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	<title>Island Archive - Rosas Reisen</title>
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	<title>Island Archive - Rosas Reisen</title>
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		<title>Island-Roadtrip: Jurassic Park, Lavahöhle und Wasserwand &#8211; Tipps für den Norden der Insel</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Rosa]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 14 Jan 2024 06:33:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Dinosaurier-Tal, Urzeitungeheuer und Regenbogenbrücke -Klingt nach Märchen? Ist aber alles Realität, zumindest wenn man in den Norden Islands reist! Ich verrate euch meine Tipps und Highlights für einen abwechslungsreichen Island-Roadtrip, von Reykjavík bis Husavík. Für die anderen Artikel schaut gern in meiner Island-Kategorie vorbei. Ásbyrgi &#8211; Canyon oder Hufabdruck? Wer in Island unterwegs ist, nutzt meist die einmal um die Insel führende Ringstraße. Es lohnt sich aber natürlich, diese ab und an zu verlassen. Zum Beispiel, wenn man sich hinter Akureyri der Küste zuwendet, der 85 bis Husavík folgt und dann rechts auf die 862 abbiegt. Relativ zügig taucht Ásbyrgi vor der Windschutzscheibe auf. Aber was ist Ásbyrgi? Im Internet findet man immer wieder die Bezeichnung Canyon und auch mir liegt dieses Wort auf der Zunge. Doch wie ich in den USA gelernt habe, handelt es sich nur um einen echten Canyon, wenn dieser von einem Gewässer in die Landschaft gegraben wurde. Das ist hier nicht ausschließlich der Fall. Es handelt sich um eine hufeisenförmige Schlucht, die die Isländer übrigens zur Hauptstadt ihrer ortsansässigen Elfen erkoren haben. Mit etwa 1,1 km Breite und 3,5 km Länge ist es kein Grand Canyon, aber trotzdem ein sehr beeindruckender Ort. Geformt wurde die Schlucht vor langer, langer Zeit durch Vulkanausbrüche, Gletscherläufe und die Verlagerung eines Flusses. Viel spannender ist jedoch der typisch isländische Entstehungsmythos: Odin, der Göttervater ist hier auf seinem riesigen achtbeinigen Pferd Sleipnir geritten und die Hufe des Tieres haben einen Abdruck hinterlassen. Das mag glauben wer möchte, fest steht: Mit der einzigartigen Felsformation und einigen botanischen Besonderheiten erlebt man hier ein besonderes Highlight auf seinem Island-Roadtrip. Das vergessene Tal Wir stellen unseren Mietwagen am Parkplatz ab und beginnen, die Schlucht zu erkunden. Mir drängt sich bald ein ganz anderer Vergleich auf. Als Kind der 90er, Fan der Jurassic Park-Filme und leidenschaftliche Tomb Raider-Spielerin, fühle ich mich hier in ein vergessenes Tal versetzt und würde mich nicht wundern, wenn die Erde vom Tritt gigantischer Dinosaurier erzittert oder plötzlich das Klicken von Velociraptor-Krallen hinter mir ertönt. Dieses Tal wirkt so satt und lebendig, mit all seinem Grün und der dichten Vegetation. Wir wandern auf schmalen Pfaden durch lichte Birkenhaine mit silbrigen Stämmen und dann wieder zwischen dunklen Nadelbäumen hindurch, bis wir an einen kleinen See gelangen, direkt unterhalb der hohen Klippe. Hier geht meine Fantasie dann endgültig mit mir durch, als plötzlich ein dino-artiges Kreischen die Luft erfüllt und von den steinernen Wänden ringsumher bedrohlich widerhallt. Nicht nur mir geht es so, auch die anderen Besucher ziehen instinktiv die Köpfe ein und blicken sich besorgt um. Dann lachen wir, als wir merken, dass es sich nur um Vogelrufe handelt. So schön es an dem kleinen, grünen See ist, er ist natürlich die Sammelstelle für die Besucher und so ziehen wir uns bald zurück und erkunden noch ein bisschen auf eigene Faust. Wir wenden uns nach rechts, denn hier beginnt, unterhalb der hohen Felsmauer, ein etwas unwegsamerer Pfad, den man nur auf eigene Verantwortung betreten darf, da sich Steine lösen und herabfallen können. Wir wagen es trotzdem, klettern über Stock und Stein und finden uns irgendwann in einem kleinen Miniaturwald , nach dessen Durchquerung wir wieder auf dem Parkplatz stehen. Ein Abenteuer im Hosentaschenformat, sozusagen! Hljóðaklettar &#8211; Die Echofelsen Weiter geht es zu einem kurzen Hotdog-Halt an der örtlichen Tankstelle, um uns für die nächste Etappe zu stärken: Hljóðaklettar! Ich habe bis heute keine Ahnung, wie man diesen Zungenbrecher ausspricht. Vom Ásbyrgi-Canyon ist es nur ein Katzensprung die 862 weiter hinunter und schon überrascht Island seine Reisenden erneut. Das ist uns auf dieser Insel wirklich bewusst geworden. Die Vielfältigkeit und Unterschiedlichkeit der Landschaften ist wirklich atemberaubend und wechselt oft innerhalb von Minuten während einer Autofahrt. Dementsprechend sind wir zwar einerseits vorbereitet, andererseits aber doch wieder überwältigt, von der Landschaft die sich nun vor unseren Augen auftut. Vor rund 8.000 Jahren trafen hier Wasser und Lava aufeinander, es kam zu gewaltigen Explosionen, doch schließlich erstarrte die Lava zu Stein. Hljóðaklettar war entstanden. Der Name bedeutet Echofelsen und wir begeben uns in dieses Labyrinth aus Basalt. Urzeitfossilien und Lava-Gebäude Die bizarren Felsformationen erinnern an gedrehte Schrauben, Fieberträume von DNS-Strängen, verdrehte Treppen, die sich bis in den Himmel winden oder riesige Fossilien seltsamer, unheimlicher Urzeittiere. Mit jedem Schritt verändert sich der Blickwinkel und erlaubt dem Geist das Gesehene neu zu interpretieren. Schließlich führt uns unser Pfad zur sogenannten Lava Church, einer gewaltigen Höhle mit wellenförmigem Dach. Während ich noch die ganze Szenerie bewundere, beweist mein Mann, welch harte Schule er bei mir durchlaufen hat. Ohne zu Zögern bittet er die anderen Touristen, einmal kurz aus dem Weg zu gehen, damit ich ein Foto ohne Menschen machen kann. Einerseits möchte ich vor Scham im Erdboden versinken, andererseits weiß ich zu schätzen, dass er so was für mich macht. Und so kann ich schnell ein Bild ohne Touris schießen. Dettifoss, der mächtigste Wasserfall Europas Ein letzter Stopp ist für heute noch vorgesehen und wer in dieser Region unterwegs ist, wird sich diese Sehenswürdigkeit natürlich anschauen: Den Dettifoss, einen von Islands berühmtesten Wasserfällen. Auch hierfür müssen wir nur wieder der 862 ein Stück nach Süden folgen. Den Goðafoss konnten wir ja bereits bewundern und der hat mir schon sehr gefallen. Nun bin ich gespannt auf dieses Meisterwerk der Natur, den mächtigsten Wasserfall Europas! Durch die Wüste zum Wasser Ich weiß nur, das es sich hierbei um eine breite Wasserfront handelt, ansonsten habe ich kein konkretes Bild vor Augen. Dass wir erst einmal eine Mars- und Mondwüste durchqueren müssen, hätte ich allerdings nicht erwartet. Während man am Goðafoss praktisch vom Parkplatz dem Wasserfall vor die Füße fällt und ringsherum viel Grün dem Auge schmeichelt, fühlt man sich hier eher an Mordor erinnert. Jegliche Vegetation fehlt und um uns herum erstrecken sich Fels, Stein und Sand, durchzogen von Pfaden, auf denen die Touristen wie Pilger zu einem Ziel gezogen werden. Die Sonne steht schon tief, auch wenn jetzt im Sommer natürlich noch viele, viele Stunden vergehen, bis sie hier, so hoch im Norden, hinter den Horizont fällt. Dazu weht ein kräftiger, frischer Wind und ich bin froh trotz des sonnigen Wetters eine Fleecejacke dabei zu haben. Ein paar hundert Meter vor uns lässt sich jetzt eine Schlucht erahnen, über der eine gewaltige Dunst- und Gischtwolke schwebt. Zügigen Schrittes marschieren wir auf die Nebelwand zu. Und plötzlich haben wir den Rand der Felsenlandschaft erreicht und vor uns erhebt sich der Dettifoss. Eine trübe Wassermasse, die mit Wucht über eine schräge Abbruchkante donnert. Nicht schön, sondern schrecklich, ist mein erster Gedanke. Dies ist ein Ort, der für mich sozusagen die Essenz Islands abbildet. Das Land hat mich während unseres Island-Roadtrips nicht unbedingt mit beeindruckende Panoramen oder lieblichen Landschaftskompositionen betört. Nein, es ist über mich hereingebrochen mit tosenden Wassermassen, bedrohlichen Gesteinsformationen und einer Abwechslung, die so fasziniert, dass man sie erst mal wirken lassen muss. Ein schrecklich-schöner Anblick Gebannt starren wir auf die schlammigen Fluten, die sich vor uns durch die karge Ödnis wälzen. Doch halt, hier ist tatsächlich etwas Grün. Der Wind scheint oft aus der gleichen Richtung zu wehen und die Wassertropfen an das eine Ufer zu wirbeln, denn hier wachsen Moos und kleine Pflanzen, während das gegenüberliegende Ufer kahl ist. Immer wieder gehen kleine Duschen aus Wassernebel auf uns nieder, während wir dem Wasserlauf folgen und als wir uns umdrehen schenkt uns die tief stehende Sonne ein ganz besonders magisches Erlebnis: War zuvor immer nur ein halber Regenbogen zu sehen, erstreckt sich jetzt über die Schlucht des Dettifoss eine Regenbogenbrücke.</p>
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		<title>Roadtrip Island: Whale Watching in Húsavík</title>
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		<pubDate>Sun, 03 Dec 2023 06:26:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Die Wale haben es uns auf dieser Reise nach Grönland und Island nicht leicht gemacht: Immer wieder haben wir in ganz weiter Ferne Blas und Finnen vom Schiff sichten können, aber wirklich sehen konnten wir die Tiere vor Grönland nicht. Auf Island dann der nächste Versuch mit der Whale Watching Tour von Láki Tours auf Snæfellsnes, dem einzigen Ort der Insel, an dem man Orcas beobachten kann. Und obwohl die Tour am Vortag mehrere sichten konnte, bleibt uns dieses Glück verwehrt. Letzte Chance für Wale also: Húsavík! Hallo Húsavík Húsavík ist ein kleines beschauliches Städtchen im Norden der Insel. Auf den ersten Blick und beim Durchfahren wirkt es sehr niedlich. Es gibt eine alte, weiße Holzkirche, ein Museum und einige Cafés und Shops. Wenn man aussteigt und ein bisschen rumläuft, merkt man allerdings schnell, dass sich das Leben auf ein bi zwei Straßen am Hafen beschränkt und danach nicht mehr viel Interessantes kommt. Whale Watching mit Gentle Giants Aber das macht ja nichts, denn zum Hafen wollen wir schließlich! Zu Gentle Giants, einem Anbieter für Whale Watching Touren. Auf Orcas brauchen wir hier nicht hoffen, die kommen wie gesagt nur um Snæfellsnes vor, aber die Chance auf Buckelwale besteht. Am Hafen gibt es verschiedene Anbieter für Wal-Touren und es tummeln sich die Touristen. Einen Parkplatz bekommt man hier nicht so leicht, aber wenn man weiter in das Städtchen hineinfährt, lässt sich etwas finden. GENTLE GIANTSOrt:&#160;HúsavikAdresse:&#160;Húsavík Ticket Center, Harbour Side (big blue flags), 640 HúsavíkTouren:&#160;1. April bis 30. November täglich verschiedene TourenDauer:&#160;ca. 3 StundenSprache:&#160;EnglischKosten:&#160;11.490 ISK p.P.➤&#160;Zur Website von Gentle Giants Extra-Tipp: Mit den Tickets bekommt man übrigens in gefühlt 90% der Geschäfte und Lokale in Húsavík Rabatte! Gut vorbereitet zur Whale Watching Tour Wir besorgen uns Tickets und laufen über den Steg zur Sylvia, unserem Ausflugsboot. Es ist deutlich voller als das auf Snæfellsnes und an Deck herrscht ein ziemliches Gedränge. Definitiv nichts für jemanden mit Angst vor Menschenmassen. Auch hier bekommt man, wie bei Láki Tours warme Anzüge, die man über die eigene Kleidung ziehen kann. Da bei der Ausgabe allerdings gerade Chaos herrscht, die Sonne bei 20° vom Himmel strahlt und wir jeder 3 Hosen und 4 Oberteile anhaben, verzichten wir. Grundsätzlich gilt aber für solche Touren: Besser zu viel, als zu wenig anziehen, auf See wird es schnell kalt. Trotz des Gedränges finden wir ein Plätzchen an Bord und nehmen unsere letzten beiden Tabletten gegen Seekrankheit, die wir noch von unserer Grönland-Reise mit der Sea Spirit haben. Better safe, than sorry. Die Tabletten machen zwar müde, aber lieber schlaf ich über der Reling hängend ein, als dass ich mich auf diesem Kahn übergeben muss. Viele Touris, große Hoffnungen Die Sylvia legt ab und wir dampfen aus dem Hafen. Ein bis oben vollgestopftes Boot mit Touristen, die Kameras im Anschlag, so schaukeln wir über die Wellen mit der großen Hoffnung: Wale. Mir wäre es lieber gewesen, wenn die Anbieter nicht ganz so viele Menschen aufs Boot gelassen hätten. Aber vielleicht ist heute auch einfach besonders viel los. Und wie immer bei solchen Aktivitäten darf ich mich nicht beschweren, schließlich hocke auch ich an Bord mit Handy, Kamera und Actioncam. Glücklicherweise frischt es auf, als wir den Hafen von Húsavík hinter uns lassen, denn mit meinen vielen Schichten und all den Menschen um mich rum wird mir ziemlich warm. Einen Vorteil gibt es aber im Vergleich zu unserem ersten Versuch: Das Meer ist deutlich ruhiger! Ergo, mir wird nicht schlecht und ich kann mich ganz aufs Gucken konzentrieren. Und dann kommt der zweite Vorteil: Wal in Sicht! Whale Watching hautnah Die Sylvia nimmt Kurs und tuckert langsam auf den gesichteten Blas, also die ausgestoßene Atemluft, Kurs. Wie graue Felsen erheben sich die Rücken zweier Buckelwale aus dem Wasser. Immer näher schleichen wir uns an, bis das Boot ganz dicht neben den Riesen dümpelt. Ich finde, fast ein bisschen zu nah. Die Wale scheinen an Publikum gewöhnt zu sein, schließlich gilt Húsavík als Hauptstadt für Walbeobachtungen, dennoch habe ich den Eindruck, dass wir zu sehr in ihr Habitat eindringen. Versteht mich nicht falsch, es ist toll, den Walen so nah zu sein. Man muss fast nur die Hand ausstrecken, um die glänzende Haut zu berühren. Aber irgendwie kommt mir das nicht richtig vor. Das Gefühl verstärkt sich, als sich immer mehr Boote nähern und die Wale umzingeln. Zum Glück dreht unser Kapitän ab und begibt sich auf die Suche nach Alternativ-Walen. Schnell wird er fündig. Immer wieder werden Wale gesichtet, insgesamt sehen wir 5 verschiedene Tiere. Die &#8220;Gentle Giants&#8221;, die sanften Riesen, tauchen vor uns auf und ab und heben wie zum Gruß die riesigen Schwanzflossen. Wenn die Fluke langsam in den Wellen versinkt, dann ist das ein berührender und erhebender Anblick. Buckelwale &#8211; Giganten der Meere Anhand der Musterung an der Unterseite der Flossen lassen sich die Tiere unterscheiden, das funktioniert wie mit menschlichen Fingerabdrücken, denn jedes Muster ist einzigartig. Buckelwale sind bekannt für ihre akrobatischen Fähigkeiten, darunter spektakuläre Sprünge und das Schlagen ihrer Brustflossen auf die Wasseroberfläche. Die Buckelwale von Húsavík scheinen heute allerdings keinen solchen Elan zu verspüren. Was aber nicht heißt, dass es nicht wundervoll ist, sie zu beobachten. Mit einer Länge von etwa 12 bis 16 Metern und einem Gewicht von bis zu 30 Tonnen sind sie eines der größten und schwersten Lebewesen auf unserer schönen Erde. Buckelwale sind Bartenwale, was bedeutet, dass sie sich von Kleinstlebewesen wie Krill, Plankton und kleinen Fischen ernähren. Mehrmals können wir beobachten, wie einer der Wale das Maul weit öffnet und unzählige Liter Wasser einströmen lässt. Dieses wird dann durch die Barten wieder herausgepresst und darin verfängt sich die Beute. Jeder, der findet Nemo gesehen hat, weiß genau, was ich meine. Buckelwale wandern, jedes Jahr legen sie erhebliche Strecken zwischen ihren Futter- und Fortpflanzungsgebieten zurück. Die Paarung und Geburt erfolgen in den wärmeren Gewässern der Tropen, aber hier, vor der Küste Islands fühlen sie sich auch sehr wohl. Der richtige Anbieter für Whale Watching? Nur ich, ich tue das irgendwie nicht. Die Wale sind ein umwerfendes Schauspiel, keine Frage, aber ich komme mir dennoch vor, wie ein uneingeladener und übergriffiger Gast. Wird ein Wal gesichtet, laufen alle Passagiere zur entsprechenden Seite und das Boot bekommt Schlagseite. Oft kann man aufgrund der vielen Menschen gar nichts sehen. In Grüppchen darf man sich in den Ausguck quetschen, von dem aus man zwar einen besseren Überblick hat, aber auch auf Tuchfühlung mit den anderen Passagieren geht. Ich bin hin- und hergerissen. Es ist toll, den Walen so nah zu sein und überhaupt noch welche auf diesem Trip gesehen zu haben. Aber ich habe auch das Gefühl, mit meinem Geld eine Industrie zu unterstützen, die den Tieren &#8220;zu nahe tritt&#8221;. Tierbeobachtungen sind immer eine Gratwanderung zwischen &#8220;gar nichts sehen&#8221; und invasiv in den Lebensraum der Tiere eindringen. Vielleicht habe ich einen schlechten Tag erwischt, aber heute habe ich das Gefühl, wir haben eher letzteres getan. Andererseits kann man natürlich argumentieren, dass ein Boot mit weniger Personen darauf die Wale auch nicht weniger gestört hätte. Geht es mir also nur um meinen eigenen Komfort? Ich weiß es nicht. Ich weiß nur, dass ich irgendwann keine Lust mehr habe, über das Deck zu laufen und mich fotografisch auf die Tiere zu stürzen. Und die Moral von der Geschicht&#8230; Was ist jetzt die unumstößliche Weisheit, die ich aus dieser Erfahrung ziehe? Nie mehr Whale Watching? Gentle Giants ist böse und man darf dort nicht buchen? Nein. Ich glaube, Gentle Giants ist nicht besser oder schlechter, als andere Anbieter in Húsavík. Sie haben gehalten, was sie versprochen haben. Ich habe Wale gesehen, so nah wie ich es mir nie hätte träumen lassen und konnte tolle Fotos machen. Ich schreibe jetzt einen Artikel mit den Fotos und poste diese in den sozialen Netzwerken. Das Getane zu verteufeln und anderen davon abzuraten, nachdem ich es selber gemacht habe, wäre daher nichts anderes als Heuchelei. ABER: Ich würde das nicht nochmal buchen. Ich würde mir das nächste Mal deutlich mehr Zeit lassen bei der Recherche und einen Anbieter wählen, der nicht so nah an die Tiere heranfährt. Ich würde mich vorab besser informieren und im Zweifel auf mein Bauchgefühl hören und nicht meinem Hunger nach Erlebnissen und tollen Fotos nachgeben. Hinterher ist man eben wirklich oft schlauer. Das bedeutet aber nicht, dass ich kein Verständnis habe. Die Verlockung, diesen unglaublich beeindruckenden Tieren nahezukommen ist sehr, sehr groß und das Erlebnis tatsächlich einmalig. Aber vielleicht sollte es eben genau das auch sein und bleiben: Einmalig. Meine 5 Tipps: Seriöse Anbieter von Whale Watching finden Wie aber finde ich jetzt einen Anbieter, die dessen Touren die Tiere so wenig wie möglich gestört werden? Im Nachgang an die Whale Watching Tour habe ich mir ein paar Gedanken gemacht, mir Seiten von Tierschützern und Umweltverbänden angesehen. Das sind meine Ergebnisse: 1. Zertifizierungen und Lizenzen Schau nach, ob der Whale Watching-Anbieter die erforderlichen Zertifizierungen und Lizenzen hat, um sicherzustellen, dass seine Aktivitäten den örtlichen Vorschriften und Umweltauflagen entsprechen. Prüfe auch, ob der Anbieter Mitglied in anerkannten Organisationen ist, die sich für den Schutz von Meerestieren und Umweltbelangen einsetzen. 2. Expertise des Personals Ein qualifiziertes und geschultes Team kann dazu beitragen, sicherzustellen, dass die Walbeobachtung ethisch und respektvoll durchgeführt wird. Das Personal sollte nicht nur über fundiertes Wissen zu den Tieren verfügen, sondern auch über Verhaltensrichtlinien, um Störungen zu minimieren. 3. Umweltschutz Frage den Anbieter nach seinem Umweltengagement und recherchiere diese auf der Website und in Bewertungen. Seriöse Unternehmen bemühen sich oft um nachhaltige Technologien, um den ökologischen Fußabdruck der Touren zu minimieren. Dies kann den Einsatz umweltfreundlicher Boote, den Verzicht auf Einwegplastik und die Einhaltung von Geschwindigkeitsbegrenzungen in der Nähe von Walen umfassen. 4. Respektvolles Verhalten Ein verantwortungsbewusster Anbieter legt klare Verhaltensregeln für die Teilnehmer fest, um sicherzustellen, dass die Wale nicht gestört werden. Dazu gehören Mindestabstände von etwa 100 Metern zu den Tieren und das Vermeiden von lauten Geräuschen oder schnellen Manövern, die die Tiere verängstigen könnten. Wer Wale mit Booten oder Helikoptern verfolgt, kann kein guter Anbieter sein. 5. Kleine Gruppen und begrenzte Tourenzahl Wähle Anbieter, die kleine Gruppengrößen anbieten und die Anzahl der Touren begrenzen. Dies reduziert nicht nur den Stress für die Wale, sondern ermöglicht auch eine intimere und nachhaltigere Erfahrung für dich an Bord. Wenn das alles gegeben ist, besteht die Chance, dass die Whale Watching-Erfahrung nicht nur beeindruckend, sondern auch ethisch vertretbar ist. Respektvoller Umgang mit den Tieren und ihrer Umgebung sollte immer im Mittelpunkt dieser Aktivität stehen. Gentle Giants hat einige der Kriterien erfüllt, aber eben nicht alle. Und trotzdem bin ich froh und dankbar, dass ich die Wale so beobachten durfte, ein Privileg, das ich zu schätzen weiß!</p>
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		<title>Tipps für den Island-Roadtrip: Goðafoss, Vulkankrater und Lagunenbad &#8211; Rund um den Mývatn</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Rosa]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 26 Nov 2023 06:58:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Wer Island mit dem Auto entdeckt, den erwarten jede Menge spannende Landschaften! Eine besonders interessante Region findet sich rund um den im Norden gelegenen See Mývatn. Hier kommen meine Tipps für Sehenswürdigkeiten im Nordosten der Insel. Tipp 1: Goðafoss, Wasserfall der Götter Obwohl der Wasserfall eine der bedeutendsten Sehenswürdigkeiten Islands ist, lässt sich die Besucherzahl immer noch aushalten, vor allem im Vergleich zu noch populäreren Destinationen. Rund um den Wasserfall erstrecken sich viele kleine Wege, die man entlangschlendern kann und die für immer neue Perspektiven auf den Götterwasserfall sorgen. Die Bezeichnung &#8220;Götterwasserfall&#8221; geht auf die Zeit um das Jahr 1000 zurück, als Island zum Christentum übertrat. Das lief natürlich nicht völlig konfliktfrei ab, schließlich glaubten immer noch viele Isländer an die alten Götter. Der Gesetzessprecher (isländisch: &#8220;Goði&#8221;) Þorgeir Ljósvetningagoði (Thorgeir Ljosvetningagodi) entschied sich aber letztlich dafür, das Christentum als Religion anzunehmen. Nach der Entscheidung soll er Statuen der alten Götter in den Wasserfall geworfen haben, was zu der Benennung &#8220;Götterwasserfall&#8221; führte. Tipp 2: Bizarre Kraterlandschaft Skútustaðagígar Bei diesem Zungebrecher handelt es sich um einen Rundweg durch eine kleine, am See gelegene Kraterlandschaft. Grundsätzlich spannend, es gibt nur ein Problem: Hier wird uns schmerzlich bewusst, dass das Mý im Namen Mývatn nicht von ungefähr kommt. Es bedeutet nämlich nichts anderes als &#8220;Mücken&#8221; und die trifft man hier im Juni tatsächlich zuhauf, zumindest in unmittelbarer Nähe des Sees. Sie haben die besonders unangenehme Eigenart in Ohrmuscheln zu fliegen. Wer diese Gegend also erkunden möchte, sollte ausreichend Schutzmaßnahmen treffen. Ich gebe zu, wir flüchten schnell wieder in unser Auto. Tipp 3: Dimmuborgir hinter der Mauer Nächster Halt: Dimmuborgir! Was das ist? Ein zerklüftetes Areal aus Lavagebilden, wo Szenen aus Game of Thrones gedreht wurden. Nämlich die Verfolgungsjagd zwischen John Schnee und Ygritte hinter der Mauer. Allerdings im Winter, ohne Mücken. Und ohne riesige Gruppen von Touristen, die in das Mini-Labyrinth strömen. Beeindruckend ist es natürlich trotzdem. Tipp 4: Vulkankrater Hverfjall Wichtigster Punkt unserer Tour um den Mývatn ist aber der Vulkankater Hverfjall. Schon von weitem sieht man den schwarz-grauen Hügel, den kein winziges bisschen Grün sprenkelt. Der Kegel erhebt sich mit einem Durchmesser von einem Kilometer und mit einer Höhe von bis zu 150 Metern aus der Landschaft. Man kann bis an die Basis des Kraters heranfahren und sich dann an Aufstieg und Umrundung machen, den oben auf dem Rand führt ein Pfad entlang. Wer hofft, im Innern brodelnde Lava zu erblicken, den muss ich leider enttäuschen, auch hier setzt sich einfach das graue Gestein fort. Was ebenfalls fehlt, glücklicherweise: Die Mücken! Denen ist es hier oben wohl zu kahl und windig. Für die geplagten Ohrmuscheln eine Wohltat. Der Vulkan ist vor etwa 2.500 Jahren ausgebrochen und ist ein beeindruckendes Zeugnis geologischer Geschichte. Außerdem hat man vom Kraterrand eine fantastische Aussicht auf den Mývatn, seine Inseln, den Dimmuborgir und die ihn umgebende teils sandige und karge Mondlandschaft. Wir umrunden den Krater in gemütlichem Tempo. Die Wanderung ist nicht anstrengend, allerdings werden Hose und Schuhe dabei mit grauem Staub überzogen und die Sonne brennt ordentlich, schließlich gibt es nirgendwo Schutz oder Schatten. Tipp 5: Geothermales Naturbad Da kommt der nächste Tipp gerade recht: Baden in geothermalem Quellwasser! In den Mývatn Naturbädern kann man in zwei milchig blauen Lagunen plantschen, während man seine Drinks genießt, die im Becken selbst ausgeschenkt werden. Der Eintritt ist, wie alles in Island, sehr teuer, aber wir sagen uns: Hey, wir sind in Island, da gehört so ein Besuch eines geothermalen Bades einfach dazu, oder?! Das Wasser verströmt den auf Island fast normalen, leicht fauligen Geruch, ist aber sehr angenehm auf der Haut. Auf den Beckenböden findet sich eine Art Lava-Kies-Schlamm, der die Füße abschmirgelt und sich wunderbar zu Peeling-Zwecken eignet. Wir genießen die Becken etwa 2 Stunden, entspannen uns auf algenbedeckten Felsen und schauen auf die bizarre Landschaft, die das Bad umgibt. Da es an einem Hang gelegen ist, hat man eine tolle Aussicht. Zum Abschluss geht es noch kurz in das kleine 41° warme Sitzbecken, bevor wir das Bad sauber und entspannt verlassen. Naturbad am MývatnOrt: Mývatn Adresse: Mývatn Nature BathsJarðbaðshólar, 660 Mývatn Kosten: 6.490 ISK/ca. 42 € p.P., 7.690 ISK/ca. 50 € p.P inkl. Drink, 9.490 ISK/ ca. 64 € p.P. inkl. Drink, Bademantel und Handtuch Weitere Angebote: Im hauseigenen Café gibt es süße und herzhafte Speisen und Getränke (sogar Berliner 🙂 ) ➤ Zur Website des Naturbades Extra-Tipp: Anreise von Akureyri Unser Navi hat uns darauf hingewiesen, dass wir von Akureyri kommend einen mautpflichtigen Tunnel nutzen müssen, um zum Mývatn zu gelangen. Dieser sei aber durch die ältere und längere Passstraße zu umgehen. Von dort hat man auch eine tolle Aussicht ins Tal, doch die schlechte Nachricht: Ab einer gewissen Höhe ist die Straße nur mit Allradfahrzeugen zu befahren. Wer wie wir keins hat: Es gibt noch eine weitere Straße außen rum, die kostenlos ist.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://rosasreisen.de/tipps-fuer-den-island-roadtrip-godafoss-vulkankrater-und-lagunenbad-rund-um-den-myvatn/">Tipps für den Island-Roadtrip: Goðafoss, Vulkankrater und Lagunenbad &#8211; Rund um den Mývatn</a> erschien zuerst auf <a href="https://rosasreisen.de">Rosas Reisen</a>.</p>
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		<title>Roadtrip Island: Perfect Puffin Spot &#8211; Papageientaucher beobachten</title>
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		<pubDate>Sun, 08 Oct 2023 05:56:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Bisher lief es ja nicht so gut mit unseren Tierbeobachtungen auf Island, denn die Orcas von Snæfellsnes wollten doch einfach nicht auftauchen. Im wahrsten Sinne des Wortes. Umso aufgeregter bin ich, als der Morgen unseres Puffin-Tages anbricht &#8211; der Tag, an dem wir Papageientaucher beobachten wollen! Doch wo findet man auf Island Puffins, diese niedlichen, etwas tollpatschigen Vögel? Ich verrate euch meinen Spot! Der Leuchtturm von Tjörnes &#8211; Ein Puffin-Hotspot? Ich habe mich natürlich vorab im Internet schlau gemacht und mir wurde der Leuchtturm von Tjörnes als Puffin-Hotspot beschrieben. Wir fahren also auf die 85 und begeben uns auf die Halbinsel. Meine Hoffnung ist groß, als wir durch Husavík fahren und es dann, das Meer immer zur Linken, den Hügel hinaufgeht. Die Minuten auf meinem Handy bis zu errechneten Ankunftszeit werden immer weniger. 13&#8230;12&#8230;11&#8230;10&#8230;9&#8230; Noch 8 Minuten ETP! (Estimated time of Puffin!, wie ich aufgeregt meinen Mann anquietsche) Ich werde ganz zappelig auf dem Beifahrersitz. Denn auf die Papageientaucher habe ich mich mit am meisten gefreut. Faszinierende Papageientaucher Papageientaucher sind unglaublich faszinierende Tiere, die in den nördlichen Ozeanen und den Küsten der Nordhalbkugel zu Hause sind. Sie sind hervorragende Schwimmer und Taucher, die sich von Fischen und anderen Meeresorganismen ernähren. Oft sieht man sie mit einem Schnabel voll Sandaalen zu ihren Nestern zurückkehren. Puffins, so die englische Bezeichnung, die mir viel besser gefällt, brüten in großen Kolonien an steilen Küstenklippen und sind berühmt für ihr geselliges Verhalten. Und eine solche Kolonie wollen wir heute besuchen und beobachten! Eiderenten statt Puffins Jetzt links abbiegen!, fordert die Dame von Google Maps. Und dann&#8230;Ende Gelände! Oder besser: Ende insgesamt. Denn der Schotterweg zum Leuchtturm von Tjörnes, an dem sich eine solche Kolonie von Papageientauchern befinden soll, ist gesperrt. Nicht nur für Fahrzeuge aller Art, auch für Fußgänger. Es handelt sich um ein Schutzgebiet der Eiderenten und da jetzt im Juni Brutzeit ist, herrscht striktes Betretungsverbot. Ich könnte heulen! Gestern in Akureyri fand ich die Enten ja knuffig, aber sie sind doch kein Vergleich zu Puffins! Und zu diesen versperren sie mir heute den Weg. Blöde Eiderenten! Auf nach Öxarfjörður Aber gut, ich habe die Puffin-Mission ja gut vorbereitet und sollten alle Stricke reißen, so kann man in Husavík auch eine Whale &#38; Puffin Watching Tour buchen. Zunächst habe ich aber noch einen Ersatz-Spot für Puffins in petto. (By the way: Ja, ich liebe das Wort Puffin. Ich kann gar nicht aufhören, es zu benutzen. Sorry!) Wir folgen also der 85 zum Aussichtspunkt Öxarfjörður, der nur wenige Kilometer die Straße hinunter liegt. Hier gibt es eigentlich nichts, außer einem kleinen Schotterparkplatz. Und viel wichtiger: Kein Verbotsschild. Also stellen wir unseren Mietwagen ab und begeben uns, bewaffnet mit Kamera und Fernglas, auf einen kleinen, ausgetretenen Pfad, der direkt zur Küste führt. Eine Felsnase ragt ein Stück ins Meer hinaus, so dass man einen wundervollen Blick auf die Klippe zur Linken hat. Und was sehe ich da? Ein paar chillende Möwen. Und&#8230;jede Menge Puffins! Im Puffin-Paradies In ihrem Prachtkleid, schwarz und weiß mit leuchtend rotem Schnabel und Füßen watscheln sie die grasige Klippe entlang, suchen sich einen Weg zwischen gelben Löwenzahnblüten zu ihren gegrabenen Nesthöhlen. Papageientaucher sind viel kleiner, als ich sie mir immer vorgestellt habe, nicht viel größer als unsere heimischen Tauben. Ihre optische Ähnlichkeit zu Pinguinen ließ mich immer vermuten, sie seien etwa einen halben Meter groß, bis ich im Museum König in Bonn zum ersten Mal einen ausgestopften Puffin gesehen habe. Es handelt sich aber ja auch nicht um einen Pinguin, sondern um einen Alk. (Alkis und Trottel, die Vögel der Arktis, wie mein Mann gerne feststellt. Er meint Alke und Trottellummen.) In ihrer Unbeholfenheit sind die Puffins unglaublich niedlich. Landemanöver und auch das Fliegen selbst wirken oft etwas angestrengt und unkoordiniert. Sie tapsen umher, rutschen aus und müssen, wenn es bergauf geht, ihre Flügel zu Hilfe nehmen. Ich platze vor Glück. Vielleicht läuft mir sogar eine Träne aus dem Augenwinkel. Bäuchlings auf der Felsnase liegend kann ich mich an so viel Knuddeligkeit nicht sattsehen und schon gar nicht sattfotografieren. Das müsst ihr jetzt ertragen! Irgendwann bin aber selbst ich bereit, den fantastischen Aussichtspunkt auf dem Felsen auch anderen Beobachtern zu überlassen. Von denen gibt es hier allerdings nur 2 oder 3 und alle sind wie wir ganz still und andächtig angesichts der Papageientaucher. Wir ziehen uns ein Stück zurück und genießen ein kleines Picknick mit Blick auf die Kolonie, angelehnt an den grasigen Hang. Spaziergang entlang der Küste Dann brauchen wir etwas Bewegung und machen uns auf, einem schmalen Trampelpfad der Küste entlang folgend. Glücklicherweise, möchte ich hinzufügen. Denn erstens ist der Weg sehr schön und abwechslungsreich und zweitens begegnen wir hier noch viel mehr Puffins! Zum Teil sitzen sie direkt oben auf der Klippe und da wir uns ganz vorsichtig und ruhig nähern, haben sie auch keine Angst und bleiben, so dass wir sie aus nächster Nähe bewundern können. Ich bin im 7. Puffinhimmel und schieße bestimmt an die 300 Bilder, aber immer wieder findet sich eine neue, spektakuläre Perspektive. Also, wer Papageientaucher, bzw. Puffins auf Island beobachten möchte, der ist hier goldrichtig. Aber meine ganz große Bitte: Verhaltet euch respektvoll der Natur und den Tieren gegenüber. Nur so haben wir noch lange etwas von ihnen.</p>
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		<title>Roadtrip Island: Wunderschönes Akureyri &#8211; Tipps &#038; Sehenswürdigkeiten</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Rosa]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 01 Oct 2023 05:11:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Arktis]]></category>
		<category><![CDATA[Island]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Habt ihr Lust auf einen Spaziergang durch Akureyri? Dann kommt mit und folgt mir auf einen entspannten und vor allem preiswerten City Trip, denn ich verspreche: Fast alle hier genannten Sehenswürdigkeiten sind gratis. Unser Stadtbummel ist knapp 6 Kilometer lang und wenn man sich für alle Stationen Zeit lässt, kann das schon ein bisschen dauern. Aber gerade für Besucher, die nur einen Nachmittag in der Stadt sind können so einen wirklich guten Eindruck von der Stadt gewinnen. Parken in Akureyri Wir starten im Hafen und stellen unseren Wagen auf dem großen Parkplatz ab. Verzweifelt suchen wir den Parkautomaten und fragen, weil wir ihn nicht finden können, schließlich bei der ebenfalls ansässigen Touristeninfo nach. Die Antwort: Parken ist hier gratis! Na, das nenn ich mal eine schöne Überraschung. Island ist ja ansonsten sehr kostspielig, da freut man sich über so etwas umso mehr. Spaziergang durch die Stadt Akureyri ist die fünftgrößte Stadt Islands mit knapp 20.000 Einwohnern. Das ist nicht allzu viel und daher ist das Stadtgebiet auch überschaubar. Mir gefällt das sehr gut, denn so können wir alles zu Fuß erkunden und sind nicht auf weitere Verkehrsmittel angewiesen. Das Auto bleibt also im Hafen, wir erhalten von der freundlichen Dame an der Touristeninfo noch einen Stadtplan und ein paar Tipps und dann ziehen wir frohgemut los. Akureyris Kirche Zunächst geht es ein bisschen durch die Stadt, dann wenden wir uns dem ersten Wahrzeichen, der Kirche, zu. Diese thront auf einem Hügel und ist über eine Treppe zu erreichen. Das Bauwerk wurde 1940 fertig gestellt und geweiht und ist mit seinen beiden Türmen von überall aus gut zu sehen. Hier finden natürlich Hochzeiten und Taufen statt, aber auch Konzerte oder andere kulturelle Veranstaltungen. Im Innern befinden sich eine Orgel und sehr detailreich gestaltete Glasfenster. Der Eintritt ist kostenlos, aber natürlich gibt es eine Spendenbox. Der Botanische Garten Das Wetter ist so schön, dass wir aber nicht lange bei der Kirche bleiben, sondern uns bald links vorbeischlängeln. Hier geht es zum Botanischen Garten, der uns wärmstens empfohlen wurde. Es handelt sich tatsächlich um die älteste Anlage dieser Art auf Island. Er wurde 1921 als Park gegründet und später in einen Botanischen Garten umgewandelt. Auch hier ist der Eintritt frei und jetzt, Anfang Juni steht alles in voller Blüte und duftet betörend. Der &#8220;Lystigarður Akureyrar&#8221;, wie er auf Isländisch heißt, beherbergt eine beeindruckende Vielfalt an Pflanzen aus Island und anderen Teilen der Welt. Man kann dort heimische isländische Pflanzen, seltene Bäume und Sträucher sowie exotische Pflanzenarten bewundern. Es gibt aber auch einen Rosengarten, einen Staudengarten, einen Alpingarten und Gewächshäuser mit tropischen Pflanzen. Auch ein hübsches Café lädt zum Verweilen ein. Brynja: Das beste Eis von Akureyri Wenn man den Botanischen Garten verlässt und dann einen kleinen Pfad mit dem Wasser zur Linken einschlägt, führt dieser direkt zu einer großen Empfehlung: Der Eisdiele Brynja. Diese war uns von der Touristeninfo wärmstens ans Herz gelegt worden und tatsächlich werden Naschkatzen hier sehr glücklich. Ich gebe zu, das ist der Punkt der nicht umsonst ist, im Gegenteil, das Eis ist sogar recht teuer. Es gibt zwar nur drei Sorten Eis, dafür sind die Portionen aber recht groß. Zudem hat man die Wahl aus unzähligen Toppings und Saucen, ob Früchte, Zuckerperlen, Schokolade oder Fruchtgummi. Und geschmacklich ist es auch wirklich allererste Sahne! BrynjaOrt:&#160;AkureyriAdresse:&#160;Aðalstræti 3, 600 AkureyriPreise:&#160;ca. 6 € für eine üppige Portion mit 2 Toppings➤ Zur Website von Brynja Wie im Film: Die schönen Holzhäuser von Akureyri Wir schlendern weiter am Wasser entlang und kommen so bald auf eine Straße, die auch jedem amerikanischen Film entsprungen sein könnte. Insgesamt hat Akureyri einen irgendwie kanadischen oder alaskanischen Charme. Hier stehen nicht nur bunte Holzhäuser, sondern auch der ein oder andere Oldtimer. Es handelt sich um die Aðalstræti, an der sich auch das Museum für Lokalgeschichte und das Spielzeugmusem befinden. Wir laufen bis zum Ende der Straße, bis zur Eishalle und drehen dann um. Entlang der Uferstraße Jetzt geht es direkt am Wasser des &#160;Eyjafjörður entlang und auch hier gibt es wieder viel zu entdecken. Von kleinen Booten über Kajaks zu steinernen Denkmälern und Metallkunst. Was mir aber am meisten gefällt? Die niedlichen Enten! Die haben nämlich gerade Nachwuchs und der bekommt das Tauchen beigebracht. Zwischendurch gibt es immer wieder kleine, überdachte Holzstege und Bänke, die zum Verweilen einladen. Herzchen-Ampeln: Island zeigt Liebe Seit 2008 befinden sich im Stadtgebiet von Akureyri mehrere Ampeln, die statt eines roten Kreises ein rotes Herz zeigen. Sie sollen die Verkehrsteilnehmer zum Lächeln bringen, auch wenn eben gerade rot ist. Und das funktioniert nicht nur beim Autofahren: Auch als Fußgänger freut man, sich, wenn das Herz zu leuchten beginnt und wartet vielleicht sogar extra eine Ampelphase ab, um ein schönes Foto zu schießen. Gerade im Hafengebiet lassen sich einige der Ampeln entdecken. Unterkunft in der Nähe von Akureyri: Lamb Inn Wir übernachten in der Nähe von Akureyri, denn in den kommenden zwei Tagen wollen wir noch etwas die Gegend erkunden. Unser Domizil ist das Lamb Inn, eines kleines, familiengeführtes Guesthouse tiefer im Fjord. 1996 öffnete das Lamb Inn seine Tore für Gäste, die tatsächlich im umgebauten Stall schlafen. Aber keine Sorge, das merkt man den Zimmern nicht an. Man kann hier aber nicht nur schlafen, sondern natürlich auch Essen und laut meinem Mann ist das hier servierte Icelandic Lamb ganz vorzüglich. Auch als Vegetarierin wird man aber glücklich. Und mir hat es viel mehr Freude gemacht, die Schafe zu beobachten. Ein besonderes Highlight: Der Hot Tub im Innenhof mir Blick auf das Tal. Und der Hofhund, der ab und an vorbeischaut, um das salzige Wasser aufzulecken. Lamb Inn Guesthouse ÖngulsstaðirOrt:&#160;AkureyriAdresse:&#160;Öngulsstadir III 601, 605 AkureyriAusstattung:&#160;Zimmer mit Bad, ParkplatzHighlight: Hot TubKosten:&#160;ca. 136 € p.N. im Doppelzimmer➤ Zur Website vom Lamb Inn Schönster Ausblick auf Akureyri Bevor es im nächsten Artikel mit den Sehenswürdigkeiten im Umland weitergeht, verrate ich euch noch einen kleinen Geheimtipp, nämlich einen Spot, von dem man eine wunderschöne Aussicht auf die Stadt hat. Ihr folgt der alten Bergstraße nach Norden, die ab einem gewissen Punkt nur noch für Allradfahrzeuge befahrbar ist. Bevor es aber soweit ist, leuchten am Straßenrand die Lupinen im sattesten Violett und von der erhöhten Position fällt der Blick weit ins Tal, den Fjord und auf Akureyri. Die für mich schönste Stadt Islands!</p>
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		<title>Roadtrip Island: Märchenhafter Ausritt auf Islandpferden</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Rosa]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 24 Sep 2023 05:21:00 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Arktis]]></category>
		<category><![CDATA[Europa]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Auf einem Roadtrip durch Island sollte man das Auto auch mal stehen lassen und sich stattdessen in den Sattel schwingen. Denn ein Ausritt mit den berühmten Islandpferden ist ein einmaliges Erlebnis, dass einen die Landschaft der abwechslungsreichen Insel noch mal mit ganz anderen Augen sehen lässt. Und im Gegensatz zu den Orcas von Snæfellsnes tauchen die Tiere auch auf! Willkommen auf dem Hof Syðra-Skörðugil Wir haben nämlich eine Verabredung mit den Islandpferden von Syðra-Skörðugil&#160;und so rollt unser Auto gegen 10 Uhr morgens auf den Reiterhof. Erst denken wir, außer uns wäre niemand da, aber dann entdecken wir in einem Gehege eine junge Frau, die sich um zwei braune und ein weißes Pferd kümmert. Sie stellt sich als Emilia vor, stammt aus Polen und verbringt ihre Semesterferien hier auf Island. Für heute ist sie unser Guide und mein Herz geht auf, als sie uns eröffnet, dass wir an diesem Morgen die einzigen Gäste sind. Das bedeutet, gleich werden wir uns zu dritt auf die Pferderücken begeben und das umliegende, weite Tal erkunden. Doch Safety first! Zuerst gilt es, den passenden Helm zu finden. Die Stallkatzen blinzeln uns schläfrig zu, während wir ein Modell nach dem anderen aufsetzen und testen, ob es auch wirklich sitzt. Als wir versorgt sind, treten wir wieder hinaus in den strahlenden Sonnenschein, mit dem Island uns heute segnet. Ihr erinnert euch, die letzten Tage kam das Wasser immer von allen Seiten. Vorerfahrung? Nicht nötig! Emilia lächelt uns schüchtern an und fragt nach bereits vorhandener Pferdeerfahrung. Mein Mann, der seine Teenagersommer auf dem Reiterhof verbracht hat, schwingt sich lässig in den Sattel und greift fachmännisch die Zügel, während ich nur sagen kann, dass ich mal von einem Pferd runtergefallen bin. Aber das macht nichts, denn für einen normalen Ausritt ist hier keine Vorerfahrung nötig. Emilia versichert mir, dass das heute nicht passieren wird, hilft mir in den Sattel, schiebt meine Füße in den Steigbügeln zurecht und erklärt mir, wie ich die Zügel halten muss. Angst habe ich trotz meiner bisherigen Erfahrung keine, denn a) lasse ich mich durch sowas doch nicht von einer traumhaften Unternehmung wie einem Ausritt mit Islandpferden abhalten und b) ist mein heutiges Pferd nur etwa halb so groß wie das, von dem ich auf meiner Spanienreise runtergesegelt bin. Zeit, meinen Gefährten für heute etwas näher kennenzulernen. Zunächst mal stelle ich fest, dass es sich um um eine Gefährtin handelt, ich sitze nämlich auf dem kleinen weißen Pferd, das Emilia vorbereitet hatte, und das ist eine Stute. Fróstrós heißt sie, Frostrose. Ein unglaublich schöner Name, der einfach hierher nach Island und zu diesem Tier passt. Wobei Schattenfell auch nicht verkehrt gewesen wäre. Mein Mann sitzt auf Tila, einer etwas älteren Lady, die dennoch ungeduldig schnaubt. Sie will, dass es jetzt endlich losgeht. Und so brechen wir auf und lassen den Hof hinter uns. Syðra-SkörðugilOrt:&#160;SkagafjörðurAdresse:&#160;Syðra-Skörðugil, 560 VarmahlíðVoraussetzung:&#160;Keine, man darf auch absoluter Anfänger seinAngebote: Es gibt auch Mehrtagestouren und ein GästehausKosten:&#160;11.500 ISK p.P. für etwa 2 Stunden➤ Zur Website vom Pferdehof Islandpferde &#8211; Wichtiger Bestandteil der isländischen Geschichte und Kultur Islandpferde gehören zu Island wie Strickpullover und raues Wetter. Schon seit Jahrhunderten leben sie auf der Insel, trotzen Wind und Regen und sind den Menschen treue Begleiter. Die Geschichte der Tiere reicht bis ins 9. Jahrhundert zurück, als die Wikinger ihre robusten und widerstandsfähigen kleinen Pferde auf die Insel brachten, aus denen sich die Islandpferde entwickelten. Seit Beginn des 20. Jahrhunderts gilt ein Gesetz, das helfen soll, die Rasse rein zu halten: Ein Islandpferd, das Island einmal verlässt, darf nicht mehr zurückkommen (ganz ähnlich wie bei den Grönland-Hunden). Während die Islandpferde früher vor allem für den Transport und die Arbeiter auf den Höfen eingesetzt wurden, sind sie heute meist als Reit- oder Wettkampftiere beschäftigt. Trotz ihrer geringen Größe schaffen sie es, kräftig und gleichzeitig elegant zu wirken. Und seien wir ehrlich: Auch wahnsinnig niedlich! Obwohl die Tiere rein theoretisch den Ponyrassen zugeordnet werden können, bevorzugen viele den Begriff Islandpferd, statt Islandpony. Im Isländischen gibt es sowieso nur die Bezeichnung &#8220;Pferd&#8221; (=hestur&#160;) oder &#8220;Kleinpferd&#8221; (=smáhestur). Die einzigartigen Eigenschaften der Islandpferde Was die Islandpferde so besonders macht, sind ihre einzigartigen Gangarten. Neben den üblichen, also Schritt, Trab und Galopp, beherrschen sie den Tölt und den Rennpass (=skeið). Der Tölt ist ein extrem bequemer und schneller Gang, der es dem Reiter ermöglicht, selbst über unwegsames Gelände mühelos dahinzugleiten. Der Rennpass hingegen ist eine besonders schnelle Gangart, bei der die Pferde ihre Beine diagonal bewegen und Geschwindigkeiten von bis zu 50 km/h erreichen können. Dieses Tempo kann allerdings nicht über lange Distanzen gehalten werden. Und bei meiner Pferde-Expertise bin ich mir sowieso sicher, dass Frostrose und ich es etwas langsamer angehen lassen. Auf dem Rücken von Islandpferden die Insel erkunden Emilia führt uns hinein in das Tal, in dessen Mitte sich ein Fluss verzweigt, der Héraðsvötn. Wir folgen Emilia gemächlich über Wiesen und durch eine Landschaft, die mich einerseits natürlich an Rohan, andererseits aber auch an die weiten Prärien Nordamerikas erinnert. Island ist wirklich unglaublich abwechslungsreich. Ich wünschte, ich könnte euch mehr Bilder vom Pferderücken zeigen, allerdings war es für mich als Pferde-Newbie gar nicht so einfach, Frostrose und Kamera zu koordinieren. So müsst ihr einfach mit Rücken und Hinterkopf meines Mannes in verschiedenen Varianten Vorlieb nehmen. Nachdem wir uns alle aneinander gewöhnt haben, dreht Emilia die samtweiche Schnute ihres Pferdes mit dem schönen Namen Ranta Fluga in Richtung der Berge. Über Gras und Steine und durch kleine Bäche und verwitterte Gatter bahnen wir uns einen Weg und in meinem Kopf ist nur Platz für ein Wort: Herrlich! Ab und an fragt Emilia, ob wir Lust auf ein etwas schnelleres Tempo haben und wir nicken begeistert. Obwohl ich weiß, dass Islandpferde Pass und Tölt beherrschen, habe ich leider nicht die geringste Ahnung, woher man weiß, in welcher Gangart man sich befindet. Frostrose nimmt jedenfalls Fahrt auf und gerade rechtzeitig erinnere ich mich daran, dass man sich beim Reiten mit den Beinen und nicht mit den Händen festhält. Erst werde ich ein bisschen durchgeschüttelt, aber dann gleiten wir nur so dahin, weshalb ich auf den Tölt tippe. Die Sonne strahlt vom Himmel, aber der kräftige Wind sorgt für angenehme Temperaturen. Pupsende Pferde, glückliche Reiter Um die Romantik ein bisschen zu stören: Wusstet ihr, das man nach der ersten Viertelstunde etwa anhält, um die Bauchgurte der Pferde anzupassen? Denn unsere kleine Kolonne zieht fröhlich pupsend durch die Lande und nachdem eine gehörige Menge Gas entwichen ist, sitzen die Sättel etwas lockerer. Ich bedaure ein wenig, dass ich als letzte in der Reihe reite, aber irgendwann haben sich alle ausgepupst und der frische Wind trägt eh alle Gerüche schnell weiter. Überraschende Action: Mein Wild-West-Moment Bald darauf reiten wir einen Hang hoch und dann den Kamm eines Hügels entlang. Hier wehen uns die Böen nun mit aller Macht entgegen und zerren an Mähnen und Kapuzen. Die Pferde stemmen sich gegen den Wind, doch als die leuchtend-orangene Kapuze meines Mannes besonders wild flattert, erschreckt Fróstrós sich. Sie bricht seitwärts aus unserer kleinen Formation aus und beginnt zu galoppieren. Dabei versucht sie auf dem schmalen Grat zu überholen. Weder kürzere Zügel noch beruhigende Wort meinerseits zeigen irgendeine Wirkung und ein paar Sekunden, die mir wie Minuten vorkommen, prescht das kleine, kräftige Islandpferd wild und ohne Rücksicht auf Verluste (zum Beispiel mich) vorwärts. Als mein linker Fuß aus dem Steigbügel rutscht, sehe ich dieses Unterfangen enden, wie damals meinen Ausritt in Spanien: Nämlich mit einem Sturz, mir auf dem Boden und dem Pferd in weiter Ferne. Aber da die kleine Frostrose nicht ganz so viel Temperament besitzt, wie ihr spanischer Verwandter, und ich ein paar Jahre schlauer bin, lässt sich das glücklicherweise verhindern. Ich presse Knie und Oberschenkel fest gegen das Leder des Sattels, schaffe es, meinen Fuß zurück in den Steigbügel zu schieben und Frostrose doch noch zum Anhalten zu bewegen. Okay, faiererweise muss ich zugeben, dass ich wohl wenig Einfluss gehabt habe, Frostrose hat wohl eher entschieden, dass es jetzt reicht. Emilia ist neben mir uns redet beruhigend auf das weiße Rennpferd ein. Klingt alles sehr viel spektakulärer, als es war und auch sehr viel länger. Und trotzdem bin ich stolz auf Frostrose und mich und habe das Gefühl, wir sind nach diesem kleinen Abenteuer ein besseres Team. Ein gelungenes Abenteuer! Ich könnte jetzt noch Stunden mit ihr durch dieses windgepeitschte Tal reiten, mit dem weiten Himmel über uns, an dem Wolkenfetzen und -schleier rasch vorüberziehen. Kurz darauf entdecken wir in der Ferne eine riesige Herde Islandpferde, die sich, geführt von ein paar Reitern, auf einen richtigen, mehrtägigen Treck begibt. Neidisch blicke ich den erfahreneren Reitern hinterher. Das muss traumhaft sein. Als sie aber kurz darauf den gesamten Verkehr im Tal lahm legen, muss ich lachen. Dafür reicht mein Pferdeverstand wohl noch nicht, um auch solche Situationen zu meistern. Noch öfter begegnen wir auf Island solchen Reitergruppen. Wer also schon ein bisschen Pferde-Know-How besitzt, für den ist das bestimmt genau das richtige Abenteuer. Auch auf Syðra-Skörðugil kann man solche Reisen buchen. Viel zu schnell kommt der Hof wieder in Sicht, aber wir dürfen Emilia noch beim Abzäumen und Absatteln helfen. Dann bringen wir unsere treuen Weggefährten auf die Weide. Ich ehrlicherweise ziemlich O-beinig. Es kündigt sich auch bereits der ein oder andere blaue Fleck und ein gehöriger Muskelkater an, trotzdem bekomme ich das Lächeln nicht aus dem Gesicht. Das hier, das ist wirklich Island!</p>
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		<title>Roadtrip Island: Rund um Snæfellsnes &#8211; Tipps und Sehenswürdigkeiten</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Rosa]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 17 Sep 2023 05:29:00 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Arktis]]></category>
		<category><![CDATA[Europa]]></category>
		<category><![CDATA[Island]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nach unserer Expeditionskreuzfahrt nach Grönland, auf der wir geheiratet haben, hängen wir noch Flitterwochen in Island dran. Unterwegs mit dem Mietwagen erkunden wir die Insel und natürlich möchte ich euch unsere Tipps und Highlights nicht vorenthalten. Wir beginnen mit der Halbinsel Snæfellsnes, auf die ich mich mit am meisten gefreut habe. Denn hier gibt es Orcas! Zwischenstopps auf der Anreise Wer nach Island reist, landet meist mit dem Flugzeug in Reykjavík. So ging es uns auch und wir haben dort unseren Mietwagen übernommen und uns auf den Weg nach Snæfellsnes gemacht. Rund um Island führt die Ringstraße und wer einen Roadtrip machen möchte, wird hauptsächlich auf dieser unterwegs sein. Daher habe ich für euch auch ein paar Tipps entlang der Strecke auf dem Weg nach Norden. Sie bedeuten zwar unter Umständen einen kleinen Umweg, aber entscheidet selbst, ob es euch dieser wert ist. Die heißen Quellen von Deildartunguhver Wie so oft herrscht im Südteil der Insel Regenwetter, als wir unseren Roadtrip starten. Der erste Tag ist also geprägt von Wasser, denn wir wollen zudem noch die geothermalen Quellen von Deildartunguhver besuchen. Dort angekommen sehen wir ein etwas trostlos wirkendes, schwarzes Gebäude, bei dem es sich um ein Spa handelt. Uns reicht aber das Wasser vom Himmel und aus den Quellen, also umrunden wir den Komplex und arbeiten uns vor. Es mag an der Stimmung liegen, die das Wetter verbreitet, aber als mein Mann versucht, sich mit echtem Enthusiasmus für das &#8220;stinkende, kochende Wasser&#8221; zu begeistern, das hier aus der Erde sprudelt, breche ich in Lachen aus. Okay, der erste Stopp war eher eine Niete. Vielleicht ist es bei Sonnenschein besser, vielleicht hatten wir uns auch zu viel erwartet, aber Deildartunguhver müsst ihr nicht unbedingt auf eurem Roadtrip durch Island einplanen. Extra-Tipp: Falls ihr aber doch da seid, geht in das Gewächshaus und grüßt den dort residierenden Königstiger! Museumsbesuch in Reykholt: Alles über Snorri Sturluson Unser nächster Stopp ist Reykholt, wo wir auf Grund der Wetterlage spontan entscheiden, das örtliche Museum aufzusuchen. So kommen wir dazu, uns mit der Lebensgeschichte von Snorri Sturluson, einem der berühmtesten Isländer überhaupt, zu beschäftigen. Der Historiker, Dichter und Politiker lebte im 13. Jahrhundert lebte und verfasste die weltbekannte &#8220;Prosa-Edda&#8220;. Dabei handelt es sich um eine der wichtigsten Quellen für nordische Mythologie und skandinavische Dichtkunst. Loki und Thor lassen grüßen! Das Museum ist sehr übersichtlich, eigentlich befinden sich alle Exponate in einem Raum. Derer gibt es nun auch nicht so wahnsinnig viele, aber man hat sich Mühe gegeben, die Ausstellung über Snorri informativ und teilweise sogar interaktiv zu gestalten. Ganz in der Nähe befindet sich auch der Snorralaug, Snorris eigener Badebrunnen, der aus einer unterirdischen Quelle gespeist wurde. Schöne Wasserfälle: Barnafoss und Hraunfossar Obwohl wir den Eindruck gewinnen, dass sich auf Island alles nur um Wasser dreht und selbiges von oben, unten und der Seite auf uns einprasselt, freuen wir uns dennoch auf den nächsten Roadtrip-Stopp: Unsere ersten isländischen Wasserfälle! Wir fahren zum Barnafoss und zum Hraunfossar. Und sind froh, dass wir durchgehalten haben, denn diese sind das absolute Highlight unserer Anreise nach Snæfellsnes. Fast afrikanisch mutet der Hraunfossar an, der sich als lange Uferbank mit unzähligen Wasserfällen in der Landschaft erstreckt. Dahinter öffnet sich eine felsige Schlucht aus Lavagestein, in der das Wasser nur so schäumt und die weiße Gischt zu kochen scheint. Ganz anders, als unsere Wasserfälle in Norwegen, aber sehr schön. Direkt daneben befindet sich der Barnafoss, der auch als &#8220;Kinderwasserfall&#8221; bekannt ist. Angeblich verschwanden hier Kinder, die beim Spielen zu nah an den Wasserfall gerieten und in seine Fluten stürzten. Unterkunft auf Snæfellsnes: Das Suður-Bár Guesthouse Wir lieben Roadtrips, aber es ist auch praktisch, nicht jeden Tag alles packen zu müssen. Also haben wir uns für unsere Zeit auf Snæfellsnes für eine Unterkunft entschieden, von der wir sternförmig unsere Ausflugsziele anfahren. Wir übernachten im Suður-Bár Guesthouse, das im nördlichen Teil der Halbinsel direkt am Meer liegt. Ich gebe zu, unser Zimmer hat den etwas zellenartigen Charme einer Jugendherberge, aber da ich immer eine schön gemusterte Wolldecke auf Roadtrips dabei habe, lässt sich das schnell in eine etwas gemütlichere Atmosphäre ändern. Das Gemeinschaftsbad ist sehr sauber und Handtücher bekommt man auch. Der wahre Schatz hier ist aber der Aufenthaltsraum im Erdgeschoss, in dem ein recht reichhaltiges Frühstück serviert wird. Hier kann man sich wunderbar in einen Sessel kuscheln und das Land und das Meer beobachten, egal ob bei Regen oder Sonnenschein. SURDUR-BAR GUESTHOUSEOrt: GrundarfjörðurAdresse: Suður-Bár, 351 GrundarfjörðurAusstattung: 3 Sterne, Parkplatz vor der TürKosten: ca. 122 € p.N. ➤ Zur Website vom Guesthouse Lebensmittelpreise auf Island Da wir in unserer Unterkunft nur Frühstück inklusive haben, fahren wir als nächstes in den Ort Grundarfjörður um dort entweder einzukaufen, oder uns ein Restaurant zum Abendessen zu suchen. Während weiter um unseren Mietwagen herum die Welt untergeht und Wasser in Massen vom Himmel schüttet, recherchiere ich schnell ein paar Möglichkeiten. Erste Erkenntnis: Alles ist unglaublich teuer! Zweite Erkenntnis: Ich bin nicht bereit 19 € für eine Ofenkartoffel zu bezahlen. Einkaufen auf Snæfellsnes: Grundarfjörður So geht es dann in den kleinen, aber recht gut sortierten Supermarkt Samkaup, wo wir uns für den vor uns liegenden Roadtrip ausstatten: Saft, Kekse, Obst und Gemüse, Brot, Oliven und ein bisschen Aufstrich und Aufschnitt. Damit kommen wir im Notfall mehrere Tage aus und alles hält sich einigermaßen, sollten die Temperaturen nicht schlagartig steigen. Kostenpunkt: Weit über 60 €. Island ist nicht günstig, so ist das nun mal. SAMKAUP SUPERMARKTOrt: GrundarfjörðurAdresse:&#160;WPGQ+4W5, 350 GrundarfjörðurGeöffnet: Mo-Fr 9 Uhr bis 18 Uhr, Sa 10 Uhr bis 17 Uhr, So 12 Uhr bis 17 UhrParken: Parkplatz vor der Tür ➤ Zum Supermarkt auf Google Maps Whale Watching auf Snæfellsnes: Láki Tours Am nächsten Morgen ereilt uns eine unangenehme Überraschung: Die von uns im Voraus gebuchte Whale Watching Tour wurde abgesagt und da wir die Nachricht gestern nicht mehr gelesen haben, ist es zu spät, um auf den Nachmittag umzubuchen. Der Tourenveranstalter Láki Tours ist aber sehr freundlich und so ergattern wir noch Plätze für den nächsten Morgen. Das ist dann auch unsere letzte Gelegenheit, dann geht es für uns weiter in den Norden der Insel. Extra-Tipp: Nehmt euch so viele warme Klamotten mit, wie ihr anziehen könnt. Auf dem Wasser wird es schnell sehr kalt und man ist dankbar für Mütze, Handschuhe, Schal und lange Unterhose! Ein Paar, das ebenfalls im Suður-Bár Guesthouse untergekommen ist, erzählt uns von seinen Erlebnissen von der Nachmittagstour: Ein absoluter Traum, mehrere Walarten, natürlich auch 6 Orcas und darunter sogar 2 Jungtiere. Okay, meine Erwartungen schießen durch die Decke. In Ólafsvík angekommen packe ich also alle verfügbaren Kameras ein und wir erhalten große blaue Gummianzüge, die wir über unsere Klamotten ziehen. Wie überdimensionierte Teletubbies watscheln wir durch den Hafen, bis es an Bord geht. Extra-Tipp: Falls ihr auch nur im Ansatz dazu neigt, nehmt VOR Abfahrt ein Mittel gegen Seekrankheit. Die Schiffe sind klein und das Meer rau. Leider werde ich von Tabletten gegen Seekrankheit immer sehr müde und so hänge ich im Halbschlaf über der Reling, während unser Untersatz durch die Wellentäler stampft. Es fällt schwer, die Augen offen zu halten, zumal es auch leider nichts zu sehen gibt. Alle Wale wurden wohl gestern aufgebraucht, so ein Pech. Ich bin wirklich enttäuscht, denn Orcas waren mein großer Traum für diese Reise. Traurig kehren wir in den Hafen zurück. Láki Tours verhält sich hier aber richtig gut und stellt allen Teilnehmern einen Gutschein für eine weitere Tour aus. Leider haben wir dafür keine Zeit, aber wer weiß, vielleicht kommen wir ja nochmal wieder. Grundsätzlich kann ich Láki Tours aber empfehlen, sie können ja nichts dafür, dass keine Wale da waren. Das Schiff war nicht zu voll, das Personal sehr freundlich und bei 3 Stunden Dauer kann man sich wirklich nicht beschweren. Und ein paar sehr niedliche Tiere konnten wir immerhin beobachten: Papageientaucher. LÁKI TOURSOrt: Norðurtangi 9, 355 ÓlafsvíkGPS: Lat: 64.895359 Long: -23.710866Touren: 15. Februar bis 30. September täglich um 10 Uhr und 14 UhrDauer: ca. 3 StundenSprache: EnglischKosten: 11.500 ISK p.P. ➤ Zur Website von Laki Tours Restaurant-Tipps Snæfellsnes Obwohl wir nur ein paar Tage da waren und eigentlich sparen wollten, sind wir doch zwei Mal essen gegangen. Da ich mit beiden Lokalen soweit zufrieden war, verrate ich sie euch natürlich. Restaurant Arnarbær in Arnastapi Hier gibt es vor allem Pizza, und die ist auch gut und lecker. Aber wie immer natürlich nichts für den kleinen Geldbeutel. Wir haben uns zu Mittag einfach eine geteilt und zu Abend unsere Vorräte dezimiert. Das Restaurant sieht von außen sehr niedlich aus, auch innen ist es hell und freundlich. Alle Pizzen auf der Karte sind nach Werken von Jules Verne benannt, da hier in der Nähe ein Teil von &#8220;Reise zum Mittelpunkt der Erde&#8221; spielt. Kaffi 59 in Grundarfjörður Hier gibt es richtig leckere Burger, tollen Kuchen und eine sehr freundliche Bedienung. Viele Speisen sind vegetarisch oder vegan, was aber nicht heißt, dass die Speckmarmelade nicht vorzüglich ist. Sagt zumindest mein Mann und der muss es wissen. Das kleine Kaffi liegt direkt im Ort an der Straße, man kann davor parken und auf den ersten Blick hat es etwas Motelcharakter. Aber drinnen fühlt man sich schnell wohl und die große Fensterfront zum Meer bietet ein tolles Panorama. ARNABAEROrt:&#160;Arnarstapi 355, Snaefellsbaer 356Öffnungszeiten:&#160;Mo-So 12 Uhr bis 21 UhrSpeisen: Pizza und SnacksParkmöglichkeit: vorhanden ➤ Zu Arnarbær auf Google Maps KAFFI 59Ort:&#160;Grundargata 59, 350 GrundarfjörðurÖffnungszeiten:&#160;Mo-Sa 12 Uhr bis 23 UhrSpeisen: Burger, Pizza, Kuchen, SeafoodParkmöglichkeit: vorhanden➤ Zu Kaffi 59 auf Google Maps Weitere Sehenswürdigkeiten auf Snæfellsnes Hellissandur: Streetart &#38; Graffiti auf Island Der kleine Ort Hellissandur auf Snæfellsnes gilt als Hauptstadt der Streetart auf Island. Das beanspruchen zwar einige Städtchen für sich, aber Grafitti und Murals finden sich in Hellissandur auf jeden Fall. Es lohnt sich also, die Kamera im Anschlag zu haben, wenn man durch das kleine Fischerdorf schlendert. Wenn dann noch die Sonne rauskommt, wird es hier im wahrsten Sinne des Wortes malerisch. Lóndrangar: Piratenfels &#38; Seevogelkliff Lóndrangar ist ein geologisches Wahrzeichen an der Westküste von Island. Es handelt sich um zwei beeindruckende Basaltsäulen, die markant aus dem Meer aufragen und von Möwen umkreist werden. Meine Phantasie macht sich hier natürlich wieder sofort auf dei Reise und switcht zwischen Jane-Austen-Romantik und Piraten-Action hin und her. Eine kleine Wanderung vom Parkplatz zum Kliff lohnt sich definitoiv und ist gut zu bewältigen. Am Wegesrand gibt es nicht nur kleine Blumen, sondern auch Schalen von Seevogeleiern zu bewundern. Búðir: Schwarze Holzkirche an der Küste 1847 wurde die kleine Kirche von Búðir, Búðakirkja genannt, aus Holz erbaut und noch heute thront sie mutterseelenallein in der isländischen Landschaft. Die Winde peitschen über das hohe Gras ringsum und auf dem Friedhof um die Kirche verwittern die Grabsteine. Von der Kirche ziehen sich unzählige Pfade durch die Dünenlandschaft bis ans Meer, dessen Wellen am schwarzen Gestein lecken. Ein wirklich magischer Ort, an dem ein Spaziergang bei Wind und Wetter Freude macht. Selvallafoss: Grandioser Wasserfall und Seenlandschaft Der Selvallafoss, auch Sheep&#8217;s Waterfall genannt, ist einer der weniger bekannten Wasserfälle auf Island. In mächtigen Stufen rauscht das Wasser hier den Hang hinab und ergießt sich dann in eine weite, verzweigte Seenlandschaft. Direkt oberhalb des Wasserfalls befindet sich ein Parkplatz, an dem man eine Erkundungstour beginnen kann. Oder man packt einfach sein Picknick aus, sucht sich ein nettes Fleckchen und genießt die Aussicht. So, nun hoffe ich, dass ihr einige hilfreiche Tipps für euren Island-Roadtrip und im Besonderen natürlich für Snæfellsnes finden konntet. Natürlich gibt es auf Island noch so viel mehr zu entdecken. Ich wünsch euch eine gute Reise!</p>
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