Roadtrip Kanada & Alaska: Hidden Lake Trail

Nach nur einer Nacht in Alaska führt uns die nächste Etappe unseres Roadtrips wieder nach Kanada und zwar von Tok nach Beaver Creek. Auf dem Weg dahin liegt aber eine kleiner Geheimtipp und dass es sich darum handelt, verrät schon der Name: Es geht um die Miniwanderung zum Hidden Lake!

Noch vor der Grenze befindet sich am Alaska Highway 2 ein Parkplatz, dessen Schild auf den Trail hinweist. Ich rate hier jedem, es besser zu lesen, als wir es taten, das hätte spätere Verwirrung vermeidet. Der Pfad führt nur gut eine Meile durch den Wald, meist über Holzbohlen. Am Wegesrand warten Eichhörnchen und bunte Flechten auf den eifrigen Fotografen.

Nach den anderthalb Kilometern kommt man an ein weiteres Schild, mit der zwar zutreffenden, aber zuerst etwas verwirrenden Aussage: „Kids don’t float!“ Darunter hängen diverse Rettungswesten. Verständlicher wird der Hinweis, wenn man bis zum Seeufer läuft, denn dort liegt ein Ruderboot bereit. Zwischen meiner Tante und meinem Onkel entbrennt eine Diskussion, ob man Boot und Westen wohl frei nutzen darf.

Ich würde ja sehr gerne, bin mir aber auch nicht sicher und möchte dann doch nicht von einem eifrigen Officer wegen Diebstahls aus dem Bötchen geschossen werden. Unserem Grenzposten von gestern würde ich das nämlich ohne Weiteres zutrauen. So stomern wir also etwas am Ufer entlang und genießen es, wie so oft, völlig allein auf weiter Flur zu sein.

Der See ist ein kleines Postkartenidyll. Zurück am Parplatz schauen wir uns das Schild dann noch mal genauer an und bekommen die Bestätigung, das eine kleine Rudereinlage erlaubt gewesen wäre.

Der Grenzübertritt nach Kanada gestaltet sich dann weniger bedrohlich, dafür etwas touristenfreundlicher. Die kanadischen Grenzposten sind sind tiefenentspannt und wir können sogar in aller Ruhe auf der Grenze Fotos machen und uns mit einem Sticker verewigen. Somit bleibt dann auch ein Stück Köln in Kanada. 🙂