• Mit dem E-Bike durch Albanien: Ankunft in Tirana

    Ich betrete Neuland. Ich verlasse meine arktische Komfortzone, um mal etwas Neues auszuprobieren, in ein mir bis dato völlig unbekanntes Land zu reisen und ein Vehikel zu nutzen, das eigentlich seit Jahren bei mir im Keller Rost ansetzt. Wer mich kennt, weiß, dass ich normalerweise am liebsten im hohen Norden unterwegs bin – bei Eis, Schnee und Kälte. Klar, selten verschlägt es mich auch mal in den sonnigen Süden, aber nun wird es Zeit, eine Richtung anzupeilen, die auf meinem Kompass bisher wenig Aufmerksamkeit erfahren hat: auf nach Südosten, auf nach Albanien! Radreise durch Albanien: Zehn Tage zwischen Bergen, Tälern und Geschichte Wie so viele spannende Reisen in meinem Leben…

  • Jahresrückblick 2025: Von Husky-Legenden, Eisbären-Alarm und Orca-Glück

    Wieder ist ein Jahr vorbei, wieder wird es Zeit für meinen Jahresrückblick hier auf dem Blog . 2025 war…abwechslungsreich. Es war anstrengend, es war wunderschön, es hatte seine Höhen und leider auch einige Tiefen. Das Jahr hat mich vor viele Herausforderungen gestellt und ich bin stolz sagen zu können, dass ich glaube, diese alle einigermaßen erfolgreich gemeistert zu haben. Also, los geht’s auf eine Zeitreise durch die letzten 12 Monate. Die letzten Wintermonate Januar Die ersten Wochen des Jahres sind für mich keine einfachen. Die politische Lage in Deutschland und dem Rest der Welt ist für mich manchmal kaum zu ertragen und fühlt sich an wie eine schwere Last, die…

  • Spitzbergen-Umrundung: Samarinvågen

    Das Beste kommt zum Schluss. So heißt es doch, oder? Und irgendwie stimmt das auch. Wobei diese Reise rund um Spitzbergen nun wirklich nicht arm an Highlights war. Ich gestehe, es gab auch ein paar weniger spannende Landestellen, aber zum Beispiel Smeerenburg, Frambukta, das Packeis und die Palanderbukta werde ich nie vergessen. Und jetzt kommt der krönende Abschluss. Vorhang auf für Samarinvågen! Das hier ist der letzte Landeplatz bevor wir Spitzbergen verlassen und natürlich möchten wir uns mit einem Knall von unseren Gästen verabschieden. Und das tun wir, mit einer Landschaft, die nicht lauter “Spitzbergen” schreien könnte und doch mit ihrer majestätischen Stille tief in Geist und Seele eindringt. Denn…

  • Spitzbergen-Umrundung: Gåshamna

    Willkommen in Gåshamna, dem Gänsehafen! So wurde dieser Ort von den Niederländern, die dort im frühen 17. Jahrhundert landeten um Wale zu fangen, genannt. Ob die „Gänsebucht“ nun nach einer zufälligen Schar Gänse benannt wurde, nach einem Schiff oder dem holländischen Ort Goes weiß heute niemand mehr so genau. Manche führen den Namen auf einen österreichischen Grafen mit Namen Goëss zurück, der im 19. Jahrhundert Landeshauptmann von Kärnten war. Auf jeden Fall taucht der Name erstmals auf einer Karte von Sterneck aus dem Jahr 1874 auf. Heute sollte der tatsächlich besser Walhafen heißen, denn überall am Strand findet man die Überreste der Tiere und Erinnerungen an eine glücklicherweise vergangene Epoche. Gneis, Granit…

  • Spitzbergen-Umrundung: Dolerittneset (Kapp Lee)

    Eisbär hier, Eisbär da, Eisbär an der Würzburger Hütte, Eisbär in der Diskobukta – es gibt so Tage, da weiß man im wahrsten Sinne des Wortes nicht wohin dank Eisbär! Bei einer Spitzbergen-Umrundung kann es halt schon mal passieren, das Landestellen besetzt sind. Und der Bär hat natürlich immer Vorrang vor uns. Dann müssen wir einen Alternativplan aus dem Hut zaubern. Die gute Nachricht: Weder an Kapp Lee noch am Dolerittneset ist ein Bär unterwegs. Das heißt für uns: Bahn frei für eine Zodiac-Cruise. Und zwar zur Walrosskolonie südlich von Kapp Lee! Wir fahren nach Dolerittneset. Der Name stammt von dem dort vorherrschenden Gestein Dolerit. Und da Dolerittneset weder so…

  • Spitzbergen-Umrundung: Würzburger Hütte

    Wenn man auf Spitzbergen an Land geht, weiß man nie so genau, was einen erwartet. Mal sind es überwältigende Landschaften, mal ein paar neugierige Rentiere und manchmal auch ein Eisbär, der findet, dass wir Menschen hier eigentlich nichts zu suchen haben. Aber ich galoppiere vor! Unser Ziel heute: die Würzburger Hütte am Sundneset. Würzburg? Unser Würzburg? Ja, genau! Mittlerweile wissen wir ja Dank unser zahlreichen Anlandungen, wie viele Orte hier deutsche Namen tragen, von oder nach Deutschen benannt wurden und wer sich alles so hier oben herumgetrieben hat. Und auch der Stadt Würzburg wurde ein nominales Denkmal gesetzt. Das kam so: Forschungsgeschichte in der Wildnis Zwischen 1959 und 1967 schlugen…

  • Spitzbergen-Umrundung: Spjutnes, Walrosse und Rentiere

    Wir setzen Kurs auf Spjutnes. Hände hoch, wer denkt irgendwie auch an russische Raumfahrt? Spjutnes hat aber gar nix mit Sputnik zu tun, sondern heißt einfach “Speerspitze” auf Norwegisch. Und da unsere nächste Landestelle wie eine Speerspitze ins Meer hineinsticht, ist das ein sehr passender Name. Spjutnes liegt auf Barentsøya, an der Westküste der Insel und unterhalb des Duckwitzbreen. Historisch ist Spjutnes, ähnlich wie die Binnebukta, eher sagen wir mal…zu vernachlässigen. Da könnte ich als historische Expertin auf unserer Umrundung jetzt natürlich beleidigt sein. Das wäre aber ganz schön dämlich von mir, denn auf Spjutnes gibt es jede Menge anderes zu entdecken und vor allem das, was mir selbst am…

  • Spitzbergen-Umrundung: Binnebukta

    Die Binnebukta befindet sich nur 24 nautische Meilen von Torellneset entfernt und liegt auf der Wilhelmøya. Letztere ist tatsächlich nach “unserem” Wilhelm, also dem deutschen Kaiser Wilhelm I. benannt. Der selber schipperte nun nicht hier rum, aber eine deutsche Expedition unter Kapitän Carl Koldewey benannte ihm zu Ehren die Insel in den 1860er-Jahren. Auch seine Minister wurden hier verewigt. So finden sich in unmittelbarer Nähe Roonøyane, Roonbreen und Moltkebreen, im Süden Bjørnsundet (früher Bismarckstraße) und auf der Nordseite Moltkeneset. Gestatten, Minister Bärin Da es keinen Herrn Minister Binne gab, fragt man sich, was der Name der Bucht bedeuten soll. Das ist ganz einfach: Er bedeutet Bärinnenbucht. Und vor denen sollte…