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	<title>Niedersachsen Archive - Rosas Reisen</title>
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	<title>Niedersachsen Archive - Rosas Reisen</title>
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		<title>Hüttenzauber &#8211; Ein perfekt unperfektes Wochenende im Naturhäuschen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Rosa]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 09 Jan 2022 06:11:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Ja, die romantische Holzhütte im winterlich verschneiten Wald: Irgendwo in den Bergen, Eisblumen am Fenster, prasselnde Flammen im Kamin &#8211; soweit meine Vorstellung. Wer wünscht sich nicht ein solch romantisches Getaway kurz vor Weihnachten mit der oder dem Liebsten? Als ich vor ein paar Wochen die Anfrage von Naturhäuschen bekam, ob ich mal eine ihrer Unterkünfte ausprobieren möchte, war ich dementsprechend&#8230;aus dem Häuschen! (KOOPERATION/UNBEZAHLTE WERBUNG)* Naturhäuschen &#8211; Hütten, Bungalows und Tiny Houses im Grünen Naturhäuschen ist ein niederländisches Unternehmen, das eigentlich genau so funktioniert, wie die allseits bekannte Plattform Airbnb. Mit dem kleinen aber feinen Unterschied, dass es hier nicht um schicke Apartments in großen Städten geht, sondern um Unterkünfte in der Natur, oft auch etwas rustikaler, aber dafür mit ganz besonderem Charme. Naturhäuschen lassen sich in ganz vielen Ländern finden, ein Schwerpunkt liegt aber tatsächlich im Bereich Deutschland und den Niederlanden. Die Suche nach dem perfekten Naturhäuschen ist ganz einfach, man kann in einer Suchmaske alle möglichen Filter setzen, nach bestimmten Ausstattungsmerkmalen und Buchungszeiträumen suchen und dann mit den potenziellen Gastgebern Kontakt aufnehmen. Nun aber zur Umsetzung meiner oben beschriebenen Fantasie. Leider ergeben sich hierbei zwei Probleme. a) Bayern mit seinen Bergen ist von Bielefeld für einen kurzen Wochenendtrip doch etwas zu weit weg und b) dieser Dezember ist einfach nur nass, nass, nass und grau, grau, grau. Von Schnee keine Spur. Die Lösung für a) ist schnell gefunden und zwar bei Gölenkamp in Niedersachsen, nah der holländischen Grenze. Zwar muss ich auf die Berge verzichten, dafür verliebe ich mich direkt in die Bilder der runden Hütte von Trusanne und Jacco. Urgemütlich sieht sie aus, von innen wie von außen. Einen Kamin für Holz gibt es zwar nicht, dafür aber einen mit Gas und solange ich mich vor ein Feuer setzen kann, bin ich happy! Problem b) gestaltet sich da schon etwas komplizierter, aber dazu später mehr. An einem verregneten Freitag brechen wir also auf zu unserem Hüttenabenteuer. Nach kurzer Fahrt kommen wir an, mitten im Nirgendwo. Aber Trusanne und Jacco haben vorgesorgt, der Schlüssel zur Hütte steckt und der Ofen ist auch bereits an. Ganz coronakonform und kontaktlos können wir also unser gemütliches Domizil beziehen. Was nehme ich mit in mein Naturhäuschen? Damit so ein Aufenthalt ein voller Erfolg wird, habe ich euch ein paar Tipps zusammengestellt, die ihr beachten solltet. Möglicherweise kann ich euch die geben, weil ich sie selbst nicht beherzigt habe. 😀 Wärmflasche! Seien wir ehrlich, eine Wärmflasche sollte man sowieso immer dabei haben, in einer Holzhütte ist sie aber sozusagen unabdingbar. Denn so schön unsere Hütte ist, sie ist eben kein doppelt verglaster und isolierter Betonklotz und dementsprechend ist das Klima. Mein Freund kategorisiert es trocken in drei Zonen: arktisch auf Fußbodenhöhe, gemäßigt auf Taillenhöhe und tropisch auf Kopfhöhe. Denn unser Ofen wärmt zwar gut, doch in der runden Hütte mit spitzem Giebel steigt die Wärme natürlich auf, während der Boden kalt bleibt. Glücklicherweise haben unsere Gastgeber aber auch Felle und Decken bereitgestellt und wenn man sich einmummelt, wird es sogar noch kuscheliger. Das Bett und die Sessel haben außerdem klimatisch betrachtet die perfekte Höhe! Beleuchtung! Tja, so schnell merkt man, woran man so gewöhnt ist. Draußen wird es früh dunkel? Kein Problem, schmeiß die Festbeleuchtung an! In einer Hütte ohne Deckenlicht schwierig. Zwar gibt es jede Menge romantische Kerzen, zum Lesen oder Spielen sind die allerdings etwas unzureichend. Wie praktisch, dass ich einerseits eh immer eine Stirnlampe im Auto habe und außerdem ein Stativ für Fotos eingepackt habe. Zack, so lässt sich eine Lampe bauen! Apropos: Entertainment! Ich sprach gerade von Spielen. Mein Freund und ich waren eine halbe Stunde in der Hütte, als uns auffiel, dass keiner von uns so wirklich an die Abendgestaltung gedacht hatte. Wir hatten zwar unabhängig voneinander beschlossen, die Laptops zu Hause zu lassen, aber weiter hatten wir nicht gedacht. Also ab ins nahe gelegene Nordhorn, dass sowohl einen gut sortierten Spieleladen, als auch eine große Buchhandlung bietet. In ersterem, Schulenberg Spielwaren und Schulbedarf, haben wir dann zugeschlagen. Und zwar ein Spiel, dass wir eigentlich schon haben, das mein Freund aber gerne nochmal haben möchte, weil das Material schon ein bisschen abgenutzt ist. Und dann noch ein Spiel, dass wir selbst zerstören, ein Exit-Game, das man nur einmal spielen kann, weil dabei das Spielmaterial draufgeht. Jaja, so sind wir. 😀 Was unternehme ich in meinem Naturhäuschen? Lesen, Kuscheln, Entspannen Also, wer es entspannt mag, für den sind Spielen, Lesen und aus dem Fenster gucken bestimmt schon mal gute Anfangstätigkeiten. In unserem Naturhäuschen kann man sogar einiges an Fauna vor dem Fenster vorbeiziehen sehen. Angefangen mit den Hühnern unserer Gastgeber über flinke Eichhörnchen bis hin zu einem einsamen Graureiher. Spazieren gehen Grundsätzlich mache ich natürlich auch immer gerne Spaziergänge und Wanderungen, dafür sind die Naturhäuschen natürlich prädestiniert. Wäre da nicht das erwähnte nass-kalte Dezemberproblem. So wagen wir nur eine kurze Runde durch die Felder und freuen uns schnell wieder auf die Hütte. Pärchen-Shooting mit Hindernissen Was ich euch auch empfehlen kann, ist ein verzweifeltes Pärchenshooting. 😀 Warum verzweifelt? Nun, zum einen, weil ich trotz aller Mühe immer noch keine begnadete Fotografin bin. Zum andern, weil es gar nicht so einfach ist, romantische Pärchenbilder zu machen, wenn der Freund partout nicht möchte, dass sein Gesicht im Internet auftaucht. Außerdem beschleicht mich das Gefühl, dass er das Ziel &#8220;Romantisches Pärchenfoto&#8221; nicht ganz ernst nimmt. Und last but not least: Weil ich es tatsächlich schaffe, mir im Sessel sitzend den Fuß zu zerren und danach nur noch durch die Hütte humpeln kann. Eine Zerrung. Im Sitzen. Das sagt mehr über mein Fitnesslevel, als mir lieb ist. Aber im Ernst, man fährt ja auch in so eine Hütte, um einfach mal Zeit zu haben runter zu kommen, zu entspannen und die Gesellschaft des Mitreisenden zu genießen. Und das geht hier ganz famos. Kulinarik im Naturhäuschen Frühstück, produziert vor der Hütte Sollte jemand von euch nun überlegen, in die gleiche Hütte zu fahren wie wir, dann macht euch um das Frühstück keine Sorgen! Man kann es bei Jacco und Trusanne dazu buchen und zur gewünschten Uhrzeit steht dann eine große Kiste mit Leckereien vor der Tür &#8211; auch mit Eiern der um die Hütte staksenden Hühner! Mein erstes Mal mit Federico Für mittags reicht uns ein Butterbrot, aber abends kommt der Hunger und fragt, was es denn so gibt. Wenn ich den bisherigen Post so überfliege, klingt es eher nach Pleiten, Pech und Pannen, wobei die Schuld dafür natürlich bei mir und meinem Freund und nicht bei unserer armen Hütte liegt. Irgendwie wirken wir doch etwas planlos, oder? Was wir aber immerhin auf die Reihe bekommen haben, ist vorab einzukaufen, damit wir uns in unserer Hütte auch selbst versorgen können. Ich weiß nicht warum, aber vor den Supermarktregalen überkommt wohl jeden von uns ein bisschen Nostalgie, denn ich greife zu den Fruchtzwergen und mein Freund legt eine Packung Miracoli in den Wagen. Wegen früher, meint er lächelnd. Ich habe bis dato noch nie Miracoli gegessen und so gibt es an unserem ersten Abend die berühmten Spaghetti mit der Fertigsoße. Ich muss sagen, das kann man wirklich gut essen, auch wenn in meinem Hinterkopf ständig das &#8220;Federicoooo &#8211; Lalalalalalalala!&#8221; aus der Werbung erschallt. Für eine Hütte mit zwei Kochplatten ist das Gericht aber natürlich optimal! Offroad zu Pazzi Am zweiten Abend haben wir dann aber wenig Lust selbst zu kochen und dafür umso mehr Lust auszugehen. Das haben wir schließlich schon ewig nicht mehr gemacht. Google Maps verrät uns, dass das Pazzi am See in der Nähe ist und das Restaurant hat richtig gute Bewertungen. Also rein ins Auto und los geht&#8217;s. Google Maps sagt aber auch, das wir rechts von der Ladstraße in den geschotterten Feldweg einbiegen sollen. Nun gut, wir sind ja darauf trainiert, unseren Smartphones zu gehorchen, außerdem haben wir mit meinem Jimny einen Geländewagen. So rumpeln wir in die Dunkelheit hinein, der Schotter weicht Schlamm und Matsch und die Schlaglöcher, randvoll mit Wasser, werden immer größer und tiefer. Hier soll es zu einem Restaurant gehen? Mich beschleicht das leise Gefühl, dass das nicht stimmen kann. Mein Freund checkt, ob wir aus Versehen Google gegenüber behaupten, wir seien zu Fuß unterwegs. Nö, alles richtig. Also weiter. Die Reifen beginnen, auf dem Matsch wegzurutschen und ich überlege ernsthaft, den Allradantrieb zuzuschalten. Auf dem Weg zum Restaurant. Also wirklich, Anuschka. Erst den Fuß im Sitzen zerren und jetzt sowas. Was ist das? Ich trete auf die Bremse. Mein gezerrter Fuß protestiert. Mitten vor uns auf dem Weg, geblendet von meinen Scheinwerfern, sitzt ein Vogel. Er guckt uns ungehalten an. Wir gucken den Vogel an. &#8220;Ist das eine Bachstelze?&#8221;, fragt mein Freund. &#8220;Keine Ahnung, aber da sitzt er irgendwie ungünstig. Steig mal aus und red mit ihm.&#8221; Also steigt man Freund aus und stapft durch den Matsch zu der vermeintlichen Bachstelze. Trotz gutem Zureden möchte die sich aber nicht von der nun ja, Fahrbahn entfernen. Ratlos steht mein Freund da, während ich ob der Absurdität unseres Unterfangens den Lachflash in mir aufsteigen spüre. Mein Freund dreht sich um und stapft in die Dunkelheit. Der Vogel guckt ihm hinterher. Ich gucke ihm hinterher. Hat er keine Lust mehr? Er taucht aber sofort wieder auf, mit der fantastischen Nachricht, dass wir die Vogel-Belästigung nun einstellen können, den hinter der nächsten Kurve wartet ein deutlich schwierigeres Hindernis, ein Zaun. Mein Freund, der offensichtlich großes Vertrauen in unser Fahrzeug und, völlig unberechtigterweise, in meine Fähigkeiten es zu steuern hat, schlägt doch tatsächlich vor, über die Wiese zu fahren. Nee, soweit bin ich noch nicht. Also wende ich auf der Matschpiste, holpere zurück zur Landstraße und verlange von Google eine Alternativroute. Und siehe da, man kann auch über Asphalt zum Restaurant. Das Pazzi am See gehört zu einem Campingplatz und auf dem Weg dorthin über das dunkle Gelände bin ich fest überzeugt, dass wir vor verschlossenen Türen stehen werden. Aber nein, hell erleuchtet grüßen uns die Fenster und die freundliche Bedienung lässt uns Platz nehmen, obwohl wir nicht reserviert haben. Doch nicht nur, dass das Restaurant auf hat ist für mich eine Überraschung, auch das Essen hätte ich so hier auf einem Campingplatz am Ende der Welt (bzw. Niedersachsens) gar nicht erwartet. Alles ist frisch, alles ist lecker, die Preise sind niedrig und der Koch geht gerne auf Sonderwünsche ein. Also schlagen wir uns die Bäuche voll mit Antipasti und Propasti, also Pasta und sind rundum zufrieden, während draußen die Matschbrocken vom Jimny plumpsen. Wenn ich ehrlich bin, nur entspannen am Wochenende ist doch auch langweilig, ein bisschen Abenteuer regt den Appetit an. Mein Fazit? Jederzeit wieder! Das war also unser Wochenende im Naturhäuschen. Lief alles so wie erträumt? Jein. Das Wetter war mies, die Fotos sind&#8230;nicht ganz so schön geworden, wie ich gehofft hatte und wir hatten nicht alles dabei, was sinnvoll gewesen wäre. ABER: Das waren unsere Fehler und das Wetter kann nun mal keiner beeinflussen. Und wer will schon, dass alles nach Plan läuft? 😀 Die Hütte war wundervoll, unsere Gastgeber wahnsinnig nett, das Essen gut und wir hatten verdammt viel Spaß bei all unserem Blödsinn. Naturhäuschen werde ich also treu bleiben und vielleicht wird es dann beim nächsten Mal doch die Hütte im Schnee! *Bei diesem Post handelt es sich um eine gesponsorte, aber unbezahlte Kooperation mit Naturhäuschen.de. Das heißt, ich habe den Betrag für die Buchung der Hütte erstattet bekommen, wurde aber weder für meine Arbeit, noch für die Fotos oder den Artikel bezahlt. Auch die Anfahrtskosten habe ich selbst getragen.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://rosasreisen.de/huettenzauber-ein-perfekt-unperfektes-wochenende-im-naturhaeuschen/">Hüttenzauber &#8211; Ein perfekt unperfektes Wochenende im Naturhäuschen</a> erschien zuerst auf <a href="https://rosasreisen.de">Rosas Reisen</a>.</p>
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		<title>Seehundstation Norddeich und Waloseum: Lohnt sich ein Besuch?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Rosa]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 05 Sep 2021 05:21:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Wir fahren nach Norden. Und damit meine ich zwar auch die Himmelsrichtung, vor allem aber das Städtchen an der Nordsee. Was wollen wir also im Norden in Norden? Wir besuchen die Seehundstation! Aufgrund spontaner Planänderungen verbringen wir eine Nacht unseres &#8220;Auf ans Meer&#8221;-Roadtrips in Emden und von dort ist es nur ein Katzensprung nach Norddeich, den Teil Nordens, in dem sich die Station befindet. Wichtiger Tipp: Kauft euch ein Online-Ticket für die Seehundstation! Denn was früher vielleicht mal eine beschauliche Seehundstation war, ist mittlerweile zu einer Art Fun-and-Adventure-Park herangewachsen. Es gibt Minigolf, ein Labyrinth und weitere Attraktionen, die ich mir ehrlicherweise weder angesehen, noch gemerkt habe. Ich verstehe, dass die Station auf Touristen angewiesen ist und es natürlich gut ist, wenn sie so möglichst viele Besucher zieht. Mir ist der Trubel allerdings ehrlicherweise too much, gerade in Corona-Zeiten. Es ist voll, es ist laut und vor der Station steht eine endlose Schlange, obwohl wir an einem Wochentag da sind. Mit den Online-Tickets dürfen wir Gott sei Dank sofort rein, zwei Stunden hätte ich auch nicht davor warten mögen. Denn ich muss gestehen, ich habe mir mehr erhofft. Vielleicht liegt es schon an dem etwas unwirschen und unkooperativen Empfang. Zu der Seehundstation gehört auch noch das Waloseum, ein Museum rund um die großen Meeressäuger. Dies wollte ich natürlich auch besuchen, und da die Eintrittspreise jetzt durchaus stattlich sind, habe ich ein Kombiticket gekauft. Leider steht nirgendwo, dass sich das Waloseum 10 Kilometer entfernt befindet, im Gegenteil, es ist überall mit der gleichen Adresse angegeben. Also habe ich für Station und Museum die gleiche Zeit für das Online-Ticket ausgewählt. Als mir mein &#8220;Fehler&#8221; klar wird und ich in der Station um Rat bitte, fällt die Reaktion eher nach dem Motto &#8220;Pech gehabt&#8221; aus. Ich solle es aber nachher einfach mal beim Waloseum versuchen, auch wenn mein Zeitslot dann abgelaufen ist. Na gut, jetzt möchte ich aber erstmal die Seehunde sehen! In der Station ist es sehr voll, Abstand halten ist kaum möglich und natürlich knubbelt es sich vor der großen Glasscheibe. Aber das ist nur verständlich, denn dahinter schwimmen, schlafen und tauchen die Seehunde. Und die sind einfach zu knuffig. Herzliches Willkommen im Waloseum Am liebsten würde ich ihnen ewig zuschauen, aber der Zeitdruck und die Enge in der Station machen mich doch ein bisschen nervös. Also brechen wir auf zum Waloseum und siehe da, man war doch gar nicht so unkooperativ, denn tatsächlich hat jemand von der Station angerufen und meinen Faux Pas gemeldet, sodass wir herzlich willkommen geheißen werden und uns trotzdem die Ausstellung ansehen dürfen. Diese gefällt mir richtig, richtig gut! Die Konzeption, die Atmosphäre, die Vermittlungsmethoden, genau mein Fall. Leider macht mein Kameraakku in dem Moment die Grätsche, sodass ich keine Bilder präsentieren kann, aber ein Besuch lohnt auf jeden Fall! Und was die Seehundstation angeht, vielleicht hat man dort außerhalb der Sommerferien bessere Chancen. Und da ich die Arbeit der Station für absolut richtig und wichtig halte, die Seehunde echt süß sind und das Ticket trotz allem akzeptiert wurde, möchte ich euch einen Besuch ans Herz legen.</p>
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		<title>Von Leuchtschiffen und Moorleichen: Ein Tag in Emden</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Rosa]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 15 Aug 2021 05:20:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt. Eigentlich wollten mein Freund und ich bei einem seiner Kumpel in Lübeck übernachten. Doch dank männlichen Kommunikationstalents erweist sich das letztlich als nicht praktikabel. Ein neuer Plan muss her. Gut, dass ich beim Reisen selten um Einfälle verlegen bin und so ist das alternative Ziel schnell gefunden: Emden, die größte Stadt Ostfrieslands. Da wir in Corona-Zeiten nicht die Einzigen sind, die innerdeutsch ihren Urlaub verbringen, sieht es mit dem Angebot an Übernachtungsmöglichkeiten aber eher mau aus. Zum Glück bekomme ich das letzte Zimmer im Quartier 96. Ohne groß zu wissen, was das ist, drücke ich den &#8220;Jetzt buchen&#8221;-Button und kuschele mich mit dem wohligen Gefühl in meine Koje, dass wir auch morgen ein Bett haben werden. Und sogar eins, das nicht schwankt und sich auf festem Boden befindet! Ehemals Kaserne, heute Hotel in Emden &#8211; Quartier 96 Bei dem Quartier 96, auch Boardinghouse genannt, handelt es sich um eine ehemalige Kaserne, mein Freund fühlt sich also direkt zu Hause. Der große, maritim wirkende Backsteinbau hat aber nichts von einem traurigen Betonklotz, falls man das denken würde. Im Gegenteil, nach dem Umbau zum Hotel wirkt es trotz seiner Größe sehr gemütlich, und da viel Platz war, sind auch die Apartments äußerst geräumig. Kochmöglichkeiten gäbe es sogar auch, aber für einen Abend entscheiden wir, lieber in Emden selbst zu essen. Schwimmender Leuchtturm und springendes Wasser Da das Boardinghouse etwas außerhalb des Stadtzentrums von Emden liegt, fahren wir mit dem Bus bis zur Haltestelle &#8220;Am Delft&#8221;. Hier liegt das Feuerschiff &#8220;Amrumbank/Deutsche Bucht&#8221; vor Anker. Das rot leuchtende Schiff lief 1915 vom Stapel und wurde als schwimmender Leuchtturm eingesetzt, erst an der Eidermündung, dann auf der Amrumbank und zuletzt in der Deutschen Bucht. 1983 folgte die Außerdienststellung. Heute ist es ein Museumsschiff und zugleich Restaurant. Ich hätte nichts lieber getan, als hier zu essen und mich umzuschauen, aber leider ist das Schiff momentan wegen Renovierungsarbeiten geschlossen. Wir schlendern also weiter durch die Straßen Emdens und kommen schließlich im Störte unter. Das Bistro liegt direkt an einem Platz mit Wasserfontäne auf den die Abendsonne scheint. Die hochschießenden Wassersäulen faszinieren besonders die Kinder, und so herrscht ein fröhliches, aber irgendwie friedliches Treiben. Die Stunden fliegen nur so dahin mit Atlantik-Ale, Schokodessert und tiefgründigen Gesprächen und irgendwann wird es Zeit, sich wieder ins Quartier 96 zu begeben. Leicht angeschickert eiern wir am Hafentor von Emden vorbei durch die backsteindominierten Straßenzüge, immer auf der Suche nach einem Bus, der uns an unseren Zielort bringen könnte. Doch das erweist sich irgendwie schwieriger als gedacht. Ein Hoch auf unseren Emder Busfahrer! Plötzlich taucht hinter uns ein Bus auf, nur leider weit und breit immer noch keine Haltestelle in Sicht. In der Hoffnung, dass sie sich vielleicht hinter der nächsten Kurve versteckt, jogge ich hochmotiviert und etwas unkoordiniert los. Das wäre aber gar nicht nötig. Der Busfahrer, der mein Manöver richtig gedeutet hat, lächelt und hält sein leeres Fahrzeug einfach direkt neben uns an. Freudestrahlend steigen wir ein. Ein Hoch auf unseren Busfahrer! Und einen schönen Gruß in die Kölner Heimat, wo man mir des Öfteren die Bustür vor der Nase zugeknallt hat, trotz olympiareifem Spurt und bittender Gesten meinerseits. Unser Busfahrer in Emden hingegen ist die Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft in Person. Er fährt zwar nicht genau zur ehemaligen Kaserne, aber er hält in der Nähe und erklärt uns den Rest des Weges. Im Quartier schlafen wir uns dann richtig aus, denn am nächsten Tag erwartet uns ein Besuch im Rathaus. Ostfriesisches Landesmuseum im Emder Rathaus Dort befindet sich das Stadtmuseum und eigentlich wollten wir diesem direkt nach dem Frühstück einen Besuch abstatten. Aber Achtung: Unter der Woche macht das Museum manchmal erst um 12 auf! Als die Turmuhr schlug waren wir aber bereit und durften als erste ins Gebäude. Leider hatten wir aufgrund unseres nächsten Programpunktes jetzt nicht mehr so viel Zeit. Daher haben wir uns auf das konzentriert, was uns am meisten interessiert hat, und das waren die Rüstkammer, der Rathausturm und die Moorleiche. Die Rüstkammer hat vielleicht nicht das eine Glanzstück, dafür aber sehr reichhaltige Bestände, von denen eine Vielzahl an Exponaten gezeigt wird. Man könnte jetzt jammern: Masse statt Klasse, aber da alles sehr kompakt in wenigen Räumen gezeigt wird, habe ich das nicht so empfunden. Im Gegenteil, ich fand es eigentlich ganz amüsant, dass ich mir bei der Anzahl der zur Schau gestellten Piken und Harnische ein bisschen wie in einem Geschäft vorkam. Als nächstes ging es die Treppe hoch auf den 38 Meter hohen Turm, von dem man eine wirklich schöne Aussicht über den Delft und die orangenen Ziegeldächer Emdens hat. Und zum Schluss schauen wir uns dann noch die Moorleiche von Emden an. Oder eigentlich nicht von Emden, denn sie wird &#8220;Der Mann von Bernuthsfeld&#8221; genannt, nach ihrem Fundort. Sie ist etwa 1200 Jahre alt, stammt also aus dem 8. Jahrhundert. Torfstecher entdeckten sie 1907 bei der Arbeit im Moor. Durch dieses wurde auch nicht nur der Leichnam, sondern auch dessen Kleidung konserviert, die man hier im Original und auch als Schaumodelle bewundern kann. Anhand eines digitalen Röntgenapparates, den man über das Skelett schiebt, erfährt man, welche Verletzungen und Krankheiten der Mann hatte, was er wahrscheinlich gearbeitet hat und wie alt er war. Alles in allem hatten wir einen wirklich schönen Tag in Emden, auch wenn es zu Beginn gar nicht zu unserer Route gehörte. Ich weiß nicht, ob ich hier länger Urlaub machen würde, aber bei einem Aufenthalt von 24 Stunden muss man sich definitiv nicht langweilen!</p>
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		<title>SOMMERJUNG &#8211; Mit 27 den Sommer der Kindheit erleben!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Rosa]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 31 May 2017 06:05:08 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Niedersachsen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wo trifft man eine Gebärdendolmetscherin, die Finalisten der Show Ninja Warrior, Hochzeitsfotografinnen und den Autor eines erotischen Reiseromans? Richtig, mitten in der Lüneburger Heide. Denn dort findet Sommerjung statt, ein Ferienlager für Erwachsene. Wer jetzt denkt „Für Erwachsene – höhö&#8221;, den muss ich leider enttäuschen. Da wird weder für den Erotikroman recherchiert, noch finden wilde Orgien statt. Der Sommer, den du als Kind nie hattest Nein, es geht darum, noch einmal einen Sommer wie früher als Kind zu erleben. Den ganzen Tag draußen sein, spielen, lachen, schwimmen, rennen, Spaß haben. Ohne Handys oder Zeitdruck, Smartphones und Uhren sind nämlich unerwünscht. Und so ist es ganz leicht, interessante Leute kennenzulernen und aufregende Stunden mit ihnen zu verbringen. Langweilig wird es nämlich auf keinen Fall, dafür sorgen über 20 sogenannte „Playshops“ – ob Bogenschießen, Impro-Theater, Parkour, Traumfänger basteln oder Survival-Training, hier wird jede Menge geboten. Call me Wilhelm Tell Wie ihr euch wahrscheinlich denken könnt, war ich letztes Wochenende da und ehrlich gesagt habe ich gerade echt Schwierigkeiten, wieder in die Realität zurückzufinden. Die Tage sind wie im Rausch an mir vorbeigezogen, die Bässe der Partynacht pulsieren immer noch in meinem Bauch und ich wünsche mir nichts sehnlicher als wieder mitten in der Nacht mit der Seilbahn über den Spielplatz zu rasen. Ich will wieder den Adrenalinrausch der Talentshow spüren! Hier habe ich meinem Teamleader Marvin erst einen Apfel vom Kopf und dann zwischen den Beinen wegschießen dürfen. (Wer sich jetzt wundert: 1. Ich kann Bogenschießen, bin aber weit davon entfernt ein Profi zu sein! 2. Es waren LARP-Pfeile, tun weh, töten aber nicht, wenn man daneben schießt. 3. Ich bin trotzdem fast gestorben vor Angst, ihn zeugungsunfähig zu machen. 4. Und das möchte ich betonen: Es war SEINE Idee! 5. Es hat geklappt! Ich bin stolz wie Bolle!) Viele Gesichter,&#160; viele Gespräche, spannende Persönlichkeiten Den Rest der Nacht haben wir gefeiert, auf dem Abenteuerspielplatz getobt und kaum Schlaf bekommen. Der Frühaufsteherkurs hat mich nicht in bester Verfassung erlebt, aber ich glaube, es hatten trotzdem alle Spaß, vor allem, als wir Parabelschießen ausprobiert haben! Es war ein Wochenende so abwechslungsreich, dass mir immer noch der Kopf schwirrt. Von der Nachtwanderung ohne Angst, aber trotzdem mit ganz anderer Aufregung. Von all dem leckeren Essen und dem eiskalten Zelt. Von Colour-Games mit Kriegsbemalung und Mädchengekicher am Lagerfeuer. Von all den neuen Gesichtern, den zwei-Minuten-Begegnungen in der Sonne und den zwei-Stunden-Gesprächen in der Nacht. Vieles ist an der Oberfläche geblieben, aber ich habe das Gefühl, mindestens eine Person kennengelernt zu haben, die ich wiedersehen werde. Manchmal war es fast zuviel, aber das lag auch daran, dass ich selbst vier Playshops mit recht hohem Aufwand gegeben habe. Ohne Uhr ist es schwer, sich an Zeitangaben zu halten. Da kommt die Entspannung dann doch mal zu kurz, weil man nicht weiß, ob man pünktlich ist. Wer nur als Teilnehmer kommt, empfindet das Ganze sicher gechillter. Trotzdem hatte ich noch Zeit, mit Meerjungfrauenflosse zu schwimmen oder einfach in der Hängematte zu liegen und in den Himmel zu starren. Einmal Sommerjung sein Ich bin gekommen als jemand, der eine Realitätsflucht auf Zeit sehr gut gebrauchen konnte und genau das habe ich bekommen. Kein Kontakt nach Hause, dafür jede Menge fremde Leute. Die mich nicht kennen und bei denen ich mich so zeigen kann, wie ich möchte, egal ob ich wirklich so bin oder nicht. Die hoffentlich nach dem Wochenende eine gute Erinnerung an mich mitnehmen, selbst, wenn sie meinen Namen nie erfahren haben. Und auf die Momente, in denen ich wirklich einsam war, folgten meist direkt Begegnungen, die mir gezeigt haben, dass ich das nicht sein brauche. Wer Lust hat, so etwas auch einmal zu erleben, nutzt die Chance auf euer ganz eigenes Sommerjung! Bis bald und gute Reise!</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://rosasreisen.de/sommerjung-mit-27-den-sommer-der-kindheit-erleben/">SOMMERJUNG &#8211; Mit 27 den Sommer der Kindheit erleben!</a> erschien zuerst auf <a href="https://rosasreisen.de">Rosas Reisen</a>.</p>
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