48 Stunden Nürnberger Land – Klettersteig, Lagerfeuer, Lamatrekking und Dauergrinsen (Werbung)

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Hui, es geht los!  Ich wuchte meinen Rucksack in den ICE und lasse mich daneben fallen. Nürnberger Land, prepare, I’m on my way. Möglicherweise mit ein bisschen viel Gepäck. Und dem festen Vorsatz, ein aufregendes Wochenende zu verbringen. Schließlich bin ich gerade auf dem Weg zu meiner allerersten Bloggerreise!

#48outdoor – Let’s visit Franconia

Aber von Anfang an: Ich bin Teil des Bahnsommers 2018, einer Kooperation der Deutschen Bahn, des Nürnberger Lands und des VGN. Eingeladen wurden Micro-Influencer wie ich, die sich mal im Frankenland umschauen dürfen. Das heißt, ich werde weder für Essen, Unterkunft oder Aktivitäten bezahlen. Ich selbst werde hierfür aber auch nicht BEzahlt und vor allem werde ich zu keinem Beitrag verpflichtet. Ich schreibe, weil es mir Spaß macht und ich denke, ihr seht gleich warum! 🙂

Nachdem ich meinen Umstieg in Frankfurt erfolgreich gemeistert habe, komme ich ein bisschen aufgeregt am Nürnberger Hauptbahnhof an. Mit wem werde ich wohl das Wochenende verbringen? Werden die anderen mich mögen? Und werd ich es schaffen, auch manchmal meine Klappe zu halten, um nicht alle in den Wahnsinn zu treiben? Letzteres könnte…gelinde gesagt schwierig werden. Ich singe doch so gern.

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Foto von Uli Büscher

Die Befürchtungen sind schnell zerstreut, als ich den ersten Teil der 48outdoor-Crew kennenlerne: Bianca von Lebe Draußen, Jutta von Ich einfach unterwegs, Astrid von Outside Adventure und Uli vom Tourismusverband Nürnberger Land bilden eine laute, lustige Truppe, in der ich mich direkt wohlfühle. Mit der S-Bahn geht es nach Velden (Wo Imke von Crappy Radio Stations and Candy Bars und Claudia von weltreize zu uns stoßen). Hier machen wir zuerst eine Art Vertrauens- und Kennenlernübung mit  Sabin von kom3pass und wandern dann zu unserer Unterkunft, der Jugendherberge in Hartenstein.

Es geht über einen kleinen Anstieg und durch den Wald und schon auf diesem ersten Spaziergang bietet Franken ein Arsenal an Abenteuern. Von der Schlange auf dem Weg (okay, ich gebe zu, die war nur 10cm lang) über die Fledermaushöhle ist einiges an Gruselkram dabei. Der Rest der Landschaft ist aber ganz idyllisch, versprochen.

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Back to  Kindheit, back to Jugendherberge Hartenstein

Jugendherberge…hab ich jetzt nicht so die besten Erinnerung aus meiner Kindheit dran. Vergitterte Fenster, vergitterte Betten und morgens die Schlacht um die einzige Kakaokanne, weil niemand den ekligen roten Tee trinken wollte. Und jetzt werde ich wohl gleich mit mir noch einigermaßen fremden Menschen so ein Zimmerchen beziehen…? Nö. Ist doch Bloggerreise hier!

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In der Jugendherberge Hartenstein kriegt jeder schön sein eigenes 6-Bett-Zimmer und das Essen ist besser, als in vielen Restaurants. Gerade auf Vegetarier wird hier viel Rücksicht genommen, was mich im bayerischen Frankenland doch positiv überrascht.

Unsere Herbergsmutter und ihr Sohn kümmern sich um uns mit echter Herzlichkeit und einem Augenzwinkern. Ich habe nämlich keine Handtücher eingepackt, weil ich dachte, die gehören wohl dazu. Tun sie zwar nicht, aber unsere Gastgeberin lässt mir trotzdem ein frisch gestärktes Set aus dem Keller holen. Sie überreicht es mir mit einem gelachten: „Wohl keine regelmäßige Herbergsgängerin?“

Ich schäme mich ein bisschen, schließlich habe ich an diesem Wochenende so ziemlich alles in meinem Riesenrucksack: Tablet, Föhn, Messer, Stirnlampe, Süßigkeiten, alle möglichen Klamotten…aber die Handtücher waren mir irgendwie durchgegangen.

Sundowner auf Burg Hartenstein

Den ersten gemeinsamen Abend verbringen wir auf der Burg Hartenstein. Dort hat man einen herrlichen Ausblick auf das Frankenland und der Sonnenuntergang ist ein kleines Spektakel. Wie kleine Kinder stromern wir über das Burggelände, jeder Blogger natürlich auf der Suche nach dem besten Fotospot. Und wie die Kinder eilen wir zu Tisch, als aufgetragen wird. Allerdings eher nicht so kinderkompatible Getränke. Obwohl Sex on the Mountain verlockend klingt, entscheide ich mich für etwas mit weniger Umdrehungen.

 

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Foto von Claudia Sittner // weltreize

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Lange sitzen wir auf der Terasse des Restaurants Touché, bis uns Mond und Sterne den Weg durch die warme Nacht nach Hause leuchten. Dort wartet mein schmales aber gemütliches Bett mit der karierten Bettwäsche, die Heimeligkeit ausstrahlt. Ich schlafe gut diese Nacht.

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Glücksgefühle auf dem Höhenglücksteig

Der nächste Morgen bricht an und es kribbelt mir in Händen und Füßen: Der Klettersteig wartet! Wuhaaa! Ich bin ja immer noch so ein bisschen geflashed, das hier ist wie gesagt meine erste Bloggerreise. Ich warte irgendwie immer noch darauf, dass Uli anfängt, Geld von uns einzusammeln. Passiert aber nicht stattdessen kriegen wir von unserem Guide Josef von Klettersucht Kletterhelme und Gurte ausgeteilt.

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Foto von Susanne Dassler

Und kurze Zeit später hängen wir schon auf dem Höhenglücksteig. Marcus von Outdoor Blog hat unsere Gruppe heute vervollständigt und zeigt uns als Kletterprofi erstmal, wie es geht. Am Anfang bin ich noch etwas verpennt, aber nach den ersten Metern ist die Müdigkeit vergessen und ich blühe auf. Berge, Bewegung und Adrenalin, ich bin wirklich auf dem Höhenglücksteig!

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Foto von Imke Duin // Crappy Radio Stations and Candy Bars
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Foto von Uli Büscher
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Foto von Claudia Sittner // weltreize

Es ist nicht wandern, es ist nicht wirklich klettern, es ist eine fantastische Mischung aus beidem. Und als wir an die Wittman Schikane (von mir auch gerne in geistiger Umnachtung Wittelsbacher Ärgernis oder Watzmann Katastrophe genannt) kommen, kann ich es mir nicht nehmen lassen, auch dieses schwierige Teilstück auszuprobieren. Ganz ohne Josefs professionelle Abseilhilfe hätte ich es dann nicht geschafft und danach zittern mir ganz schön die untrainierten Ärmchen, aber ich habe einen Mordsspaß.

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Foto von Claudia Sittner // weltreize
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Foto von Claudia Sittner // weltreize

Dementsprechend gut gelaunt marschiere ich auch durch den Wald, Ulis Versprechen von einem Stück Kuchen im Hinterkopf. Musik und Draußen sein setzen bei mir gerne mal ungeahnte Energien und Endorphine frei und so hopse ich über Stock und Stein, singe vor mich hin, freue mich meines Lebens und gehe damit allen auf den Sack. Besser kann ein Samstag nicht laufen, oder? 😉

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Foto von Susanne Dassler

Stockbrot-Spielchen am Lagerfeuer

Vom Kuchen geht es an den Grill der Jugendherberge und vollgefressen rollen wir dann an die Feuerstelle um noch ein bisschen mehr zu essen. Stockbrot! Klettern und Feuer und Stockbrot, ja ist denn heut mein Glückstag? Ist er! Wir sitzen ums Feuer, halten unsere Stecken darüber und witzeln über die etwas…phallusartigen Formen:

„Astrid, deiner ist aber ganz schön dünn!“

„Das wird noch, der wird bei Wärme dicker.“

„Ach soooo. Aber pass auf, deine Spitze fällt gleich ab! Dann hast du ein beschnittenes Stockbrot, höhö.“

„Deiner ist viel schöner als meiner, so gerade. Wie hast du das gemacht?“

„Gute Handarbeit!“

„Anuschka, bitte nicht noch mal den Glücksbärchi-Song!“

„ICH WILL SO GERN EIN GLÜCKSBÄRCHI SEIN!“

Ich gebe zu, weder besonders geistreich noch niveauvoll, aber sehr unterhaltsam.

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Puscheltiere bei Pommelsbrunn – Lamatrekking!

Lamas? Lamas! Am nächsten Morgen hallt unser Schlachtruf über den Hof der Jugendherberge. Nachdem wir uns von unserer netten Herbergsmutter verabschiedet haben, hüpfen wir in das wartende Auto. Wir nähern uns dem wolligen Höhepunkt unser #48Outdoor-Tour durchs Nürnberger Land.

In der Ausschreibung für die Influencer-Tour wurde es noch nicht verraten, aber seit ich die Unterlagen habe weiß ich: Es geht zu den Reckenberg-Lamas! Und als Tierliebhaberin erster Güte freue ich mich darauf schon seit Wochen. Damit bin ich aber nicht allein, auch wenn ich es vielleicht am enthusiastischsten zum Ausdruck bringe. Aber unsere ganze Truppe freut sich auf den Besuch der südamerikanischen Kameliten.

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Foto von Susanne Dassler

Die erwarten uns bei Bernd, der seit 13 Jahren Lamas hält. Am liebsten würden wir wohl alle sofort auf die Weide stürmen, aber da Lamas Fluchttiere sind, geben wir uns Mühe, unseren Überschwang im Zaum zu halten. Erst müssen wir schließlich unseren Lama-Führerschein machen. Wir lernen, das der Führstrick immer mit beiden Händen gehalten werden muss, dass das Lama zum Wenden immer um den Körper des Führers rotiert und dass die niedlichen Viecher hypoallergen sind. Voll gut für Leute mit Tierhaarallergie. Wie mich. Nicht, dass mich das jemals irgendwann irgendwie davon abgehalten hätte ein Tier zu begrabbeln, aber grundsätzlich sehr praktisch so ein Lama!

https://rosasreisen.de/wp-Rosas-Reisen-Lamatrekking-Nuernberger-Land-Bloggerreise  Rosas-Reisen-Lamatrekking-Nuernberger-Land-Pommelsbrunn

Ich positioniere mich so in der Bloggerschlange, dass ich nach meiner Berechnung das für mich schönste Lama abbekomme: Dominga mit ihren braunen Augen und ihrem dunklen Fell hat es mir angetan. Strahlend nehme ich den Führstrick entgegen und stiefel los. Mit meinem eigenen Lama. Das Dauergrinsen tut schon fast weh.

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Wir lernen einiges von Lama-Liebhaber Bernd, beispielsweise, dass Tuten gut ist, dann fühlen sie sich wohl. Dass sie eine bestimmte Klostelle im Wald haben, an der sofort alle Dämme brechen. Und dass seine Lamas noch nie jemanden angespuckt haben. Über Stock und Stein geht es durch den Wald auf die Houbirg, einen kleinen Berg, auf dem früher mal ein keltisches Dorf stand. Zwischendurch kriegen die Lamas immer wieder einen Rappel, weil Uli sich als Lama-Schreck betätigt, indem er aus dem Gebüsch am Wegesrand heraus Fotos schießt. Arme Lamas, so ein Bloggerleben wäre wohl nichts für euch.

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Viel zu schnell ist die Waderung vorbei, wir entlassen unsere Lamas auf die Weide und treten die Rückreise in alle Winkel Deutschlands an. Als das Nürnberger Land am Zugfenster vorbeizieht, muss ich immer noch strahlen. Ich hatte keine Ahnung, was ich von dem Wochenede, der Landschaft oder meinen Mitreisenden zu erwarten hatte. Ich wurde von allem positiv überrascht. Es war ein Wochenende wie im Ferienlager, mit Ausflügen, Brotzeiten und jeder Menge draußen spielen. Ich hab es geliebt, und zwar jede Minute!

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Foto von Uli Büscher

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Wenn euch das Nürnberger Land und seine Abenteuer-Möglichkeiten interessieren, dann schaut doch auch mal in die bereits veröffentlichten Videos und Artikel der anderen Blogger. Ich verspreche euch, den ein oder anderen Lacher werdet ihr euch nicht verkneifen können! 😉

Oh Lama Paloma – oder: 48 Stunden im Nürnberger Land auf weltreize

#48Outdoor – Ausflugsziele im Nürnberger Land für Outdoorfans auf Crappy Radio Stations and Candy Bars

#48Outdoor – 48 Stunden im Nürnberger Land auf Outside Adventure

Ausflugstipp Berchtesgadener Land – Die Aschauer Klamm

Nach meinem Adrenalinkick auf dem Predigstuhl ist es gut, dass für den Rest des Tages etwas ruhigeres ansteht. Als allerletzten Ausflug im Berchtesgadener Land haben wir uns noch eine Klamm ausgesucht. Anders als die Almbachklamm ist die Aschauer Klamm kein Tourimagnet und sie kostet auch keinen Eintritt.

Parken kann man am Oberjettenberg in einem großen Wendekreis hinter der Kaserne (Wehrtechnische Dienststelle). Dann laufen wir, den Schildern folgend, eine Viertelstunde durch Wiese und Wald und schon stehen wir am Eingang zu der Klamm. In engen Kehren geht es hinunter, man sieht schon den hellen Fels zwischen den Bäumen schimmern und hört das Wasser über die Steine plätschern.

Wie so oft denke ich: Mann, das könnte auch Kanada sein! Mich überkommt akutes Goldgräberfeeling. Im breiten Bachbett liegen große Felsbrocken, ich kann von Stein zu Stein hüpfen, während ich nach dem ein oder anderen Nugget Ausschau halte. Überraschenderweise finde ich aber keins. Außerdem ist hüpfen mit meinem vom Unfall angeschlagenen Knie auf Dauer nicht so praktikabel und so folgen wir stattdessen einfach dem Trampelpfad. Das Wetter ist uns wieder hold und nach einer Woche mit vielen Höhenmetern bin ich froh, dass es relativ gerade durch den Sonnenschein geht.

Nach etwa einer Stunde erreichen wir dann auch unser Ziel: Den Brotzeitgarten Haiderhof Stibler. Und Brotzeit, das können die! Die Bedienung ist superfreundlich und fix und so freuen wir uns bald über unsere letzte bayerische Mahlzeit. Danach geht es den gleichen Weg zurück. Das macht aber gar nichts, da die neue Perspektive einem nicht das Gefühl gibt, das alles schon mal gesehen zu haben. Und selbst wenn, hier ist es so schön und ruhig und friedlich, hier könnte ich noch viel länger bleiben.

Die Nachmittagstour ist auf jeden Fall ein guter Abschluss für unsere aufregende Bayern-Reise durchs Berchtesgadener Land.

Wen Gott liebt, den lässt er fallen in dieses Land! – Mein Unfall im Berchtesgadener Land

Hot’s di g’schmissn?

Ja, mich hat’s geschmissen. Und zwar ganz doll. Nicht umsonst wirbt das Berchtesgadener Land wohl mit dem Spruch: Wen Gott liebt, den lässt er fallen in dieses Land!

Also entweder liebt Gott mich ganz besonders, oder er ist ziemlich sickig auf mich. Da ich ihn mein Leben lang konsequent ignoriert habe, fällt es mir leichter, an letzeres zu glauben. Fallen gelassen hat er mich auf jeden Fall, durchaus auch im Berchtesgadener Land. Allerdings vom Fahrrad. Und deswegen sitze ich jetzt im schönen Kreiskrankenhaus Berchtesgaden in der Notaufnahme und werde gefragt, obs mi g’schmissen hot.

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