Roadtrip Kanada & Alaska: Haines – Das Bärenparadies

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Der Tag am St. Elias Lake hat mch umgehauen, aber wenn ich gewusst hätte, was der nächste Tag für mich bereithält…Wir machen uns wieder auf nach Alaska, diesmal ist Haines unser Ziel.

Die Landschaft auf dem Weg dorthin ist spektakulär und jeder Blick aus dem Autofenster beeindruckend. Am Million Dollar Waterfall vertreten wir uns die Beine und hier lohnt sich ein kurzer Stopp sehr. Das Wasser schießt schäumend die enge Gebirgsschlucht herab und das Rauschen füllt Luft und Ohren.

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Als wir die Grenze zu British Columbia überqueren, ändert sich die Umgebung, wir fahren durch riesige flache und baumlose Täler. In der Ferne erheben sich Berge unter einem strahlend blauen Himmel. Manchmal kann ich kaum glauben, dass das alles echt ist, dass ich hier in dieser Landschaft wie aus dem Reiseführer bin.

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Bei einem weiteren Stopp an der Historic Mile 48 passiert dann endlich, worauf wir schon die ganze Reise hinfiebern! DER BÄR!

Okay, er befindet sich auf einem gut 200 Meter entfernten Abhang und ohne Fernglas ist er nur ein brauner Fleck…aber es ist unzweifelhaft ein Bär. Ich sehe einen Bären. Und auch noch einen sehr seidig glänzenden! Ein dicker, kuscheliger Schwarzbär, der sich in der Sonne aalt. Er wirkt richtig niedlich und mir wird warm ums Herz, nachdem ich meine erste Chance auf einen Bären verpasst habe, ist hier nun mein persönlicher Highway-Bär.

Und auch noch einer zum Reiten. 😉

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Und der Bär soll nur ein gutes Omen für diesen Tag sein. Über Instagram habe ich Kontakt mit der einheimischen Bevölkerung aufgenommne und mir wird versichert, dass ich in Haines selbst auf ein ganzes Bärennest stoßen werde.

Erst einmal müssen wir aber wieder die Grenze in die USA passieren, was uns diesmal auch ohne Zwischenfälle gelingt. Hinter einer Art Safety Car navigiere ich uns durch eine lange Construction Area und dann haben wir es geschafft und sind in Haines. Nachdem ich mich so intensiv auf den Straßenverkehr konzentriere, dass ich ein Stoppschild überfahre (was aber glücklicherweise niemand bemerkt), legen wir einen weiteren Halt in der örtlichen Bücherei ein. Da gibt es nämlich kostenloses WLAN. Nur so als kleiner Tipp.

Dann begeben wir uns aber schleunigst wieder auf die Straße, die uns an der Fährstation vorbei Richtung Chilkoot Lake und zum Fischwehr führt. Immer mehr Menschen und Fahrzeuge stehen am Straßenrand und die Spannung steigt. Wir halten an, steigen aus und da sind sie! Bären!

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Eine Mutter, die Lachs für ihre Jungen fängt. Ein Grizzly, der mitten im Fluss steht und sich in aller Seelenruhe ablichten lässt. Nachdem er sich in den Wald trollt taucht ein junger Schwarzbär auf, der einen Fisch nach dem anderen aus dem Wasser holt. Allerorten Klicken die Kameras, manche Objektive sind größer als mein Arm. Und ich stehe da, versuche auch ein gutes Foto zu schießen und kann mein Glück kaum fassen.

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Irgendwann meldet sich aber doch der Hunger und wir fahren zurück ins Zentrum. Hier die Empfehlung, geht NICHT ins Bamboo Restaurant. Ich bin sicher, es gibt in Haines bessere Optionen! Zwar nicht für’s Abendessen, aber zum Beispiel für’s Frühstück möchete ich euch Sarah J’s Espresso Shoppe ans Herz legen.

Haines ist überraschend schön. Womit ich nicht sagen will, dass ich es für hässlich gehalten habe, nur, dass ich nicht erwartet habe, dass es mir so gut gefällt. Es ist für mich neben Whitehorse der schönste Ort, den wir auf unserem Roadtrip besuchen. Die kleine Stadt liegt auf der Halbinsel des Alaska Panhandle und hat nicht mal 2000 Einwohner. Sie wirkt unglaublich friedlich und unglaublich amerikanisch aber auf eine gute Free-Willy-Art, wenn ihr wisst, was ich meine.

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Unsere Unterkunft ist das Hotel Halsingland, das auf einem grünen Hügel über der Bucht des Fjordes thront. Es ist etwas abgewohnt, aber mir gefällt es. Als ich am nächsten Morgen aufwache und mich Sonnenstrahlen an der Nase kitzeln, die durchs Fenster hereinfallen, fühle ich mich wie in einem Film. Ich würde gerne länger in Haines bleiben, aber die Fähre nach Skagway fährt schon in die Bucht ein.

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Mit Schlittenhunden durch Lapplands Wildnis: Erfahrungsbericht Äkäskero – Teil 2

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※ Tag 4 ※

Auf einem Schlitten hat man Zeit zu denken. Fünf oder sechs Stunden stehe ich rum und arbeite routinemäßig meine Kontrollpunkte ab: Gibt mein Vordermann ein Halt- oder Hilfesignal? Werde ich von Schneemobilen verfolgt? Laufen alle Hunde ruhig und gleichmäßig ohne zu galoppieren? Sind Tugline und Gangline straff? Gibt es Booties (dazu unten mehr) einzusammeln? Muss jemand auf’s Klo? (Viele Hunde erleichtern sich beim Laufen, manche legen aber lieber eine gemütliche Sitzpause ein und dann sollte man schnellstmöglichst auf die Bremse steigen um sie nicht zu überfahren.)

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Auf Hundeschlitten durch Lapplands Wildnis: Erfahrungsbericht Äkäskero – Teil 1

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Sechs Jahre. Sechs Jahre lang habe ich mir gewünscht, diese Reise zu machen. Seit ich das allererste mal auf einem Hundeschlitten stand wusste ich, ich will mehr. Ich will mehr über Mushing wissen, mehr darüber lernen und vor allem: Länger unterwegs sein. Nicht nur Tagestouren machen, sondern unterwegs sein, tagelang, von Hütte zu Hütte. Mit meinem Huskyteam vor mir und dem weiten Himmel Lapplands über mir.

Und deswegen bin ich jetzt hier, im Äkäskero Dog Camp in Nordfinnland. Denn hier soll dieser Traum Realität werden.

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