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	<title>Hessen Archive - Rosas Reisen</title>
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	<title>Hessen Archive - Rosas Reisen</title>
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		<title>5 Things to do in Marburg und Umgebung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Rosa]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 19 Feb 2023 06:53:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Was kann man in der Nähe von Marburg schönes unternehmen? Von wo hat man einen tollen Blick auf die Stadt? Welcher Ausflug lohnt sich wirklich? In meinem kleinen Guide stelle ich euch 5 Unternehmungen für Hessens Herzregion vor! Von luftiger Höhe über die Wasser der Lahn und märchenhafte Momente ist alles dabei. Ballonfahrt über die Hügel des Lahntals Das Lahntal ist eine sehr offene, liebliche Landschaft, in der immer wieder kleine Ort mit hübschen Kirchen und pittoresken Fachwerkhäusern auftauchen. Eine ganz besondere Perspektive auf dieses Idyll gewährt die Fahrt mit dem Heißluftballon. Ja, Fahrt, nicht Flug, das ist eines der ersten Dinge, die man lernt, wenn man einen solchen Ausflug plant. Wir waren mit Osthessen Ballon unterwegs und konnten tatsächlich direkt vor unserer Haustür auf einem Feld starten. Aber Achtung: Da man vom Wind abhängig ist, kann es schon mal passieren, dass der Start um 5 Uhr morgens ist. Außerdem ist es ein sehr teurer Spaß. Aber es ist eben auch ein &#8220;Once in a liftetime&#8221;-Erlebnis, das sich lohnt! Spiegelslustturm &#8211; Märchen mit Aussicht Dieser Turm, der aussieht, als wäre er geradewegs einem Märchen entsprungen, thront in der Hügelflanke hoch über Marburg, gegenüber dem Landgrafenschloss. Eigentlich heißt er Kaiser-Wilhelm-Turm, wird im Volksmund aber Spiegelslust genannt, da der Student&#160;Werner Friedrich Julius Stephan von Spiegel&#160;zum Desenberg den Ort populär machte. Mitten im Wald liegt dieser verwunschen-romantische Turm, ist aber perfekt mit dem Auto zu erreichen und einen Parkplatz gibt es auch. Die Besteigung des Turms kostet nur 1 € und von oben hat man einen tollen Blick über das Lahntal und die Stadt Marburg. Erbaut wurde der Turm, der auch Rapunzels zu Hause sein könnte, Ende des 19. Jahrhunderts. Heute kann man hier in einem kleinen Café auch Erfrischungen zu sich nehmen und natürlich ganz romantisch heiraten. Stadtbummel durch&#8217;s mittelalterliche Marburg Natürlich ist auch Marburg selbst einen Ausflug wert. Die kleine Stadt schmiegt sich in das Lahntal und erwartet ihre Besucher mit Fachwerkhäusern und Kopfsteinpflastergassen. Hier ein versteckter kleiner Park, dort ein besonders niedliches Café mit veganen Zimtschnecken. Wer lieber nicht einfach so drauf los stromert, sondern lieber systematisch vorgeht, für den ist vielleicht der Grimm-dich-Pfad genau das richtige. Der Märchenweg führt kreuz und quer durch Marburg und wartet mit verschiedenen thematischen Highlights auf! Minigolf &#8211; Bälle schlagen am Lahnufer Marburg hat einen wirklich niedlichen Minigolfplatz zu bieten. Er liegt direkt neben dem Campingplatz am Ufer der Lahn, ist perfekt mit dem Auto zu erreichen und sehr günstig. Die Felder sind vielleicht nicht brandneu, aber mit viel Liebe und Kreativität gestaltet. So wird es hier definitiv nicht langweilig! Im platzeigenen Kiosk kann man sich außerdem mit Eis und Getränken versorgen und wenn die Partie gespielt ist, lässt sich wunderbar ein Spaziergang am Ufer anschließen. Tretbootfahren und Schlemmen im Ufercafé von Marburg Folgt man der Lahn vom Minigolfplatz stadteinwärts, so kommt man zwangsläufig irgendwann ans Ufercafé. Dieses kleine Lokal im Schatten der Bäume hat diverse süße und deftige Speisen im Angebot, von Kartoffelsalat und Würstchen über heiße Waffeln bis zu Eis. An einem warmen Frühlings- oder Sommertag gibt es nichts besseres, als hier auszuruhen und Wetter und Wasser zu genießne. Wer etwas mehr Action braucht, der leiht sich einfach eins der vielen Tretboote, die hier vertäut liegen. Mit ein bisschen Muskelschmalz geht es stromaufwärts. Aber Achtung: Man sollte einmal probehalber in die Pedale treten, denn manche Boote quietschen ganz fürchterlich!</p>
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		<title>3 hessische Wandermärchen: Traumhafte Rundwanderwege in der Nähe von Marburg</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Rosa]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 28 Aug 2022 04:01:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Jetzt wohnen wir bald schon ein halbes Jahr in Kirchhain in der Nähe von Marburg und wir haben den Sommer gut genutzt, um unsere neue Heimat per Wanderschuh zu erkunden. Die Region Burgwald bietet wirklich tolle Wanderwege und dazu gehört auch die Reihe der &#8220;Wandermärchen&#8221;. Hier möchte ich euch drei dieser Rundwanderwege vorstellen. Angelegt wurden die meist sehr gut ausgeschilderten Wege vom Deutschen Wanderinstitut, das sich auch um die Pflege und Instandhaltung kümmert. Ich bin sehr dankbar, dass es Menschen gibt, die dafür sorgen, dass ich ganz sorglos durch die Landschaft wandern kann. Galgenbergtour Symbol: WM G Startpunkt: Kindertagesstätte Wolkenland in Gemünden (Wohra)Einen offiziellen Parkplatz gibt es hier nicht, man muss also in den umliegenden Straßen schauen. Länge: 13,2 km Dauer: Mit mehreren entspannten Pausen ca. 4,5 Stunden Schwierigkeitsgrad: Leicht Highlight: Holzfiguren im Wald Pausenplatz: Warum nicht im Dorf Hertingshausen? Aber bringt euer eigenes Picknick mit, den eine Gaststätte oder ähnliches gibt es hier nicht. Unbedingt einpacken: Einen Apfel! Man geht an so vielen Apfelbäumen vorbei, dass man auf jeden Fall Hunger auf das Obst bekommt. Geheim-Tipp: Übernachtung bei Jörg. Wir haben den Platz über die App Vansite gefunden und man kann hier wunderschön mit Zelt, Dachzelt, Van oder Wohnmobil auf Jörgs Grundstück übernachten. Mit Wasserschildkröten als Nachbarn! Himmelsbergtour Symbol: WM H Startpunkt: Parkplatz am Hunburgturm in Burgholz (gelb) Länge: 18 km Dauer: Mit mehreren entspannten Pausen ca. 6 Stunden Schwierigkeitsgrad: Mittel Highlight: In den LambernEine große, wunderschöne Streuobstwiese voller Apfelbäume. Im Mai blüht hier alles! Pausenplatz: Auf dem Liegesessel hinter den Obstwiesen Unbedingt einpacken: Fernglas Um einen guten Rundumblick vom Hunburgturm zu haben! Denn den sollte man auf jeden Fall besteigen, wenn man die Tour macht. Vielleicht sogar vorher, dann sind die Knie noch nicht so Pudding. 🙂 Geheim-Tipp: Ruine im WaldstückWenn man die Obstwiesen hinter sich gelassen hat, taucht man ein in den schattigen Wald, Dort geht es ein Stück bergab. Wer jetzt die Augen offen hält, kann bald darauf auf der rechten Seite ein kleines, verfallenes Gebäude entdecken und erkunden. Panoramaweg Symbol: WM P Startpunkt: Parkplatz am REWE in RauschenbergDort ist sogar ein klitzekleiner Wanderparkplatz (gelb). Nachdem ihr geparkt habt, geht ihr zurück zur Straße, überquert diese und seht dann schon den Einstieg mit der Wandertafel. Länge: 16 km Dauer: Mit mehreren entspannten Pausen ca. 5 Stunden Schwierigkeitsgrad: Mittel Highlight: Die Burgruine von Burg Rauschenberg Pausenplatz: Schutzhütte auf dem Gedinner Unbedingt einpacken: Umfangreiches Picknick, denn der Pausenplatz ist so schön, dass man so lange wie möglich bleiben will!</p>
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		<title>Hallo Kirchhain: Neue Heimat, große Neuigkeiten</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Rosa]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 12 Jun 2022 04:56:00 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Persönliches]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wer hätte das gedacht? Nach 30 Jahren in Köln und 10 Jahren in der gleichen Wohnung bin ich nun mitten in etwas, das ich scherzhaft &#8220;Deutschland &#8211; Meine Wanderjahre&#8221; nenne. Ich habe ja schon berichtet, warum ich 2020 nach Bielefeld gezogen bin, vor zweieinhalb Monaten erfolgte dann der Umzug nach Kirchhain bei Marburg. Bielefeld war längst nicht so schlimm, wie sein Ruf und ich mochte unsere Wohnung dort sehr. Aber die schlimmen Umstände auf der Arbeit und der lange Einsatz meines Freundes haben schon dazu beigetragen, mir den Ort etwas zu vermiesen. Umso mehr habe ich Kirchhain als Chance auf Besserung gesehen. Und was soll ich sagen? Es ist besser! Neue Chance Weiterbildung Während die Agentur für Arbeit in Bielefeld wenig engagiert und hilfreich war, habe ich hier in Marburg das große Los gezogen. Ich bin kaum angekommen, da hat meine Betreuerin mich schon kontaktiert, meinen Lebenslauf analysiert und mich für eine sechsmonatige Weiterbildung vorgeschlagen. Von der Agentur finanziert und in der Zeit erhalte ich weiter mein Arbeitslosengeld und bin versichert. Das allein ist schon toll, aber das Beste: Die Weiterbildung bildet zu 100% meine Interessen ab, wird mich nach vorne bringen und macht Spaß. Ich sitze zwar fast jeden Tag 10 Stunden daran, aber das ist es mir wert und ich bin einfach nur dankbar, zumindest für die nächsten paar Monate zu wissen, wie es weitergeht. Das ist also schonmal ganz anders. 😀 Neuer Wohnort Kirchhain Unsere Wohnung ist allerdings fast genauso, wie die alte, aber vielleicht trägt das auch dazu bei, dass wir uns hier zu Hause fühlen: 100qm, 4 Zimmer, im 2. OG mit Zahnarzt und Anwalt als Nachbarn, die weder abends noch am Wochenende da sind. Leider haben wir keinen Balkon, können dafür aber einen Teil des Gartens mitbenutzen. Selbst unser Kater hat keine Probleme mit dem Umzug gehabt. Kirchhain selbst ist ein richtiger Jackpot: alter, romantischer Ortskern mit Fachwerkhäusern und Kopfsteingassen, in dem aber alles fußläufig oder mit dem Rad erreichbar ist &#8211; Aldi, DM, Rossmann, Lidl, Action, Friseure, Apotheken, Eisdielen usw. Während der Ortskern und der Bahnhof nur 100 Meter weit weg sind, brauchen wir andererseits nur über die Straße zu gehen und stehen mitten in der Natur. Und die hat hier einiges auf dem Kasten. Es gibt wunderschöne Felder und Wiesen, in denen gerade ganze Storchkolonien brüten. Im April und Mai blühte der Raps wie verrückt, jetzt färbt sich langsam der Weizen. In den uns umgebenden Hügeln wachsen Apfelbäume, fließen Wohra und Ohm und warten viele spannende Orte nur darauf entdeckt zu werden. Neuer Nachbar Marburg Außerdem sind es mit der Bahn oder dem Auto nur 15 Minuten nach Marburg und dass ich mich in die Stadt verliebt habe, wisst ihr ja schon! In Marburg, da ist dann auch etwas ganz wundervolles passiert. Eines Sonntags kam ich relativ erschöpft aus der eigentlichen Heimat Köln zurück. Dort hatte ich gerade den Junggesellinnenabschied meiner besten Freundin gefeiert und organisiert. Eigentlich war ich todmüde und wollte nur noch chillen. Aber das Wetter war so schön, dass ich, als ich in Kirchhain ankam, meinen Freund fragte, ob wir nicht noch etwas unternehmen wollen. Er war direkt dabei und so beschlossen wir, nach Marburg zu fahren, ein Tretboot zu leihen und die Lahn zu befahren&#8230; Das erste Tretboot, das wir ausleihen, quietscht. Und ich meine nicht so ein bisschen nostalgisch, sondern ein ohrenzerreißendes, konstantes, nervtötendes Quietschen. Die Leute am Ufer sehen uns erschrocken oder amüsiert an. Nach 50 Metern geben wir auf, treteln zurück zur Anlegestelle und kapern ein neues, besser geöltes Boot. Aaaah, welch Wohltat! Die Sonne scheint, Menschen sind fröhlich und ich glücklich. So fahren wir flussaufwärts und mein Freund sagt den etwas seltsamen Satz: &#8220;Vielleicht stoßen wir ja noch auf einen Gletscher!&#8221; Es ist eine Anspielung auf eine Schiffsreise, die wir längst hätten unternehmen wollen, wäre nicht Corona dazwischen gekommen. Die Spitzbergen-Grönland-Island-Reise, die ich zum 30. Geburtstag bekommen hatte. Und für die mein Freund noch ganz besondere Ereignisse geplant hatte, wie ich weiß. Ich checke aber nichts. Irgendwann steuere ich unser Boot ans rechte Ufer. Schließlich will ich doch das Stück Kuchen, das ich mitgebracht habe, in Ruhe verspeisen. &#8220;Ist das ein Manöver oder driften wir ab?&#8221;, fragt mein Freund freundlich, der wohl wenig Vertrauen in mich und meine Steuerkünste hat. &#8220;Wir legen an, es gibt Kuchen!&#8221; verkünde ich. Während wir da so nebeneinander auf unseren unbequemen Plastiksitzen hocken und ich Kuchen in mich hineinschaufel, fällt mein Blick auf einen langen geraden Stock an der Uferböschung. Spielkind, das ich nun mal bin, angel ich den Stock zu uns an Bord und teile meinem Freund mit, dass wir nun einen Flaggenmast haben, den ich in ein Überlaufloch im Deck unseres Bootes stopfe. Fehlt nur noch die Flagge. &#8220;Hast du irgendwas dabei, was wir nehmen könnten, ein T-Shirt oder so was?&#8221;&#8220;Nee, aber ich hab was anderes. Ein Taschentuch. Warte mal, ich muss da noch was rausholen.&#8221;&#8220;Was denn? Rotze?!&#8221;, frage ich lachend.&#8220;Nee.&#8221; Und mein Freund holt einen großen Klumpen Taschentücher aus seiner Tasche, aus denen er langsam etwas auswickelt. Ein kleines, schwarzes Kästchen. Mir fällt fast der Flaggenmast aus der Hand. Oh! Hier? Jetzt? Neuer Lebensabschnitt &#8220;Also, Anuschka, das hier ist kein Schiff und es gibt auch keine Eisberge, aber ich wollte fragen, ob du meine Frau werden willst?&#8221; Er ist mindestens so aufgeregt wie ich, denn er drückt mir das geschlossene Kästchen einfach in die Hand. Lachend sage ich ja, gebe es ihm zurück und frage, ob er es nicht aufmachen möchte. Er will und darin ist mein Verlobungsring. Ich bin nicht die Einzige, die direkt an Nenya denken muss! 😀 Und obwohl er ganz anders ist, als ich ihn mir vorgestellt hätte, passt er. Nur nicht im ganz wörtlichen Sinne, weshalb er erstmal auf den Mittelfinger muss, bis wir es nach Köln zum Juwelier schaffen. Ganz ritterlich springt mein Freund dann an Land und pflückt mir einen Blumenstrauß. Gleichzeitig gondelt wie bestellt ein Schwan über die Lahn und erzeugt noch mehr romantische Vibes. Langsam legt sich die Aufregung und meinem Freund fällt auf, dass er die ein oder andere Tradition vergessen hat. Und so darf ich auch aussteigen und bekomme auf einem kleinen Spazierweg an der Lahn nicht nur einen Blumenstrauß überreicht, sondern auch noch einen Kniefall inklusive Wiederholung der Frage. Die Antwort bleibt die gleiche und so schippern wir zurück und tauschen das Tretboot gegen Plätze im Ufercafé, wo wir mit einer kleinen Flasche Sekt auf unser Verlobung anstoßen. Tja, irgendwie bin ich hier in unserer neuen Heimat ganz happy.</p>
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		<title>Romantischer Spaziergang durch Marburg: Grimm dich-Pfad</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Rosa]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 22 May 2022 05:14:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Nun wohnen wir schon über einen Monat in Kirchhain bei Marburg und hatten auch ein bisschen Zeit, unsere neue Heimat kennenzulernen! Was soll ich sagen? Marburg ist wunderschön und hat jede Menge zu bieten. Ein absolutes Highlight ist für mich der &#8220;Grimm dich-Pfad&#8221;, der auf den Spuren der Märchen der Brüder Grimm durch die Stadt führt. Der Weg selbst ist nur knapp 2 km lang, aber es geht rauf und runter durch die Kopfsteingassen! Uns erwarten 15 Stationen, teils ganz offensichtlich, teils etwas versteckt. Wer einen QR-Code-Scanner auf dem Handy hat, kann an jeder Station einen Links scannen und kommt so direkt zum Text des Märchens. Weitere Infos gibt es leider nicht, was ich sehr schade finde, aber im Zweifel hilft Google ja weiter. 😉 Download Routenflyer Von dem Fischer und seiner Frau Start im Alten Botanischen Garten Der erste Stopp führt uns in den Norden Marburgs, in den Botanischen Garten in der Nähe der Uni-Bibliothek. Betreten kann man den Garten von jeder Seite und auch der Fisch ist nicht schwer zu finden. Schließlich gibt es nur einen größeren See. Dort dümpelt er ganz friedlich vor sich hin und wartet darauf, netten Fischern und ihren nicht ganz so netten Ehefrauen zu zeigen, dass Gier sich nicht lohnt. Direkt am Ufer ist eine Bank und so kann man sitzen und das Märchen in Ruhe lesen. Aber auch ein weiterer Spaziergang durch den Garten lohnt sich, schließlich findet sich hier ein tolles Kräuterbeet und andere spannende Pflanzen. Der Wolf und die sieben Geißlein Trophäenköpfe an der Mauer im Steinweg Wir verlassen den Garten Richtung Pilgrimstein und nehmen die kleine Gasse zwischen den Häusern gegenüber der Bibliothek, um zum Steinweg zu gelangen. Hier wird es dann märchenhaft bedrohlich, denn von der Mauer schaut uns der Wolf, umrahmt von den Geißlein an. Allerdings kann er uns wohl nicht mehr verschlingen, hängt sein Kopf doch selbst wie eine Jagdtrophäe zwischen seinen Opfern. Die zählen nur sechs, ob das wohl daran liegt, dass das siebte sich in der Standuhr versteckt hat? Wer ganz aufmerksam ist findet es vielleicht in der Umgebung. 😉 Ich persönlich habe ja ein großes Faible für Wolfs-Märchen und bin daher von dieser Station schon sehr angetan. Was uns wohl als nächstes erwartet? Der Froschkönig Hast du eine goldene Kugel dabei? Nun, wir wechseln die Tierart, denn nun erwartet uns eine Amphibie und eine königliche noch dazu! Wenn wir dem Steinweg Richtung Süden folgen, kommen wir zur Neustadt und dort, an der Wasserscheide, thront der Froschkönig. Mit Krone und Kugel presst er ein Buch an sich und wartet darauf, von der Prinzessin erlöst zu werden. Soweit ich weiß, spielte ein Kuss eine Rolle, allerdings auch ein Wurf gegen die Wand&#8230;Ich sollte wohl nochmal nachlesen! Was meinen tatsächlich meist grün gekleideten Frosch angeht, versuche ich es mal mit der sanfteren Methode! Krieger&#8217;sche Leihbibliothek Leider nichts zu holen Wir folgen der Straße, die zur Wettergasse wird und auf Höhe der Abzweigung Aulgasse erwartet uns die vierte Station unseres Marburger Märchens. Die Krieger&#8217;sche Leihbibliothek. Was es damit auf sich hat würde ich euch zu gerne verraten, doch das Haus war wegen Bauarbeiten geschlossen. Und da es ja leider nirgendwo weiterführende Informationen zu den einzelnen Stationen des Grimm dich-Pfads gibt, müssen wir ahnungslos weiterziehen. Sterntaler Lyrische Sternschnuppen an der Kirche Der nächste Halt ist jedoch nur wenige Meter die Gasse hinab entfernt, hier erwartet uns das Sterntaler an der Alten Universitätskirche. Was mir aber noch viel besser gefällt als die Installation an der Mauer, sind die vielen Bücher, die offen herumliegen. Wie bitte?, wird sich der ein oder andere fragen. Ja, in dem kleinen Kirchhof finden sich nicht nur die Geschichte von Sterntaler, sondern auch andere Kometen der Literaturgeschichte und das immer auf deutsch und in der Originalsprache. Mit dem Hobbit, dem Kleinen Prinzen und Pippi Langstrumpf trifft Marburg bei mir voll ins Schwarze! Das tapfere Schneiderlein Riesenfliegen an Hausnummer 7 Wir biegen nun scharf rechts ab und folgen den kleinen Gassen wieder bergauf zum Markt und zum Rathaus. Als erstes fällt mein Blick allerdings nicht auf etwas Märchenhaftes, sondern auf die schöne Symbolik: Ein großes Peace-Zeichen, ganz aus Blumen lehnt am Historischen Rathaus. Hach, es war eine gute Entscheidung, hierhin zu ziehen. Hier ist die Stimmung doch etwas anders, als in Ostwestfalen. Suchend blicke ich mich also nach dem nächsten Märchen um und wundere mich etwas über die großen, hässlichen Metallfliegen an Haus Nummer 7. Und dann dämmert es langsam: 7 Fliegen, 7 auf einen Streich, das ist&#8230;das tapfere Schneiderlein! Haus der Romantik Background-Wissen rund um die Grimms Der nächste Halt des Grimm dich-Pfads ist nicht weit, wir müssen nur einmal den Marktplatz überqueren. Dort, im Haus der Romantik, erwartet uns eine Ausstellung zu Jakob und Wilhelm Grimm und ihren Märchen. Hierzu kann ich euch leider noch nichts verraten, denn obwohl ich mir die Ausstellung ganz unbedingt ansehen möchte, hatte ich bisher noch nicht die Zeit dazu. Aber ich bin sicher, für Märchen-Fans lohnt es sich! Rotkäppchen und der Wolf 100 Liter Wein hinterm Zaun Hinter dem Haus der Romantik wenden wir uns nach links, der Treppe zu, die den Berg hinauf führt. Ich bin ein bisschen aufgeregt, wartet doch als nächstes mein Lieblings-Märchen auf uns. Ich sagte es ja schon, das Wolfs-Faible&#8230; Nun ja, ich bin doch etwas enttäuscht. Tief im Inneren hatte ich auf einen schaurig-schönen, gruseligen Wolf in Überlebensgröße gehofft, auf dem man vielleicht sogar reiten kann. Jaja, die Fantasie geht mit mir durch, aber ehrlich: Marburg provoziert das! Stattdessen gibt es jedenfalls einen Korb mit Wein in Überlebensgröße. Da kann ich meinen Kummer wohl locker drin ertränken. Wenn nur der olle Zaun nicht wäre! Schneewittchen und die sieben Zwerge Zwerge im Spiegel Wir queren die Ritterstraße und folgen nun der Landgraf-Phillipp-Straße weiter bergauf. Links und rechts halte ich Ausschau nach Gartenzwergen, Äpfeln oder gläsernen Särgen, aber natürlich ist es der Spiegel, der dieses Märchen symbolisiert. Dass sich irgendjemand wie die Schönste im Land vorkommt, wenn er oder sie sich darin betrachtet, wage ich allerdings stark zu bezweifeln. Man fühlt sich eher den Zwergen zugehörig, die auf kurzen Beinen hackeschwingend zur Mine stapfen. Hei ho! Aschenputtel Der Schuh ist wohl nicht zu klein! Kurz vor dem Schloss erwartet uns das nächste Märchen, Aschenputtel alias Cinderella. Ich meine mich zu erinnern, dass es im Originaltext heißt: &#8220;Ruckediguuu, Blut ist im Schuh, der Schuh ist zu klein, die rechte Braut sitzt noch daheim!&#8221; als Aschenputtels böse Stiefschwestern versuchen, sich in den gläsernen Schuh zu zwängen. Ähm, tja. Einerseits gefallen Marburgs Aschenputtel rote Pumps wohl deutlich besser, als Glas. Gut, verstehe ich, sind auch deutlich praktischer, gerade zum Treppensteigen. Aber dass dieser Schuh irgendwem zu klein sein soll? Aschenputtel hat wohl Riesenblut in den Adern! Aber ich sollte leise sein, schließlich haben mein Freund und ich auch die gleiche Schuhgröße. 😀 Das blaue Licht Was tut es? Es leuchtet blau! Die nächste Station des Grimm dich-Pfads nennt sich im Flyer schlicht &#8220;Das blaue Licht&#8221;. Hat es was mit Rambo zu tun? Nein, es handelt sich um den beleuchteten Tiefenbrunnen im Gewölbekeller des Schlosses. Dieses haben wir nun nämlich erreicht. Da man den Keller aber nur mit Führung betreten darf, ich überdies noch nie von einem Märchen mit blau leuchtendem Brunnen gehört habe und das Wetter und die Aussicht viel zu schön sind, schenken wir uns den Stopp. Stattdessen schauen wir uns im Schlosshof um und entdecken den Eberbrunnen und den Fledermausautomaten. Letzterer spielt die Laute ab, die unterschiedliche Fledermausarten wohl von sich geben. An meinem Gesichtsausdruck könnt ihr ablesen, dass ich damit nicht gerechnet hatte! Zitat von Jakob Grimm Kein Fan von Marburg Nachdem es immer weiter hinauf ging, müssen wir nun natürlich wieder runter und das geht über die Ludwig-Bickell-Treppe direkt unterhalb des Riesenschuhs bei Bückings Garten. Hier erwartet uns ein Zitat von Jakob Grimm, das ich mit wachsendem Erstaunen gelesen habe. Am Ende konnte ich mir ein Lachen nicht verkneifen. Es fing so gut an, aber er scheint dann doch nicht so angetan von Marburg gewesen zu sein, wie ich es bin. &#8220;Die Lage Marburgs und umliegende Gegend ist gewiß sehr schön. Besonders wenn man in der Nähe des Schlosses steht und da herunter sieht, die Stadt selbst aber sehr häßlich. Ich glaube es sind mehr Treppen auf den Straßen als in den Häusern. In ein Haus geht man gar zum Dache hinein.&#8221; Wohnhaus Professor Savigny Wer war denn das? Am Ende der Treppe wenden wir uns nach rechts in die Ritterstaße, zum Wohnhaus des Professors Friedrich Carl von Savigny. Hier zeigt sich leider wieder einmal die Schwäche des Grimm dich-Pfads, was Zusatzinfos anbelangt. Aber die Suchmaschine des Vertrauens spuckt aus, dass Professor Savigny ein Lehrer der Grimm-Brüder war. Bei ihm haben sie Clemens Brentano kennen gelernt, der Anfang des 19. Jahrhunderts ebenfalls in Marburg lebte. Und auch ihre Liebe zu deutschem Lied- und Volksgut haben sie so entdeckt. Allerdings wollten sie nicht selbst schaffen, sondern sammeln, kategorisieren und bewahren und so entstand die erste Sammlung deutscher Kinder- und Hausmärchen. Hänsel und Gretel Lange gesucht und doch gefunden! Ja, so ein Hexenhaus im Wald ist nicht einfach zu lokalisieren. Dabei hätte ich nur mal scharf nachdenken müssen: Wo würde sich die kinderfressende Hexe wohl am ehesten in Marburg positionieren? Richtig, auf einem Spielplatz! Dieser liegt etwas versteckt hinter einem märchenhaften Tor. Kleiner Tipp: Hier nicht an die Beschreibung im Flyer halten, sondern einfach Spielplatz Kugelgasse bei Maps eingeben. 😉 Tatsächlich wartet hier aber nicht nur die böse Hexe, die einen Finger nicht von einem Stock unterscheiden kann, sondern auch Rapunzel und Frau Holle sind zu Besuch. Und wer genau hinschaut findet hier vielleicht auch den reitbaren Wolf! Historischer Stadtplan Marburgs Es kann ja nicht nur Highlights geben Es geht wieder treppab durch Marburgs schöne Gassen und an einer Ecke lauert dann auch der vorletzte Halt des Grimm dich-Pfads: Ein historischer Stadtplan aus der Zeit der Grimms. Ich hätte ihn fast übersehen, so wie ich die Treppe hinuntergestolpert bin. Er ist am Rübenstein 1, gegenüber der Wendelgasse 4. Und er ist, nun ja, ein Stadtplan. Nicht über die Maßen faszinierend ehrlicherweise. So langsam knurrt auch der Magen und so zieht es uns zurück in belebtere Straßen. Wohnhaus von Jakob Grimm Immer noch kein Fan von Marburg! Folgt man der Gasse hinab zur Barfüßerstraße, dann ist es geschafft! Man steht vor dem hübschen, blauen Fachwerkhaus, in dem die Brüder Grimm gewohnt hat. Mir gefällt es sehr, wirkt es doch so verträumt und romantisch. Aber das scheint auch Herr Grimm ganz anders gesehen zu haben, denn die Inschrift verrät, dass er immer noch nicht besser von der Stadt dachte, ärgerte er sich doch über die Treppen, Hundegebell und den Krach der Holz fahrenden Bauern. Marburg, ein Märchen zum Verlieben Im Gegensatz zu Herrn Grimm gefällt es mir in Marburg sehr. Die kleinen Straßen, die bunten Fachwerkhäuser und trotz allem das lebendige, moderne Studentenleben und die Weltoffenheit und Toleranz, die hier demonstriert werden. All das trägt dazu bei, dass ich mich hier sehr wohl fühle. Und dann habe ich auch noch eine ganz eigene märchenhafte Begegnung: Mit dem gestiefelten Kater!</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://rosasreisen.de/romantischer-spaziergang-durch-marburg-grimm-dich-pfad/">Romantischer Spaziergang durch Marburg: Grimm dich-Pfad</a> erschien zuerst auf <a href="https://rosasreisen.de">Rosas Reisen</a>.</p>
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