<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Expeditionskreuzfahrt Grönland Archive - Rosas Reisen</title>
	<atom:link href="https://rosasreisen.de/category/roadtrip/expeditionskreuzfahrt-groenland/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://rosasreisen.de/category/roadtrip/expeditionskreuzfahrt-groenland/</link>
	<description>Home is behind - the World ahead</description>
	<lastBuildDate>Sun, 04 Feb 2024 10:41:14 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=6.9.4</generator>

<image>
	<url>https://rosasreisen.de/wp-content/uploads/2018/06/cropped-Logo-Rosas-Reisen-Favicon-32x32.jpg</url>
	<title>Expeditionskreuzfahrt Grönland Archive - Rosas Reisen</title>
	<link>https://rosasreisen.de/category/roadtrip/expeditionskreuzfahrt-groenland/</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title>Grönland-Reisebericht: You&#8217;re now leaving the arctic &#8211; Come back soon</title>
		<link>https://rosasreisen.de/groenland-reisetagebuch-youre-now-leaving-the-arctic-come-back-soon/</link>
					<comments>https://rosasreisen.de/groenland-reisetagebuch-youre-now-leaving-the-arctic-come-back-soon/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Rosa]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 06 Aug 2017 06:59:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Arktis]]></category>
		<category><![CDATA[Expeditionskreuzfahrt Grönland]]></category>
		<category><![CDATA[Grönland]]></category>
		<category><![CDATA[Roadtrip]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://rosasreisen.de/?p=6279</guid>

					<description><![CDATA[<p>Ganze vierzig Minuten habe ich geschlafen, dann klingelt der Wecker. Die letzten Stunden auf der Cape Race sind angebrochen, ich muss dringend duschen und packen. Mit allem habe ich leichte, nein, seien wir ehrlich, gravierende Koordinationsschwierigkeiten, die Folgen der letzten feuchtfröhlichen Nacht. Als ich Elke vor meiner Tür besorgt fragen höre „Did you bring her back alive?“ will ich das natürlich bestätigen, die Jungs sollen wegen mir und unseres gestrigen Abenteuers keinen Ärger bekommen. Hastig stolpere ich zur Tür, falle über meinen Koffer, lege mich auf die Fresse und fluche laut. Die Jungs vor der geschlossenen Tür lachen. „As you hear.“ Zum Frühstück kann ich nur ein Wasserglas annehmen. Ich sitze auf der Bank in der Küche und schaue Emmet und Jack zu. Die Minuten laufen runter und mir ist übel. Ich glaube, dass das zwar auch an Schlafmangel und Alkohol liegt, aber nicht nur. Das hier ist viel eher psychosomatischer Natur. Dieses Schiff verlassen zu müssen bereitet mir Übelkeit. An meinen Job zu Hause denken zu müssen macht mich verrückt. Das hier zurückzulassen, nach allem, was passiert ist. Nein. Das geht nicht. Aber es muss gehen. Die Koffer sind schon an Land, im Hafen von Ilulissat, der erste Teil der Passagiere auch. Ich kann es nicht länger herauszögern. Eine letzte, feste Umarmung. Kim, Emmet. Dann steige ich ins Zodiac. Der Motor schreit, die Schraube rotiert, wir verlassen die Cape Race. Obwohl ich lieber heulen möchte, lächle ich die Crew an. Auf dem Pier springt Jack in das Zodiac, um es zurückzubringen. Als er ablegt fällt es mir verdammt schwer, nicht meinen Koffer reinzuwerfen und hinterherzuspringen. Während wir auf das Taxi warten halte ich es kaum aus. Mir ist schwindelig. Ich muss mich bewegen. Rennen. Ich sprinte einmal durch den Hafen, hetze ein paar Steine hoch und werfe einen letzten Blick auf die Cape Race, die weiter draußen zwischen Eisbergen in der Sonne liegt. Auf dem blau glänzenden Polarmeer. Und wie verrückt hoffe ich, dass das nicht das Ende, sondern der Anfang ist.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://rosasreisen.de/groenland-reisetagebuch-youre-now-leaving-the-arctic-come-back-soon/">Grönland-Reisebericht: You&#8217;re now leaving the arctic &#8211; Come back soon</a> erschien zuerst auf <a href="https://rosasreisen.de">Rosas Reisen</a>.</p>
]]></description>
		
					<wfw:commentRss>https://rosasreisen.de/groenland-reisetagebuch-youre-now-leaving-the-arctic-come-back-soon/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>4</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Grönland-Reisebericht: Stupid, reckless things</title>
		<link>https://rosasreisen.de/groenland-reisetagebuch-stupid-reckless-things/</link>
					<comments>https://rosasreisen.de/groenland-reisetagebuch-stupid-reckless-things/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Rosa]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 30 Jul 2017 06:38:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Arktis]]></category>
		<category><![CDATA[Expeditionskreuzfahrt Grönland]]></category>
		<category><![CDATA[Grönland]]></category>
		<category><![CDATA[Roadtrip]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://rosasreisen.de/?p=6276</guid>

					<description><![CDATA[<p>Heute fahren wir zurück zum Ausgangspunkt unserer Reise, an den Kangia-Gletscher. Diesmal wollen wir uns den Eisfjord von der anderen Seite ansehen. Als wir aus den Zodiacs krabbeln, erwartet uns eine Mückenplage. Wir können Gott auf Knien danken, dass wir bisher von den Biestern verschont wurden, dann sie rauben einem den letzten Nerv. Die Viecher stechen dir mal locker durch deine Klamotten, aber es ist heute so warm, dass man einfach keine Lust hat, sich komplett zu vermummen. Das beste Mittel ist meiner Meinung nach flottes Gehen, dann lässt man die Mücken wenigstens zum Teil hinter sich. Nach einem kurzen Lauf über die Tundra öffnet sich uns auf dieser Reise der Superlative mal wieder ein kolossaler Ausblick. Der Eisfjord liegt in all seiner Schönheit vor uns. Und je weiter ich runter zum Eis klettere, desto weniger Mücken folgen mir. Ich suche mir einen ruhigen Platz und fange an, über die letzten Tage nachzudenken. Über das, was sie und die Begegnungen auf dieser Reise in mir ausgelöst haben. Viel zu schnell müssen wir wieder los. Auf dem Rückweg teilt sich unser Grüppchen immer weiter, bis ich praktisch mein eigenes anführe. Tja, was soll ich sagen, vielleicht übe ich mich einfach schon mal als Guide. Da ich mal wieder als erste an der Landungsstelle bin, halte ich dann auch mal ganz fachmännisch das Zodiac an Ort und Stelle, während die anderen einsteigen. Ich hole Hartmuts vergessenen Rucksack und schiebe das Schlauchboot an, bevor ich reinspringe. Das klappt doch alles schon ganz gut. Immer dran denken: Seemansgriff. Eine Hand für das Schiff, eine für dich. Leiter, Ponton, Zodiac. Bämm! Was folgt ist einer meiner absoluten Höhepunkte der Reise. Falls man das überhaupt sagen kann, befinde ich mich hier doch in einem konstanten Emotionsrausch, als hätte ich sonstwas eingeschmissen. Zum Abschluss fährt die Arktis alles auf, was sie hat. Wir machen eine Panoramafahrt durch das Eis, wie man sie niemals noch mal erleben kann. Die Eisberge sind unglaublich und türmen sich zu immer neuen Formen vor uns auf. Ich schnappe mir meine Kopfhörer. Mit rauschendem Blut kann ich keine Sekunde länger stillsitzen. Zuerst bin ich ganz alleine am Bug und ich tanze mir verdammt nochmal die Seele aus dem Leib, während ich die ganze Schönheit der Arktis in mich aufsauge. Ich habe nur eine Jeans und einen dünnen Pulli an, aber kalt ist mir bei weitem nicht. Zu meiner geliebten Musik hüpfe und tanze ich durch diese magische Welt und es ist mir völlig egal, ob ich mich dabei mal wieder zum Affen mache. Genau das brauche ich gerade so dringend. Nach und nach kommen auch die anderen Passagiere hoch und ich gebe mir zumindest Mühe, ihnen nicht durchs Bild zu tanzen. Irgendwann kann ich nicht mehr, hab alles gegeben, genauso wie die Arktis. Selten bis nie war ich so erschöpft-glücklich. Die Serie an Highlights reißt aber nicht ab. Unser letztes Abendmahl nehmen wir als BBQ bei strahlendem Sonnenschein an Deck ein. Jack grillt, wir essen, die Eisberge um uns rum schimmern im Licht. Dann kommt die ganze Crew an Deck und nimmt unseren Applaus für die fantastische letzte Woche entgegen. Zuletzt lege ich mit Mitpassagier Bernd eine sehr freie Tango-Interpretation aufs Stahlparkett, denn sie wissen nicht, was sie tun. Während die anderen noch den Nachtisch genießen finde ich mich auf der Brücke wieder, wo ich mich mit Kim und Travis unterhalte. Und wo ich etwas schüchtern frage, was man denn eigentlich können muss, um auf so einem Schiff mitzufahren. Und ob Frauen überhaupt in der Crew erlaubt sind. Dann sagt Kim den Satz, der mich zum Zittern bringt. „You know, we’re one hand short here. We could use some help.“ Wäre ich ein etwas böserer, noch egoistischerer Mensch, als ich sowieso schon bin, ich würde schreien JA! Aber ich habe eine Schwester zu Hause, die jeden Moment meine Nichte zur Welt bringen wird. Und ich habe ein echt mieses Projekt, dass auf der Arbeit auf mich wartet und das ich keiner meiner Kolleginnen zumuten will. Und ich habe natürlich einen Arbeitsvertrag. Aber…Gott, als Sven auch noch sagt „Lass es doch drauf ankommen, was kann dein Chef machen?“ brauche ich all meine Willenskraft um ein „Maybe next season?“ zwischen meinen Zähnen hervorzupressen. Kim lächelt „Sure, just leave your contact information.“ Kurz darauf spricht mich Robin, der Zweite Offizier, an, der unser Gespräch mit angehört hat. „Do you have experience as a waitress?“ Naja, es gab da diesen furchtbaren Sommer, in dem ich versucht habe, mich zu Tode zu kellnern, also…“Yes!“ Er plant ein eigenes Unternehmen, wahrscheinlich um Spitzbergen, auch ihm soll ich mal meine E-Mailadresse aufschreiben. Mein Herz rast. Um zehn Uhr sehen wir uns als gemeinsamen Abschluss eine kleine Slideshow unserer Erlebnisse an, die Sven, der Fotograf der Expedition, zusammengestellt hat. Wir lassen die Reise Revue passieren: Unsere Ankunft in Ilulissat, der Eisfjord und die Cape Race, Qeqertarsuaq, die Wanderungen durch die Tundra, der Lost Place Qullissat, Ritenbenk,&#160; der Eqi-Gletscher und mein Sprung in den Arktischen Ozean. Es folgen jede Menge Dankes und Bittes, es liegt eine feierliche Stimmung über dem holzgetäfelten Salon. Ich sinniere so vor mich hin, da bemerke ich plötzlich durch eins der Salonfenster eine rote Bewegung auf Deck.Die Jungs.In den Survival Suits.Ich spurte zur Tür, drehe den Verriegelungsmechanismus und reiße sie auf. „Are you going to do stupid, reckless things without me??? Travis schließt die Tür sacht und sagt die magischen Worte: „Wanna come?“ Ich platze fast. NATÜRLICH WILL ICH! Aber was werden Brigitte und Hartmut sagen? Sie haben mir diese Reise meines Lebens beschert und ich will sie nicht in Sorge versetzen. Sie hatten glaube ich schon die ganze Zeit Angst, dass ich mich aus Versehen kopfüber in einen Wasserfall stürze oder so. Aber, aber, aber… Meine rasenden Gedanken werden von Jaron unterbrochen. „Guys, we can’t! They will kick our ass, if we take a guest! Even if it’s the youngest and most agile one we ever had on board.“ Okay, das will ich wirklich nicht. Auch wenn ich es liebe, mit den großen Jungs spielen zu dürfen, sie sollen dafür nicht ihre Jobs verlieren. Also gibt es einen Alternativplan: Ich komme mit, darf aber nicht auf die Eisberge. Damit können alle leben und ich schmeiße mir in Windeseile alle Klamotten über, die ich finden kann. Ich schnappe mir meine Actioncam und springe in das wartende Zodiac. Wir fahren los in die tiefstehende Sonne und einen Ozean voller Eis. Mein Herz schlägt so schnell, dass ich fast keine Luft kriege und ich bekomme das Grinsen einfach nicht aus dem Gesicht. Die Jungs sind so gelöst, das ist ansteckend. Wir fahren zum ersten Eisberg und sie springen raus, Emmet bleibt bei mir im Zodiac. Die anderen verschwinden hinter der ersten Kuppe und wir fahren um den Eisberg, um sie auf der anderen Seite zu erwarten. Aber sie kommen nicht. Wir warten. Wir fahren um den Eisberg rum.Einmal.Zweimal.Dreimal.Nichts. Das Grinsen vergeht mir. Wir machen den Motor aus und lauschen. Immer noch nichts. „Emmet, is this a sick joke?“ „No, I promise. If I can’t find them in the next minutes, we gotta call Kim.“ Da hören wir sie lachen. Sie sind auf der anderen Seite. Sie haben in der Mitte des Eisbergs einen See entdeckt, den Travis auf den Namen Travis Lake taufen musste. Stupid, reckless, incredible guys. Dann beginnt das Freizeitvergnügen und sie rutschen in ihren Anzügen den Eisberg runter, springen von Vorsprüngen und haben einen Heidenspaß. Irgendwann fragt ausgerechnet Jaron, ob ich auch auf den Berg will. Klar will ich, aber irgendwo hab‘ ich dann doch auch einen Selbsterhaltungstrieb. Ich bin die Einzige die keinen Survival Suit trägt. Über die Gefährlichkeit von Eisbergen habe ich euch ja schon ein bisschen was erzählt. Schweren Herzens lehne ich ab. Und habe trotzdem the time of my life. Wir fahren von Eisberg zu Eisberg, immer auf der Suche nach guten Rutschbahnen oder Sprungbrettern. Alle Last, alle Sorge, die ich jemals empfunden habe, ist weg. Irgendwann spüre ich meine Zehen und Finger nicht mehr und ich sehe den Jungs zu, wie sie eine riesige Rampe auf einem Monster von Eisberg hochjagen. Plötzlich hören wir Gebrüll hinter uns. Ein kleines Schiff treibt einige hundert Meter entfernt, an Deck stehen Menschen die panisch winken und rufen. Es ist klar, dass man sich Sorgen macht. „Travis, is this illegal?“ „Not as far as I know. But they might think that we’re in danger, because of the survival suits. If they call a rescue team, we are fucked.“ Ups. Jungs, runter da, aber schnell! Nachdem wir alle wieder an Bord haben gibt es noch eine letzte Dummheit. Wir fahren in einen Canyon aus Eis. Zwei Eisberge, die sich weit über unseren Köpfen schon fast berühren und eine schmale Gasse bilden. Aus Eis, das sich jederzeit bewegen kann. Emmet, der mir immer wieder versichert hat, dass er nicht „superstitious“ nur „a little stitious“ sei, und der nicht einmal Titanic an Bord gucken will, schließt die Augen. „If you have to do this, Travis, do it quick.“ Wir fahren ohne Probleme ziwschen den Eiswänden herum, drehen um und nehmen Kurs auf die Cape Race. Es ist nach eins, als wir alle wieder in der Küche sitzen und uns unter Gelächter die Videos angucken. Die Stunden rasen dahin. Irgendwann stehen die Alkoholvorräte des Eigners auf dem Tisch und der Rest der Nacht ist ein einziger Rausch. Was bisher geschah: Ankunft in Ilulissat // Der Eisfjord und die MS Cape Race // Auf Qeqertarsuaq // Die Tundra und das Inuksuk // Lost Place Qullissat // Die Arktis ist mein Spielplatz // Der Eqi-Gletscher und mein Bad im Polarmeer Wie es weitergeht: You’re now leaving the Arctic – come back soon!</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://rosasreisen.de/groenland-reisetagebuch-stupid-reckless-things/">Grönland-Reisebericht: Stupid, reckless things</a> erschien zuerst auf <a href="https://rosasreisen.de">Rosas Reisen</a>.</p>
]]></description>
		
					<wfw:commentRss>https://rosasreisen.de/groenland-reisetagebuch-stupid-reckless-things/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>2</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Grönland-Reisebericht: Der Eqi-Gletscher und mein Bad im Polarmeer</title>
		<link>https://rosasreisen.de/groenland-reisetagebuch-der-eqi-gletscher-und-mein-bad-im-polarmeer/</link>
					<comments>https://rosasreisen.de/groenland-reisetagebuch-der-eqi-gletscher-und-mein-bad-im-polarmeer/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Rosa]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 23 Jul 2017 06:48:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Arktis]]></category>
		<category><![CDATA[Expeditionskreuzfahrt Grönland]]></category>
		<category><![CDATA[Grönland]]></category>
		<category><![CDATA[Roadtrip]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://rosasreisen.de/?p=6274</guid>

					<description><![CDATA[<p>Über Nacht bewegen wir uns durch den Atâsund (Ikerasak) zum Eqi-Gletscher. Da ich noch ziemlich lange mit Emmet gequatscht habe, schlafe ich die Nacht friedlich durch. Um sieben werde ich aber schlagartig wach, als sich mein Bett um mindestens 50 Zentimeter absenkt um dann wieder hochzuschnellen. Mir wird kotzübel. Ich rolle mich aus dem Bett und wanke zu Kabinentür, die ich mehr auftrete als öffne. Mit der Hand klammere ich mich am Türrahmen fest. Blöde Idee, denn natürlich macht die Tür das Geschwanke mit und verpasst mir einen blau-lilanen Fingernagel. Auf mein dezentes Gefluche wird mit Gelächter reagiert und ich schaue in drei amüsierte Gesichter. Dann wird mir der Grund für den plötzlichen Wellengang erklärt. Die hier recht häufig stattfindenden Abbrüche des Gletschers lösen natürlich Wellen aus, die bis zum Schiff schlagen und dieses ordentlich in Bewegung versetzen. Na gut. Schlecht ist mir jetzt trotzdem. Aber nur, bis ich den ersten Blick auf den Gletscher werfe. Dann ist alles andere vergessen. Es tut mir Leid, aber das ist unfuckingfassbar! Dass ich hier sein darf, dass ich so etwas sehe, das ist fast zu viel. Als ich in den Salon komme, werde ich mit einem „Ach was, auch schon wach? Hast du etwa durchgeschlafen???“ begrüßt. Ähm ja, hab ich, hätte ich nicht gesollt? Ich erfahre, dass es in den Doppelkabinen, die im Gegensatz zu meiner unter Deck in der Nähe des Bugs liegen, wohl eher mau aussah mit der Nachtruhe. Gegen zwei hat es so heftig gerumst, dass meine Tante aus dem Bett gesprungen ist, in der vollen Überzeugung: Das Schiff sinkt! Dann ist sie auf die Brücke gerannt um den Kapitän zur Rede zu stellen. Der hat sie dann aber erst mal beruhigend in den Arm genommen und ihr erklärt, dass alles in Ordnung ist, wir durch einen Eisfjord fahren und wohl noch die ganze Nacht Eis brechen werden, dass das Schiff dafür aber auch gemacht sei. Statt sich wieder hinzulegen hat meine Tante sich angezogen und dem Kapitän mit wachsamen Augen Gesellschaft geleistet. Irgendjemand muss ja die Verantwortung übernehmen! Da hab ich wohl einiges verpasst, letzte Nacht! Mit den Zodiacs geht es an Land und wir wandern über die Moräne um einen guten Blick auf den Gletscher zu bekommen. Hier treffen wir dann auch zum ersten Mal andere Touristen, was sich wirklich verrückt anfühlt. Es sind aber auch nur etwa fünf. Überlaufen ist Grönland Gott sei Dank wirklich noch nicht. Oben angekommen raubt dieses Land mir mal wieder den Atem und in mir schlagen die Wellen so hoch, wie unten auf dem Meer nach einem Abbruch. Eine riesige, etwa hundert Meter hohe Wand aus kantigem Gletschereis erhebt sich in den Himmel und dahinter folgt eine unglaubliche Eismasse, soweit das Auge reicht. Die Luft ist erfüllt vom Donnern und Stöhnen des Eises, das immer weiter komprimiert wird, bis irgendwann ein Teil nachgibt und mit Krachen in die See stürzt. Ganz weit entfernt schaukelt die Cape Race, winzig sieht sie aus. Und sie kommt mir vor, wie das Schiff, dass mich nach Nimmerland bringen kann. Auf dass ich nie erwachsen werden muss und diesen Traum für immer leben kann. Wer weiß…vielleicht…Sven und Elke, unsere Guides, haben in den letzten Tagen einige Bemerkungen gemacht, die sich in mir festgesetzt haben. Genau wie Emmet, als wir uns letzte Nacht an Deck unterhalten haben. Sie alle spüren, welche Begeisterungsstürme der Norden in mir auslöst, welche Lebensfreude. Und wie gerne ich hierbleiben würde. Und sie sagen mir, dass es Möglichkeiten gibt. Ob als Teil der Crew oder als Guide. Wir machen uns auf den Rückweg, inklusive Abstecher über die Tundra und zu einem beeindruckenden Wasserfall. Natürlich kann ich mich mal wieder nicht an das Tempo der Gruppe halten und hopse in meinem ganz eigenen über den schmalen Grat aus Geröll.&#160; Dementsprechend bin ich auch als erste wieder bei unseren Schwimmwesten und schlüpfe in die Gummistiefel. Nach und nach treffen die anderen ein, aber ich habe das Gefühl, etwas stimmt nicht. Wo bleibt Brigitte, die doch sonst immer nur kurz hinter mir ist? Ich laufe zurück und sehe sie. Und ich sehe an ihrer Kleidung, dass sie gestürzt sein muss. Mir bleibt kurz das Herz stehen, hoffentlich ist sie okay. Das ist sie, zwar ist die Kamera leicht demoliert, der UV-Filter gesprungen und sie selbst ein bisschen geschockt, aber ganz tapfer macht sie sich zurück auf den Weg zum Schiff. Glück gehabt. Ich glaube, das ist es, was mich an der Arktis so fasziniert, so makaber das klingt: Ein kleiner Fehler, ein falscher Schritt, der zu Hause nicht viel bedeuten würde, und hier bist du verletzt, vielleicht tot. Meine Nerven vibrieren bei solchen Gedanken und jagen mir das Leben durch den Körper. Nie fühle ich mich so lebendig wie hier oben. Zurück an Bord kämpfen wir uns durch das breiige Eisfeld des Fjords, immer wieder erschüttern Kollisionen das Schiff. Ich lasse die Beine über dem Bug baumeln und versuche, all das ganz bewusst wahrzunehmen. Die Wärme der Sonne über und des roten Stahls unter mir, die strahlend weißleuchtenden Eisberge, das türkisblaue Wasser und die Vibration der Maschine. Am Abend ankern wir wieder mal vor einer aufgegebenen Siedlung, diese war bereits Drehort für den Film „Fräulein Smillas Gespür für Schnee“. Und jetzt wartet schon der nächste Adrenalinkick. Die Cape Race, dieses wunderbare Schiff, hat sogar eine Sauna. Die wird nach dem Abendessen aufgeheizt und zusammen mit Wolfgang, Robin, Jack und später Emmet mache ich es mir in dieser kleinen Höhle aus Zedernholz gemütlich. Nachdem die Diskussion über das passende Outfit für dieses Vorhaben unter meinen Mitpassagieren bereits für Erheiterung sorgte, bin ich doch ganz froh, mich gegen die Freikörperkultur entschieden zu haben, ich wäre nämlich die einzige gewesen. Und auch wenn mir Sätze wie „Oh god, you smell so girly, move again“ und „You know, you’re very attractive and we haven’t seen a girl in a month“ durchaus schmeicheln, wir wollen es doch mal nicht übertreiben. Nach dem ersten Saunagang heißt es natürlich: Abkühlen! Die Jungs haben den Kran, mit dem normalerweise die Zodiacs auf Deck gehoben werden, so ausgerichtet, dass ein Seil über die Bordwand baumelt. Mit dessen Hilfe schwingen wir uns ins Polarmeer. Wusstet ihr, dass Salzwasser einen tieferen Gefrierpunkt hat, als 0 Grad? Ich jetzt schon. Das Wasser ist kalt. Unglaublich kalt. Es ist so kalt, dass es sich wie tausend Nadelstiche auf der Haut anfühlt. Es presst mir beim Aufprall alle Luft aus den Lungen und als ich prustend auftauche und versuche, neuen Sauerstoff durch selbige zu jagen geht das einfach nicht. Ich kann nicht einatmen. Mein Körper steht unter Schock. Also mache ich mich schleunigst auf den Weg zur Leiter und sobald ich aus dem Wasser bin, kann ich auch wieder Luft holen. Gott, was für ein unglaublich berauschendes Gefühl. Hier stehe ich, klatschnass auf Deck, umgeben von verrückten, lachenden Idioten und wir haben nichts Besseres zu tun, als in den arktischen Ozean voller Eisberge zu springen! Can life get any better? Allerdings muss ich zugegeben, so hardcore wie Wolfgang bin ich dann doch nicht. Er geht ganz entspannt und langsam über die Leiter ins Wasser und sagt nachdem er wieder oben ist: „Ach, das reicht noch nicht als Abkühlung.“ Und steigt seelenruhig noch mal runter. Respekt, mein Lieber! Wir huschen wieder in die Sauna, in der uns bald Kapitän Kim und später noch Expeditionsleiterin Elke Gesellschaft leisten. Zum Schluss gibt es noch einen Gemeinschaftssprung mit Robin, Emmet und Jack, den Sven glücklicherweise perfekt fotografisch festhält. Nach und nach gehen alle duschen und ins Bett. Am Ende sind nur noch Emmet und ich übrig und erzählen uns aus unseren sehr unterschiedlichen Leben, erst in der Sauna, später bei seiner Gute-Nacht-Zigarette auf dem Deck. Er erzählt mir ein bisschen von Nova Scotia und seinen Reisen, aber viel mehr reden wir über mich. Als ich um weiß der Geier wie spät ins Bett falle, weiß ich, dass Grönland einiges verändern wird. Was bisher geschah: Ankunft in Ilulissat // Der Eisfjord und die MS Cape Race // Auf Qeqertarsuaq // Die Tundra und das Inuksuk // Lost Place Qullissat // Die Arktis ist mein Spielplatz Wie es weitergeht: Stupid, reckless things // You’re now leaving the Arctic – come back soon!</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://rosasreisen.de/groenland-reisetagebuch-der-eqi-gletscher-und-mein-bad-im-polarmeer/">Grönland-Reisebericht: Der Eqi-Gletscher und mein Bad im Polarmeer</a> erschien zuerst auf <a href="https://rosasreisen.de">Rosas Reisen</a>.</p>
]]></description>
		
					<wfw:commentRss>https://rosasreisen.de/groenland-reisetagebuch-der-eqi-gletscher-und-mein-bad-im-polarmeer/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>2</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Grönland-Reisebericht: Die Arktis ist mein Spielplatz</title>
		<link>https://rosasreisen.de/groenland-reisetagebuch-die-arktis-ist-mein-spielplatz/</link>
					<comments>https://rosasreisen.de/groenland-reisetagebuch-die-arktis-ist-mein-spielplatz/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Rosa]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 15 Jul 2017 06:45:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Arktis]]></category>
		<category><![CDATA[Expeditionskreuzfahrt Grönland]]></category>
		<category><![CDATA[Grönland]]></category>
		<category><![CDATA[Roadtrip]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://rosasreisen.de/?p=6272</guid>

					<description><![CDATA[<p>Der Anker geht runter, die Kette rasselt und wir sind in der Langebugt (Kangerdluk) angekommen. Damit haben wir jetzt bereits einen Großteil der Disko-Insel umrundet. Vor uns liegt ein schmaler Bergsattel und dahinter befindet sich der Eisfjord von Torssukatak. Den wollen wir uns heute ansehen, das heißt uns steht eine kleine Bergtour bevor. Aber ehe wir auch nur dazu kommen zu Frühstücken, beginnt ein unglaubliches Spektakel direkt vor der Cape Race. Genau vor unserem Schiff verköstigen sich eine Buckelwal-Mutter und ihr Junges. Keine 30 Meter von uns entfernt. Sie scheuchen unzählige Fische auf, die an die Oberfläche schwimmen. Dann reißen die Wale ihre riesigen Mäuler auf und schlucken ganze Schwärme. Immer wieder tauchen sie auf, zeigen uns ihre Köpfe und Rücken und wir können uns gar nicht sattsehen an diesen beeindruckenden Tieren. Die Mutter ist zu groß um in der vergleichsweise flachen Bucht (Travis, der Erste Offizier, misst etwa 38 Meter) zu fluken, doch das Kleine zeigt uns mehrfach seine Schwanzflosse. Irgendwann ist die Show vorbei und die beiden ziehen langsam ihrer Wege. Wir tun das auch und begeben uns an den Aufstieg des schmalen Bergsattels, der uns den Blick auf den Eisfjord versperrt. Aus den 100 angegebenen Höhenmetern werden doch ein paar mehr und um uns wehen die Nebelschwaden. Als wir nach einer spaßigen Kletterei oben ankommen, bin ich kurz ein bisschen enttäuscht. Kein grandioser Ausblick. Meh! Nur weitere Felshänge. Andererseits hat es hier einen wunderschönen kleinen See, der malerisch zwischen den Steilwänden verborgen liegt. Also erstmal ein Gruppenfoto gemacht. Ich stelle die Kamera auf, drücke auf Selbstauslöser und renne los, um auch auf das Bild zu kommen. Der Rest der Gruppe geht mehr oder weniger fest davon aus, dass ich mir bei dem Gespurte eher den Hals breche. Aber ich doch nicht! Call me Bergziege! Nachdem wir dann aber doch noch den nächsten Buckel überqueren, sind alle Wünsche erfüllt: Da, viele Meter unter uns liegt der Eisfjord und erstreckt sich in die Ferne, bis das Auge ihn im Dunst nicht mehr erkennen kann. Tief unter uns schwimmen unzählige Eisberge auf dem tiefblauen Wasser. Kann ein Mensch eigentlich platzen vor Glück? Ausnahmsweise schaffe auch ich es mal, mich ruhig hinzusetzen und den Moment zu genießen. Aber natürlich nicht lange. Bald bin ich wieder auf den Beinen und kraxel ein bisschen den Abhang hinab. Ich kann es einfach nicht lassen, ich MUSS mich hier bewegen. Grönland ist so eine einmalige Chance, so ein Geschenk, dass ich alles sehen, anfassen, berühren und erfahren will. Während sich meine Mitpassagiere danach von unserem Ausflug erholen, schnobere ich also auf der Suche nach Beschäftigung durch die Küche. Emmet lädt mich belustigt ein, mit ihm Brownies zu backen, während Jack und Marko eine wohlverdiente Ruhepause einlegen und Kapitän Kim zu Mittag isst. Es ist ein bisschen wie mit 7 Jahren in der Weihnachtsbäckerei: Ich bin von oben bis unten voll mit Mehl und Puderzucker, nasche ständig aus dem Schokoladenbeutel und könnte nicht mehr Spaß haben, während Emmet den Großteil der eigentlichen Arbeit macht. Dabei lachen wir immer wieder über unsere Verständigungsschwierigkeiten, denn meine Aufgabe ist es, ihm die Anweisungen aus dem amerikanischen Backbuch vorzulesen und mein diesbezügliches Fachvokabular lässt doch zu Wünschen übrig. Später an diesem Tag landen wir in Ritenbenk an, auch hier gibt es einige verlassene Häuser. Während ein Teil unserer Gruppe sich nach deren kurzer Besichtigung für eine Zodiac-Cruise entscheidet, kann ich mich von der wunderschönen Landschaft noch nicht losreißen. Ich wandere alleine über das sonnenbeschienene Alluttoq (Arve-Prinsens-Eijland) und hüpfe von Stein zu Stein. Hinter jeder Biegung wartet ein neues Abenteuer auf mich. Ein neuer grandioser Ausblick, ein fantastisch geformter Eisberg, eine niedliche Bucht mit Steinstrand. Plötzlich höre ich schnelle Schritte hinter mir. Ich habe kaum Zeit mich umzudrehen, als Robin, Emmet und Jack auch schon an mir vorbeirasen. Es dauert einen Moment bis ich begreife, was das sein soll. Trailrunning. Klar, wieso nicht? Wenn man tagelang auf einem Schiff arbeitet, hat man wahrscheinlich ein ziemliches Bewegungsbedürfnis. Trotzdem wirkt das Ganze so absurd, dass ich lachen muss: Drei Jungs trailrunnen nur im T-Shirt über eine Felsenküste in Grönland, im absoluten Nichts. Wo es gar keine Trails gibt. Im Vorbeilaufen laden sie mich ein, sie zu begleiten, aber ich winke grinsend ab. Ihre Freude und ihr Bewegungsdrang sind zwar einfach nur ansteckend, aber für Trailrunning habe ich dann doch nicht das Richtige an. Später treffe ich wieder auf Brigitte, die auch hier geblieben ist, und wir erkunden gemeinsam die leerstehenden Gebäude. Auch hier stoßen wir wieder auf die Jungs, die das Ganze zu ihrem Spielplatz machen und ihre nicht ganz unbeeindruckenden sportlichen Fähigkeiten zur Schau stellen. Hier ein paar Parcour-Sprünge, da ein paar Klimmzüge&#8230;Nichts gegen meine Grölnlandreisefreunde, aber ich bin doch ganz froh, auch ein paar Gleichaltrige um mich zu haben. Und hey, spielen kann ich auch! Was bisher geschah: Ankunft in Ilulissat // Der Eisfjord und die MS Cape Race // Auf Qeqertarsuaq // Die Tundra und das Inuksuk // Lost Place Qullissat Wie es weitergeht: &#160;Der Eqi-Gletscher und mein Bad im Polarmeer // Stupid, reckless things // You’re now leaving the Arctic – come back soon!</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://rosasreisen.de/groenland-reisetagebuch-die-arktis-ist-mein-spielplatz/">Grönland-Reisebericht: Die Arktis ist mein Spielplatz</a> erschien zuerst auf <a href="https://rosasreisen.de">Rosas Reisen</a>.</p>
]]></description>
		
					<wfw:commentRss>https://rosasreisen.de/groenland-reisetagebuch-die-arktis-ist-mein-spielplatz/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>4</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Grönland-Reisebericht: Lost Place Qullissat</title>
		<link>https://rosasreisen.de/groenland-reisetagebuch-lost-place-qullissat/</link>
					<comments>https://rosasreisen.de/groenland-reisetagebuch-lost-place-qullissat/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Rosa]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 12 Jul 2017 06:09:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Arktis]]></category>
		<category><![CDATA[Expeditionskreuzfahrt Grönland]]></category>
		<category><![CDATA[Grönland]]></category>
		<category><![CDATA[Roadtrip]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://rosasreisen.de/?p=6269</guid>

					<description><![CDATA[<p>Nach dem Frühstück bringt uns unsere Crew nach Qullissat (ausgesprochen Kuschlissatt), einer verlassenen Siedlung im Nordosten der Disko-Insel. In Grönland gibt es viele verlassene Siedlungen, was meist mit der dänischen Politk der 60er Jahre zusammenhängt. Durch das konservierende, kalte und trockene Klima der Arktis verrottet hier nur wenig und auch nach Jahren stehen die Häuser noch, als ob ihre Bewohner sie erst vor ein paar Monaten verlassen hätten. Die Arktis braucht lange, um sich von solchen Wunden zu erholen und die Spuren der Zivilisation zu tilgen. &#8220;Lost Places&#8221; in Deutschland sind in der Regel entweder überlaufen, oder man sollte sich gut überlegen, ob man sie besucht, da das sehr teuer werden kann, wenn man erwischt wird. Sven, unser Guide, sagt nur: &#8220;Als deutscher Reiseleiter sage ich euch natürlich, dass ihr besser nicht in die Häuser geht, das könnte gefährlich sein. Der grönländischen Mentalität entsprechend sage ich, seid nicht blöd, passt auf, wo ihr hintretet und behandelt die Häuser mit Respekt. Vielleicht kommen ihre Bewohner oder deren Nachfahren noch einmal wieder.&#8221;&#160;&#160; Qullissat wurde 1924 gegründet und hatte den einzigen Zweck, Steinkohle abzubauen. Doch der Transport von der Mine gestaltete sich schwierig, da sich das Ufer nicht eignete, um dort einen richtigen Hafen anzulegen. So musste die Kohle erst auf kleine Boote geschafft und von dort auf ein größeres, weiter draußen ankerndes Schiff verladen werden. Dieses Spielchen rentierte sich auf Dauer nicht. Doch nicht nur wirtschaftliche, auch machtpolitische Gründe spielten bei der Zwangsschließung eine Rolle, wahrscheinlich sogar die größere. Denn der dänischen Regierung war die ausschließlich von Grönländern bewohnte Siedlung, die sich zu einer starken Gemeinschaft entwickelte, ein Dorn im Auge. Deshalb wurde der Entschluss gefasst, diese 1972 zu räumen und Familien durch Umsiedlungen auseinanderzureißen. Einfach so, manche Einwohner kamen nach Ilulissaat, manche nach Nuuk und wer richtig Pech hatte musste nach Tasiilaq, auf die andere Seite Grönlands und war von Freunden und Verwandten durch eine 1000 km breite Eiskappe getrennt. Wir streifen also durch das Dorf und ich bin froh, dass es hier nicht dunkel wird, dann dann wäre es wirklich unheimlich. Zum Teil sind die Häuser komplett leergeräumt, nur ein einsamer Schaukelstuhl steht noch da. In manchen findet man aber noch Spuren eines längst vergangenen Alltags. Im Krankenhaus zum Beispiel stehen noch Gitterbetten und ein alter Röntgenapparat. Mich hat übrigens jeder ausgelacht, der erfahren hat, dass ich eine Stirnlampe dabei habe, weil doch die Sonne gar nicht untergeht. Jetzt bin ich aber froh, sie dabei zu haben, denn so kann ich in die finsteren Eiskeller klettern und mich auch dort umschauen. Mit Sven erkunde ich die Häuser derjenigen, die wohl am meisten an der Mine verdient haben. Es sind schöne Häuser, man hat das Gefühl, hier wohnte mal das Geld. Und man müsste nur ein bisschen Hand anlegen, um alles wieder wohntauglich zu machen. Aber will man in einer Geisterstadt leben? Irgendwann schauen wir auf die Uhr und merken, dass wir spät dran sind, eigentlich soll uns das Zodiac bereits abholen. Als wir zur Küste kommen, sehen wir es ablegen, unsere Mitreisenden lachen uns aus und winken. Pfff, denke ich mir, ich hab kein Problem hier zu bleiben. Ich hab noch längst nicht alles gesehen, was ich gerne sehen will. Als Jaron uns dann doch noch holen kommt fragt Sven auch nur: &#8220;Wieso hast du uns kein Gewehr mitgebracht, wir wollten noch was bleiben!&#8221; Nach dem Abendessen landen wir mit den Zodiacs auf Nussuaq (=Halbinsel, die Grönländer sind doch recht pragmatisch bei der Namensgebung) an und machen einen Abendspaziergang entlang der Küste. Dabei behalten wir natürlich immer das Meer im Auge, es könnten ja Wale auftauchen. Auf einmal entdeckt jemand ein Zodiac auf dem Wasser, das schnell als eines der unsrigen identifiziert wird. Aber was macht es da? Das fragen wir uns alle. Da bemerke ich etwas, dass mir den Mund offenstehen lässt. Da ist jemand auf dem Eisberg. Um mein Erstaunen zu verstehen müsst ihr wissen, dass Eisberge wahnsinnig gefährlich sind. Sie können jederzeit und ohne Vorwarnung auseinander brechen oder rollen. Bekanntlich sind ja nur 10% des Eises über der Oberfläche und man hat keine Ahnung, was der arktische Ozean mit der Unterseite anstellt. Zudem können um den Eisberg herum Strömungen entstehen, die dich unter das Eis ziehen. Und dann ist es ziemlich schnell vorbei. Also ist es immer eine gute Vorgehensweise, Eisbergen nicht zu nahe zu kommen. Dachten wir.   Elke, unsere Expeditionsleiterin, schaut grimmig durch ihr Fernglas und erklärt, dass das wohl schon öfter vorgekommen ist. Ich will gerade fragen was, als ich sehe, dass eine der winzigen Figuren auf dem Eisberg Anlauf nimmt, den Berg runterrutscht und ins Wasser fällt. Kurz danach taucht sie auf und beginnt zum Zodiac zu schwimmen. Die Jungs von der Crew machen einen Ausflug. Einen arktischen Ausflug. Dazu trägt man natürlich Survival Suits, Neopren-Trockenanzüge, mit denen man eine Zeit in dem eiskalten Wasser überleben kann.Wenn man in der Arktis ist und jeden Tag 16 Stunden auf einem Schiff arbeitet, hat man sich ein bisschen Spaß verdient, oder? Und hier oben muss man halt gucken, wo man den herbekommt. Mein Verstand gibt Elke recht, die sich über die Leichtsinnigkeit ärgert. Wenn die draufgehen, haben wir echt ein Problem. Aber meistens kann ich meinen Verstand ja recht gut ignorieren und stattdessen das Spielkind rauslassen und das schreit innerlich: ICH WILL AUCH! Was bisher geschah: Ankunft in Ilulissat // Der Eisfjord und die MS Cape Race // Auf Qeqertarsuaq&#160;// Die Tundra und das Inuksuk Wie es weitergeht: &#160;Die Arktis ist mein Spielplatz // Der Eqi-Gletscher und mein Bad im Polarmeer // Stupid, reckless things // You’re now leaving the Arctic – come back soon!</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://rosasreisen.de/groenland-reisetagebuch-lost-place-qullissat/">Grönland-Reisebericht: Lost Place Qullissat</a> erschien zuerst auf <a href="https://rosasreisen.de">Rosas Reisen</a>.</p>
]]></description>
		
					<wfw:commentRss>https://rosasreisen.de/groenland-reisetagebuch-lost-place-qullissat/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Grönland-Reisebericht: Die Tundra und das Inuksuk</title>
		<link>https://rosasreisen.de/groenland-reisetagebuch-die-tundra-und-das-inuksuk/</link>
					<comments>https://rosasreisen.de/groenland-reisetagebuch-die-tundra-und-das-inuksuk/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Rosa]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 09 Jul 2017 06:26:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Arktis]]></category>
		<category><![CDATA[Expeditionskreuzfahrt Grönland]]></category>
		<category><![CDATA[Grönland]]></category>
		<category><![CDATA[Roadtrip]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://rosasreisen.de/?p=6222</guid>

					<description><![CDATA[<p>Über Nacht hat uns unser Kapitän Kim in den Kuanerssuit suvdluat gebracht, einen langen, eisfreien Fjord. Nach dem Frühstück begeben wir uns mit den Zodiacs an Land. Auf den ersten Blick sieht es so aus, als sei das Ufer nicht weit entfernt, doch nachdem es einfach nicht näherkommt, die Cape Race hinter uns aber immer kleiner wird, dämmert mir, wie riesig der Fjord sein muss. Am Ufer wollen wir zuerst ein paar Wasserfälle erkunden und uns dann auf die Suche nach warmen Quellen machen, die für eine ganz besonders üppige Vegetation sorgen. Querfeldein geht es los über die Tundra. Tundra. Ein Wort wie ein Trommelschlag. Ein Wort, das ich schon sehr, sehr lange kenne, zu dem ich aber nie ein wirkliches Bild hatte. Nie hätte ich geglaubt, dass ich einmal hier stehen würde. Der erste Schritt ist eine Überraschung, die moos- und flechtenbewachsenen Buckel sind ganz weich und mit jeder Bewegung sinke ich federnd in den nachgiebigen Boden, der durchsetzt ist von kleinen Tümpeln. Auf unserer kleinen Wanderung kommen wir ganz nah an die großen Wasserfälle, die sich von den uns umgebenden Felswänden herabstürzen. Ganz oben liegt immer noch Schnee. Auch die Wasserfälle sehen wieder kleiner aus, als sie in echt sind. Ich kann es mir natürlich nicht nehmen lassen, noch ein bisschen näher zu kommen, als die anderen, bis ich schon den Wassernebel auf der Haut spüre. Wir lernen jede Menge Pflanzen kennen, zum Beispiel das Wollige Läusegras. Oder war es das Lausige Wollgras&#8230;mmmh. Ich bin ja nicht so die geborene Botanikerin. Trotzdem beeindrucken mich diese kleinen Blümchen, die überall den Boden der Tundra sprenkeln. Es ist nicht einfach zu wachsen, wenn man nur ein paar Wochen Sommer und viele Monate Schnee hat. Kurz darauf sichten wir kanadische Wildgänse und schnuppern an würzigen Nadelgewächsen, die man für Tee verwenden kann. Was wir nicht finden sind die warmen Quellen, aber das macht gar nichts, schließlich erleben wir Grönland hier mit allen Sinnen. Ich könnte Stunden über die Tundra hüpfen. Da bin ich aber eher die Ausnahme und so rufen wir per Funk eines der Zodiacs. Während des Mittagessens an Bord sichten wir dann doch noch die Quellen. Am Nachmittag stecken wir unsere Nasen in eine im Sommer genutzte, spartanisch ausgestattete Jagdhütte der Einheimischen und schauen uns zwei weitere Ruinenhügel an. Die sind immer noch nicht so wahnsinnig spannend. Erneut streifen wir durch die Tundra mit ihren kräftigen Erdfarben und hinter jedem Hügel tun sich neue, unglaubliche Ausblicke auf. Nirgendwo sind Menschen zu sehen, außer uns, wir sind ganz allein in diesen unglaublich endlosen Weiten. Es gibt keine Wege oder Straßen, nur unberührte Natur. Man könnte meinen, dass man sich hier, ohne irgendwelche Menschen im Umkreis von vielen, vielen Kilometern, einsam fühlt. Ich fühle mich frei. So frei wie lange nicht mehr.Wir kommen zu einem kleinen Turm aus aufgeschichteten Steinen und Sven erklärt mir, dass das ein Inuksuk ist. Das bedeutet wörtlich &#8220;wie ein Mensch aussehend&#8221;. Dieses Türmchen hat einerseits den ganz praktischen Zweck, Tiere zu verunsichern und sie so auf bestimmte Wege zu bringen um sie besser jagen zu können. Andererseits haben sie auch eine spirituellere Bedeutung. Sie sind Wegweiser und das nicht nur im geografischen Sinn, sondern auch um den Weg zu sich selbst zu finden. Man nimmt den obersten Stein und berührt damit sein Herz. Wenn man das beides weiß, ist einem völlig klar, warum es die Grönländer massiv stört, wenn Touristen diese Türmchen aus Jux und Dollerei einfach irgendwo errichten. Was bisher geschah: Ankunft in Ilulissat // Der Eisfjord und die MS Cape Race //&#160;Auf Qeqertarsuaq Wie es weitergeht: Lost Place Qullissat // Die Arktis ist mein Spielplatz // Der Eqi-Gletscher und mein Bad im Polarmeer // Stupid, reckless things // You’re now leaving the Arctic – come back soon!</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://rosasreisen.de/groenland-reisetagebuch-die-tundra-und-das-inuksuk/">Grönland-Reisebericht: Die Tundra und das Inuksuk</a> erschien zuerst auf <a href="https://rosasreisen.de">Rosas Reisen</a>.</p>
]]></description>
		
					<wfw:commentRss>https://rosasreisen.de/groenland-reisetagebuch-die-tundra-und-das-inuksuk/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Grönland-Reisebericht: Zwischen Fußballfeldern, Wasserfällen und Walen in Qeqertarsuaq</title>
		<link>https://rosasreisen.de/groenland-reisetagebuch-zwischen-fussballfeldern-wasserfaellen-und-walen-in-qeqertarsuaq/</link>
					<comments>https://rosasreisen.de/groenland-reisetagebuch-zwischen-fussballfeldern-wasserfaellen-und-walen-in-qeqertarsuaq/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Rosa]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 05 Jul 2017 06:03:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Arktis]]></category>
		<category><![CDATA[Expeditionskreuzfahrt Grönland]]></category>
		<category><![CDATA[Grönland]]></category>
		<category><![CDATA[Roadtrip]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://rosasreisen.de/?p=6192</guid>

					<description><![CDATA[<p>Um sechs Uhr werde ich vom Geklapper der Teller und des Bestecks neben mir wach. Unsere Crew bereitet das Frühstück vor. Noch etwas verschüchtert schleiche ich mich an Jack, Emmet und Marko vorbei zur Dusche und wieder zurück und mache mich fertig. Man kann sich auf der Cape Race sogar die Haare föhnen, welch ein Glück! Schließlich möchte man auch in der Arktis gut gestylt zum Frühstück, nech? Vor allem, wenn man dazu jedes Mal an den einzigen Menschen U30 an Bord vorbei muss. Doch noch bevor ich auch nur einnen Happen frühstücken kann, erweist sich Heikes Kauf einer Walflossen-Kette in Ilulissat als Omen: Sie sichtet den ersten Wal auf unserer Reise. Weit vor uns taucht ein schwarzer Buckel aus dem Meer auf und eine Wolke von Dunst schießt heraus. Ein Wal. Einfach so. Da vorne. Grönland flasht mich. Lange kann ich so ohne Jacke aber nicht an Deck bleiben um geflasht zu werden. Schön, dass es jetzt erstmal warmes Porridge mit Äpfeln, Zucker und Zimt gibt, mein Kompliment an die Küche. Gar nicht mal so unkomfortabel, das Kreuzfahrtleben.&#160; Wir liegen jetzt vor der Bucht von Qeqertarsuaq (=große Insel, grönländische Bezeichnung sowohl für die Disko-Insel selbst, als auch für die größte Stadt darauf) vor Anker. Mit den Zodiacs landen wir an und laufen durch den Ort. Zu unser aller Überraschung finden wir direkt dahinter ein makellos grünes Fußballfeld, hinter dem die Eisberge auf dem Meer treiben. Grönland versucht nun, genau wie zum Beispiel die Färöer-Inseln, an internationalen Wettbewerben teilzunehmen. Durch eine Änderung der Vorgaben darf nämlich mittlerweile auch auf Kunstrasen gespielt werden. Das freut mich für die Grönländer, trotzdem wirkt das grüne Feld mit den Eisbergen im Hintergrund recht surreal für mich. Wir gehen runter zum Strand und hier erwarten uns jede Menge Fische, die Sven uns per Google als Lodde identifiziert. Leider erwarten uns selbige nicht nur im Wasser, sondern auch an Land, wo sie verenden. Unsere Guides stellen verschiedene Theorien auf, wie es dazu kommt. Sind die Wale Schuld, die die Fische in Panik versetzen? Oder ist es wie mit den Lachsen, die zum Laichen und Sterben den Fluss hinaufziehen? Vielleicht bringt aber auch das süße Schmelzwasser der Eisberge die Fische durcheinander? Weiter geht es mit unserem Spaziergang zu einem beeindruckenden Wasserfall, an dem wir eine Pause einlegen und die Aussicht genießen. Erst sieht der Wasserfall klein aus, aber als ich näher komme, wird mir klar, wie riesig er ist. Man kann das ganz gut im zweiten Bild sehen, Anuschka for scale. Natürlich muss das Spielkind mal wieder gaaanz naaah ran und versetzt damit Onkel und Tante in leichtes Unwohlsein. Nach unserer Rückkehr zum Schiff gibt es ein warmes Mittagessen und als zweiten Ausflug eine Fahrt mit den Zodiacs zur Basaltküste von Qeqertarsuaq. Elke zeigt uns die verschiedenen Gesteinsformen und wie sie entstanden sind, zwischendurch duscht sie uns unter Miniwasserfällen. Wir setzen Robin, unseren zweiten Offizier, zum Spaß auf einer kleinen Felsnase aus, Brigitte und Hartmut wird es mulmig, als ich drauf und dran bin, auch auszusteigen. Wir holen uns einen Drehwurm und fahren immer wieder durch einen besonders spektakulären Steinbogen während unter uns Massen von Fischen dahinschwimmen. Zum Schluss verfolgen wir noch einen Wal, der Fangen mit uns spielt. Dabei begegnen wir einem anderen Boot, dessen Steuermann funkelnde Augen bekommt, als er hört, dass wir einen Zwergwal (Minky!) gesehen haben. „Bitte nicht töten!“, denke ich nur. Aber ich bin ja auch nicht darauf angewiesen um hier zu überleben. Ich gehe heute Abend wieder auf ein Schiff und kriege leckeres Essen von einem serbischen Meisterkoch serviert. Und da bin ich verdammt froh drüber, denn die Arktis macht es einem wirklich nicht leicht, in ihr zu überleben. Was bisher geschah: Ankunft in Ilulissat&#160;// Der Eisfjord und die MS Cape Race Wie es weitergeht: &#160;Die Tundra und das Inuksuk // Lost Place Qullissat // Die Arktis ist mein Spielplatz // Der Eqi-Gletscher und mein Bad im Polarmeer // Stupid, reckless things // You’re now leaving the Arctic – come back soon!</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://rosasreisen.de/groenland-reisetagebuch-zwischen-fussballfeldern-wasserfaellen-und-walen-in-qeqertarsuaq/">Grönland-Reisebericht: Zwischen Fußballfeldern, Wasserfällen und Walen in Qeqertarsuaq</a> erschien zuerst auf <a href="https://rosasreisen.de">Rosas Reisen</a>.</p>
]]></description>
		
					<wfw:commentRss>https://rosasreisen.de/groenland-reisetagebuch-zwischen-fussballfeldern-wasserfaellen-und-walen-in-qeqertarsuaq/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Grönland-Reisebericht: Der Eisfjord und die MS Cape Race</title>
		<link>https://rosasreisen.de/groenland-reisetagebuch-der-eisfjord-und-die-cape-race/</link>
					<comments>https://rosasreisen.de/groenland-reisetagebuch-der-eisfjord-und-die-cape-race/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Rosa]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 02 Jul 2017 06:33:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Arktis]]></category>
		<category><![CDATA[Expeditionskreuzfahrt Grönland]]></category>
		<category><![CDATA[Grönland]]></category>
		<category><![CDATA[Roadtrip]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://rosasreisen.de/?p=6169</guid>

					<description><![CDATA[<p>Nach einer Nacht voller Sonnenschein (die Sonne geht so hoch im Norden momentan gar nicht unter) lerne ich bei einem überraschend reichhaltigen und ultramodernen Frühstück (Ich sage nur: Kaffee per App!) im &#8220;Hotel Arctic&#8221; meine Mitreisenden näher kennen. Noch weiß ich nicht ad hoc alle Namen, aber das wird sich schon noch ändern. Wir sind ja nur elf. Und müssen uns erst mal beschnuppern. Eins kann ich aber schon sagen (ohne jemandem zu nahe treten zu wollen): Ich glaube alle sind mindestens 10 bis 40 Jahre älter als ich. Eine illustre Runde, das Einzige, was wir scheinbar gemeinsam haben, ist die Lust am Reisen. Nun ja, es gibt schlimmere Ausgangspunkte. Auch wenn ich bei den einsetzenden Kreuzfahrt-Vergleichen natürlich nicht mithalten kann. Kurz darauf machen wir uns auf den Weg nach Sermermiut und zum Kangia-Eisfjord. Wir folgen Mathilde, einer Mitarbeiterin des Hotels, die aus Dänemark kommt und als Guide ihren Sommer hier verbringt. In Ilulissat zeigt sie uns einige Gebäude. Als sie gerade erklären will, wie ein grönländisches Schlittengespann funktioniert, knackt ihr Funkgerät. Und ich kann es natürlich nicht lassen. Ich muss einfach über die Dinge, die ich liebe, sprechen. Also übernehme ich und erkläre meinen Grönlandreisefreunden die Unterschiede zwischen grönländischen und finnischen oder alaskanischen Schlitten. Ich mag das. Wissen weitergeben. Leider mache ich mich damit selten beliebt. Hoffen wir mal, dass ich es mir noch mit niemandem ob meiner Besserwisserei verscherzt habe. Raus aus der Stadt geht es über einen Holzsteg in die Tundra, wir nehmen die sogenannte blaue Route. Diese führt uns auch an den Ruinen von Sermermiut, einer ehemaligen Siedlung, vorbei. Ruinen&#8230;naja. Ein paar niedrige Erdwälle markieren, wo einst Grashäuser standen. Sehr viel spektakulärer ist dann die Aussicht als wir über eine kleine Kuppe steigen und damit den Eisfjord des Kangia-Gletschers erreichen. Dicht an dicht drängen sich hier die Eisberge und schieben sich langsam aber stetig durch den Fjord. Der Horizont versinkt im weißen Dunst und ich kann nicht anders, als immer weiter runter zu klettern, um die Eisberge aus der Nähe zu sehen. Endlich, endlich bin ich hier. Erst als ich nur noch wenige Meter vom Fjord entfernt bin, kann ich die Bewegung wirklich mit dem Auge wahrnehmen. Und ich höre das Rauschen, wenn das Eis aneinader reibt. Der Sage nach haben sich alte Frauen, die der Dorfgemeinschaft nicht mehr von Nutzen sein konnten, in den Fjord hineingestürzt um niemandem zur Last zu fallen. Auch junge, unverheiratete Frauen, die schwanger waren, sollen so ihrem Leben ein Ende gesetzt haben. Alte Männer hingegen wanderten in die Tundra hinaus und starben dort einen ehrenvollen Tod, um dann als hilfreiche Geister ins Dorf zurückzukehren. Seeeehr sexistisch, wenn ihr mich fragt. Ob diese Geschichte im Grundsatz wahr ist, darf aber sowieso stark bezweifelt werden, da es sich bei den sozialen Verbänden in grönländischen Dörfern in der Regel um Matriarchate handelte. Aber schön tragisch klingt es trotzdem. Wir laufen noch ein Stück auf der blauen Route und machen uns dann über die rote auf den Weg zurück nach Ilulissat. Nun geht es über die felsige Küste, die mich an meine Wanderung in Schweden erinnert. So müssen Wanderwege sein! Keine ausgetretenen Pfade, sondern einfach nur ein roter Punkt, dem man durch die Landschaft folgt. Zurück in Ilulissat gilt es, noch drei Stunden zu verbringen. Gar nicht so einfach in einer Stadt, die wir zu Hause wohl doch eher als Dorf bezeichnen würden. Wir besuchen das Kangia Café (Beste Bagel!) und später auch noch einmal das Café Iluliaq. Außerdem wandern ein neues Schlafshirt und eine Karte der Disko-Bucht in meinen Rucksack. Dann ist es so weit. Die Cape Race ist bereit für uns. Die Zodiacs sind da und wir machen uns auf den Weg zum Schiff, unserem Zuhause für die nächste Woche. Zuerst bekommen wir einige Sicherheitsanweisungen: Immer mit dem Seemansgriff um den Unterarm beim Aussteigen helfen lassen. Immer erst auf den Ponton und dann auf den Boden des Zodiacs steigen. Immer, immer, immer die Rettungsweste im Zodiac tragen. Das Wasser soll kalt sein. (Wartet nur, bis ihr die Story hört, wie ich das persönlich rausfinde!) Reinfallen und Untergehen wäre also blöd. Unser Zodiac verlässt den Hafen und nimmt Kurs auf die Cape Race. Ich habe auf der Website des Veranstalters bereits Fotos gesehen, deshalb weiß ich, womit ich es ungefähr zu tun haben werde. Trotzdem bin ich von den Socken. Kann man sich in Schiffe verlieben? Die Cape Race wurde 1963 gebaut und zunächst als Hochsee-Trawler genutzt. Sie hat zwar keine Eisbrecherklasse, ist aber dafür gemacht, die Gewässer der Arktis ganzjährig zu befahren. Kapitän Kim Smith verfügt über mehr als 40 Jahre Erfahrung auf See und hat mit der Cape Race bereits für die NASA gearbeitet. Mittlerweile gehört das Schiff einem serbischen Eigner, der es liebevoll restauriert hat. Und das sieht man, an allen Ecken und Enden. Überall glänzt warmes Holz und goldfarbenes Messing. Der Anstrich ist brandneu und das Deck frisch geschrubbt für unsere Ankunft. Momentan fährt die Cape Race unter der Flagge der Cook Islands, obwohl sie dort noch nie gewesen ist. Das hat den „Vorteil“, dass nach den Tarifen der Cook Islands bezahlt werden kann, außerdem ist es so kein Problem mit einer internationalen Crew unterwegs zu sein. Was die Delle am Heck betrifft wird mir später mehrfach versichert, dass unsere Besatzung keine Schuld trifft. 😉 An Bord werden wir auf unsere Kabinen verteilt. Elke, unsere Expeditionsleiterin, nimmt mich zur Seite. &#8220;Ich hoffe, es macht dir nichts aus, Teil der Crew zu werden?&#8221; Dabei zwinkert sie mir zu. Hä? Wie, Teil der Crew? Da würde ich grundsätzlich mal &#8220;Nein, gar kein Problem&#8221; sagen, wenn ich die Cape Race so sehe. Es stellt sich heraus, dass meine kleine, urgemütliche Kabine direkt hinter der Küche und der Messe des Schiffs liegt. Ich muss also praktisch jedes Mal durch den Aufenthaltsraum der Crew, wenn ich da rein will.&#160; Außerdem habe ich kein eigenes Bad, sondern teile mir eins mit der Crew und Wolfgang, dem zweiten Einzelkabinenbewohner. Was mich erst etwas skeptisch werden lässt, wird sich nachher als absoluter Glücksfall erweisen. Auf meine Nachfrage bei Jack, einem der Service-Jungs an Bord, ob es denn einen Duschplan gäbe, lacht er nur. &#8220;You&#8217;re a guest. You have always priority.&#8221; Und Wolfgang duscht grundsätzlich nur abends. Na dann, alles perfekt! Sollte sich jemand in der Dusche befinden, wenn ich darunter will, schrei ich einfach &#8220;Raus da! Isch hab Preijoritti!&#8221;. Auch an Bord gibt es nochmal ein Sicherheitstraining. Hartmut wird in einen Überlebensanzug gewurstet. Und wir erfahren, dass Schiffe sehr langsam sinken, wir hätten also im Fall der Fälle noch Zeit für eine Tasse Tee. Wie praktisch, dass ich direkt neben der Küche wohne. (Marko, machste mir noch&#8217;n Tässchen, das Schiff geht ja so laaangsam unter, mich fröstelt, denke ich. Marko ist übrigens unser Koch.) &#8220;Wenn jemand ins Wasser fällt, lasst ihn nicht aus den Augen. Werft eure Jacke hinterher, damit man die Stelle besser sieht. Und ruft laut um Hilfe! Man over board!&#8221;&#8220;Sollen wir nicht versuchen, ihn rauszuholen? Bis jemand kommt dauert das doch&#8230;&#8221;&#8220;Ganz ehrlich? Die Jacke soll markieren, wo wir die Leiche bergen können. Die Cape Race hat zwar einen Rückwärtsgang, aber der braucht ein bisschen.&#8221;Oh. Welcome to the arctic. Nach dem ersten gemeinsamen Abendessen im kuscheligen, holzgetäfelten Salon verbringen wir den Rest des Abends mit Eisbergbeobachtungen. Niemals, niemals, niemals werde ich müde mir diese Naturwunder anzusehen. Denke ich zumindest. Irgendwann fallen mir dann aber doch die Augen zu. Obwohl ich wahnsinnig aufgeregt bin, schlafe ich gut. Ich wache aber noch häufig auf, muss mich erst an das Brummen des Motors, der direkt unter mir stampft und uns auf&#8217;s Meer bringt, und an das ganz sanfte Schaukeln der See gewöhnen. Die PassagiereAnuschkaBrigitte &#38; HartmutBerndClaudia &#38; KajaHarry &#38; HeikeIngerose &#38; MichaelWolfgang Die CrewKapitän &#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160; Kim (Kanada)Erster Offizier&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160; Travis (Australien)Zweiter Offizier&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160; Robin (Schweden)Maschinist&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160; Jaron (England)Koch&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160; &#160; Marko (Serbien)Service&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160; &#160; &#160; Jack (Kanada)Service&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160; &#160;&#160; Emmet (Kanada) Die GuidesElke (Expeditionsleiterin)Sven (Guide &#38; Fotograf) Was bisher geschah: Ankunft in Ilulissat Wie es weitergeht: Auf Qeqertarsuaq // Die Tundra und das Inuksuk // Lost Place Qullissat // Die Arktis ist mein Spielplatz // Der Eqi-Gletscher und mein Bad im Polarmeer // Stupid, reckless things // You’re now leaving the Arctic – come back soon!</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://rosasreisen.de/groenland-reisetagebuch-der-eisfjord-und-die-cape-race/">Grönland-Reisebericht: Der Eisfjord und die MS Cape Race</a> erschien zuerst auf <a href="https://rosasreisen.de">Rosas Reisen</a>.</p>
]]></description>
		
					<wfw:commentRss>https://rosasreisen.de/groenland-reisetagebuch-der-eisfjord-und-die-cape-race/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>2</slash:comments>
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
