Tipps für Bielefeld und Umgebung: Schöner Spaziergang durch den Schnee am Rosenberg

Wer kennt es nicht? Die ersten Flocken fallen zart vom Himmel und sofort wird man ganz aufgeregt und möchte raus, um nur ja nichts von der weißen Pracht zu verpassen. Aber wo soll man hin, wo bleibt der Schnee liegen? Wo hat man eine Chance auf ein Winterwonderland, ohne sich mit anderen Menschen knubbeln zu müssen? Hier gibt es zumindest eine Antwort für Bielefeld.

Als wir nach Brackwede gezogen sind, gefiel mir besonders der Höhenzug des Teutoburger Walds direkt vor unser Haustür. Dieser trennt Brackwede und die südlicheren Stadtteile von der Innenstadt. Er ist nicht riesig und auch nicht besonders breit, zieht sich dafür aber über einige Kilometer und man hat trotz Stadt drumherum ein echtes Naturerlebnis.

Es reiht sich Hügel an Hügel, meines Wissens nach ist der Rosenberg mit über 300 Metern der höchste. Und so hat man hier auch bei leichtem Schneefall, wenn unten an der Hauptstraße alles sofort schmilzt, die Möglichkeit, ein bisschen Schneespaß zu erleben. Trampelpfade ziehen sich kreuz und quer durch den Wald, verlaufen kann man sich aber eigentlich nie.

Ich gehe am liebsten die Bodelschwinghstraße hoch, biege dann rechts in den Wald ein und gehe von da an immer bergauf, bis ich den ersten Kamm erreicht habe. Es folgt ein etwas steilerer Abstieg, der einen zur Straße “Am Rosenberg” führt. Die überquere ich, um mich dann wieder auf den Weg nach oben zu machen, bis ich auf der Kuppe des Rosenbergs stehe.

Weiter als bis zu Waterbörstraße habe ich es bei meinen zweistündigen Spaziergängen leider noch nicht geschafft, aber ich plane, auch noch das dahinterliegende Gebiet zu erkunden. Wer unbedingt Schlitten fahren möchte, hat dazu am Hang mehrfach die Gelegenheit, sofern ausreichend Schnee liegt. Und am Haus des Touristenvereins der Naturfreunde gibt es sogar eine abschüssige Wiese, die sich bestimmt gut eignet.

Wer also in der Nähe von Brackwede wohnt, nicht weit fahren möchte oder kann und trotzdem gerne mal durch den Schnee spazieren möchte: Hier seid ihr richtig!

The Good, the Bad & the Ugly – Mein Corona-Jahresrückblick 2020

Jetzt ist dieses völlig verrückte, bescheuerte Corona-Jahr fast zu Ende. Und auch wenn ich versuche, mit mehr Ruhe und Gelassenheit auf die letzten paar Monate zu blicken, wühlen sie mich immer noch auf, weil sie einfach alles verändert haben. Niemals hätte ich mir im Januar träumen lassen, wie es mir bis Dezember ergehen würde. Dabei gab es viele Tiefpunkte, manche einfach nur nervig und frustrierend, andere, die mir wirklich an die Substanz gegangen sind.

Aber es gab auch viel Schönes und Gutes und Helles, das zu diesem Jahr gehört. Ich habe mal versucht, das Chaos zu ordnen und einen Jahresrückblick zu schreiben, denn da es nach wie vor wenig Reisecontent hier auf dem Blog gibt, möchte ich euch davon erzählen. Sozusagen die Fortsetzung meines Corona-Posts vom Sommer.

The Good

Gesund geblieben

Man soll ja mit den guten Nachrichten anfangen und davon habe ich, trotz allem, einige. Zuallererst gehört da in diesem Corona-Jahr die Gesundheit genannt. Ich bin gesund. Mein Freund ist gesund. Meine Familie ist gesund. Niemand, den ich persönlich kenne, ist an dem Virus erkrankt. Und wenn das keine unglaublich gute Nachricht ist, weiß ich auch nicht. Ich bin so froh, dass es uns bisher nicht getroffen hat und hoffe natürlich, dass das auch so bleibt.

Aus fern mach nah

Die definitiv schönste Entwicklung dieses Jahres hat meine Beziehung durchlaufen, denn aus fern wurde nah. Schon zu Beginn der Corona-Zeit konnten mein Freund und ich zum ersten mal das Zusammenleben testen, da ich von zu Hause gearbeitet habe und er freigestellt war. Wir haben viel unternommen, gebastelt, gekocht und einfach unsere Zweisamkeit genossen. Im September sind wir dann zusammengezogen und selten habe ich in meinem Leben eine Entscheidung getroffen, die sich so absolut richtig und auf etwas verrückte Weise natürlich anfühlte. Es war eigentlich gar keine Frage, ob wir das tun. Und auch nicht mal wie. Es hat sich alles gefunden, Puzzleteile sind an ihren Platz gefallen und wir waren auf einer Wellenlänge. Manchmal fass ich es nicht, dass es so gekommen ist.

Und wie einfach und mühelos es für uns ist, Zeit miteinander zu verbringen. Dank Corona sind wir oft tagelang die einzigen Menschen, die wir sehen und trotzdem kommen wir gut miteinander aus. Unsere Harmonie ist mir manchmal selber unheimlich. Obwohl wir in vielen Dingen unterschiedlicher nicht sein könnten, mögen wir ähnliche Filme, Serien und Musik. Ob Herr der Ringe-Marathon, Ripper Street-Abend oder Johnny Cash zum Kochen, meist sind wir uns einig.

Und wir haben gelernt, auch mal etwas zu machen, worauf der andere vielleicht mehr Lust hat, um ihm eine Freude zu machen. So knipst mein Freund nun brav Fotos nach meinen Anweisungen, wenn wir wandern gehen und ich hier ein Produkt vorstellen will. Und ich sitze dafür stundenlang mit ihm zusammen und arbeite an seiner neuen Andor-Legende. Und bei all dem haben wir uns auch noch ein Heim geschaffen, in dem wir uns beide wohl fühlen. (Okay, auch wenn ich hier deutlich mehr entscheiden durfte 😉 )

Sweet home Brackwede

Damit komme ich zum nächsten Punkt: Mein neues Zuhause. Ich hatte zwar immer davon geträumt, dass meine nächste Wohnung etwas größer sein und vielleicht sogar einen Balkon haben würde, aber das, was wir jetzt haben, erstaunt mich immer noch jeden Tag. Ich nenne unsere 95qm liebevoll unseren Bielefelder Palast und bin immer noch baff, wie einfach man hier zwei Wäscheständer aufstellen kann und trotzdem noch Platz hat sich zu bewegen. Dass wir uns einfach in unterschiedlichen Räumen aufhalten können und uns nicht mal dabei hören. Dass wir nicht nur einen Parkplatz, sondern sogar eine Garage haben.

Ich liebe mein neues Wohnviertel. Nach 10 Jahren Kölner Innenstadt war ich es Leid, dass man mir an Karneval an die Tür gekotzt und gepisst hat, dass meine Nachbarn mittwochs um 1 Uhr nachts Bongo geübt haben und dass man nie, nie, nie einen Parkplatz gefunden hat. Über meine Miete konnte ich mich auf keinen Fall beschweren, aber hätten wir in Köln nach einer gemeinsamen Wohnung gesucht, hätten wir astronomische Summen zahlen müssen.

Tja, ganz anders ist es in Brackwede. Ich gebe zu, der Name klingt wenig schmeichelhaft. Aber, und das ist ein großes Aber, er sagt nichts über das Leben hier aus. Es ist nicht der schickste Stadtteil, auf gar keinen Fall, aber er ist lebendig. Er hat alles, was man zum Leben braucht und noch ein bisschen mehr, und das in fußläufiger Distanz. Es gibt eine Einkaufsstraße mit Supermarkt, Drogeriemarkt, Apotheke, Friseur, Klamottenläden, Dekoläden, sogar einen Bogen- und Messerladen, einen wunderschönen Park mit Teich und der Teutoburger Wald ist direkt vor der Tür. Baumarkt und Ikea sind nur wenige hundert Meter entfernt und vor meiner Nase fährt die Straßenbahn, die mich in 15 Minuten ins Zentrum bringt. All das trägt dazu bei, dass ich mich hier sehr wohl fühle. Ehrlich gesagt sogar wohler, als ich mir selbst zugetraut hätte.

Zeit und Ruhe

Und das ist gut so, denn momentan verbringe ich unglaublich viel Zeit hier. Der Grund dafür ist kein schöner, aber mal Zeit zu haben ist schon ziemlich toll. Ich habe in den letzten Wochen mehr Bücher gelesen, gekocht, gebacken, DIY-Projekte umgesetzt, Dinge ausprobiert, Wanderungen gemacht und am Blog gearbeitet, als in den letzten 5 Jahren zusammen. Das tut mir gut, entspannt mich, macht mich glücklich und gibt mir einen Sinn. Wie oft habe ich früher nach der Arbeit gar nichts mehr gemacht, außer den Haushalt geschmissen, irgendwas zu essen runtergewürgt, noch eine Stunde auf Instagram rumgehangen und bin ins Bett gegangen? Heute erstrecken sich die Tage mit ihren Stunden als unglaublicher Pool an Möglichkeiten vor mir und ich bin happy, sie mit schönen Dingen und Unternehmungen zu füllen.

Meine Familie

Dankbar bin ich auch dafür, Zeit mit meiner Familie verbringen zu können. Ich habe schon zu Beginn des ersten Lockdowns für mich beschlossen, dass ich meine Ma weiter sehen werde. So haben wir im März viele Radtouren oder Spaziergänge gemacht und im August das Schlafzimmer im Keller renoviert, damit mein Freund und ich einen Schlafplatz in Köln haben, wenn wir zu Besuch kommen. Es ist toll, dass sie auch unter der Woche Zeit hat und wir so viele Dinge ganz entspannt planen und angehen können.

Ich habe keine große Familie, aber die, die ich habe, liebe ich von ganzem Herzen und es ist toll, wie sehr sie mich in diesem Jahr unterstützt hat, bei all den Veränderungen.

Die Präsidentschaftswahl

Was ist außen orange, innen hohl und muss im November weg? Richtig! Der Halloweenkürbis!

Immer wieder habe ich die letzten vier Jahre fassungslos Nachrichten gesehen, habe Tweets verfolgt und das schiere Entsetzen bei Bemerkungen und Entscheidungen gespürt. Mich immer wieder gefragt: Wie kann das sein? Wie kann man so sein? Wie, wie, wie ist das heute möglich? Mit all dem, was wir wissen, was im 20. Jahrhundert passiert ist?

Als vor wenigen Wochen Joe Biden als neuer US-Präsident gewählt wurde, war ich unglaublich erleichtert. Ich weiß, dass immer noch etwa die Hälfte der US-Amerikaner für Trump gestimmt hat und das macht mich manchmal echt fertig, nach dem, was in den letzten Jahren passiert ist. Aber Biden hat gewonnen und das ist das Wichtigste. Es gibt ein wenig Hoffnung.

The Bad

So, das klingt nach einem rundum kitschig-schönen Jahr! Ich lebe in einer happy bubble und darf mich nicht beschweren, oder? Ja…genau. Nein, ich habe bisher nur von den guten Seiten erzählt und mir Mühe gegeben, die Kehrseite wegzulassen. Die gehört aber auch zu 2020 und darf daher in meinem Rückblick nicht fehlen.

Meine Globetrotter-Vorträge

Eine der besten Nachrichten 2019 war für mich die Einladung von Globetrotter, Vorträge in ihren Filialen zu halten. Ich war so glücklich, so stolz und so unglaublich dankbar, diese Chance zu erhalten. Und die Tour 2019 war der Hammer: Alte Freunde treffen und neue finden, sich austauschen, Kontakte knüpfen, Deutschland besser kennenlernen. Und, so schnöde das klingt, mein Einkommen aufbessern.

Für 2020 war wieder eine Tour geplant. Leipzig im Februar war noch drin und ab dann…nichts mehr. Globetrotter hat toll reagiert, die Kommunikation war super und sie haben mir sogar einen Gutschein als Trost geschickt, worüber ich mich sehr gefreut habe. Aber es macht das Erfahren und Erleben nicht wett und während ich mit Geld meine Rechnungen bezahlen kann, hilft ein Gutschein da nicht so sehr.

Das Ende eines Arktis-Traums

Ich weiß, dass es Meckern auf hohem Niveau ist, aber…ich kann nicht anders. Das Reisen FEHLT mir. Es tut fast weh, so sehr fehlt es. Es ist, als ob ein Teil meines Lebens einfach raugerissen worden wäre. Ein Teil der mir so wichtig ist, der mich ausmacht, der mich glücklich macht. Mit all dem, was dieses Jahr los war, verstehe ich absolut, warum meine große Reise storniert werden musste und ich gebe gerne zu, dass ich Zeit und Geld gut gebrauchen und anders investieren konnte.

Aber es tut trotzdem weh. Letztes Jahr, zu meinem 30. Geburtstag hat mein Freund alle mein Freunde und meine Familie zusammengebracht, um mir einen großen Traum zu ermöglichen und am Ende dieses Tages hielt ich einen Reisescheck in der Hand. Einen Scheck, der den Traum von Spitzbergen, Grönland und Island wahr machen sollte.

Wie aufgeregt war ich, als ich die perfekte Reise für uns gefunden hatte, wie konnte ich nicht mehr aufhören zu lächeln, als unsere Urlaubestage genehmigt wurden, wie sehr hatte ich das Gefühl platzen zu müssen, als die Buchungsbestätigung kam, wie habe ich von Walrossen, Eisbären und Orcas geträumt. Von Zweisamkeit in der Einsamkeit des Nordens.

Ja, es mag kein großes Opfer sein, verglichen mit dem, was auf der Welt vor sich geht, aber ich vermisse die Arktis so sehr. Mein Herz zieht sich zusammen und alles wird still in meinem Kopf, wenn ich an den weißen Norden denke.

Katastrophe, Kurzarbeit, Kündigung

Die Stornierung der Reise tat weh, viel schlimmer aber war ein anderer Verlust dieses Jahr. Eigentlich würde dieser Teil eher ins Kapitel “The Ugly” gehören, aber ich denke, ich darf hier nicht zu sehr ins Detail gehen und so versuche ich, es so nüchtern wie möglich zu schildern.

Ich habe in einer Firma gearbeitet, die ihr Geld mit Messen und Beratung zu Auslandsaufenthalten verdient hat. In Corona-Zeiten ist das doppelt blöd. Seit Mai war ich in Kurzarbeit, habe mein Fahrtgeld gestrichen bekommen. Schon bald wurde uns klar gemacht, dass einige Mitarbeiter würden gehen müssen. Wie gesagt, wie und warum das ausgewählt wurde, kann ich hier nicht wiedergeben, aber fair war es nicht. Und es gab viele Tränen und Streitigkeiten, das Team wurde auseinandergerissen und fast alles, was ich an meinem Job geliebt habe, war weg. Nach der Kündigung konnte ich meinen Job trotzdem nur noch teilweise ausüben. Das bedeutet, mein letztes normales Gehalt habe ich Ende April erhalten. Es gab Tage, da habe ich vor, während und nach der Arbeit geweint. Kann man im Home Office ja ungestört machen.

Und bei all dem kam ich mir manchmal so verloren vor, dass ich “Lost” als Jugendwort des Jahres absolut passend finde, auch wenn ich selbst gar nicht mehr so jung bin.

Im Nachhinein muss ich sagen, dass es am Ende eine Erleichterung war, zu gehen. Und trotzdem habe ich einen Job verloren, den ich mit Herzblut gemacht habe, in den ich Liebe, Begeisterung, Kreativität, Engagement und nicht zuletzt viel Zeit gesteckt habe. Das bedeutet, ich bin nun arbeitslos. Und da der Job bei all dem…nun ja…interessant bezahlt wurde, liege ich mit meinem Arbeitslosengeld knapp über der Armutsgrenze. Ich glaube, dass ich niemand bin, der viel Geld braucht, um glücklich zu sein, aber es ist kein schönes Gefühl, so viel weniger als vorher zu haben. Wirklich nicht.

Meine Existenz ist nicht direkt bedroht, ich habe Essen, ein gemütliches zu Hause und muss auch nicht jeden Cent umdrehen. Das liegt aber nicht an meinem tollen Auskommen, sondern an meinem Freund, der einen größeren Teil unserer Kosten trägt. Und damit kommen wir direkt zum hässlichen Teil.

The Ugly

Finanzielle Abhängigkeit

Ich war mein Leben lang finanziell unabhängig. Dabei möchte ich nicht sagen, dass ich mir das selbst zu verdanken hätte, oder immer nur auf eigenen Beinen gestanden habe. Im Gegenteil, was das angeht hält sich mein Leben auf grausame Art an “Glück im Unglück”. Durch den frühen Unfalltod meines Vaters habe ich bis zu meinem 26. Lebensjahr Halbwaisenrente bezogen, die ab meinem Auszug einen Großteil meiner Kosten gedeckt hat. Meine Tante und mein Onkel waren so großzügig, mich in ihrer Wohnung wohnen zu lassen und mir nicht die normale Miete zu berechnen. Trotzdem habe ich mir immer etwas dazuverdient, habe diszipliniert mein Studium mit Bestnoten durchgezogen, ein Stipendium erhalten und sofort nach meinem Abschluss angefangen Vollzeit zu arbeiten und mehrere hundert Euro im Monat zu sparen.

Und darauf war ich stolz. So konnte ich mir tolle Reisen leisten, obwohl mein Gehalt nicht gerade beeindruckend war. Ich hatte alles was ich brauchte und konnte alle Entscheidungen selbst treffen. Und dann kam 2020 und der Entschluss, aus Köln wegzugehen. Ich hatte keinen Job und bald würde die Wohnung verkauft werden. Mmmh, arbeitslos kann ich dann wohl auch in Bielfeld sein.

Versteht mich nicht falsch. Eigentlich stand dieser Schritt schon länger aus. Denn wenn ich nicht für immer in einer Fernbeziehung leben wollte war klar, dass ich zu meinem Freund ziehen müsste. Er wird alle paar Jahre versetzt und ich musste entscheiden, ob ich den Schritt wage und einen Teil meiner Unabhängigkeit aufgebe, um bei ihm sein zu können. Nun habe ich dazu ja gesagt. Und wahrscheinlich hätte ich das so oder so, Corona hat das nur beschleunigt. Aber es wäre schöner gewesen, das nicht unter Druck und mit finanziellen Nöten tun zu müssen. Nicht als unfreiwillige Arbeitslose mit ihm zusammenzuziehen, die darauf angewiesen ist, dass er mehr Miete zahlt als ich. Ich bin dankbar, dass er das tut, aber es macht mir auch Angst.

Agentur für Arbeit

Tja, eine Institution, mit der ich nun viel zu tun habe. Und lasst euch sagen, dass ist wirklich ugly. Dabei meine ich nicht einmal die Mitarbeiter, die sind meist sogar recht freundlich und hilfsbereit. Aber der ganze Apparat ist derart kompliziert und überlastet, dass man schier wahnsinnig wird. Seit drei Monaten versuche ich, einen Beratungstermin zu bekommen, indem mir erklärt wird, was meine Rechte und Pflichten sind, was ich zu tun und zu lassen habe (Wichtig, da mir sonst Leistungen gestrichen werden können. Ich darf mich zum Beispiel nicht länger als 48 Stunden nicht zu Hause aufhalten, wenn doch muss ich das melden und das wird als Urlaub angesehen. Davon habe ich 21 Tage zur Verfügung.) und vor allen Dingen, wie die Agentur für Arbeit mich unterstützen kann. Was ja eigentlich ihre Pflicht wäre.

Jede Woche hänge ich in der Warteschleife, mittlerweile müssen es zusammengerechnet viele, viele Stunden sein. Meist fliege ich nach 15 Minuten raus und versuche es dann von vorne. Erreiche ich jemanden, versichert man mir immer wieder, mein Anliegen an die zuständige Kollegin weiterzuleiten, aber es passiert nichts.

Zudem laufen ständig irgendwelche Verfahren parallel, ich bekomme einen Bescheid, der am nächsten Tag wieder aufgehoben wird, versuche mich telefonisch zu erkundigen, soll aber auf weitere Post warten, die nie eintrifft. Der eine sagt, ich solle mich dort melden, wenn ich da anrufe, wird mir patzig gesagt, dass das nicht ihr Aufgabenbereich wäre.

Jede Info, jedes Fitzelchen, dass mir zum Vorteil gereichen könnte, muss ich selbst recherchieren, erfragen, bestätigen lassen. Fahrtkosten, erhöhte Freibeträge, wenn du nicht weißt, wonach du suchen sollst, wirst du niemals darauf kommen, dass dir vielleicht doch einfach mehr Geld ZUSTEHT! Ich fühle mich ja sowieso schon wie ein Schmarotzer und Parasit und muss mir immer wieder sagen: Du hast aber ein Recht auf das Geld. Weil du hier lebst, weil du Steuern zahlst, steht dir das Geld zu. Und du musst nicht demütig darum bitten, sondern es einfordern. Gar nicht so leicht, das alles, wenn man jetzt nicht die konfliktfreudigste Person ist. Apropos…

Unsolidarische Maskenverweigerer und Querdenker

Dieses Jahr gibt mir unglaublich viele Möglichkeiten, an dieser Konfliktscheu zu arbeiten. Es gelingt mir nicht immer und wenn ich es schaffe, hat es oft ein hässliches Nachspiel. Wisst ihr, worauf ich anspiele?

Richtig! Die Maskenverweigerer, die, die die Maske unter der Nase oder dem Kinn tragen. Menschen, die ohne jede Rücksicht ihre Bequemlichkeit über das Wohl aller stellen, nicht bereit sind, einen Hauch an Solidarität zu zeigen, sich gegen jede wissenschaftliche Erkenntnis und gesunden Menschenverstand auflehnen. Sich beschweren über Einschränkungen, während alles, was von ihnen verlangt wird, zu Hause zu bleiben ist. Die lauthals schreien und toben, wie schlecht es ihnen ginge und dabei Toilettenpapier horten. Und (für mich als Historikerin kaum erträglich) die Menschen, die mit einer Geschichtsvergessenheit Themen instrumentalisieren, dass ich nur noch kotzen möchte.

Ich glaube all das war in diesem Jahr am schlimmsten für mich zu ertragen. Dabei habe ich großes Verständnis für alle, die wirtschaftlich unter der Pandemie leiden. Ich will nicht, dass Kunst, Kultur und Gastronomie aussterben und kleine Läden und Shops keine Chance mehr haben, Ich habe Verständnis für diejenigen, deren Existenz bedroht ist, die nicht mehr wissen, wie sie Arbeit und Kinderbetreuung unter einen Hut bekommen sollen, die Angst haben und denen es schlecht geht.

Ich habe aber kein Verständnis für diejenigen, die es keine Woche ohne Friseurtermin, keine 10 Minuten mit Maske und keinen Tag ohne Karnevalseskalation aushalten. Kein Verständnis für Menschen die sagen, dass andere am unfertigen Impfstoff verrecken sollen und sie sich nicht impfen lassen werden.

Wie gesagt, es fällt mir schwer, Menschen auf Fehlverhalten anzusprechen. Ab und an traue ich mich in der Bahn dann doch mal, freundlich auf die Maskenpflicht hinzuweisen und um korrektes Tragen zu bitten und in der Regel werde ich daraufhin beschimpft und beleidigt. Ich gehe dann traurig und ängstlich nach Hause und wenn das nicht unglaublich hässlich ist, dann weiß ich auch nicht.

Freunde und Einschränkungen

Dabei sind auch mir die Einschränkungen nicht egal. Auch ich vermisse meine Freunde, vermisse das unbeschwerte Beisammensein, Leute einladen und besuchen zu können. Wie gern würde ich meine neue Heimat erforschen, kleine Cafés und Restaurants unterstützen, das Naturkundemuseum besuchen, in den Hochseilgarten gehen, endlich mal wieder in einer Therme entspannen. Wie sehr wünsche ich mir, hier, in meiner neuen Heimat, Menschen kennenzulernen, mich einzufügen, Freunde zu finden. Mir keine Sorgen um meine Familie machen müssen, sie alle ohne Bedenken in den Arm nehmen können. Die viele Zeit, die ich jetzt durch meine Arbeitslosigkeit habe, nutzen zu können um lang vermisste Gesichter wiederzusehen, neue Orte zu erkunden.

Aber. Es. Geht. Halt. Nicht.

Und ich versuche das zu akzeptieren.

Call of Duty

Tja, was bei hässlich nicht fehlen darf…All die kitschige Pärchen-Harmonie ist schnell vorbei, denn mein Freund wird schon bald wieder in den Einsatz gehen. Wohin darf ich nicht sagen und wie lange, weiß ich selbst nicht. Klar ist nur, dass es diesmal mit der Kommunikation nicht so einfach wird. Ich wusste, dass es nächstes Jahr wieder so weit wäre und ich weiß auch, dass das immer wieder vorkommen wird. Ehrlicherweise habe ich aber nicht so bald damit gerechnet und auch nicht auf diese Art.

Ich glaube, dass ich diesen Einsatz besser verkraften werde als den letzten und trotzdem habe ich Angst. Denn nun bin ich nicht mehr zu Hause in Köln, umgeben von Familie und Freunden, sondern allein in einer neuen Stadt, in der ich noch keine Chance hatte, jemanden kennenzulernen. Muss mich tagein, tagaus allein der frustrierenden Jobsuche zu stellen und nachdem ich mich nun an die Nähe und das Zusammensein gewöhnt habe, die Wärme wieder entbehren. Um es mit Fanta 4 zu sagen: Vorher war es schöner allein zu sein. Aber das ist der Preis und eigentlich darf ich mich nicht beschweren, denn momentan zahlt dieser Job einen Großteil unserer Rechnungen.

A new hope

Mit “The Ugly” zu enden wäre ziemlich pessimistisch, oder? Und da ich mich hier schon ohne jeden Bezug bei einem Filmtitel bedient habe, werde ich das jetzt einfach noch mal tun und einen Blick auf 2021 werfen.

Wirkliche Pläne will ich noch nicht schmieden, denn da habe ich Angst, dass sie sich wieder zerschlagen. Aber gegen Hoffnung kann man ja bekanntlich nichts machen und ich hoffe, dass ich nächstes Jahr einen Job finde, der mir Spaß macht und mich finanziell besser dastehen lässt. Ich hoffe, dass unsere Reise stattfinden wird und wir all das sehen, was wir uns wünschen. Ich hoffe, dass mein Freund schnell und wohlbehalten aus dem Einsatz zurückkommt und wir dann wieder viel Zeit miteinander verbringen können. Und vielleicht, dass wir uns dann endlich einen vierbeinigen Mitbewohner holen, ob Hund oder Katze.

Jetzt ist zwar eigentlich Ostern das Fest der Hoffnung und Weihnachten das Fest der Liebe, aber wünschen darf man sich ja was.

Mein Fazit

Was bleibt am Ende zu sagen? Vieles aus 2020 hinterlässt bei mir einen bitteren Nachgeschmack. Vieles ist nicht so, wie ich es mir wünschen würde. Aber, um mal wieder aus dem großartigsten Werk aller Zeiten zu zitieren:

So do all who live to see such times but that is not for them to decide. All we have to decide is what to do with the time that is given to us.

Ich denke, das war mein letzter Post für 2020. Ich wünsche euch ein wunderschönes Weihnachtsfest und einen ruhigen und besinnlichen Jahresausklang. Dass all eure Wünsche und Träume für 2021 wahr werden und dass wir alle gesund bleiben oder werden.

Frohe Weihnachten!

PS: Falls ihr mich vermisst, besucht mich doch mal bei Instagram, da gibt es zwischendurch bestimmt ein Lebenszeichen.

Bucket List 2021: Fernweh-Kalender DIY mit Kartenausschnitten

Ich liebe es, meine eigenen, hübschen Jahreskalender zu gestalten, mal mit Handlettering-Schriftzügen, mal mit runden Windows to nature. Die letzten Jahre habe ich die Dateien immer zum Ausdrucken zur Verfügung gestellt.

Für 2021 habe ich mir nun etwas ganz besonderes überlegt: Den Bucket-List-Kalender voller Fernweh! Diesmal habt ihr sogar selbst die Möglichkeit zu basteln und euren Kalender so als DIY zu personalisieren. (Es sei denn, ihr wollt genau an die gleichen Orte wie ich! :D)

Bei all den abgesagten Reisen dieses Jahr platze ich nämlich fast vor Fernweh. Daher habe ich mir überlegt, meine Bucket-List in Kalenderform zu bringen: 12 Orte, die ich gerne sehen und Dinge, die ich gerne erleben würde! Zum passenden Kartenausschnitt zeigt der Kalender außerdem noch ein entsprechendes Symbol und die dazugehörigen Koordinaten.

Ich hoffe, die Anleitung ist nicht zu kompliziert, aber momentan haben wir ja alle viel Zeit in unseren vier Wänden. 😉 Und falls jemand Fragen hat oder Hilfe braucht, könnt ihr mir gerne schreiben!

Ihr braucht ein Grafikprogramm und ein Programm, mit dem ihr eine PowerPoint-Datei öffnen könnt.

Download Kalender 2021

Schritt 1

Als erstes benötigt ihr natürlich 12 Orte und Erlebnisse, die auf eurer Bucket List stehen. Ich habe sie bei mir auch den Monaten zugeordnet, in denen man sie erleben kann, den Almabtrieb also z.B. im Oktober. Aber das kann man natürlich auch machen, wie man möchte.

Ladet euch meine PowerPoint-Datei herunter und öffnet diese.

Schritt 2

Sucht euch die Orte auf Google Maps und macht einen Screenshot. Diesen könnt ihr in meiner Gimp-Vorlage öffnen. Gimp ist ein übersichtliches, kostenloses Grafikprogramm, dass ihr euch im Internet herunterladen könnt.

Download Gimp-Vorlage

Einfach euren Screenshot per Strg+V einfügen, “m” drücken und dann mit der Maus den gewünschten Ausschnitt zurechtziehen. Über “Ebene -> Ebene skalieren” könnt ihr den Ausschnitt vergrößern oder verkleinern. Speichert die Grafik dann ab. (Bei Gimp mit der Tastenkombination Strg+Shift+E)

Nun könnt ihr in der PowerPointPräsentation (PPP) den Kartenausschnitt anklicken und rechts in der Seitenleiste auf den kippenden Farbeimer klicken. Unter Bildquelle findet ihr die Option “Einfügen”, hier könnt ihr euren Kartenausschnitt auswählen.

Schritt 3

Nun braucht ihr ein Icon, das eure Unternehmung symbolisiert. Hier findet man im Internet viele freie Grafiken, die man sich herunterladen kann. Achtet darauf, dass es eine Grafik ohne Hintergrund ist, oder, wenn das nicht möglich ist, zumindest schwarz auf weiß. Wenn ihr könnt, schneidet die Grafik noch passend zurecht. Fündig werdet ihr vielleicht hier:

https://www.flaticon.com/de/

Klickt dann in der PPP mit rechts auf das Icon und wählt “Bild ändern” aus, sucht dann euer gewünschtes Icon aus.

Schritt 4

Die Koordinaten können etwas kniffliger sein. Viele Orte sind in Wikipedia beschrieben. Wenn es einen Eintrag gibt, findet ihr oben rechts, unter der Suchleiste, die passenden Koordinaten.

Falls euer Ort keinen Wikipedia-Eintrag hat, könnt ihr es auch mit anderen Programmen versuchen. Ich habe dann folgende Website genutzt:

https://321geschenke.de/gpskoordinaten

Hier könnt ihr Orte eingeben, oder aber auf der Karte euren Ort suchen, mit Doppelklick markieren und erhaltet dann die Koordinaten. Diese könnt ihr dann in die PPP kopieren.

Schritt 5

Wenn ihr das alles geschafft habt, könnt ihr die PPP als PDF abspeichern und ausdrucken. Ich mag das DIN A 5-Format, drucke daher zwei Seiten auf ein Blatt und schneide es danach in der Mitte durch. Dann kann man den Kalender wunderbar auf ein Klemmbrett packen und aufhängen. Ein passendes Klemmbrett findet ihr zum Beispiel bei Amazon.

Affiliate-Link zum Klemmbrett auf Amazon

Wandern im Teutoburger Wald: Velmerstot, Ziegenberg und Wacholderheide

Nach und nach erkunde ich meine neue Heimat und bin dabei begeistert von den tollen Wanderwegen, die kreuz und quer durch den Teutoburger Wald führen. Hier stelle ich euch drei herbstliche Highlights vor!

Höchster Berg im Eggegebirge: Der Velmerstot

Diese Route bin ich zuletzt gegangen, Mitte November, und fand es fast ein bisschen schade, dass viele Bäume ihr herbstliches Laub schon verloren hatten. Und trotzdem ist es meine Lieblingsstrecke geworden! Hier geht es nämlich nicht nur über ausgefahrene Waldwege, sondern über Stock und Stein auf die beiden höchsten Erhebungen des Eggegebirges – den lippischen (441m) und den preußischen (468m) Velmerstot.

Während letzterer von einem hölzernen Turm gekrönt wird, gefällt mir der lippische noch besser, denn dort befindet sich eine Formation aus großen Felsblöcken, die zum Picknicken und Blicke schweifen lassen einlädt.

Später windet sich der Weg durch ein Tal, das immer wieder mit verwunschenen Szenerien aufwartet: Kleine Holz- oder Steinbrücken, moosig bewachsene Steine und ein fröhlich dahinplätscherndes Bächlein. Für mich ist dieser Weg bisher die absolute Nummer 1 und ich werde ihn bestimmt noch oft mit Besuch gehen, um zu zeigen, wie schön meine neue Heimat ist.

Art: Rundwanderweg
Symbol: Weißes V auf schwarzem Grund
Start: Wanderparkplatz Silbergrund 62, 32805 Horn-Bad Meinberg
Länge: 8,4km
Highlight: Die Felsblöcke auf dem Gipfel des lippischen Velmerstot!
Schwierigkeit: Für jemand fittes kein Problem, allerdings sollte man trittsicher sein und festes Schuhwerk anhaben, da es wirklich über Stock und Stein geht und das bei Nässe schnell glitschig wird. Nix für Kinderwagen oder Rollstühle leider!

Rabenklippen und Rodeneckturm: Der Ziegenberg

Auch ein sehr schöner und etwas längerer Weg, der gerade im Herbst tolle Aussichten auf das Wesertal bietet. Es handelt sich hauptsächlich um lichte Buchenwälder, zwischen deren hochgewachsenen Stämmen das herbstliche Sonnenlicht noch genug Wärme spendet.

Leider ist die Beschilderung etwas kompliziert, da der Weg immer wieder einen anderen kreuzt, der das gleiche Symbol, nur ergänzt durch einen kleinen, kaum sichtbaren Molch, hat. An manchen Stellen, findet man nur eins der Symbole und weiß dann nicht, ob man auf dem richtigen Weg ist. Außerdem sollte man aufpassen, dass man am Rodeneckturm nicht den Stichweg nach Höxter hinein nimmt, da dieser nur zu einem Einstiegspunkt mit Parkplatz führt.

Art: Rundwanderweg
Symbol: Stil und Blatt auf weißem Grund
Start: Wanderparkplatz Godelheim, ins Navi Maygadessen eingeben
Länge: 10,2km
Highlight: Der Rodeneckturm, der aussieht, als ob Rapunzel jederzeit ihr Haar herunterlassen könnte!
Schwierigkeit: Mittel, es geht schon eine Zeit lang bergauf, aber der Weg ist gut ausgetreten. Wenn man ihn nicht verlässt! 😉

Dem Kaiser gefällt’s: Die Wacholderheide

Wahrscheinlich ist dieser Weg im Spätsommer und Sonnenschein am schönsten, wenn die Heide blüht, doch auch im Herbst und bei leichtem Regen kann man hier die Natur wunderbar genießen. Mal geht es über kleine Wege durch den Wald, dann durch die offene Heide.

An der Kaiser-Friedrich-Gedächtnishütte, auch Schwedenschanze genannt, kann man wunderbar Pause machen und die Aussicht genießen, wenn es nicht zu nebelig ist. Sonn- und Feiertags von 10 bis 17 Uhr ist die Berghütte sogar geöffnet und manchmal trifft man hier auch den Golden Retriever der Betreiber.

Die Gaststätte am Parkplatz hält übrigens auch noch die ein oder andere Überraschung bereit und hier kann man sich nach der Wanderung durch den Teutoburger Wald aufwärmen und die westfälische Spezialität Pickert bestellen.

Art: Rundwanderweg
Symbol: Drei weiße Bäume auf einem weißen Hügel auf orangenem Grund
Start: Parkplatz an der Gaststätte Friedrichshöhe, Kaistraße 48, 33803 Steinhagen
Länge: 7,6km
Highlight: Die Schwedenschanze mit weitem Rundumblick und manchmal tierischem Gastgeber!
Schwierigkeit: Leicht, es geht zwar einmal bergauf, aber alles in allem ist es nicht zu anstrengend.

Things to do im November – Trotz zweitem Lockdown (Gewinnspiel Poster Come to Finland)

(Werbung für Come to Finland)
Es war abzusehen und jetzt ist er da, der zweite Lockdown aufgrund der Corona-Pandemie. Und das auch noch im als so kalt und grau verschrienen November. Man sitzt zu Hause und fragt sich, wie das ein schöner Monat werden soll.

Auch mich trifft es mal wieder hart. Ich bin immer noch auf Arbeitssuche und die zweite Welle macht das ganz sicher nicht einfacher. Außerdem wurden meine gerade wieder angesetzten Vorträge bei Globetrotter nun direkt wieder gecancled.

Und trotzdem will ich den Kopf nicht hängen lassen und habe mir daher ein paar schöne Dinge überlegt, die man trotz Lockdown und November-Wetter tun kann, die einem ein Lächeln auf’s Gesicht zaubern.

Happy home, happy life

Ich bin jemand, der trotz aller Reiseliebe ein behagliches und gemütliches Zuhause braucht. Da liegt es nah, dass man jetzt die Zeit nutzt, um lange aufgeschobene Projekte zu verwirklichen! In der Abstellkammer müsste endlich eine Lampe aufgehangen werden? Die Plastikschüsseln in der Küche sind ein gefährlich gestapelter Turm, in dem man nichts findet? Die Wand über dem Sofa ist viel zu kahl? Dann ändert das! Ich verspreche, hinterher fühlt man sich wohler und ist auch stolz.

Da kommt meine Kooperation mit Come to Finland gerade recht, denn ich hatte das Sofa-Wand-Dilemma. Wer oder was ist denn Come to Finland? Dahinter steckt Magnus, der seine Leidenschaft für finnische Plakate zum Beruf gemacht hat und jetzt qualitative Drucke mit wunderschönen Motiven an die Wände bringt.

So wie mein Poster, das mein Wand-Problem ganz schnell gelöst hat. Jetzt schaue ich täglich ganz verliebt auf den Druck vom Lake Saimaa, der mit seinen warmen Farben Ruhe und Geborgenheit ausstrahlt.

Gewinnspiel – Finnland-Feeling für zu Hause

Wer sich so ein Poster nach Hause holen möchte, kann jetzt hier eines gewinnen! Schreibt mir einfach einen Kommentar unter diesen Artikel, in dem ihr mir erzählt, welches Poster in der Größe 50x70cm es euch angetan hat. Mitmachen könnt ihr bis einschließlich zum 22. November 2020, dann ziehe ich den Gewinner und benachrichtige ihn per Mail. Come to finland schickt euch das Poster dann nach Hause. Viel Glück!

Teilnahmeberechtigt sind natürliche Personen, die Ihren Wohnsitz in Deutschland oder einem anderen EU-Land haben. Die Teilnahme ist allen Leserinnen und Lesern des Blogs gestattet.

Rosas Quiztime

Langeweile oder auf der Suche nach einer kurzweiligen Ablenkung? Dann versucht euch doch mal an Rosas Reisequizzen! Hier kann man sein Wissen zu vielen Ländern testen und spannende Fakten erfahren.

Weihnachtsshopping entspannt erledigen

Wer normalerweise Last Minute in den weihnachtlichen Trubel eintaucht und in Panik IRGENDWAS als Geschenk kauft, der könnte sich jetzt hinsetzen und sich was für seine Lieben überlegen. Vielleicht hilft ja meine Liste mit Geschenkideen für Reisebegeisterte.

Kochen und backen

Seid ihr auch so wie ich und rechtfertigt die Chips zum Abendessen damit, dass ihr bei all den sozialen Verpflichtungen und der Arbeit einfach keine Zeit zum Kochen hattet? Die Ausrede fällt jetzt weg und der November ist ein prima Monat, um sich eine nette Playlist anzumachen und in der Küche zu zaubern. Einen leckeren herbstlichen Eintopf, die ersten Weihnachtsplätzchen oder vielleicht sogar finnische Zimtschnecken?

Alte Hobbys neu beleben

Also ich hab früher gerne gemalt/gestrickt/Computer gespielt/Fotoalben gestaltet, aber jetzt hat man ja nie Zeit…Lockdown is a chance! Ich habe mich mal an Motiven versucht, die ich besonders vermisse und siehe da, es macht immer noch Spaß!

Von besseren Zeiten träumen und sich vorbereiten

Ich weiß nicht, ob und wann Reisen wieder möglich sein werden, aber ich hoffe es ganz doll! Und bis dahin überlege ich, was ich für die nächste Reise (oder, siehe Punkt 1, ein schöneres Zuhause, gebrauchen könnte. In welchen Shops ich dafür am liebsten stöbere? Verrate ich euch in meinem Artikel Nice to have!

Spieleolympiade

Okay, das setzt natürlich voraus, dass man mindestens eine Person hat, mit der man spielen kann. Aber das ist ja auch erlaubt. Warum also nicht mal einen Tag “verspielen”? Ob Kniffel-Turnier, Mensch ärgere dich nicht-Marathon oder mein persönlicher Favorit: Ein Ausflug nach Andor!

Zeit zu lesen

Als Teenager habe ich Wälzer in Rekordzeit verschlungen, mit normalem Arbeitsleben und Erwachsenenverantwortung wurde die Zeit dafür immer knapper. Warum nicht jetzt eine gemütliche Leseecke einrichten und in andere Welten abtauchen?

Den inneren Schweinehund überwinden und ab nach draußen!

Ja, man sagt dem November nach, einer der ungemütlichsten Monate zu sein, aber ab und an ist das Wetter dennoch gut genug für einen Spaziergang! Vielleicht zum Pilze sammeln in den Wald? Hauptsache frische Luft! Und wenn man ordentlich durchgefroren nach Hause kommt mit einem heißen Kakao auf die Couch!

Das ist ein Beitrag mit Amazon-Affiliate-Links. Das bedeutet, klickt jemand auf den Link und entscheidet sich, das Produkt zu kaufen, bekomme ich ein paar Cent Provision. Das heißt aber nicht, dass ich hier wahllos Links zusammengetragen habe, im Gegenteil: Alle Sachen besitze ich entweder selbst oder hätte sie gerne! Ich würde mich total freuen, solltet ihr eins der Produkte kaufen wollen, wenn ihr das über meinen Link erledigt!