Greyfriars Kirkyard: Auf Harry Potters Spuren

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Samstagabend, 20.30 Uhr, St. Giles Cathedral: Ein Grüppchen Menschen versammelt sich vor dem Plakat der Gruseltour, die wir jetzt durch die Gewölbe und über die Friedhöfe Edinburghs machen. Doch davon will ich gar nicht erzählen, auch wenn es lustig war. Denn als verantwortungsvolle Bloggerin möchte ich unserem Tour-Guide die Credits zukommen lassen, die ihm gebühren. Denn er hat mir erzählt, was den Greyfriars Kirkyard so besonders macht. Das möchte ich euch natürlich nicht vorenthalten!

Greyfriars Bobby

Der Greyfriars Kirkyard liegt im Herzen Edinburghs und beherbergt einige interessante Leichen. Zum einen die von Bobby und dessen Herrchen. Bobby war ein Skye Terrier, der von 1858 bis zu seinem eigenen Tod 1872 am Grab seines Herrchens wachte. Wer Hachiko mag, wird also auch Bobby lieben. Bobby hat nicht nur als einziges Tier ein eigenes Grab auf dem Greyfriars Kirkyard, sondern auch eine Statue davor. Wie man an seiner blankgescheurten Nase sehen kann, soll es Glück bringen, diese zu reiben.

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Direkt hinter der Statue befindet sich das „Greyfriars Bobby“, ein Pub. Ich dachte mir noch „Das ist bestimmt die totale Touri-Falle, aber was solls, ich hab Hunger“, als wir hineingingen. Ich wurde auf schönste Art und Weise eines besseren belehrt. Nicht nur waren die Preise moderat, auch das Essen war richtig, richtig gut! Mein Freund kann den Sheperd’s Pie weiterempfehlen, ich habe sein Pürree und die Sauce probiert, sehr lecker. Und von meiner Seite ein großes Lob für die Dessertparade; Schokokuchen, Salted Caramel Eclair und Lemon Cake waren fantastisch!

Greyfriars Kirkyard & The Elephant House

Gut gestärkt geht es dann endlich auf den Friedhof der „grauen Brüder“. Die Greyfriars hießen übrigens so, weil ihre Kutten…na was, braun waren natürlich! Früher galt braun wohl als eine Schattierung von grau. Die spinnen, die Schotten! Zurück zu den Toten, jetzt wird es nämlich spannend. Denn hier leigt niemand anderes als Lord Voldemort begraben. Okay, ein bisschen komplizierter ist die Sache schon. Fangen wir am Anfang der Geschichte an.

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Die Legende besagt, dass die arme, mittellose Joanne oft in ein Café in Edinburgh ging, um dort an ihren Büchern zu schreiben. Denn sie hatte kaum Geld und es war einfacher, im „Elephant House“ ein Getränk zu bezahlen, als den ganzen Tag ihre Wohnung zu heizen.

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Wenn sie also in diesem Café saß und Inspiration für die Namen ihrer Figuren brauchte, machte sie einen Spaziergang über den dahinter gelegenen Kirchhof. Und wer liegt da so? Ein MacGonagall, eine Menge Potters, ein paar Lestrangers, eine Moodie und…Trommelwirbel…Thomas Riddell, Namenspate für Tom Riddle, aka Du-weißt-schon-wer. Ich sag nur: Morsmordre.

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Schaut man durch das Gitter, das den Friedhof begrenzt, sieht man eine Schule; ein altehrwürdiges Gebäude mit vier Türmen, aus dem Schülerinnen und Schüler mit adretten Uniformen strömen. Soso. Überhaupt umgibt das alte Zentrum Edinburghs ein ganz eigener Zauber. Man kann verstehen, dass einem hier Ideen von Zauberern und verborgenen Gassen und Geschäften mit staubigen Kartons voll magischer Dinge kommen. Mich hat es jedenfalls in seinen Bann gezogen und es gibt noch so viel, das ich hier sehen will. Ich komme wieder!

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PS: Mann, da reise ich irgendwohin und denke, ich kann den Ort von meiner Bucket List streichen, aber nix da. Jetzt muss ich nur noch dringender nochmal hin. Wie nach Marokko! 🙂

Bis bald und gute Reise!

5 Gedanken zu “Greyfriars Kirkyard: Auf Harry Potters Spuren

  1. Wiedermal ein total schön geschriebener Artikel 🙂
    Genau die richtige Menge an Persönlichem und Infos, es macht echt Spaß, dich und deinen Freund über deinen Blog zu begleiten. Nur wandert jetzt schon wieder ein neues Ziel auf meine Reiseliste 😀 Die Bilder sind einfach total überzeugend.
    Liebe Grüße aus Schweden

    1. Liebe Ines,
      ich freue mich sehr über dein Lob! Genau das erhoffe ich mir nämlich immer, dass meine Artikel unterhalten und im besten Fall noch den Wunsch wecken, selbst dorthin zu reisen! Das gleiche schaffst du natürlich mit deinen Artikeln bei mir, ich vermisse es so wahnsinnig auf einem Schlitten zu stehen, mit einem Gespann vor mir!
      Grüß mir die Huskys!

  2. Hach, Schottland. Als ich da war, hatte ich leider nicht mal ansatzweise genug Zeit, mir all das anzuschauen, was ich gerne gesehen hätte. Aber die 3 Tage, die ich dort war, haben mir eins ganz deutlich gezeigt: Ich muss unbedingt noch mal hin. Dein Arikel ist da natürlich nur Wasser auf die Mühlen… 🙂

    Herzlich,
    Anna

    1. Liebe Anna,

      genau so ging es mir ja auch! Ich plane eigentlich schon den nächsten Trip nach Schottland: Mit mehr Zeit, einem eigenen Auto und einem Schlenker nach Wales in den Snowdonia National Park. 🙂

      Liebe Grüße
      Anuschka

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