Spot, um Sommerferien zu verbringen. Bekannt ist die Ortschaft jedoch auch für die spektakulären Sonnenuntergänge, die man bei einem Urlaub bestaunen kann.
Wir waren dort in der ruhigen Vorsaison und konnten ganz unverhofft am Abend einen dieser magischsten Sonnenuntergänge erleben. Ganz allein am Strand, war die Stimmung absolut einmalig und sehr entspannt, und so ist uns dieses Erlebnis noch lange in Erinnerung geblieben.
Martina & Jürgen – Places of Juma
Niederlande: Abendstimmung in Zeeland

Um wunderschöne Sonnenuntergänge zu sehen, muss man nicht unbedingt in die Karibik oder auf eine Südsee-Insel fliegen. Auch in Europa zaubert die Sonne am Abend manchmal magische Momente. Einen dieser Momente habe ich im Winter 2022 in den Niederlanden erlebt.
Beim langen Spaziergang am Strand in Oostkappelle in Zeeland ist es etwas später geworden. Wir laufen, bis die Sonne hinter dem Horizont verschwindet – und noch länger. Denn was viele nicht bemerken: Die schönsten Farben malt der Himmel oft erst dann, nachdem die Sonne schon untergegangen ist. Statt also, wie viele andere, direkt die Kamera einzupacken und zu gehen, sobald die Sonne im Meer versunken ist, bleiben wir und erfreuen uns an dem sich minütlich ändernden Farbspiel.
Sabine – Ferngeweht
Norwegen: Mit dem Camper in Sandve

Das Bild ist in Sandve in Norwegen entstanden. Sandve ist ein kleines Dorf in der Gemeinde Karmøy. Von dem Parkplatz aus, auf dem wir für nur 10€ stehen bleiben konnten, hatte wir einen direkten Blick zum atlantischen Ozean.
Ich bin Barbara, eine alleinerziehende Mutter, und gehe regelmäßig mit meinen zwei Kids und unseren Hund Elli in unserem Van auf Reisen. Auf meinem Reiseblog findet ihr viele weitere Infos zu unseren Abenteuern!
Barbara – Spiffy Travel
Schweden: Am See in Smaland

Mein Mann und ich lieben die nordischen Länder und verbringen immer wieder einmal einen Urlaub im wunderschönen Süden Schwedens. Wir mieten bevorzugt ein Ferienhaus in Alleinlage, möglichst direkt an einem See. Abends sitze ich gern bei einem Glas Wein auf der Terrasse und genieße es, wie die untergehende Sonne den Himmel in zarte rosa-orange-Töne taucht und sich auf der Wasseroberfläche spiegelt.
Die Natur ringsum ist einfach traumhaft, kann aber durchaus auch ihre Tücken haben. Sobald die Sonne endgültig verschwunden ist, werden die Mücken aktiv und vertreiben mich meist von der Terrasse in den Innenraum. In genau dem Moment, kurz bevor es dunkel wurde, ist dieses Foto entstanden.
Cornelia – SilverTravellers
Schweiz: Bergpanorama auf der Alp Flix

2019 habe ich Verena in Äkäskero in Finnland kennengelernt und sie lud mich ein, sie im Sommer in der Schweiz zu besuchen. Wir haben in der Hütte ihrer Familie auf der Alp Flix gewohnt. Und obwohl ich krank war und mir den Sonnenbrand meines Lebens geholt habe, war es unglaublich schön.
Das Panorama ist beeindruckend, die Farben der sommerlichen Alp umwerfend und wenn abends die Sonne untergeht und die gegenüberliegenden Bergflanken erglühen lässt, dann fehlt es einem an nichts. Wie gern würde ich nochmal in die Schweiz!
Spanien: Ciutadella de Menorca

Auf unseren Wanderungen um Menorca haben wir viele schöne Ecken und Orte entdeckt und dabei ist uns aufgefallen, dass die Insel eigentlich eine südeuropäische Variante von Mittelerde ist!
In Ciutadella de Menorca gibt es nicht nur tolle Märkte mit frischem Obst, Gemüse und Meeresfrüchten, sondern auch eine tolle Küstenlinie, an der abends die Sonne die Wellen und den Himmel einfärbt. Hier mit ein paar Oliven, etwas Brot und vielleicht einem Glas menorquinischem Wein – was kann man sich mehr wünschen?
Sonnenuntergänge in Nordamerika
Kanada: Ucluelet auf Vancouver Island

Diese außergewöhnliche Sonnenuntergangsstimmung haben wir im Juli auf Vancouver Island erlebt. Und zwar im Westen der Insel in einem ganz kleinen Ort namens Ucluelet. Das Dorf liegt auf einer Halbinsel mit vielen Buchten und Stränden. Das Foto ist in einer Bucht zwischen Little Beach und Terrace Beach entstanden. Dort befindet sich das tolle Airbnb “Salt & Cedar” von Julie mit Blick auf die Bucht.
Wer gerne wandert findet in Ucluelet an der Spitze der Halbinsel den Wanderweg Lighthouse Loop der Küste entlang. In Ucluelet gibt’s übrigens auch die Möglichkeit Wale zu sehen z.B. auf einer Tour mit Jamie’s Whale Watching. Kann ich nur empfehlen!
Vancouver Island ist nur eine Fährfahrt von ca. 2 Stunden von der Metropole Vancouver entfernt. Man kommt in Nanaimo an der Ostküste von Vancouver Island an (dort gibt es übrigens auch fantastische Sonnenuntergänge, z.B. am Blueback Beach) und fährt dann nochmal 2,5h durch die beeindruckende kanadische Landschaft mit dem Auto ins kleine Örtchen Ucluelet.
Barbara – Reiseknopf
USA: Zabriskie Point im Death Valley

Obwohl es nun schon ein paar Jahre her ist, kann ich mich an diesen Sonnenuntergang am Zabriskie Point im weiten Nichts des Death Valley noch sehr gut erinnern. Alles war warm: Der Wind, der Boden, die Haut. Und wo mittags noch die Sonne scharfe Schatten geworfen hat, wurden die Formen der Landschaft nun auf einmal ganz weich.
Auf einem Roadtrip durch die USA ist das auf jeden Fall ein Ort, den man auf die Karte packen sollte, denn es lohnt sich! Übernachten kann man zum Beispiel auf der Furnace Creek Ranch und auch ein Besuch der Artist’s Palette und von Dante’s View sind beeindrucken.
USA: Waikiki Beach auf O’ahu, Hawaii

Ein Spaziergang hier, am besten abends, ist auf Oʻahu natürlich ein Muss. Wir haben uns die Wellen zwar spektakulärer und die Surfer athletischer vorgestellt, aber trotzdem gibt es hier eine Menge zu sehen. Am Strand und auf den angrenzenden Grünflächen wird Sport aller Art ausgeübt.
Aus vielen Strandbars ist immer wieder der Song „Somewhere over the rainbow“ in der Version von dem auf Hawaii sehr verehrten Sänger IZ zu hören. Und die Surfer im Sonnenuntergang sind ein überaus dankbares Fotomotiv.
Sonnenuntergänge in Mittel- und Südamerika
Costa Rica: Der schönste Sonnenuntergang in Puerto Viejo

Ich habe auf meinen Reisen schon so einige Sonnenauf- und -untergänge gesehen und dachte, dass mich so schnell nichts mehr flashen wird, doch dann sollte ich ohne Vorwarnung auf meiner Reise durch Mittelamerika eines Besseren belehrt werden. Ich war schon gut einen ganzen Monat in Panama unterwegs und vor kurzem über die Grenze nach Costa Rica gekommen – genauer gesagt in das kleine verschlafene Örtchen Puerto Viejo de Talamanca.
Als ich dort war, herrschte gerade die Regenzeit, so dass ich den Himmel, geschweige denn die Sonnenuntergänge eher selten gesehen habe. In meinem Hostel habe ich einen freundlichen Tico kennengelernt, mit dem ich fast meine ganze Zeit verbracht habe. An diesem Abend sind wir zusammen mit ein paar Freunden von ihm in ein Restaurant am Strand von Puerto Viejo gegangen. Eine Freundin hatte Geburtstag.
Als wir so dort auf der Veranda saßen und mit ihr feierten, bemerkte ich, wie die gesamte Umgebung auf einmal in einem ganz tiefen Rot aufleuchtete. Es hatten sich längst einige Menschen direkt am Meer versammelt, um sich das Spektakel anzusehen. Wir standen alle auf und konnten unseren Augen nicht trauen. Karibische Sonnenuntergänge sind einfach von einem anderen Kaliber!
Patrick – A world to uncover
Grenada: Karibisches Flair auf den Kleinen Antillen

Die schönsten Sonnenuntergänge der Welt gibt es für mich immer noch in Grenada am Grand Anse Beach, obwohl ich seitdem wahrscheinlich schon hunderte andere Sonnenuntergänge an den schönsten Flecken der Erde gesehen habe. Was machen die Sonnenuntergänge in Grenada so besonders?
Zunächst einmal gehört schon der Grand Anse Beach zu den schönsten Stränden der Karibik, vor allem was die Kulisse, aber auch den Strand an sich betrifft. Feinster Sand, klares Wasser zum Baden, kaum Wellen, nicht zu viele Besucher, grüne Hügel im Hintergrund, nur einige wenige Beach Bars, gute Erreichbarkeit – der Grand Anse Beach ist ein Paradies.
Wenn sich schließlich gegen 18:00 die Sonne gen Horizont nähert, verstärkt sich die unglaublich tolle Szenerie noch. Die Sonne fällt in der Regel wie ein glühender Feuerball direkt ins Meer, links und rechts wird die Bucht von attraktiver grüner Vegetation flankiert und wenn zum gleichen Zeitpunkt noch ein Segelboot oder ein Katamaran den Horizont kreuzt, ist die kitschige Traumkulisse perfekt.
Der beste Spot für den Sonnenuntergang ist die Umbrellas Beach Bar, die bereits seit Jahren die Institution am Grand Anse Beach ist und noch immer sowohl die besten Preise als auch das entspannteste Ambiente bietet.
Christian – My Travelworld
Mexiko: Am Strand von Tulum

Nach unserer Rundreise quer durch die Sehenswürdigkeiten von Yucatan kamen wir in Tulum an. Und bezogen unseren kleinen Bungalow direkt am Strand. Den ganzen Nachmittag lagen wir auf unseren Liegen, beobachteten die Pelikane und genossen unser kleines Paradies.
Der krönende Abschluss des Tages war, als die Sonne langsam im Meer versank und dabei die schönsten Farben an den Himmel zauberte. Der wohl schönste Sonnenuntergang unseres Lebens.
Tina – Urlaubsreiseblog
Sonnenuntergänge in Afrika
Botswana: Deception Valley im Kalahari Game Reserve

Jenny und Thomas von weitglücklich sind auf ihrer Weltreise einige Wochen mit Jeep und Dachzelt in Botswana und Namibia unterwegs. Dabei durchqueren sie eines der größten Wildreservate der Welt, das riesige Central Kalahari Game Reserve. Es ist ein großes Abenteuer auf buckeligen Sandpisten, zwischen unzähligen Dornensträuchern.
Jenny und Thomas sehen Löwen und Geparden in unberührter Natur. Neben den Wildtieren fasziniert sie auch die unendliche Weite des Areals. Einen der schönsten Sonnenuntergänge erleben sie im Deception Valley. All ihre Erlebnisse in Botswana und Namibia und viele weitere Reiseberichte findet ihr ihrem Blog.
Jenny & Thomas – weitglücklich
Marokko: Surfer im Sonnenuntergang an der Küste von Taghazout

Surfen an der Atlantikküste macht sowieso schon sehr viel Spaß, aber Surfen im Sonnenuntergang toppt das natürlich nochmal! Wir waren im kleinen Küstenort Taghazout und konnten jeden Tag unsere Bretter zum Strand runtertragen.
Natürlich muss man ein bisschen schauen, das es mit den Wellen passt. Aber auch wenn die mal nicht so richtig, richtig gut sind, macht es Spaß, das Treiben am Strand aus Menschen, Kamelen und Surfbrettern zu beobachten. Tagsüber kann man zum Beispiel den Souk von Agadir besuchen und dort für das Strandpicknick einkaufen!
Namibia: Wenn zum Geburtstag der Himmel brennt

2018 fuhr ich mit einer Freundin nach Namibia. Ich wollte meinen 50. Geburtstag unbedingt dort verbringen. Zwei Tage vor dem Geburtstag waren wir zum Sonnenuntergang auf einem Hügel in der Nähe von Weltevrede als der Himmel “zu brennen” begann. Bei einem Glas Rotwein beobachteten wir das Spektakel. Von Sekunde zu Sekunde änderten sich die Farbnuancen von gelb zu gelb-orange und dann zu rot-orange. Noch nie hatte ich so intensive Farben eines Sonnenuntergangs gesehen.
Die Stimmung war friedlich und mystisch. Erst nach Einbruch der Dunkelheit liefen wir zurück zur Unterkunft. Mein Wunsch war es, am Geburtstag nochmal so ein beeindruckendes Erlebnis zu haben und ich wurde nicht enttäuscht. Allerdings machte ich davon keine Bilder, denn diesen Tag wollte ich nur in meinem Herzen bewahren.
Liane – Die ReiseEule
Sonnenuntergänge in Australien & Ozeanien
Australien: Goldene Abendstimmung in Brisbane

Goldgelbes Licht zaubert im wunderschönen Australien eine magische Atmosphäre zum Sonnenuntergang herbei. Die knackig-kurze, abendliche Wanderung auf den 253 Meter hohen Mount NgungNgung lohnt sich! In der Nähe von Brisbane schenkt dieser wunderschöne Aussichtspunkt einen faszinierenden Blick auf die Silhouetten der Berge Mount Beerwah und Mount Coonowrin. Letzterer erinnert an einen Hexenhut.
Das Land Down Under wartet mit zahlreichen tollen Sonnenuntergang-Spots auf seine Besucher. Der Glass House Mountains National Park gehört mit seinem friedlichen Ambiente definitiv zu den schönsten!
Nadine – All around Australia
Sonnenuntergänge in Asien
Indien: Fischer am Strand von Agonda in Goa

Strandleben, ein bisschen Sightseeing in der Umgebung, ganz viel Relaxen und die ein oder andere Massage: Ausgangspunkt für meine Reise ins indische Goa ist eine bezaubernde Strandhütte inmitten eines tropischen Gartens direkt am Meer in Agonda.
Der kleine Ort ist ideal, um dem Alltag zu entfliehen. Der traumhafte Strand von Agonda ist nur einen Steinwurf von meiner Hütte entfernt. Das Wasser des Arabischen Meers ist angenehm warm, fast schon wie eine Badewanne. Stundenlang lasse ich mich auf den meist sanften Wellen treiben und genieße das Panorama: Palmen säumen den Strand und spenden den urigen Strandhütten Schatten, im hellen Sand liegen Fischerboote bereit.
Einige davon bieten Ausflüge entlang der Küste an. Am späten Nachmittag kommen die Hunde heraus, spielen oder suchen sich ihren Lieblingsmenschen aus, um sich streicheln zu lassen. Auch die heiligen Kühe kommen erst an den Strand, wenn die Sonne schon tief steht. Das ist auch die Zeit, die ideal ist für lange Spaziergänge am Strand mit Blick auf die untergehende Sonne und die heranrollenden, trägen Wellen.
Jeden Abend versammeln sich Locals und Touristen, um den malerischen Sonnenuntergang zu beobachten. Währenddessen werfen die Fischer am ruhigen Ende des Strandes ihre Netze im seichten Wasser aus und hoffen auf einen guten Fang. Mehr liest Du im Artikel “Ayurveda-Kur im indischen Goa: Wellness und Wellen“.
Marion – Escape from Reality
Malediven: Traumhafte Strände, traumhafte Sonnenuntergänge

Mein Name ist Elly, ich wohne mit meiner Patchworkfamilie bestehend aus meinem Mann und 4 Teenagern auf einem kleinen Bauernhof im Münsterland.
2015 habe ich mir meinen Traum von einem Urlaub auf den Malediven erfüllt. Wir waren auf der kleinen Resortinsel Fihalhohi, nur 300×400 Meter klein, kam trotzdem keine Langeweile auf. Tagsüber tauchten wir ein in die grandiose Unterwasserwelt und abends genossen wir traumhafte Sonnenuntergänge.
Elly – Elly unterwegs
Philippinen: Sonnenuntergang auf Cuyo Island

Die Philippinen, die mich verzaubert haben, ab dem ersten Moment. Nicht nur die Natur und die Landschaft, auch die Menschen. So zu Hause gefühlt habe ich mich selten auf Reisen. Dieses Bild ist auf Cuyo Island entstanden, einer von über 7000 philippinischen Inseln.
Um nach Cuyo zu kommen muss man ganz schön was auf sich nehmen als Reisender. Mindestens 3 Flüge und eine Fährfahrt erwarten dich von Deutschland aus. Dennoch hat es mich schon zweimal dort hingezogen, ein absolut magischer Ort. Wer nach Cuyo reist, ist meistens Wassersportler, aber die Philippinen haben noch sehr viel mehr zu bieten.
Isabelle – Lust loszugehen
Philippinen: El Nido auf Palawan

Auf Palawan auf den Philippinen kannst du zahlreiche, tolle Sonnenuntergänge bestaunen. Besonders schön sind die Sonnenuntergänge in El Nido an der Westküste der Insel.
In der kleinen Stadt kannst du von verschiedenen Stränden aus beobachten, wie die Sonne ins Meer plumpst. Ganz besonders beeindruckend ist dies am Hauptstrand von El Nido und an dem Strand Caalan. Hier verschwindet die Sonne jeden Abend hinter den großen Kalksteinfelsen der Insel Cadlao, die in der Bucht vor El Nido liegt. Dabei ergibt sich oft ein einzigartiges Farbenspiel aus Gelb, Orange und strahlenden Pink-Tönen, die sich wunderbar im Wasser spiegeln.
Bei einem Urlaub in El Nido auf Palawan darfst du die Sonnenuntergänge also auf keinen Fall verpassen!
Lena – Not another Backpacker

Die Schären von Havstenssund und ein ganz besonderer Stellplatz
Nachdem wir nun eine Wanderung in Skane am Kullaberg unternommen haben und die Rönne mit dem Kanu erobert haben, brechen wir zum zweiten Teil unseres Camper-Roadtrips auf: Nach Norden, nach Norwegen. Auf dem Weg dorthin wartet aber noch ein schwedisches Highlight auf uns. Denn unterwegs liegt der kleine Ort Havstenssund, der mir auf Instagram empfohlen wurde.

Leeres, schönes Havstenssund
Zu Havstenssund gibt es weder auf deutsch noch auf englisch einen Wikipedia-Artikel und als wir dort ankommen, ist weit und breit kein Mensch zu sehen. Mit der weißen Holzkirche und dem dramatisch einfallenden Sonnenlicht fühle ich mich kurz an einen Stephen King-Roman erinnert. Ist hier irgendwas passiert? Wurden alle Menschen entführt?
Nein, der Ort hat nur die Sommersaison und damit seine lebhafte Jahreszeit hinter sich. Eigentlich überraschend, den Havstenssund ist wirklich ein schwedisches Kleinod. Wer felsige Schärenlandschaft mit blauem Wasser und roten Schwedenhäuschen liebt, der ist hier genau richtig!

Wir parken mitten im Ort und begeben uns dann ans Wasser. Der kleine Fischerort lädt mit seinen romantischen Stegen schon zum Verweilen ein, aber noch viel mehr locken die Felsen, versprechen sie doch einen wundervollen Ausblick auf die Schären. Also klettern wir los. Ziel ist ein kleines Häuschen, dass wir auf einer Felskuppe in etwa anderthalb Kilometern Entfernung ausgespäht haben.





Schwedenhäuschen und Schären
Doch Pustekuchen, als wir die erste Anhöhe erklommen haben, sehen wir: Unter uns liegt eine enge Fahrrinne, die zwei Schären-Inseln trennt und die immer wieder von Booten passiert wird. Da wir aber keins haben und es zum Schwimmen doch schon etwas frisch ist, müssen wir bleiben, wo wir sind. So machen wir dann einfach eine Pause auf einem der Felsen und genießen die unter uns liegende Szenerie. Die wenige Vegetation auf den Schären beginnt schon, sich herbstlich zu verfärben.




Es ist wie in einem Roman hier und damit meinen ich jetzt keine Horror-Erzählung. Eine tiefe aber freundliche Friedlichkeit liegt über diesem Ort mit seinen weiß leuchtenden Häusern und den in der Sonne glitzernden, kleinen Wellen, über die ab und an ein Boot gleitet. Ich würde gerne noch viel länger hier bleiben und den Moment genießen, aber auf uns wartet heute noch ein weiteres Abenteuer.



Naturnaher Stellplatz gesucht
Denn heute ist die erste Nacht, in der wir nicht in der Stadt oder auf einem gemieteten Platz übernachten werden. Die nette Instagrammerin, die mir Havstenssund empfohlen hat, hatte auch noch einen weiteren Tipp in petto. Nämlich einen Stellplatz mitten in der Natur, direkt am See Grundevatten. Wir geben die Koordinaten in unser Navi ein, werden aber am Ziel enttäuscht. Hier darf nur noch gezeltet, aber nicht mit einem Fahrzeug gecampt werden. An solche Vorgaben wollen wir uns natürlich halten, aber was machen wir jetzt?
Ich kann absolut nachvollziehen, dass die Natur vor der Armee der Campingfahrzeuge geschützt werden muss. Und daher gefällt mir sofort der Alternativplan, der in meinem Kopf Gestalt annimmt. Denn ich bin eben auch ein kleiner deutscher Behörden-Angstwichtel und möchte nicht mitten in der Nacht von der schwedischen Polizei auf ein Fehlverhalten hingewiesen werden.
Zwischen Baumstämmen im Abendlicht
Auf dem Weg zum See sind wir allerdings an einer großen, gerodeten Freifläche vorbeigefahren. Die aufgeschichteten Baumstämme sorgen dafür, dass der Platz von der Waldstraße aus nicht einsehbar ist und die schweren Maschinen, die hier unterwegs waren, haben den Boden geebnet. Hier fühle ich mich nicht schlecht, wenn ich hier mit Fetti, unserem Toyota Crosscamp, anrolle und parke. Hier wurde schon heftig in die Natur eingegriffen und trotzdem ist es ein naturnaher, ruhiger Stellplatz, den wir auch noch ganz für uns alleine haben. Naja, falls nicht im Morgengrauen die Waldarbeiter auftauchen…

Wir entscheiden uns zu bleiben und wie, um diesen Entschluss zu bestätigen, scheint die Abendsonne auf uns und Fetti, als wir uns einrichten. Mein Freund kocht Miracoli, während ich mein Reisetagebuch auf den neuesten Stand bringe und tief im Wald das Windrad wuuuuscht. Es ist bestimmt nicht der schönste Stellplatz, den es gibt, aber für mich ist er perfekt.




Kanu fahren auf der Rönne: Ausflugstipp für Skåne
Was gehört zu Schweden wie IKEA? Richtig, Kanufahren! Als wir die Schwester meines Freundes in Helsingborg besuchen, die sowieso ein richtiges Ass im Wassersport ist, ist also klar: Wir möchten Skåne mit dem Kanu erkunden.
Am Vorabend gemeinsam in Selmas Küche geplant, nachts per SMS bestätigt: In der Kanotcentralen gibt es ein Dreier-Kanu, das wir am nächsten Morgen entern dürfen. Selma kommt zum Frühstück zu Fetti und dann fahren wir zum Kanuverleih nach Stockamöllan.
Einfache Reservierung bei der Kanotcentralen
Unser Kanu-Exemplar ist grün, etwas ramponiert aber dennoch erscheint es mir wunderschön. Schließlich erfüllt es mir einen Klischee-Traum: Kanufahren in Schweden! Und nachdem jeder ein Paddel und eine Weste gefunden hat, die halbwegs zur Körpergröße passen, geht es auch direkt los auf die Rönne.


Grundsätzlich finde ich super, wie easy und unkompliziert der Kanuverleih hier läuft. Wie oft habe ich zu Hause (erst in Bielefeld, dann in Kirchhain) gedacht: Och, morgen so ne kleine Kanutour auf Lippe oder Lahn wäre doch super. Und wie oft habe ich verzweifelt Kanuvermietungen angeschrieben oder angerufen und wurde ausgelacht: Am Wochenende, ohne Monate vorher zu reservieren? Keine Chance!
Hier in Skåne läuft das deutlich einfacher. Abends um 9 eine Anfrage per SMS ob noch etwas für drei Personen am nächsten Tag frei ist und, wie gesagt, schon nachts die Bestätigung. Herrlich!
Kanu-Harmonie auf der Rönne
Herrlich ist es auch auf der Rönne. Da die seeehr langsam fließt, ist es zunächst allerdings nicht besonders aufregend. Selma steuert hinten als unser Kapitän, schließlich hat die Dame am meisten Bootserfahrung. Ich sitze in der Mitte und versuche verzweifelt mit den kräftigen Paddelschlägen meines Freundes mitzuhalten, dessen Kreuz diesen Sommer doch um einiges breiter geworden ist. (Liegt an der Sache mit dem Rucksack…)
Wir passieren viele Kühe und andere Kanuten, bis wir allein durch die Flur gleiten. Ich würde gerne behaupten, dass alles total harmonisch läuft, aber ganz ehrlich: Bruder, Schwester, Freund und Freundin müssen sich koordinieren, ohne sich ansehen zu können? 😀 “Aaah, paddel nicht so schnell, ich kann nicht mehr!” “Selma, hast du gesehen, dass da ein Ast im Wasser ist? Du musst gegensteuern!” “Mensch, du bist wie Papa, könntest du bitte aufhören lenken zu wollen, das ist meine Aufgabe!”


Aber quatsch beiseite, wie schon bei unserer Kanutour auf der Lippe stelle ich fest, dass es eigentlich überraschend gut zwischen mir und meinem Freund klappt und Selma fügt sich bestens ein. Schon bald erreichen wir eine hübsche Stelle am Ufer, die zum Picknicken einlädt. Also Kanu an Land, Butterbrote raus und chille in der Sonne. Die strahlt an diesem Septembertag noch mit großer Kraft, sodass es unter der Regenhose ganz schön warm wird.



Unverhoffte Wildwasser-Action
Bald bekommen wir Gesellschaft, der Platz ist einfach zu schön. Da unser Proviant aber auch bereits vernichtet ist, springen wir wieder in unser Kanu und begeben uns zurück auf den Fluss. Die Rönne wird nun etwas wilder. Und dann passiert es. Wir entscheiden uns trotz Karte und sehr guter Erklärung des Verleihs an einer Abzweigung falsch.
Und auf einmal sind überall Felsen im Wasser. Wir versuchen noch hektisch hindurch zu navigieren, aber unser Kanu ist nun mal kein Wildwasser-Raft und unsere Mühen umsonst. Wir werden seitwärts auf drei große Steine gespült und bleiben hängen. Ich bin sehr stolz auf uns, dass wir es schaffen, dass unser Gefährt weder kentert, noch mit Wasser voll läuft und alle die Balance halten. Trotzdem sitzen wir jetzt fest.

Einer muss gehen
Wir wackeln hin und her, versuchen uns mit Händen und Paddeln abzustoßen, verkeilen uns aber nur immer weiter, während die Strömung an uns zerrt.
“Einer wird wohl aussteigen müssen”, stellt mein Freund fest. “Ja, das seh’ ich auch so, einer wird das tun müssen”, sage ich. “Auf jeden Fall”, meint Selma von hinten.
Alle bleiben sitzen. Nichts passiert.
“Naaaa gut”, grummelt mein Freund und schwingt sich behände über die Bordwand in das gar nicht mal so flache Wasser. Selma und ich ziehen die Paddel ein, mein Freund hebt uns über die Steine und weiter geht die wilde Fahrt. Okay, zugegebenermaßen, so wild ist es nicht. Mein Freund schafft es noch relativ entspannt und klatschnass zurück ins Kanu. Während er sich das Wasser aus den Schuhen gießt, trägt uns die Rönne wieder friedlich und als wäre nichts gewesen dahin.
Romantische Rönne
Unsere letzte Etappe führt uns durch weniger abenteuerliche Gewässer, vorbei an romantischen Felsen und den ersten Boten des Herbstes. Wir haben uns für die Route bis zum Ausstiegsplatz in Djupadalsmölla entschieden, da der nächste Halt, an dem man die Kanus an Land bringen kann, noch ein paar Stunden entfernt liegt.



Und da wir abends noch gemeinsam essen gehen möchten und ich ehrlicherweise mal wieder merke, dass Paddeln meine untrainierten Ärmchen an ihre Grenzen bringt, halten wir an, ziehen das Kanu an Land und tragen es zu einem Parkplatz an der Straße. Hier können in einem großen Korb auch Rettungswesten und Paddel zurückgelassen werden.
Wir rufen ein Taxi, dessen Nummer wir vom Kanuverleih bekommen haben, und nach wenigen Minuten biegt es schon um die Ecke.
Todesfahrt mit Taxi Frosta
Frosta heißt der Taxidienst, der uns zum stolzen Festpreis von 440 Kronen zurück nach Stockamöllan bringt. Unser hochmotivierter Fahrer scheint die Straßen zu kennen, rast er doch mit Höchstgeschwindigkeit durch die ländlichen Kurven.
Ein Eichhörnchen springt vor uns auf die Straße, ich quietsche und schlage die Hände vor die Augen. Doch der Taxifahrer behauptet steif und fest, wir hätten es verfehlt. Dafür rast er kurz darauf mit 70 kmh auf einen Motorradfahrer zu, der dummerweise mitten auf der Straße angehalten hat. Klar, schon blöd von ihm, aber er hatte wohl nicht mit Frosta gerechnet.
Unser Fahrer nutzt die Situation, um dem Verkehrshindernis eine Lehre zu erteilen und bremst erst kurz vorher scharf und hupend, um dann außen rum zu fahren. Im Rückspiegel sehe ich die etwas entsetzten Blicke von Selma und meinem Freund.
Ausklang mit gutem Essen im Piren
Rasend schnell sind wir also wieder bei Fetti und bald darauf auch zurück in Helsingborg am Hafen. Wir machen uns frisch und laufen dann die ganzen 5 Meter bis zum Piren, dem Restaurant, dem auch unser wundervollen Stellplatz mit Meerblick gehört. Bevor das wirklich hervorragende, echt schwedische Essen kommt, unternehme ich noch einen Kamera-Spaziergang in den letzten Sonnenstrahlen auf der Mole.




Hier werde ich von einem begeisterten Ship-Spotter darauf aufmerksam gemacht, dass gerade das Kreuzfahrtschiff Costa Diadema in den Hafen einläuft. Außerdem erzählt er mir, dass er etwa 60 Paar Converse Chucks besitzt, inklusive einiger Sondereditionen zu Brasilien und Neuseeland. Kurz darauf sitze ich mit ihm am Meer und bekomme seine Schuhsammlung auf dem Handy gezeigt. Weird, aber irgendwie auch sehr nett. Und so endet ein verdammt schöner Tag in Schweden.




Wandern in Skåne: Ausflugstipp Kullaberg
Wo fange ich an, wenn ich euch von unserem Roadtrip durch Schweden und Norwegen erzählen möchte? Am besten am Anfang: Und das war unsere Wanderung am Kullaberg, die ich euch als Ausflugtipp für Skåne ans Herz legen möchte.
Kullaberg ist eine Halbinsel nördlich von Helsingborg, wo wir mit unserem Toyota Crosscamp gestanden haben. Noch näher liegt das Städtchen Mölle. Das Naturreservat war der erste Tipp, den wir bekommen haben und es ist absolut sehenswert. Denn dort warten nicht nur Felsen, Klippen, Schafe und Leuchttürme, sondern auch ganz besondere Ausblicke und ganz besondere Kühe. Und ich werde euch endlich verraten, was es mit dem großen Rucksack meines Freundes auf sich hat!



Start der Wanderung in Ransvik
Wir starten unsere kleine Rundwanderung am Parkplatz der Ransvik Havsveranda und begeben uns auf den rot und orange markierten Weg, der uns zur Spitze der Landzunge führen soll. Schon nach den ersten Metern durch den Wald öffnet sich auf einmal die Landschaft, der Blick fällt weit aufs Meer und uns erwartet eine Bank unter einer Eiche. Okay, nach fünf Minuten laufen die Picknickpause einzulegen ist irgendwie ungewohnt, aber da wir den Vormittag schon mit Besorgungen und Reparaturen (siehe unser Gasproblem beim Toyota Crosscamp) verbracht haben, knurrt uns der Magen.


Und ganz ehrlich? Das hier ist Urlaub. Wenn wir Hunger haben und uns ein schöner Ort begegnet, warum dann nicht hier? Wie oft hatte ich das schon beim Wandern, dass ich gesagt habe: Ach, ein Stückchen geh ich noch! Und dann tauchte nie wieder eine Bank auf.

Beim Essen kommt dann auch die Frage nach der seltsam akkurat gepflegten Fläche hinter uns auf und siehe da: Es ist natürlich ein Golfplatz. Nichts gegen diesen Sport, aber die Dinger wachsen irgendwie immer dort aus dem Boden, wo es ohne sie schöner wäre, oder? (Ich sag nur: East Lothian Coast Walk in Schottland...)
Schweden-Safari: Was ist da im Busch?
Unser Weg führt uns weiter an der Küste entlang, durch Flächen mit felsigem Boden und niedriger Vegetation. Als die Sonne herauskommt und auf die weidenden Schafe fällt, komme ich mir fast vor, wie in mediterranen Zonen. Und kurz darauf fühle ich mich sogar, als wäre ich auf Safari!
Was bewegt sich da für ein schwarz-weißes Tier durch den Busch? Zupft an den Ästen? Ist es ein Zebra?



Nein, es ist eine dicke, niedliche Kuh, die einen weißen Streifen um den Bauch hat. Und diese Rinderart kommt definitiv nicht aus Namibia, der Name Belted Galloway lässt eher die grüne Insel Irland vermuten. Sie scheinen sich aber auch in Schweden sehr wohl zu fühlen und lassen sich von Wanderern nicht schrecken.



Kaum haben wir die Kühe passiert, wartet ein großer, kuppelartiger Felsen darauf, von uns erobert zu werden. Wir haben Zeit und Lust, also wagen wir eine kleine Kletterei auf die Spitze. Ich liebe es, das man hier in Schweden einfach solche Möglichkeiten hat “vom Wege abzukommen”.






Von hier oben hat man nun auch wieder eine tolle Aussicht auf die Küste und den wartenden Leuchtturm. Mit der blühenden Heide und dem einsam am Hang stehenden Häuschen ist es fast zu malerisch, um wahr zu sein.

Von Paradishamn nach Josefinelust
Nachdem wir den Leuchtturm und die Landspitze Paradishamn erreicht haben, wo es ein Café gibt, biegen wir nun auf die blaue Route ein, bzw. folgen der orangenen und wandern mit dem Meer zur Linken weiter durch das Naturreservat Kullaberg. Hier ist die Strecke deutlich waldiger, es gibt weniger Ausblicke, dafür begegnet uns der ein oder andere flinke Waldbewohner.


Als wir Josefinelust erreichen, haben wir schon wieder etwas an Höhe gewonnen und können einen Blick auf die kleine Bucht werfen, bevor wir nach rechts auf die gelbe Route abbiegen, die uns zurück nach Ransvik führt.


Hier wartet dann passenderweise ein Stuhl am Lastplats auf uns, in dem wir uns kurz von unserer wunderschönen Wanderung am Kullaberg ausruhen können, bevor es zurück nach Helsingborg geht.

Das Geheimnis des übergroßen Rucksacks
Wer übrigens wissen möchte, ob ich einfach eine faule Socke bin oder der Ansicht, dass Männer Gepäck zu tragen haben, während Frauen fröhlich durch die Heide springen: Nein, weder das eine, noch das andere. Eigentlich trage ich mein Gepäck gerne selbst. Der Grund dafür, dass mein Freund die letzten Monate aussieht, wie ein Rucksack mit Beinen, ist, dass er das genau so will. Mein Pausenbrot und meine Wasserflasche werden mir praktisch beim Packen aus der Hand gerissen.

Er trainiert nämlich für einen Lehrgang im Dezember und da er dort 30km mit 35kg Gepäck in 18 Stunden laufen muss, nutzt er jede Möglichkeit, um seinen Körper auf die Tortur vorzubereiten. Manchmal bedeutet das, dass ich seltsame Fragen gestellt bekomme: “Anuschka, wo ist das Katzenstreu?” “…???” “Ich nehm das mit zum Wandern, das ist doch geschredderter Beton, also viel Gewicht auf wenig Masse! Das passt noch in den Rucksack!”

Traurigerweise hat das für mich einen immensen Vorteil: Es macht uns gleich schnell. Ich muss ihm nicht mehr hinterherrennen, wie noch in Wales. Allerdings fürchte ich den Tag, an dem er das Ding ablegt, denn dann wird er davonzischen wie eine Rakete! 😀

Schwedischer High Coast Hike – Der Skuleberget
Die Versuchung lauert am Fuß des Skuleberget in der schwedischen Wildnis. Sie erscheint uns in Gestalt von Jerry Engström. Durch den strömenden Regen lächelt er uns an und macht uns ein verlockendes Angebot.
Jerry ist Mitorganisator des High Coast Hikes, einer jährlich stattfinden Wanderung im Skuleskogen National Park in der Provinz Ångermanland. Dieses Jahr nehmen fast 400 Abenteuerlustige aus aller Welt daran teil und legen in drei Tagen über 40 Kilometer zurück. Es geht über Stock und Stein, am Meer entlang, auf Berge und durch Schluchten. Dabei erleben wir jede Spielart des schwedischen Sommers: strahlende Sonne, launigen Wind und prasselnden Regen.
Jeder Teilnehmer erhält Kartenmaterial, Kochgas und Verpflegung, alles andere muss selbst mitgebracht und im eigenen Rucksack getragen werden. Dieser kann mit Zelt, Isomatte, Schlafsack und allem, was man noch so braucht, ganz schön schwer werden. Besonders, wenn er durchnässt ist, so wie es bei uns am letzten Tag der Fall ist.
Und jetzt haben wir das Abenteuer fast bestanden, nur der allerletzte Berg trennt uns von unserem Ziel: Der Skuleberget. Wir haben uns absichtlich für die schwerere Route entschieden, schließlich kommen nur die Harten in den Garten. Aber dann, kurz vor dem Aufstieg, bietet Jerry uns an, die Rucksäcke auf seinen Anhänger zu laden und zum Camp zu fahren, so dass wir ohne zusätzliches Gewicht nach oben klettern könnten. Die knapp 600 Höhenmeter ohne den großen Rucksack zu bewältigen, das klingt fantastisch. Aber Lena und ich sehen uns an und ich weiß, dass sie dasselbe denkt wie ich: „Wir packen das!“

Wir bedanken uns bei Jerry, ziehen die Trageriemen straff und machen die ersten Schritte Richtung Gipfel. Je höher wir kommen, desto mehr wird aus Wind Sturm, und der Regen peitscht uns seitwärts ins Gesicht. Wir krallen die Finger in glitschige Felsspalten, suchen mit den Füßen Halt auf rutschigen Wurzeln. Manchmal droht mich das Gewicht des Rucksacks nach hinten zu ziehen, unter uns biegen sich die Bäume unter den heranrasenden Böen. Innerlich verfluche ich unseren Stolz, weiß aber gleichzeitig, dass wir uns richtig entschieden haben. Denn ich wollte ein Abenteuer, unbedingt, und nichts anderes ist diese Wanderung.
Und endlich, endlich sehe ich sie: Die schwedische Flagge, die wild auf der Bergspitze des Skuleberget flattert. Da hält mich nichts mehr, nicht einmal der schwere Rucksack. Mit ein paar schnellen Schritten bin ich da, umklammere den Fahnenmast und breche in fanatisches Triumphgeheul aus. Auf dem einsamen, sturmumtosten Bergplateau fallen Lena und ich uns in die Arme. Wir haben es geschafft. Und es hat sich gelohnt!
P.S.: Gewonnen habe ich die Reise inklusive Anreise und Ausrüstung beim NORR-Magazin, Rucksack, Zelt und Kleidung wurden von Fjällräven bereitgestellt. Alle Organisation vor Ort wurden von Höga Kusten Destinationsutveckling übernommen, mehr Infos zum Hike findet ihr hier! Die Bilder dieses Beitrags stammen größtenteils von meiner wundervollen Begleiterin Lena Schimmele!
Diese Geschichte ist zuerst in der Herbstausgabe des NORR-Magazins erschienen.

Ulvön – Besuch einer schwedischen Insel im Fast-Sommer
Wir warten im klitzekleinen Hafen von Docksta und wissen gar nicht so genau, worauf. Heute machen wir einen Ausflug, und zwar auf eine Insel, die irgendwas mit „U“ heißt. Maarja, unser Schutzengel vom schwedischen Tourismusverband, hat das für uns organisiert und so stehe ich jetzt mit zwei Fahrkarten im Morgennebel. Als ich aufschaue sehe ich, wie ein kleines weißes Schiff in die graue Bucht einfährt.
Wir besteigen das Schiffchen und suchen uns trotz Kälte und Nässe einen Platz draußen. Docksta wird hinter uns immer kleiner, während wir langsam das offene Meer ansteuern. Da wir es verpeilt haben nachzufragen, wissen wir nicht genau, wo wir aussteigen müssen, aber da wir unseren schwimmbaren Untersatz zurecht für eine Fähre halten, denken wir, dass es schon ein paar Stopps geben wird und wir einfach da aussteigen, wo alle das tun.
Herzlich willkommen im malerischen Ulvön
Als wir zwischen dem Nord- und dem Südteil einer Insel hindurchfahren, sind wir uns aber sicher, dass wir unser Ziel bald erreichen. In der langgezogenen Bucht der Nordhälfte liegt ein malerisches Fischerdorf. Der Großteil der Häuser ist im typischen Falunrot angestrichen. Die Farbe heißt so, weil sie ein Nebenprodukt der Kupfermiene von Falun ist. Mir jedenfalls gefällt es, und damit reihe ich mich in die Massen der Touristen ein, die genauso denken. Und weil das so ist, freut sich die schwedische Regierung und hält ihre Bürger sogar extra an, ihre Häuser so zu streichen, damit wir Besucher auch das richtige Ikea-Feeling bekommen.
Es gibt aber nicht nur rote Häuschen, sondern auch hellblaue, weiße und sonnengelbe. Insgesamt wirkt der Ort frisch und herausgeputzt. Eine Dame schrubbt sogar gerade die Fassade ihres Heims, als wir vorbeischlendern. Man merkt, dass der Ort an Schaulustige gewöhnt ist, aber mich stört das nicht. Im Gegenteil, ich erfreue mich an den vielen, liebevoll zur Schau gestellten Details.
Surströmming: Ulvöns ganz besondere Köstlichkeit
Auch an der Bronzefigur des heulenden Wolfs im Hafen. Der ist das Markenzeichen der hier produzierten Konserven mit fermentiertem Hering, Röda Ulven Surströmming. Ich selbst habe dieses Gericht natürlich nicht probiert, aber man sagte mir, schon der Geruch würde dafür sorgen, dass man alles andere, vorher Gegessene schnell wieder los wird.
Hier möchte ich die unterhaltsame Trivia von Wikipedia im Artikel „Surströmming“ zitieren:
In Deutschland verspritzte zu Weihnachten 1981 eine Mieterin im Treppenhaus und im Garten Surströmmingbrühe. Ihr wurde fristlos gekündigt. Das Landgericht Köln bestätigte die Kündigung, nachdem in der mündlichen Verhandlung eine Dose Surströmming geöffnet wurde (LG Köln v. 12. Januar 1984 – 1 S 171/83, WuM 1984, Seite 55).

Durch den Wald, über Stock und Stein
Der Ort ist schnell durchlaufen und schwupps wenden wir uns dem Pfad zu, der bergauf zum Aussichtspunkt führt. Also nicht ganz so schwupps. Wir fragen erstmal im Mini-mini-mini-Tante-Emma-Laden nach. Mit Händen und Füßen und einem Lächeln wird mir der Weg gewiesen und mal wieder geht es rauf, rauf, rauf, immer schön die Treppe rauf. Oben angekommen haben wir einen herrlichen Ausblick über die Bucht und sagen uns immer wieder, wie toll es hier im Sommer sein müsse. (P.S.: Wir haben Juli, aber das Wetter…naja. Ich trage Mütze, wie ihr seht.) Nach einer kurzen Pause geht es dann auf einem anderen Weg wieder zurück nach unten. Wir finden unterwegs malerisch abgewrackte Bötchen, einen verwelkten Mittsommerkranz und ein paar schnell verzehrte Blaubeeren.
Aufgrund meiner Blödheit kapieren wir nicht, dass Maarja uns im schicksten Restaurant vor Ort ein Mittagessen gebucht hat und verpassen dieses deshalb. Ich möchte zu meiner Verteidigung anmerken, dass dieses Missverständnis auch aus Bescheidenheit heraus entstand. Ich dachte: „Naja, das wird sie ja wohl nicht auch noch für uns bezahlt haben!“ Trotzdem müssen wir nicht hungrig zurück nach Docksta, die nette Kellnerin, der wir die Situation erklären, versorgt uns großzügig mit Kaffee, Tee und Kuchen.
Auf der Rückfahrt wird es dann noch einmal lausig kalt, gleichzeitig weht ein fieser Wind, weshalb meine so vorteilhafte Haltung und Kleiderwahl zustande kommt. Trotzdem kann ich jedem einen Ausflug nach Ulvön empfehlen, auch wenn nicht Sommer ist! 😉
Diese unglaublich tolle Erfahrung verdanke ich dem Norr-Magazin, denen meine Bewerbung so gut gefallen hat, dass sie mich nach Schweden schickten. Vom Kooperationspartner Fjällräven habe ich unter anderem die Kleidung bekommen, während Maarja von der Höga Kusten Destinationsutveckling uns diesen tollen Ausflug ermöglicht hat. Die Bilder dieses Beitrags stammen teilweise von meiner ganz wundervollen Begleitung Lena Schimmele, die es auf sich genommen hat, eine schwere Kamera mitzuschleppen und mir die Ergebnisse dankenswerterweise zur Verfügung stellt!
Bis bald und gute Reise!

High Coast Hike 2015 – Regentropfenprelude
Ich liege in meinem Zelt. In meinem Kopf höre ich Chopins Regentropfenprelude, während das Wasser auf die Zeltplane prasselt. Es ist sechs Uhr morgens und ich kann nicht schlafen. Mir ist kalt und immer wieder rutsche ich in meinem Schlafsack auf der blöden Isomatte nach unten. Trotzdem will ich nicht raus, denn da regnet es seit Stunden. Um halb drei bin ich von dem Geräusch aufgewacht und seitdem liege ich hier mit offenen Augen. Zuerst war ich überrascht, wie hell es war, aber dann fiel mir ein, dass ich so hoch im Norden bin, dass es auch in der Nacht nicht dunkel wird.
Je länger ich hier liege und die Zeit verstreichen lasse, desto beängstigender wird der Gedanke aufzustehen. Oder vielmehr, mich aufzusetzen. Denn dann muss ich meinen Rucksack packen, 17 Kilo darin verstauen: Ein Zelt, einen Schlafsack, eine Isomatte, Kocher, Verpflegung usw. Und dann werde ich viele Kilometer mit diesem Gepäck laufen. Über rutschige Steine und glitschige Wurzeln. Berge hinauf und Schluchten hinab. Umpf. Aber es nützt nichts. Ich kann nicht den ganzen Tag abwarten. Abgesehen davon ist es auch gar nicht mal so gemütlich. Warum bin ich eigentlich noch mal hier? Ach ja, weil es Spaß macht.

…über Stock und Stein, aber brich dir nicht die Bein! 
Und so ironisch sich dieser Satz jetzt liest, er ist ernst gemeint. Ich wollte ein Abenteuer und hier habe ich eins. Zumindest ist es das für eine verzärtelte Städterin wie mich. Ich liege auf einer Wiese mitten in der schwedischen Wildnis und die letzte Etappe des High Coast Hike wartet auf mich.
Als ich die Nachricht vom NORR-Magazin bekam, dass ich da als Lese-Reporterin hin darf, konnte ich mein Glück kaum fassen. Und als mir klar wurde, dass ich die zur Verfügung gestellte Ausrüstung von Fjällräven auch noch behalten darf, war ich ganz hin und weg. Ich muss sagen, sie hat sich bewährt: Ich bekomme in meinem Zelt keinen Tropfen ab.

Obwohl ich nicht unbedingt jemand bin, der es liebt, bei Regen draußen zu sein, bin ich froh, dass ich hier alle Wetterspielarten des schwedischen Sommers geboten bekomme. Denn das gehört irgendwie dazu. Genau wie der Muskelkater, das nächtliche Frieren und der Schlafentzug. Es fühlt sich gut an. Es fühlt sich an, als würde mein Körper endlich einmal das tun, wofür er da ist. Arbeiten, sich bewegen, Herausforderungen meistern. Und ich bin stolz, dass ich bis jetzt alles gut geschafft habe. Keine Abkürzungen, keine leichteren Routen, ich zieh das voll durch. Ich will nicht schwach sein, sondern auch mal stark und ich habe das Gefühl, das kann ich mir hier selbst beweisen.
Und die Anstrengungen sind nicht umsonst, im Gegenteil, sie werden großzügig belohnt. Immer wieder zeigt sich Schwedens Höga Kusten von ihrer besten Seite. Wenn die Sonne durchbricht, die See erstrahlt und die Wälder satt grün schimmern. Wenn ich es geschafft habe, eine Gerölllawine hinaufzuklettern ohne das Gleichgewicht zu verlieren und dann mit einer grandiosen Aussicht belohnt werde. Wenn ich am Ende eines Tages mein Zelt in der Abendsonne aufbaue, mich davorsetze und einfach genieße, was um mich rum ist. Dann ist es genau so, wie ich es mir gewünscht hab.

Morgendlicher Ausblick von Tärnättholmarna 

Die Bilder dieses Beitrags stammen teilweise von meiner ganz wundervollen Begleitung Lena Schimmele, die es auf sich genommen hat, eine schwere Kamera mitzuschleppen und mir die Ergebnisse dankenswerterweise zur Verfügung stellt!

High Coast Hike 2015 – Dusche unterm Dalsjöfallet
Soll ich? Soll ich nicht? Ich möchte schon irgendwie. Ach, warum nicht? Schnell werfe ich einen Blick über die Schulter, ob jemand den Pfad herauf kommt. Niemand. Also streife ich meine verschwitzten Klamotten ab und schlüpfe aus den Schuhen, in denen mich meine Füße heute weit getragen haben. Der Dalsjöfallet wartet.
Seit zwei Tagen wandere ich durch die Wildnis Schwedens, als Teilnehmerin des High Coast Hikes: Insgesamt fast 400 Menschen aus allen Ecken und Enden der Welt nehmen daran teil und dürfen die Schönheiten des Skuleskogen National Park hautnah erleben. An drei Tagen werden etwas mehr als 40 Kilometer und unzählige Höhenmeter bewältigt. Geschlafen wird im eigenen Zelt, das Essen mit Campingkochern zubereitet. Und trotz der vielen Menschen ist man meist allein. Oder glaubt es zumindest zu sein…
Der erste Schritt in das rasch dahinfließende Wasser beweist mir, dass ich in Schweden bin und nicht am Mittelmeer. Kalt. Ganz. Schön. Kalt. Die Strömung zerrt an meinen Zehen und ich suche Halt auf den mit Algen bewachsenen Steinen. Vorsichtig taste ich mich vorwärts, bis ich endlich das Wasser des Dalsjöfallet auf der nackten Haut spüre. Hier schießt der Fluss über die bemooste Kante eines mächtigen Felsblocks und bildet so einen Vorhang aus unzähligen kleinen Perlen. Und er spült den Schmutz und den Schweiß der letzten Tage von mir ab. Außerdem kühlt er die vielen Moskitostiche.

Als ich mich endlich an die Temperatur gewöhnt habe, genieße ich die unverhoffte Dusche. Es klingt wie ein Punkt auf einer Bucket-List: Einmal in der Wildnis Schwedens nackt unter einem eisigen Wasserfall stehen.
Ich bin fast fertig, spüle nur noch meine Haare aus, da höre ich ein Geräusch hinter mir. Ich drehe mich um und sehe einen der anderen Hiker, der den Pfad zum Dalsjöfallet herunterkommt. Er muss sich weiter oben gewaschen haben. Zuerst erschrecke ich und halte panisch meine Arme vor mich. Aber er ist ein Gentleman, und als er mich entdeckt, legt er extra eine Hand über die Augen und dreht den Kopf zur Seite. Schnell ist er im Wald verschwunden und plötzlich muss ich lachen. Ich fühle mich ein bisschen wie eine Sagengestalt, eine Wassernymphe vielleicht, die beim Baden überrascht wird. Eigentlich eine sehr schöne Vorstellung.


Na, ist das eine Waldnymphe? Wohl eher nicht, mehr so verschwitzte Wanderin… 
Diese unglaublich tolle Erfahrung verdanke ich dem Norr-Magazin, denen meine Bewerbung so gut gefallen hat, dass sie mich nach Schweden schickten. Vom Kooperationspartner Fjällräven habe ich den tollen Rucksack, ein Zelt und Kleidung bekommen, während Verpflegung und Kochgas vom Hike-Veranstalter bereitgestellt wurden. Ein ganz besonderer Dank geht an Höga Kusten Destinationsutveckling, für die liebevolle und absolut zuverlässige Betreuung vor Ort. Zum Beispiel als der Rucksack nicht mit geflogen war… Die Bilder dieses Beitrags stammen von meiner ganz wundervollen Begleitung Lena Schimmele, die es auf sich genommen hat, eine schwere Kamera mitzuschleppen und mir die Ergebnisse dankenswerterweise zur Verfügung stellt!
Bis bald und gute Reise!

Packliste für den High Coast Hike – 3 Tage Wandern in Schweden
Letzte Woche habe ich mein schwedisches Abenteuer bestanden: In der Provinz Ångermanland bin ich den High Coast Hike gewandert. Über 40 Kilometer durch den Skuleskogen National Park, kreuz und quer, über Stock und Stein. Da stellt sich die Frage, was brauche ich für drei Tage in der schwedischen Natur? Hier findet ihr eine ganz persönliche, optimierte und wohl begründete Packliste! 🙂
Rucksack
Zuallererst braucht ihr natürlich einen guten Trekking-Rucksack. Ich war mit dem Damenmodell Abisko 65l von Fjällräven unterwegs und hatte damit mehr als genug Stauraum. Danke an Fjällräven für dieses tolle Geschenk! 🙂

Klamotten
- Mütze (Kann man sich beim Schlafen übrigens auch über die Augen ziehen, wenn einem klar wird, dass es so hoch im Norden nachts gar nicht dunkel wird)
- Handschuhe
- Regenjacke
- Regenhose
- Wanderschuhe (Und die müssen optimal sitzen. O.P.T.I.M.A.L.)
- 3 T-Shirts (Grundsätzlich gerne aus Merino, das trocknet schnell und riecht nicht. Es ist allerdings sehr teuer und meist ist das feine Material nicht dafür ausgelegt direkten Kontakt mit dem Rucksack zu haben. Mein Spar-Tipp: T-Shirts aus der H&M-Männerabteilung. Die sind nicht teuer und sitzen nicht zu eng und deswegen scheuert es auch nirgendwo.)
- Hose mit abtrennbaren Beinen (Rentnermäßig, aber unglaublich praktisch, spart die Extra-Shorts)
- Fleecejacke (=Kopfkissen)
- Sweatshirtjacke
- lange Skiunterhose (=Schlafanzug)
- langes Skiunterhemd (=Schlafanzug)
- 2 Unterhemden/Tops
- 3 Paar Socken
- 3 Unterhosen
- BH (Wenn ihr keinen guten Sport-BH besitzt, dann nehmt einen ohne Polster. Ich weiß, sieht nicht so gut aus, trocknet aber viel schneller!)
- Bikini (Ich war mit mehreren Leuten unterwegs, die ich nicht kannte, da war mir das lieber. Wer allein oder nur mit dem Partner unterwegs ist kann darauf natürlich verzichten.)
Schlafen
- Zelt
- Isomatte
- Schlafsack (Kleiner Tipp: Besser zu warm als zu kalt…brrr!)
Diverses
- Ausweis
- EC-Karte
- Krankenkassenkarte
- Kleine + mittlere Müllbeutel (Da kommt alles rein. Selbst wenn der Rucksack klatschnass wird, sind eure Sachen trocken und außerdem fliegt so nicht alles lose in der Gegend rum)
- Sonnenbrille
- Reisetagebuch
- Stift
- Stirnlampe
- Batterien
- Kamera
- Kopfhörer
- Handy (Unterwegs in den Flugmodus schalten, das spart Akku für den Notfall. Ein Notfall ist, wenn man wegen des Windes nicht schlafen kann und deshalb TKKG hört)
- Powerbank
- Handtuch (Am besten ein Travelhandtuch, die fühlen sich zwar an wie Fensterleder, sind aber wunderbar klein und trocknen schnell)
- Packgurte (Nicht nur gut um die Isomatte am Rucksack festzuzurren, sondern auch, um sich eine Wäscheleine zu basteln)
- Wärmflasche (Hatte ich tatsächlich nicht dabei. Habe ich aber schmerzlich vermisst)
Kochen
- Kocher
- Topf mit Deckel (=Pfanne)
- Schüssel
- Besteck
- Taschenmesser
- Wasserflasche
- Thermoskanne
- 6 Teebeutel
- 6 Stück Zucker
- 4 Müsliriegel
- ca. 10 Storck Riesen (Wie unglaublich glücklich ich war, als ich ganz unten doch noch so ein Schoko-Karamell-Stückchen fand! Das hebt die Laune und motiviert, auch bei Mistwetter weiterzulatschen)
- Schwamm
- Geschirrhandtuch
- Feuerzeug + Streichhölzer
Der Veranstalter stellt Kochgas und 7 Mahlzeiten (2x Frühstück, 3x Mittagessen, 2x Abendessen).
Kosmetik & Medizinisches
- 1 Rolle Toilettenpapier (Nicht nur gut für das offensichtliche, sondern auch um bspw. die Zeltplane trocken zu wischen)
- 1 Packung feuchte Tücher (Sehr gut, um sich morgens wenigstens ein bisschen frischer an allen möglichen Körperstellen zu fühlen)
- Sonnen-/Gesichtscreme
- Pinzette
- Nagelschere
- 2 Streifen Pflaster
- kurzer Verband
- Jodsalbe
- Fläschchen Mückenschutz
- 6 Kopfschmerztabletten
- Ohrstöpsel aus Wachs (Welch glorreiche, bequeme, lebenserleichternde Erfindung!)
- Zahnbürste
- Kleine Zahnpasta
- Haargummis etc.
- Haarbürste
- 6 Wattestäbchen (Zum Beispiel zum Reinigen von Wunden)
Das alles kommt in einen Kulturbeutel und zwar am besten in einen zusammenrollbaren mit Haken!

So, ich hoffe, ich konnte euch zumindest eine Inspiration geben, was man auf einer dreitägigen Wanderung so gebrauchen kann. Natürlich ist diese Liste sehr auf meine persönlichen (weiblichen) Bedürfnisse zugeschnitten. Aber Bikini lässt sich ja leicht durch Badeshorts ersetzen. 🙂 Wer Fragen hat, immer her damit! Zum Beispiel wo ich was her habe oder ob das Essen geschmeckt hat.
Bis bald und gute Reise!
P.S.: Gewonnen habe ich die Reise inklusive Anreise und Ausrüstung beim NORR-Magazine, Rucksack, Zelt und Kleidung wurden von Fjällräven bereitgestellt. Alle Organisation vor Ort wurden von Höga Kusten Destinationsutveckling übernommen, mehr Infos zum Hike findet ihr hier!
























