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	<title>Ausrüstung &amp; Know-How Archive - Rosas Reisen</title>
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	<title>Ausrüstung &amp; Know-How Archive - Rosas Reisen</title>
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		<title>Ausrüstungs-Tipp: Die richtige Wanderkleidung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Rosa]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 21 May 2023 05:46:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Kleidung und Ausrüstung für Wanderreisen Das richtige Schuhwerk für fast jedes Terrain, eine robuste aber bequeme Wanderhose und ein kleiner Wanderrucksack, in den man alles Nötige packen kann und der gut sitzt: Die richtige Kleidung macht Wandern, draußen sein und jede Art von Outdoor-Aktivitäten noch viel schöner! Gerade als Frau hat man im Alltag oft das Nachsehen: Unbequemere Kleidung, die längst nicht so robust ist, unpraktischer Schnitt, keine Taschen und gerade bei Rucksäcken meist Modelle, die auf die männliche Anatomie ausgelegt sind. Gut, dass viele Outdoormarken erkannt haben, dass es auch Frauen gibt, die gerne wandern und auch passende Modelle produzieren! Das ist natürlich alles kein Muss, aber da ich schon öfter gefragt wurde, welche Produkte ich empfehlen würde, gebe ich euch hier einen kleinen Überblick, über meine Wander-Ausrüstung. Die mit * gekennzeichneten Links sind Affiliate-Links. Solltet ihr darüber das Produkt kaufen, so bekomme ich eine kleine Provision. Für euch wird es natürlich nicht teurer. Richtig lange und robuste Wanderhose: Fjällräven Nikka Curved Der Preis hat mich damals fast zum Weinen gebracht, aber ich habe es seitdem keinen Tag bereut: 2018 habe ich mir die Fjällräven Nikka Curved gekauft, weil sie die einzige Wanderhose war, die mir wirklich passt. Sie ist lang genug (Raw Length, kann bei Wunsch noch gekürzt werden), es gibt sie in tollen Farben (wie gerne hätte ich Dark Garnet), sie sitzt perfekt und ist robuster, als man denkt! Ich hatte einen Fahrradunfall, bei dem ich mir komplett die Hände mit kleinen Kieseln bestückt habe, meine Beine grün und blau waren und ich überall Schürfwunden hatte. Die Hose hat nicht das kleinste Löchlein, obwohl ich meterweit gerutscht bin. Das nenn ich Qualität! Link: Fjällräven Nikka Curved bei Amazon Link: Fjällräven Nikka Curved bei Globetrotter Die bequemsten Wanderschuhe aller Zeiten: Lowa Renegade Mid GTX Ich trage seit nunmehr 14 Jahren mit Begeisterung meine Lowa Renegade Mid GTX, mittlerweile das zweite Modell. Er ist der Allrounder unter den Wanderschuhen, der mit fast jedem Terrain und einer weiten Bandbreite an Temperaturen klarkommt. Ich habe diesen Schuhen sogar schon einmal einen Liebesbrief geschrieben! Bei Globetrotter findet ihr sowohl das Herren- als auch das Damenmodell des Renegade*. Pro-Tipp: wer so wie ich keine elfenartigen, spitz zulaufenden Füße hat, sondern mehr zur Quadratlatsche tendiert, dem sei das Männermodell empfohlen. Dieses hat ein deutlich breiteres Fußbett, das auch vorne genug Platz lässt! Link: Lowa Renegade Mid GTX bei Amazon Link: Lowa Renegade Mid GTX bei Globetrotter Kleines Wanderrucksack-Wunder: Osprey Tempest 9 Women 9 Liter, das klingt so wenig! Und so ein kleiner Rucksack braucht doch keinen Brustgurt oder Flossen! Falsch und wieder falsch! Ich liebe meinen kleinen Wanderrucksack von Osprey heiß und innig (auch wenn ich lieber eine andere Farbe hätte) und habe ihn auch schon meiner gesamten Familie aufgeschwatzt. Warum? Link: Osprey Tempest 9 Women bei Amazon Link: Osprey Tempest 9 Women bei Globetrotter Wenn ich doch etwas mehr Gepäck mitnehmen will, wie zum Beispiel auf unserer Wanderung auf die Trolltunga, dann wird es sozusagen die große Schwester dieses Rucksacks, nämlich der Tempest 30. Hier passen auch ohne Probleme ein Satz warme Wechselklamotten, mehr Nahrungsmittel und zusätzliche Ausrüstung rein. Bei normalen Wanderungen reicht der Rucksack locker auch für 2 Personen. Link: Osprey Tempest 30 Women bei Amazon Links: Osprey Tempest 30 Women bei Globetrotter Die richtige Regenjacke: Vaude Escape Light Jacket Auf den meisten Bildern seht ihr die pinke Jacke von Salomon, die ist aber wirklich warm und eigentlich als Skijacke konzipiert (leider kann ich euch hier keinen Link anbieten, weil es das Modell nicht mehr gibt). Wenn es nicht tiefster Winter ist oder ich die Polarregionen besuche, dann tut es auch eine dünnere Regenjacke. Ich habe mich für ein Regenjacke von Vaude entschieden und bin rundum glücklich. Sie sitzt gut und man kann trotzdem noch ein dickes Fleece darunter anziehen. Die Kapuze kann per Kordelzug genau angepasst werden und besitzt einen kleinen Schirm, die Bündchen können per Klett schmaler eingestellt werden. Die Jacke ist extrem leicht und kann daher immer mit. Denn auch, wenn wir in Cornwall großes Glück mit dem Wetter hatten, es ist ein gutes Gefühl auf alle Eventualitäten vorbereitet zu sein! Link: Vaude Escape Light Jacket bei Amazon Link: Vaude Escape Light Jacket bei Globetrotter Wasserflasche und Thermoskanne für Wanderungen Sollte eigentlich klar sein, aber ich sag es trotzdem nochmal. Nehmt ausreichend zu Trinken mit. Ich bin selbst auch sehr nachlässig, was das angeht. Aber beim Wandern, gerade im Sommer, verliert man doch einiges an Flüssigkeit und sollte genug Wasser mithaben, um das auszugleichen. Oder, wie in meinem Fall: Saft! Ich benutze dafür seit ein paar Jahren meine Flasche von SIGG. Sie ist perfekt, hat genau die richtige Größe, ist auslaufsicher und der Verschluss ist auch mit einer Hand zu öffnen, was zum Beispiel beim Autofahren super praktisch ist. Link: SIGG-Flasche bei Amazon Wenn ihr im Winter unterwegs seid und lieber etwas heißes mitnehmen möchtet, dann kommt ihr an Stanley nicht vorbei. Die Marke gibt es schon ewig und das zurecht. Die Flaschen sind qualitativ der Wahnsinn und halten wirklich richtig lange heiß. Ich benutze die Thermoskanne auch im Home Office und der Tee ist nachmittags immer noch gut warm, wenn ich ihn morgens aufgebrüht habe! Link: Stanley-Thermoskanne bei Amazon Link: Stanley-Thermoskanne bei Globetrotter Messer für unterwegs: Victorinox oder Opinel Ich gebe es zu, meine Messer-Sammlung ist mit mittlerweile über 30 Stück etwas überdimensioniert. Ich könnte also auf jede Wanderung ein anderes mitnehmen. Aber meistens sind es dann doch die Klassiker! Und warum auch nicht, ich mag altbewährtes. Und da kommt einem natürlich als erstes das Schweizer Offiziersmesser von Victorinox in den Sinn. Das kleine praktische Taschenmesser ist der Inbegriff des Allrounders, ich hab es schon zu meinem 7. Geburtstag bekommen. (Und mich erstmal in den Finder gesäbelt! :D) Neben dem Messer hat man so auch noch Korkenzieher, Schere, Säge oder andere Funktionen in der Hosentasche, je nachdem für welche Variante man sich entscheidet. Link: Victorinox Taschenmesser bei Amazon Link: Victorinox Taschenmesser bei Globetrotter Wem eine einfache Klinge ausreicht und wer lieber Holz als Plastik in der Hand hat, der wird bestimmt mit einem anderen Klassiker der Taschenmesser glücklich: Dem Opinel! Ob Apfel, Käse oder Butterbrot, das Messer schneidet verlässlich alles, was man so braucht, um eine schöne Wanderung inklusive Picknick zu genießen. Im Zweifel kann man hiermit auch ein bisschen während der Pause schnitzen. Link: Opinel-Taschenmesser bei Amazon Link: Opinel-Taschenmesser bei Globetrotter</p>
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		<title>Outdoor-Küche: Tipps zur Camping-Ausrüstung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Rosa]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 21 Aug 2022 04:47:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Draußen kochen, das klingt manchmal einfacher, als es ist. Mit der richtigen Camping-Ausrüstung und simplen Rezepten ist es aber kein Problem, es sich auch mit Zelt, Dachzelt oder Campervan kulinarisch gut gehen zu lassen. Ich bin ja mit dem Dachzelt unterwegs und habe immer nur eine überschaubare Camping-Ausrüstung dabei. Leckeres Essen beim Zelten ist mir trotzdem wichtig und bequem zubereiten möchte ich es auch. Daher stelle ich euch heute mal meine Empfehlungen zur Camping-Ausrüstung vor. *Bei allen Links handelt es sich um sogenannte Affiliate-Links. Das bedeutet, wenn ihr auf den Link klickt und darüber das Produkt kauft, bekomme ich ein paar Cent Provision. Euch kostet das natürlich nichts extra, aber ich freu mich wahnsinnig! 🙂 Campingkocher Vielleicht nicht das Luxusmodell, aber winzig klein im Packmaß: Mein Campingkocher von Optimus! Der passt wirklich überall rein und schlägt auch bei reinen Trekkingtouren mit Rucksack nicht mit viel Gewicht zu Buche. Ich habe ihn jetzt sieben Jahre und bin absolut zufrieden mit der Leistung. Zum Campingkocher auf Amazon* Campinggas&#160; Mein Kocher hat einen Schraubverschluss, daher benötige ich logischerweise auch Campinggas mit Schraubaufsatz. Mit einer Kartusche kommt man deutlich länger aus, als man denkt. Vorsicht ist nur geboten, wenn ihr zum Zielort fliegt, dann müsst ihr euch natürlich Gas vor Ort kaufen, da man die Kartuschen nicht im Flugzeug transportieren darf. Die gibt es aber eigentlich in jedem Outdoorladen. Zum Campinggas auf Amazon* Camping-Kochgeschirr Mein absolutes Lieblingsteil in der Camping-Ausrüstung: Mein Kochgeschirr-Set von Primus. Es ist aus Edelstahl, super robust und für zwei Personen absolut ausreichend. Da es aus Edelstahl und nicht aus Alu ist, kann man auch bedenkenlos säurehaltige Speisen darin zubereiten und aufbewahren, ohne sich Gedanken um die eigene Gesundheit machen zu müssen. (Wissenschaftler gehen davon aus, dass Aluminiumsalze Zellmutationen (Krebs) hervorrufen können.) Die Deckel der Töpfe haben einen sehr praktischen kleinen Leder-Schlopsie, mit dem man sie gefahrlos abnehmen kann, auch wenn der Topfinhalt kocht. Den Griff der Pfanne kann man umklappen und alle Teile platzsparend ineinander stapeln. Zum Campingkochgeschirr auf Amazon* Campingmöbel Mein Auto und mein Dachzelt sind recht klein, ich möchte mich aber natürlich trotzdem gemütlich hinsetzen, den Sonnenuntergang beobachten und kochen können. Daher habe ich mich für folgende Möbel entschieden. Camping-Tisch Mein Tisch ist von Bo-Camp. Ich liebe die Bambusplatte, die eine viel gemütlichere Optik gibt, als eine aus Metall oder Plastik. Der Campingtisch hat außerdem höhenverstellbare Beine, die einzeln eingestellt werden können. So gleicht man Unebenheiten im Boden mühelos aus. Außerdem lässt der Tisch sich sehr klein zusammenfalten und praktisch und handlich in der mitgelieferten Tasche verstauen. Zum Campingtisch auf Amazon* Campingstühle Bei den Stühlen habe ich lange hin und her überlegt und gesucht. Ja, es gibt welche, die ein kleineres Packmaß und ein geringeres Gewicht aufweisen. Aber ich wollte einen unkomplizierten Aufbau und einen Campingstuhl, bei dem ich nicht knapp über dem Boden hänge. Man soll gut aufrecht darin sitzen und kochen, aber sich auch entspannt zurücklehnen können. Der Regiestuhl von Camp4 ist da der optimale Kompromiss. Und schwer ist er auch nicht! Zum Campingstuhl auf Amazon* Camp Stove Camping-Toaster Okay, ich gebe zu, der Camping-Toaster ist ein Luxusgegenstand, den nicht jeder braucht. Aber ich liebe getoastetes Brot zum Frühstück und möchte auch outdoor unterwegs nicht darauf verzichten. Dieses praktische Gestell macht das Toasten sehr einfach: Es brennt nichts an, das Brot wird heiß und kross und man muss auch hinterher nichts sauber machen! Zum Camping-Toaster auf Amazon* Gewürzbox&#160; Ein absolutes Must-Have, dieses kleine Gadget möchte ich wirklich nicht mehr missen. Ich habe die Gewürzbox immer im Auto und nutze sie nicht nur für&#8217;s Camping, sondern zum Beispiel auch, wenn ich in einem Air B&#8217;n&#8217;B übernachte! Da alle Zutaten dauerhaft konserviert sind, wird nichts schlecht und man muss nicht auf die Temperaturen achten. Was ich in meinen Behältern habe? In den Fläschchen Öl, Essig und Honig und in den Boxen Brühe und getrocknete Kräuter (Schnittlauch und Thymian um genau zu sein, aber hier kann ja jeder nach Gusto befüllen). In den Streuern finden sich bei mir Salz, Pfeffer, Zucker und Paprikapulver und im kleinen Extrafach habe ich immer ein paar Teebeutel. So muss man wirklich nur an die Hauptzutaten für die Camping-Küche denken! Zur Gewürzbox auf Amazon* Camping-Besteck Hier hat mich wohl mein Freund geprägt, aber ich finde dieses Besteck-Set wie es auch die Bundeswehr verwendet, super praktisch. Ich hatte auch mal so eine Plastikvariante mit Messer, Gabel und Löffel in einem, aber die hat nur einen Ausflug mit meiner Nichte überlebt. 😀 Das Metallbesteck-Set ist vielleicht etwas schwerer, dafür hat man ähnlichen Esskomfort wie zu Hause und sogar noch einen Flaschenöffner dabei. Ich muss gestehen, ich habe etwas gebraucht, um zu kapieren, wie man es wieder zusammensetzt, wenn man es weiß ist es aber kinderleicht. Und das Beste: Man kann es zu Hause einfach in die Spülmaschine schmeißen! Zum Campingbesteck auf Amazon* Kühlbox Okay, ich gebe zu: Hier wäre besser&#8230;naja&#8230;besser. Aber da ich momentan wirklich nicht viel Geld habe, war ich auf der Suche nach einer günstigen Kühlbox. Ich habe nicht den Anspruch, eine Woche Tiefkühlware in meinem sommerliche aufgeheizten Auto zu lagern. Nein, ich will nur, dass der Saft nicht pipiwarm ist, die Butter nicht schmilzt und der Käse nicht schwitzt. Und dafür ist diese Kühlbox von Campingaz total ausreichend. Mit 10 Litern Volumen hat sie ein kleines Packmaß, es reicht aber für zwei Personen, die ein Wochenende unterwegs sind. Der Tragegriff wirkt gleichzeitig als Verschlusshebel. Zur Kühlbox auf Amazon* Kühlakkus Von vielen empfohlen und mit sehr guten Bewertungen versehen, da hab ich auch zugeschlagen. Die Kühlpacks von easyAkku sind wirklich besser, als die herkömmlichen 08/15-Dinger. Ich musste beim Packen der Kühlbox tatsächlich die Ofenhandschuhe anziehen, weil mir sonst die Finger eingefroren wären! Ich hatte die Akkus jetzt einmal in Benutzung. Natürlich können sie auch nur so gut sein, wie die Kühlbox, aber ich war sehr zufrieden. Zu den Kühlakkus auf Amazon* Campinglampe Natürlich möchte man beim Camping die Natur genießen und den Sternenhimmel bewundern! Aber ganz ehrlich? Manchmal braucht man auch einfach Licht. Um Kleinkram zu finden, das Essen auf dem Teller zu sehen oder einfach um seine Mitmenschen noch auseinander halten zu können. Die von Yonktoo ist stufenlos dimmbar, hat 5 verschiedene Leuchtmodi, kann im Regen betrieben werden und dient im Notfall sogar als Powerbank. Link zur Campinglampe auf Amazon*</p>
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		<title>Fachbegriffe aus der Welt der Schlittenhunde: Kleines Musher-ABC</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Rosa]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 15 Feb 2020 06:09:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Während meiner Zeit in Finnland habe ich viel über die Arbeit mit Schlittenhunden gelernt. Und auch, wenn das jetzt absolutes Nischenwissen ist, würde ich gerne einige Erkenntnisse als Musher für euch zusammenfassen. Vielleicht hilft es ja dem ein oder anderen, wenn er zum ersten mal auf dem Schlitten steht. Der Schlitten Um ein Gespann zu bilden, braucht man natürlich zuerst einen Schlitten. Hierbei gibt es Unterschiede: Er kann aus Holz, Metall oder Carbon sein, er kann auf Kufen gleiten, oder kufenlos auf der Unterfläche (z.B. bei Toboggan oder Pulka). Kufen Der klassische Hundeschlitten läuft auf Kufen, diese bilden auch die Standfläche für den Schlittenführer (Musher). Bei manchen Schlitten werden hinter dem Musher auf den Kufen noch Boxen für Material oder Proviant befestigt, diese können dann bei langen Strecken auch als Sitzgelegenheit dienen. Handle Bar Meistens handelt es sich hierbei um einen durchgehenden Bogen, der die Rückseite des Schlittens bildet, und an dem der Musher sich während der Fahrt festhalten kann. Brush Bow Dieses gebogene Teil bildet die Front des Schlittens. Die Rundung sorgt dafür, dass der Schlitten nicht auseinander bricht, wenn man gegen ein Hindernis fährt und schützt die Hunde beim versehentlichen Auffahren (was natürlich nicht passieren sollte!). Bremskralle Dieser doppelte Metallhaken befindet sich zwischen den Kufen und wird durch ein elastisches Seil so auf Zug gesetzt, dass er während der Fahrt automatisch hochklappt. Wenn das Gespann gestoppt oder gebremst werden soll, drückt man die Krallen mit einem Fuß in den Schnee zwischen den Kufen. Bremsmatte Soll das Gespann lange Strecken laufen, ist es wichtig, dass die Hunde ein gleichmäßiges Tempo halten und nicht ständig galoppieren. Dies kann durch eine Bremsmatte aus Gummi erreicht werden, die zwischen den Kufen befestigt ist und durch den Schnee schleift. Um das Tempo zu drosseln, kann ein Fuß auf die Bremsmatte gesetzt und Druck ausgeübt werden, statt direkt die Bremskralle einzusetzen. Schneeanker Mit den vorgenannten Utensilien, kann man den Schlitten bremsen oder zum Halten bringen. Damit er aber auch ohne das Eigengewicht des Mushers an Ort und Stelle bleibt, gibt es einen oder zwei Schneeanker. Hierbei handelt es sich ebenfalls um große Metallhaken, die meist mit Seilen am Schlitten befestigt sind und in der Nähe des Handle Bars montiert werden. Sie werden seitlich vom Schlitten in den Schnee geworfen und festgetreten. Schlittensack Ja nachdem, wie lange man unterwegs ist, braucht man natürlich Proviant und Ausrüstung. Diese werden im Schlittensack transportiert, der am besten wasser- und winddicht ist und auf dem Schlitten befestigt wird. Darin können auch Passagiere oder verletzte Hunde transportiert werden. Das Gespann An unterschiedlichen Orten nutzt man unterschiedliche Arten von Gespannen. Jedes hat seine Vor- und Nachteile hinsichtlich Terrain und Handling. Fächergespann Diese meist in Grönland genutzte Gespannform ermöglicht es, jeden Hund einzeln an den Schlitten zu spannen und ihm so ein maximales Maß an Flexibilität zu geben. Das kann beim Lenken allerdings auch einen Nachteil bedeuten. Die Hunde laufen nebeneinander in einem weiten Fächer. Ein Fächergespann macht nur dann Sinn, wenn eine relativ freie Fläche ohne Baumbestand befahren wird, da es ansonsten zu Problemen kommen kann, wenn ein Hund das Hindernis rechts und einer links passiert. 😉Aufbau eines FächergespannsTandemgespann Beim Tandemgespann werden die Hunde einzeln und hintereinander zwischen zwei Leinen oder sogar festen Stangen eingeschirrt. Ein Verheddern ist hier fast gar nicht möglich, allerdings auch keine gleichmäßige Kraftverteilung. Daher wird diese Form meist nur für kleine Gespanne verwendet, z.B. um eine Pulka zu ziehen.Aufbau eines TandemgespannsDoppelgespann (Double Hitch) Die wohl gängigste und bekannteste Gespannform. Hier werden die Hunde paarweise nebeneinander an einer mittig laufenden Leine angespannt. Dieses Gespann ist sehr agil und ermöglicht es, enge Kurven zu nehmen und schmale Trails zu befahren. Zudem ist hier ein Verheddern der Hunde untereinander deutlich unwahrscheinlicher, als im Fächergespann. Die Kraftübertragung ist besser und die Hunde werden gleichmäßiger belastet. Dieses Gespann möchte ich gerne etwas näher erläutern.Aufbau eines Double Hitch GespannsLead Dogs Ganz vorne im Doppelgespann läuft der Leithund/die Leithunde. Hier sitzt das Hirn des Gespanns und in der Regel sind hier die intelligentesten Tiere angeschirrt. Sie müssen einerseits den Kommandos des Mushers Folge leisten, wenn er einen Richtungswechsel oder einen Stopp befiehlt, andererseits schadet es auch nicht, wenn der Musher sich auf ihre Instinkte verlassen kann, z.B. wenn über Eis gefahren wird. Swing Dogs Direkt hinter den Leithunden laufen die sogenannten Swinger oder Swing Dogs. Sie müssen die Vorgaben der Leader umsetzen und den Rest des Teams dazu animieren, mitzuziehen. Team Dogs Alle Hunde, die zwischen den Swingern und den Wheel Dogs laufen, sind Team Dogs. Bei den großen Langstreckenrennen wie dem Iditarod oder dem Yukon Quest laufen bis zu 16 Hunde in einem Gespann, der Großteil sind dann Team Dogs. Ein Gespann kann natürlich auch nur aus vier Hunden bestehen, den Lead Dogs und den Wheel Dogs. Wheel Dogs Direkt vor den Schlitten rennen die Wheel Dogs. Hier werden die Muskeln des Gespanns positioniert, das heißt, es handelt sich meist um große und starke Hunde. Sie müssen beim Start und Anziehen des Schlittens die meiste Arbeit leisten, gerade wenn der Schlitten feststeckt oder angefroren ist. (Letzteres sollte ein guter Musher allerdings vorab checken und verhindern.) Leinen Das, was Schlitten und Hunde zu einem Gespann macht, sind die Leinen. Hier erläutere ich die eines Double Hitch Gespanns. Gangline Eine lange, gerade Leine, die vorne durch den Brush Bow läuft. Meist dient ein elastisches Verbindungsstück als Überbrückung, da das Anziehen so für die Hunde erleichtert wird. Neckline Diese kurzen Leinen gehen von der Gangline ab und werden mit den Halsbändern der Schlittenhunde verbunden. Das sorgt dafür, dass die Hunde sich während des Laufs nicht umdrehen können oder zu weit von der Gangline entfernen. Daher sind die Necklines relativ kurz. Das Lead Pair wird vorne mit einer Neckline verbunden. Tugline Auch die Tuglines gehen von der Gangline ab. Sie werden hinten an den Geschirren der Schlittenhunde eingehakt. Sie sind etwas länger um den Hunden ein gewisses Maß an Bewegungsfreiheit zu ermöglichen. Anchorline Die Anchorline ist dazu gedacht, den Schlitten bei längeren Stopps zu fixieren. Sie ist meist so befestigt, dass sie während der Fahrt neben, bzw. hinter dem Schlitten herschleift. So kann der Musher sie greifen, während er noch auf der Bremskralle steht. Mit einem bestimmten Schlingknoten kann die Anchorline an einem Baum oder Pfahl befestigt werden. Bei Zugbelastung von vorne zieht sich der Knoten zu, zieht der Musher an dem ihm zugewandten Ende, löst sich der Knoten von allein.Anleitung für den selbstlösenden KnotenDie Garderobe des Schlittenhundes Die Hunde brauchen eine eigene kleine &#8220;Garderobe&#8221;, also eine Sammlung an notwendigen oder nützlichen Kleidungsstücken. Halsband Hierzu muss ich wohl nicht viel sagen. Das Halsband wird über den Kopf gezogen, darf weder zu eng noch zu locker sitzen und braucht einen Ring, an dem die Neckline befestigt werden kann. Harness/Geschirr Herzstück des Schlittenhundekleiderschranks ist natürlich das Geschirr, der sogenannte Harness. Hier gibt es verschiedene Varianten wie X-Back, H-Back oder Pulkageschirre. Es handelt sich in der Regel um weiche, flexible Materialen, die gut gepolstert sind. Der Harness wird über den Kopf des Hundes gestülpt und seine Vorderbeine hindurch gezogen. Dies geht am besten, indem man sich über den Hund stellt und ihn sacht hinter dem Brustkorb mit den Knien fixiert. Man rafft das Geschirr zusammen und zieht es in einem über den Kopf. Darauf achten, dass das Halsband oberhalb des Geschirrs sitzt. Dann greift man durch die Vorderbeinlöcher, umfasst das Bein des Hundes, knickt die Vorderpfote nach hinten und zieht das Bein durch. Am Ende des Geschirrs findet sich oben oder seitlich eine Schlaufe, an der die Tugline eingehakt wird. Bei der seitlichen Varainte macht es Sinn, den Hund abwechselnd rechts oder links einzuspannen, um eine gleichmäßige Belastung sicherzustellen. T-Shirts Da die Geschirre unter den Achseln der Hunde hindurch laufen, kann es passieren, dass sie das Fell oder sogar die Haut des Tieres aufscheuern. Daher sollte der Musher nach jedem Lauf schauen, ob hier Verletzungen entstanden sind und diese gegebenenfalls mit Salbe behandeln. Um weiteres Scheuern zu verhindern, kann es sinnvoll sein, dem Hund ein T-Shirt aus Neopren oder ähnlichem Material anzulegen. Das erfordert ein bisschen Übung. Und Geduld von Seiten des Hundes. 😉 Booties Hierbei handelt es sich um Schutzsocken für die Hunde. Geht es über scharfkantiges Terrain oder hat einer der Hunde an den empfindlichen Pfotenballen eine kleine(!) Verletzung erlitten, werden diese über die Pfote gezogen. Meist werden sie oben mit Klettband geschlossen und bestehen aus strapazierfähigem Material wie Cordura. Nicht selten passiert es, dass die Hunde die Booties beim Laufen verlieren. Der aufmerksame Musher kann dann versuchen, sie beim Fahren einzusammeln. Kommandos Während in Grönland die Hunde oft sitzend vom Schlitten mit einer Peitsche gelenkt werden (diese ist nicht dazu da, die Hunde zu schlagen, sondern akustische Signale zu geben), laufen Schlittenhunde in Europa und Nordamerika meist auf Kommando. Weit verbreitet sind &#8220;Okay/Go&#8221; für den Start, &#8220;Gee&#8221; für rechts und &#8220;Haw&#8221; für links (englische Aussprache). &#8220;Easy&#8221; oder ein langgezogenes &#8220;Whoaaaa&#8221; signalisieren eine langsamere Fahrt, bzw. Halt. Natürlich kann jeder Musher seinen Hunden eigene Kommandos beibringen und das Repertoire auch erweitern. Wichtig ist, dass die Kommandos gerade bei den Lead Dogs sitzen! Kennel Die Bezeichnung für das Gehege, bzw. den Zwinger, in dem eine größere Anzahl an Schlittenhunden untergebracht ist. Meist handelt es sich hierbei um ein großes, umzäuntes Gelände mit einzelnen Abteilungen in denen einer oder mehrere Hunde zusammen leben. Darin befinden sich dann eine Hütte o.ä. Kennel wird auch die Gesamtheit der Hunde genannt, wenn es sich zum Beispiel um einen Zucht- oder Rennkennel handelt.Beispiel für den Aufbau eines Kennels mit mehreren GehegenDoghandler Während der Musher der Schlittenführer ist, der das Gespann lenkt, ist der Doghandler eine Person, die sich stationär um die Hunde kümmert. Bei Rennen bedeutet das, dass dieser am Checkpoint die Hunde mit Wasser, Nahrung und Strohbetten versorgt. In einem festen Kennel fallen natürlich auch Reparaturarbeiten, das Saubermachen der Gehege etc. in sein Ressort. Trail Als Trail wird der Weg bezeichnet, den Hunde während ihres Laufs nutzen. Meistens wird dieser mit Hilfe eines Schneemobils &#8220;gebrochen/gespurt&#8221;, also vorbereitet. Was es zu beachten gilt: Tipps für&#8217;s Mushing Vorbereitung der Schlitten und Leinen Bevor das Abenteuer beginnt, sollte das Equipment inspiziert werden. Das bedeutet, die Leinen müssen untersucht werden, man sollte testen, ob die Haken sich ohne Probleme öffnen und schließen lassen und so viele Leinen bereitlegen, wie man braucht. Dann wird der Schlitten geprüft. Hat sich Eis an den Kufen festgesetzt, muss es abgeschlagen werden. Lässt sich die Bremskralle heben und senken? Wenn alles passt, können die Leinen am Schlitten befestigt und dieser an den Startplatz geschoben und dort verankert werden. Nun die persönliche Ausrüstung sicher verstauen, aber so, dass man an das Wichtigste (heißes Getränk, trockene Handschuhe) während der Fahrt drankommt. Anschirren der Hunde Wenn ihr beim Anschirren der Hunde helfen dürft oder sollt, ist es wichtig, dass das Team zueinander passt. Es kann sein, dass man die perfekten Lead und Wheel Dogs hat, wenn diese sich aber nicht leiden können, führt das nur zu Unruhe im Gespann. In der Regel machen Musher vor jedem Lauf Listen, wer in welchem Team läuft. Wir haben immer zuerst den Leithunden ihren Harness angezogen und sie eingespannt. Dann folgen Swing und Team Dogs, zuletzt kommen die Wheel Dogs. Meist wird es recht laut, wenn die Hunde wissen, dass es raus geht, aber man darf sich nicht aus der Ruhe bringen lassen. Am besten ist es, wenn jemand die bereits angeschirrten Hunde beobachtet und einschreitet, wenn ein Hund beginnt, seinen Harness, seine Booties oder seine Leinen zu fressen. Hände am Schlitten! Ich habe schon den ein oder anderen Touristen vom Schlitten purzeln sehen, weil er den Start unbedingt mit seinem Smartphone filmen wollte. Gerade wenn die Hunde anziehen, geht ein ordentlicher Ruck durchs Gespann. Also, mindestens eine Hand am Schlitten und beide Füße fest auf die Kufen. Falls ein Doghandler dabei ist, kann er auch die Schneeanker oder die Anchorline lösen.So nicht ; )Konzentration wie beim Autofahren Genau wie beim Autofahren muss man als Musher einige Dinge immer wieder kontrollieren. Zwar geht es hier nicht um Spurwechsel, Blinker setzen und Ampelstops, aber man kann auch nicht nur die Landschaft genießen. Fährt man in einer Kolonne, sollte man...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://rosasreisen.de/fachbegriffe-schlittenhunde-musher-abc/">Fachbegriffe aus der Welt der Schlittenhunde: Kleines Musher-ABC</a> erschien zuerst auf <a href="https://rosasreisen.de">Rosas Reisen</a>.</p>
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		<title>Polar Guide: Orte der Schlittenhund- und Expeditionsgeschichte in den Polargebieten</title>
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		<pubDate>Sun, 11 Aug 2019 05:01:56 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Kennt ihr das? Ihr reist an einen Ort und hinterher findet ihr heraus, dass es dort etwas gibt, was ihr unbedingt hättet sehen wollen, ihr wusstet aber einfach nichts davon? So geht es mir ganz oft mit Orten, die die Polarexpeditionsgeschichte betreffen. Ein Führer zu Museen, Statuen und Denkmälern weltweit Daher versuche ich mich jetzt immer VOR einer Reise schlau zu machen, das ist aber gar nicht so einfach. Und wenn es etwas nicht gibt, man es aber haben will, dann muss man es wohl selber machen. Daher kommt hier mein Polar Guide mit einigen Highlights der Schlittenhund- und Expeditionsgeschichte. Er ist noch bei Weitem nicht komplett, soll aber fortlaufend ergänzt werden. Arktis Ein alaskanisches Städtchen in Not &#8211; Der Serum Run to Nome 1925 1925 gab es in der kleinen Stadt Nome in Alaska eine Diphterie-Epidemie, der zuerst die Kinder des Ortes zum Opfer fielen. Auf den verschiedensten Wegen wurde versucht, Antitoxin nach Nome zu bringen, aber der Ort war so abgelegen und die Temperaturen so niedrig, dass weder Schiff, noch Zug, noch Flugzeug vordringen konnten. Rettung waren in dieser Notlage die Musher (Hundeschlittenführer) und ihre Schlittenhunde. Sie transportierten das Antitoxin innerhalb kürzester Zeit mit Hilfe einer Art Staffellauf und unter widrigsten Bedingungen quer durch Alaska und retteten viele Menschenleben. Tierische Helden &#8211; Die Leithunde Balto und Togo Das Rennen hielt die gesamten USA in Atem und schaffte es auf die Titelblätter vieler Zeitungen. Die Musher und ihre Hunde wurden zu Stars, die durch ganz Amerika tourten. Dabei gab es allerdings Abstufungen. Am meisten Ruhm ernteten der Musher Gunnar Kaasen, der die letzte Etappe fuhr, und sein Leithund Balto. Dedicated to the indomitable spirit of the sled dogs that relayed antitoxin six hundred miles over rough ice, across treacherous waters, through Arctic blizzards from Nenana to the relief of stricken Nome in the Winter of 1925. Endurance · Fidelity · Intelligence Inschrift am Balto-Denkmal in NY Leonhard Seppala, ein aus Norwegen stammender Musher, hatte eine deutlich größere Strecke mit seinem Leithund Togo bewältigt und litt darunter, dass seine Leistung nicht ebenso gewürdigt wurde. In noch deutlicherer Form wurden die Inuit-Musher, die einen Großteil der Staffel ausmachten, ignoriert. Balto Statue Central Park, New York, USA Präparierter Balto Cleveland Museum of Natural History, Ohio, USA Balto-Statue Palmer, Alaska Togo und Balto-Statue Cleveland Metroparks, Zoo, Ohio, USA Präparierter Togo Iditarod Trail Sled Dog Race, Wasilla, Alaska, USA Togo-Statue Seward Park, New York, USA Seppala-Denkmal Junosuando, Schweden Grab von Leonhard Seppala Nome, Alaska, USA Seppala-Denkmal Skibotn, Norwegen Iditarod &#8211; Das längste Schlittenhunderennen der Welt In Gedenken an die Musher und ihre Leistungen in Alaska wurde in den 70er-Jahre der Iditarod ins Leben gerufen, das längste Schlittenhunderennen der Welt. Es startet je nach Jahr in Anchorage und endet in Nome. Es geht zwar nicht über die gleiche Strecke wie der Serum Run, einige Stationen sind aber die selben. Schlittenhund-Monument Anchorage, Alaska, USA Yukon Quest &#8211; Das internationalste Schlittenhunderennen der Welt Der Yukon Quest ist das zweite große Rennen, das in Nordamerika stattfindet. Es ist zwar nicht das längste Rennen, aber, wie man stolz betont, das internationalste, da es von Whitehorse (Kanada) nach Fairbanks (Alaska) oder umgekehrt geht. Knud Rasmussen, der bekannteste Polarforscher Grönlands (1879-1933) Knud Rasmussen war ein dänisch-grönländischer Polarforscher, geboren in Ilulissat, einer kleinen Stadt an der Westküste Grönlands. Er hat den wunderschönen Satz geprägt: Gib mir Schnee, gib mir Hunde, und den Rest kannst Du behalten &#8211; Knud Rasmussen Rasmussen führte die sogenannten Thule-Expeditionen nach Nordgrönland, Kanada und Alaska durch und setzte sich sehr für den Schutz der Inuit-Kultur ein, aus der auch ein Teil seiner Vorfahren stammte. Rasmussens Geburtshaus Knud Rasmussen Museum, Ilulissat, Grönland Knud Rasmussen-Statue Charlottenlund (nördlich von Kopenhagen), Dänemark Fridtjof Nansen: Polarforscher, Diplomat und Friedensnobelpreisträger Nansen durchquerte 1888 als erster Mensch Grönland über das Inlandeis und gilt als einer der Polarpioniere, der die Art, diese Regionen zu erkunden, revolutionierte. Er war Wegbereiter für Amundsen und ließ die Fram bauen, das Schiff, das bis heute am weitesten nördlich und am weitesten südlich auf den Weltmeeren gefahren ist. Sein Versuch, als erster Mensch den Nordpol zu erreichen, scheiterte. Sein anderes Lebensziel, nämlich Norwegen aus der Personalunion mit Schweden zu lösen und unabhängig zu machen, erreichte er allerdings. Und war daran auch nicht ganz unbeteiligt. Nansen-Statue Holmenkollen, Oslo, Norwegen Fram-Werft Colin Archer Larvik, Norwegen Nansen-Park und -Museum Jerewan, Armenien Nansen-Park Wien, Österreich Nansen-Monument Sofia, Bulgarien Nansen-Denkmal Moskau, Russland Die Franklin-Expedition: Terror im Eis 1845 machte sich Sir John Franklin auf den Weg, um die Nordwestpassage, also den Seeweg von Nordeuropa nach Nordamerika und letztlich Asien, zu finden. Die Expedition scheiterte und alle Teilnehmer blieben verschollen. Das Ganze erregte das Interesse der Öffentlichkeit enorm und noch heute ranken sich zahlreiche Geschichten und Mythen um die verschwundenen Teilnehmer, nicht zuletzt wieder durch die Prime-Serie Terror ins Gedächtnis gerufen. Zudem wurden die Wracks der beiden Schiffe Erebus und Terror erst kürzlich entdeckt, 2014 und 2016. Teile der auf den Schiffen gefundenen Gegenständen können im National Maritime Museum in Greenwich besichtigt werden. Franklin-Statue Waterloo Place, London, England Franklin-Brunnen Franklin-Square, Hobart, Tasmanien Franklin-Statue Spilsby, Lincolnshire, England Antarktis Wettlauf zum Südpol: Die Fram-Expedtion von Roald Amundsen gegen die Terra Nova-Expedition von Robert Falcon Scott (1910-12) Der berühmt gewordene Wettlauf zum Südpol fand zwischen dem Norweger Roald Amundsen (Schiff: Fram) und dem Briten Robert Falcon Scott (Schiff: Terra Nova) statt. Beide starteten 1910 mit Expeditionen in die Antarktis, schlugen dort ihr Lager auf und wagten 1911 den Vorstoß zum Pol. Beide erreichten ihn auch, aber während Amundsen und sein Team als erste da waren und schnell und sicher zurückkehrten, musste Scott nicht nur ertragen Zweiter zu sein. Er und sein ganzes Team verstarben auf dem Rückweg. Es folgte ein riesiges Medienspektakel und beide Entdecker wurden zu Helden ihrer Nationen. Heute gibt es an vielen Orten Denkmäler und Monumente, die sie ehren und an ihre Taten erinnern. Amundsen-Monument Tromsø, Norwegen Amundsen-Büste Ny-Ålesund, Spitzbergen (Tipp von Marion Meier) Scott-Statue Waterloo Place, London, England Scott-Statue Christchurch, Neuseeland Scott-Statue Historic Dockyard, Portsmouth, England Amundsen-Scott-Südpolstation Südpol, Antarktis Die Endurance-Expedition &#8211; Ernest Shackletons Versuch der transantarktischen Durchquerung 1914-16 Ernest Shackleton ist eine der großen Persönlichkeiten der britischen Polargeschichte. Der geborene Ire besuchte Antarktika immer wieder und versuchte den Pol zu erreichen, wurde aber von Amundsen und Scott geschlagen. Was gab es da noch zu tun? Wie wäre es mit der ersten Durchquerung des antarktischen Kontinents? Gedacht, getan. Im Sommer 1914 startete die Endurance-Expedition mit genau diesem Ziel. Weit kam man allerdings nicht, denn noch bevor der Marsch beginnen konnte, wurde die Endurance vom Eis zermalmt und sank auf den Grund des Eismeeres. Die Mannschaft konnte sich retten, schaffte es in Beibooten sogar bis nach Elephant-Island. Von dort brach Shackleton mit sieben Mann nach Südgeorgien auf, in der Hoffnung auf der 1500 Kilomter weit entfernten Insel bei einer Walfangstation Hilfe zu holen. Er schaffte es und alle Mitglieder der Expedition überlebten. Grabmal Shackletons Grytviken, Südgeorgien, Antarktis Shackleton-Statue London, England Nachbau des Beiboots James Caird Schifffahrtsmuseum, Hamburg, Deutschland Spannende Ausstellungen und Museen weltweit zu den Polargebieten Europa Frammuseet Oslo, Norwegen Das Paradies! Denn hier sind nicht nur die Fram und die Gjøa zu Hause, es gibt jede Menge Denkmäler, Statuen usw. Außerdem verkauft das zum Teil sogar interaktive Museum kleine Nachbildungen der Fram-Flagge! https://frammuseum.no/ Scott Polar Research Institute Cambridge, England Das Institut beherbergt zugleich auch ein Museum, das sich natürlich dem Namensgeber aber eben auch der Historie des südlichsten Kontinents widmet. Hier findet man zum Beispiel eine Kamera von Scott und den Schlafsack von Captain Oates. https://www.spri.cam.ac.uk/ Shackleton-Museum Athy, Irland Das Museum zeigt die einzige Dauerausstellung zu Shackleton weltweit. Hier sind zum Beispiel ein Original-Harness und -Schlitten von seiner Antarktis-Expedition zu sehen. http://shackletonmuseum.com/ Polarmuseet Tromsø, Norwegen Hier werden Exponate zu Polarexpeditionen und Wal- und Fischfang gezeigt. Roald Amundsen und Fridtjof Nansen haben eigene Ausstellungen. https://uit.no/tmu/polarmuseet Isbjørnklubben Hammerfest, Norwegen Museum zur Geschichte der Stadt Hammerfest. Für eine einmalige Spende wird man Mitglied auf Lebenszeit Im Eisbärclub (inkl. Zertifikat, Aufkleber, Ansteckpin und Vereinssatzung!) und erhält freien Eintritt auf Lebenszeit! (Tipp von Jeanette Eigenmann) https://www.isbjornklubben.no/ North Pole Expedition Museum Longyerabyen, Spitzbergen, Norwegen In dem Museum geht es, wie der Name sagt, um die Erkundung des Nordpolargebietes. Hauptsächlich mit dem Flugzeug, aber auch Schiffe, Schlittenhunde und Skier spielen eine Rolle. http://www.northpolemuseum.com/ Arktikum Rovaniemi, Finnland Das Arktikum beherbergt das Arktische Zentrum und das Provinzmuseum von Lappland. Hier werden die Völker des Nordens und ihre Kultur vorgestellt, man erhält aber auch viele allgemeine Infos zur Arktis. (Tipp von Harald Legner) https://www.arktikum.fi/en/ Andréexpeditionen Polarcenter Gränna, Schweden Ausstellung über den schwedischen Forscher Salomon August Andrée, der 1897 versuchte den Nordpol als erster per Ballon zu erreichen. (Tipp von Harald Legner) www.grennamuseum.se Nationalmuseet Kopenhagen, Dänemark Ein Museum mit einer großen Ausstellung zu den Inuit, der Polargeschichte und Knud Rasmussen. Hier kann man besonders viele Handwerksprodukte wie Waffen und Textilien bewundern. https://en.natmus.dk/ RRS Discovery Dundee, Schottland Die Discovery ist das Schiff, mit dem Scott seine ersten Expeditionen in die Antarktis unternahm. Im Gegensatz zur Terra Nova oder der Nimrod ist sie noch erhalten und kann als Museumsschiff besichtigt werden. https://www.rrsdiscovery.com/ Museo Nazionale dell&#8217;Antartide Siena &#38; Triest, Italien Da ich die Museen leider noch nicht besucht habe und die Website nur auf Italienisch ist, kann ich leider nicht viel sagen außer: Es geht um die Antarktis! http://www.mna.it/ Arktis- und Antarktismuseum St. Petersburg, Russland Das Museum ist das weltweit größte, das sich mit dieser Thematik beschäftigt. Es ist in einer alten Kirche untergebracht. (Tipp von Ulf Helle) http://www.polarmuseum.ru/ Museum König Bonn, Deutschland Hier gibt es eine kleine Dauerausstellung zur Arktis und Antarktis, Thema: Überleben im Eis. https://www.zfmk.de/de/museum/dauerausstellungen/arktis-antarktis Australien &#38; Ozeanien Canterbury Museum Christchurch, Neuseeland Hier gibt es bis Oktober 2019 eine Sonderausstellung namens &#8220;Breaking the ice&#8221; mit Fundstücken von Antarktis-Expeditionen. Außerdem gibt es die fantastische Online-Ausstellung Dogs in Antarctica: Tales from the Pack! https://www.canterburymuseum.com/ International Antarctic Centre Christchurch, Neuseeland Einmal einem antarktischen Sturm wiederstehen, Hägglund fahren, Huskies knuddeln, mit Pinguinen frühstücken? Geht alles im IAC am Flughafen in Christchurch. https://www.iceberg.co.nz/ Kelly Tarlton&#8217;s Aquarium Auckland, Neuseeland Eigentlich ein Aquarium mit Shark Tunnel, Pinguinen und Schildkröten, findet sich hier auch ein Nachbau der Hütte von Scott während der Terra Nova-Expedition mit vielen Details. https://www.kellytarltons.co.nz/explore/ Louis Bernacchi-Monument Hobart, Tasmanien, Australien Das Monument zeigt den britisch-australischen Polarforscher Louis Bernacchi mit seinem Schlittenhund Joe. Beide nahmen an der Southern-Cross und der Discovery-Expedition teil. Bernacchi war der erste Mensch, der dreimal in der Antarktis überwinterte. Australian Antarctic Divison Kingston, Tasmanien, Australien Von hier aus werden die Aktivitäten der Australier in der Antarktis koordiniert. Kein klassisches Museum, aber vielleicht kann man ja mal reinschnuppern? http://www.antarctica.gov.au/ Nordamerika Museum of the North Fairbanks, Alaska, USA Das Museum of the North der Universität von Alaska hat es sich zur Aufgabe gemacht, Exponate auszustellen, zu konservieren, zu untersuchen und zu interpretieren, die sich auf das geografische, künstlerische und kulturelle Erbe Alaskas und der Nordpolarregion beziehen. https://www.uaf.edu/museum/ Aurora Research Institute Inuvik, Northwest Territories, Kanada Hier kommen Forscher aus aller Welt zusammen, um sich mit der Arktis, dem Klimawandel, der Flora und Fauna etc. zu bescäftigen. Es gibt kostenlose Führungen und eine tolle Bibliothek! http://nwtresearch.com/ Gewinnspiel Falls ich bei euch das Interesse für die Polargebiete geweckt haben sollte, dann habt ihr jetzt die Chance euch dafür auszustatten. Ich habe mich mit dem Reise Know How-Verlag zusammen getan, denn die wissen ganz genau, wovon sie schreiben! Netterweise haben sie mir ein paar tolle Bücher und Karten zur Verfügung gestellt, die ich an euch verlosen darf! 3 x Reisetagebuch Das Tagebuch ist liebevoll illustriert mit alten Stichen und aufgelockert mit Gedanken und Zitaten zum Reisen. Das Buch hat 133 Seiten zur freien Gestaltung. Praktischerweise gibt es noch eine Packliste, eine Budgetliste und Adress-Seiten zum Ausfüllen. 2x Karte Grönland Hochreißfeste und 100% wasserfeste Landkarte „Grönland“ aus der Serie world mapping project. Diese Karte enthält &#8211; als Hilfe bei der Reiseplanung &#8211; Fotos von wichtigen Sehenswürdigkeiten inklusive Angabe des Planquadrats, in dem der entsprechende Ort liegt. 2 x Karte Finnland Reise Know-How Landkarten zeichnen sich durch besonders stabiles Kunststoffpapier aus, das beschreibbar ist wie Papier, sogar mit Bleistift. Der Pappumschlag ist abnehmbar, so dass sich die Karte bequem in jede Tasche stecken lässt. 3 x Handbuch...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://rosasreisen.de/polar-guide-orte-der-schlittenhund-und-expeditionsgeschichte-in-den-polargebieten-gewinnspiel/">Polar Guide: Orte der Schlittenhund- und Expeditionsgeschichte in den Polargebieten</a> erschien zuerst auf <a href="https://rosasreisen.de">Rosas Reisen</a>.</p>
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		<title>Soweit die Füße tragen &#8211; Liebesbrief an meine Wanderschuhe</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Rosa]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 25 Jan 2017 07:43:45 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Kennengelernt haben wir uns vor vielen Jahren, und es war Liebe auf den ersten Blick. Ich hatte noch nie Wanderschuhe besessen, oder überhaupt festes Schuhwerk, das über Sneakers hinausging. Aber meine erste große Abenteurreise stand an: Ein Roadtrip durch die Canyons der USA. Und da ich diese grandiosen Landschaften natürlich nicht nur aus dem Auto, sondern sozusagen fußnah erleben wollte, wurde es Zeit. Also stand ich nun, im Frühjahr 2008, im Globetrotter vor einer Wand voller Schuhe. Alle Verkäufer im Gespräch und ich absolut ratlos. Ich hatte mich nicht vorher informiert, wusste nichts über Geröllschutz oder Vibram-Sohlen. Ich wusste nur, dass ich braunes Leder mag. Liebe hat nichts mit dem Geschlecht zu tun Also nehme ich den erstbesten, stabil wirkenden Schuh von der Wand und siehe da, meine Größe. Ich ziehe ihn an und er passt. Nein, er passt nicht nur, er ist unglaublich bequem! Verliebt lächle ich ihn an. In dem Moment fällt ein Schatten auf mich und ich begegne dem kritischen Blick eines Globetrotter-Mitarbeiters. &#8220;Ähm, junge Frau, das ist ein Männerschuh!&#8221; Oh. Aber, aber&#8230;er passt so gut! Und was soll&#8217;s ich bin doch verliebt, da ist das Geschlecht egal! Kurzerhand ziehe ich den zweiten an, den mir der verdutzte Verkäufer auf meine Bitte hin bringt und stiefel durch den Laden. Kein Zweifel, wir haben uns gefunden, der Schuh und ich! Anmerkung: Der Schuh passt übrigens so gut, GERADE WEIL er ein Männerschuh ist. Ich bin leider keine Elfe und meine Füße keine schmal zulaufenden Dreiecke. Daher passen mir viele Damenschuhe eh nicht gut. Männerschuhe haben ein durchgehend breites Fußbett. Genau richtig für meine Quadratlatschen eleganten, wenn auch nicht schmalen Frauenfüße. Härtetest im Tal des Todes Ein paar Mal renne ich mit den Schuhen durch die Wohnung, aber ein wirkliches Einlaufen ist das wohl nicht. Damals fand ich Wandern in der Heimat noch nicht besonders reizvoll, also erleben meine Neuerwebungen ihren ersten Auslauf direkt als Härtetest: 46° Celsius im Death Valley. Trotz der Hitze werden meine Füße nicht übermäßig warm und es lässt sich bequem der Zabriskie Point erkunden. Auch die Wanderung im Grand Canyon mit Sintflut, den Ausritt im Monument Valley, die schmalen, sandigen Pfade des Antelope Canyon, die steilen Straßen San Franciscos und den eiskalten pazifische Ozean am Point Reyes überstehen sie. Dabei halten sie meine Füße immer angenehm temperiert und trocken. In einer guten Beziehung darf man auch mal was ohne den anderen machen Von da an sind sie meine treuen Begleiter: Sie tragen mich zuverlässig über Stock und Stein, schützen meine Knöchel, geben mir Halt. Sie wandern an Schwedens Küste genauso wie im Siebengebirge und der Eifel. Sie streifen mit mir durch die teils sehr matschigen Lavendelfeldern der Provence, helfen mir, den Hausberg Edinburghs zu erklimmen und schweifen über die grünen Hügel Irlands. Und ich glaube, sie nehmen es mir nicht übel, dass ich in Lappland mit anderen Schuhen unterwegs war. Sie waren ja trotzdem mit dabei und vielleicht auch ganz froh, bei -45° nicht auf einem Schlitten stehen zu müssen. Seit neun Jahren sind sie mein liebstes Schuhwerk, man sieht ihnen ihre Erlebnisse und Kilometer ein bisschen an, aber sie zeigen keine Spur von Müdigkeit. Im Gegenteil, ich glaube, sie freuen sich mit mir auf Grönland. Im Juni ist es endlich so weit. Und um welchen Schuh handelt es sich nun? Um diesen: Link zum Wanderschuh auf Amazon Dieser Artikel ist im Rahmen der Blogparade &#8220;Zeigt her eure (Outdoor-)Schuhe!&#8221;von matschbar.com entstanden. Wer mehr über Schuhe lesen will, bitteschön! 😀 Merken</p>
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		<title>Ausrüstungs-Tipp: Was zieh ich an, wenn ich in die Arktis reise?</title>
		<link>https://rosasreisen.de/ausruestung-kleidung-arktis-was-zieh-ich-an/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Rosa]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 09 Oct 2014 09:00:44 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Gute Kleidung, die warm hält, ist im hohen Norden das absolute A und O. Doch wo bekommt man die passende Ausrüstung her? Diese Frage stellte ich mir auch! Es ist Sommer, 30° Außentemperatur. Alles schwitzt. Und ich habe die Zusage, dass ich bald ein Vierteljahr in Finnland verbringen darf. Wo es mal locker 70° kälter sein kann. Als sich die erste Euphorie legt, stellen sich praktische Überlegungen ein. Was nehme ich mit? Was brauche ich? Welche Kleidung hält mich da warm? Hier findet ihr eine Liste der Dinge, die mir dort am nützlichsten waren, und die ich in der Arktis nicht missen möchte. Dabei geht es mir vor allem um extreme Bedingungen, also Temperaturen um -30°. Ich werde von keinem der Hersteller bezahlt und das soll keine Werbung sein, ich möchte einfach nur meine Erfahrung teilen. Abenteuer Arktis: Die richtige Jacke Das allerwichtigste Kleidungsstück ist für mich die Jacke. Ich habe sie jeden Tag getragen, sie musste Krallen, Zähne, Holzsplitter, Schnee, Wind und Regen aushalten. Also kam nur ein robustes Material in Frage. Zudem sollte sie mich natürlich warm halten und durfte nicht allzu schwer sein. Daune &#8211; Das Beste, was die Natur zu bieten hat Nach kurzer Recherche war klar, dass die beiden letzten Anforderungen am ehesten von Daunenfedern erfüllt werden. So weit so gut. Immer wenn ich in einem der vielen Outdoorläden nach einer sehr warmen Daunenjacke fragte, wurde mir ein buntes Etwas präsentiert, das mich fatal an einen Müllsack erinnerte. Besonders, was die Widerstandsfähigkeit anging. Diese Jacken waren für Bergtouren gedacht, nicht für die Arbeit mit Schlittenhunden. So kam ich nicht weiter. Durch weitere Recherche entdeckte ich dann die Marke Canada Goose. Die Preise verschlugen mir den Atem, aber es schien genau das zu sein, was ich suchte! Expeditionskleidung, gemacht für extreme Kälte. Und optisch auch mein Fall: Schlicht und funktional, aber trotzdem schön: Der Expedition Parka. Über die Homepage von Canada Goose kann man zertifizierte Händler finden. Oder ihr bestellt bei Canada Goose direkt. Ich bekam die Jacke in der gewünschten Farbe (navy) und Größe (m). Und was soll ich sagen? Sie hat mir sehr, sehr gute Dienste geleistet. Mit unzähligen Taschen bietet sie Stauraum für alles mögliche. Das Fell an der Kapuze sorgt dafür, dass sich über dem Gesicht eine wärmere Luftschicht bildet und die Kapuze selbst hält den Kopf warm. Ich habe bis auf eine Ausnahme nie gefroren, die Jacke hat alle Härtetests bestanden und ist heute eines meiner liebsten Besitztümer. (Und mit Abstand das Teuerste 😉 ) ACHTUNG: Ich möchte anmerken, dass die Jacke, als ich sie gekauft habe etwa 850 € gekostet hat. Mittlerweile hat der Hersteller die Preise mehr als verdoppelt. Es gibt ähnlich gute Produkte zu günstigeren Preisen. Deutlich günstiger ist beispielsweise ein vergleichbares Modell von Fjällräven: (Damen) und Herren. Tipp: Wenn ihr zum ersten Mal in die Arktis reist seid ihr in der Regel über einen Anbieter dort. Meist ist ein Overall oder eine Jacke leihweise im Preis mit inbegriffen, also gebt nur so viel Geld aus, wenn ihr wirklich müsst! Women&#8217;s Expedition Parka, Canada Goose, Navy, Größe M Abenteuer Arktis: Die richtigen Schuhe Fast genauso wichtig, wie eine gute Jacke, waren für mich die Schuhe. Schließlich hasst frau ja nichts mehr als kalte Füße. Hier waren die Nachforschungen geradezu simpel und schnell wusste ich, was ich wollte. Ein großes Paar lederner Überschuhe mit hoch reichender Gummierung und tiefem Profil, darin ein paar Innenschuhe aus Wolle mit extra isolierter Sohle. Ich habe mich für die Marke Sorel entschieden. Das Modell Caribou für Damen* in der Farbe Tobacco hatte es mir angetan. Ich habe die Schuhe eine Nummer größer genommen, damit noch mindestens zwei Paar Socken reinpassen. Der Preis war überraschend annehmbar, nur das hohe Gewicht hat mich ein bisschen erschreckt. Aber letzten Endes hat es mich nicht gestört, ich hatte gar keine Zeit es zu bemerken. Fakt ist, dass ich im Gegensatz zu meinen Mit-Volunteers immer warme Füße hatte. Auch als ich durch eine dünne Eisdecke gebrochen bin und bis zum Stiefelschaft im eisigen Bach stand, haben die Schuhe mich nicht enttäuscht. Alles blieb trocken. Und die Innenschuhe sind sogar waschbar! Zu bekommen sind sie bei Amazon*, Globetrotter* etc. Caribou Damen Schneestiefel, Sorel, Tobacco, Größe 41 Wer schnell friert (so wie ich, seit mir einmal die Zehen eingefroren sind), für den ist vielleicht der Polarlobben der norwegischen Marke Protex etwas. Mein Freund hat sie mir letztes Weihnachten geschenkt und ich habe sie ehrlicherweise den ganzen Winter über als Hausschuhe getragen. Sie halten die Füße superwarm und ich kann kaum erwarten, sie endlich draußen zu tragen. Denn ich habe aus verlässlicher Musher-Quelle den Tipp erhalten und sie selbst in Aktion gesehen. Damit sollte es nie wieder kalte Füße geben! Es gibt auch noch Überschuhe, die die Filzstiefel schützen. Abenteuer Arktis: Die richtige Hose Ich habe es einfach nicht geschafft, vor meinem Abflug eine passende Hose zu finden. Allerdings hatte ich Anfang des Jahres ein Ski-Set bei Aldi (auch Tchibo und Lidl sind gute Anlaufstellen) gekauft, bestehend aus Hose und Jacke. Das habe ich mitgenommen und dann vor Ort noch eine Hose gekauft (Marke Everest). Wichtig war mir, dass sie eine dunkle Farbe hat, damit man den Dreck nicht so schnell sieht, und dass sie Hosenträger hat. Die geben dem Ganzen noch mal etwas mehr Halt. Obwohl sie wirklich preiswert war, bin ich mit der Hose sehr zufrieden, besonders zu dem günstigen Preis! Ich habe sie immer mal wieder bei Ebay gesehen, Suchwort &#8220;Skihose Everest&#8221;. Tipp: Wenn ihr länger vor Ort seid, müsst ihr nicht sofort alles parat haben. Nutzt die Gelegenheit die Locals zu fragen, wo sie shoppen und welche Produkte sie nutzen. An Orten wo solche Ausrüstung zum täglichen Bedarf gehört, ist sie oft günstiger. Abenteuer Arktis: Die richtige Unterwäsche Auch hier lautete die Devise: Hauptsache warm. Und da kommt man relativ schnell zu Merinowolle. Sie hat zudem den Vorteil, dass sie sehr schnell trocknet und auch nach mehrmaligem Tragen nicht müffelt, solange man sie über Nacht auslüftet. Hier hat Qualität einen stolzen Preis. Trotzdem habe ich mir ein Set Merino-Unterwäsche geleistet, bestehend aus Shirt, Hose und Socken (Ortovox* und Smart Wool*). Um aber auch mal wechseln zu können habe ich außerdem noch günstigere Ski-Unterwäsche gekauft. Die gibt es zum Beispiel beim Discounter oder bei Revolution Race. Sie hat nur einen Bruchteil dessen gekostet, was ich für das andere Set ausgeben musste. Und trotzdem hat sie ihren Zweck erfüllt. Für wärmere Tage war sie genau richtig. Außerdem konnte man das Material auch mal eben per Hand waschen, weil die Kunstfaser noch schneller trocknet als Wolle. Ich will aber beide Sets auch nicht vergleichen, sie waren beide von Nutzen. Abenteuer Arktis: Die richtigen Handschuhe Zwei Paar sind gut, drei sind besser! Zuunterst empfehle ich ein paar Fleecehandschuhe mit Fingern, die eng genug sitzen, sodass man auch komplizierte Tätigkeiten (bspw. Einhaken von Halsbändern, Öffnen von Reißverschlüssen) damit ausführen kann. Meine habe ich bei Tchibo gekauft. Die zweite Lage ist nicht unbedingt notwendig, wenn man beispielsweise nur einen Ausflug macht, bei dem man im Schlitten sitzt. Bei kälteren Temperaturen ist sie aber auf jeden Fall zu empfehlen. Am besten ist ein weiteres Paar Fingerhandschuhe, diesmal aber gefüttert und zumindest wasserabweisend. Mein uraltes aber taugliches Paar habe ich von meinem Onkel geerbt, es ist von der Marke Reusch*. Mittlerweile habe ich sie aber durch ein neues Paar mit echtem Leder ersetzt und nutze zusätzlich ein paar von North Face*. Diese habe ich immer beim Training getragen. Für Füttern und Saubermachen eignen sie sich nicht so gut, sie schränken die Beweglichkeit zu sehr ein. Da ist ein richtiges Paar Arbeitshandschuhe aus Leder besser geeignet. Leider werden dadurch auch die Finger nass. Eine Lösung für dieses Problem habe ich nicht gefunden. Eine sehr hübsche Alternative als zweite Schicht, sind die traditionellen samischen Strick-Fäustlinge, mit Fleece gefüttert und bunten Bändern bestickt. In Rovaniemi gab es sie an jeder Ecke zu kaufen, sie kosten um die 15€. Sie sind allerdings zu schön, um sie bei der Arbeit mit den Huskies zu benutzten und deswegen eher etwas für Ausflüge in die Stadt. Fäustlinge &#8211; Warm und praktisch Kommen wir zur dritten Lage: ein Paar Lederfäustlinge. Diese sollten so groß sein, dass man mit den Handschuhe an den Händen einfach rein- und rausschlüpfen kann. Außerdem erwärmt sich mit genug Freiraum die Luftschicht zwischen den Lagen und sorgt so dafür, dass die Hände wirklich nicht kalt werden. Denn wenn das passiert, kann es nicht nur unangenehm, sondern sogar gefährlich werden. Manchmal muss es aber schnell gehen, die Hunde haben sich in ihrem Geschirr verheddert und drohen sich zu verletzen oder ähnliches. Damit man dann die Hände einfach aus den großen Fäustlingen ziehen kann und sich keine weiteren Gedanken machen muss, habe ich auf etwas zurückgegriffen, das ich als Kind gehasst habe. Nämlich die Handschuhe mit einem Band zu verbinden, das man sich um den Nacken legt. So minimiert man das Risiko, sie zu verlieren. Und mit etwas Mühe kann die Kordel ja auch nett aussehen, ich habe sie selbst geknüpft und geflochten. Ich habe meine für etwa 10 € in einem finnischen Baumarkt gekauft, daher möchte ich euch hier auch kein superteures Exemplar verlinken. Abenteuer Arktis: Die richtige Mütze Sucht euch eine schöne aus, denn ihr werdet sie immer tragen! Wie oft hab ich mir gewünscht, Luft an meine Haare zu lassen, den Wind auf der Kopfhaut zu spüren. Aber nix da, Mütze muss sein, sonst verliert man zu viel Wärme. Wenigstens ist die Auswahl groß, man kann sich nach Lust und Laune eindecken. Und da Mützen nicht so teuer sind, kann man auch ein paar mehr mitnehmen. So hat man wenigstens bei einem Kleidungsstück die Möglichkeit der Abwechslung. Wichtig ist nur, dass es nicht nur eine Strickmütze sein sollte, am besten ist sie mit Fleece oder Teddystoff gefüttert. Sonst kommt der Wind durch und lässt die Öhrchen frieren. Außerdem kratzt es sonst oft. Ich habe ein Exemplar von North Face, eins von Jack Wolfskin und meine Lieblingsmütze ist von Sätila. Es müssen aber mit Sicherheit auch nicht solche Marken sein. Abenteuer Arktis: Der richtige Rucksack Hier muss ich gestehen, dass mein Exemplar nicht unbedingt das praktischste ist. Aber ich liebe das Design und deswegen stell ich ihn euch trotzdem vor. Es ist der No 21 von Fjällräven*. Zunächst die Vorteile: Er ist geräumiger, als er aussieht, hat innen ein Fach für den Laptop, eins für Geld oder Ausweis und eins für eine Flasche, außerdem bringt er ein kleines Sitzkissen mit. Das Material ist robust und gut verarbeitet und dadurch, dass alle Laschen mit Kordelzug oder Lederschnallen geschlossen werden, entfällt die Schwachstelle Reißverschluss. Das ist aber zugleich ein Nachteil, man bekommt den Rucksack nicht schnell auf, schon gar nicht, wenn man auf dem Schlitten steht. Ein paar mehr Innenfächer würden auch nicht schaden. Insgesamt bin ich ein großer Fan der Marke Fjällräven. Wenn man keine langen Strecken laufen muss, sondern nur etwas zum Transport braucht, ist auch der Kånken* gut geeignet, vor allen Dingen, da er sich komplett öffnen lässt. So kommt man an alles schnell ran. Ich besitze drei Modelle, den Mini*, den &#8220;normalen&#8221; und den Kånken No. 2*. Letzteren empfinde ich als am besten verarbeitet und am robustesten. Zum Wandern empfehle ich hingegen den Osprey Tempest 9 for Women*. Unglaublich geräumig trotz des geringen Packvolumens, viele Extras wie ein Fach für die Trinkblase, eine Signalpfeife am Brustgurt etc. Dazu schmale Trageriemen und ein wirklich funktionierendes Belüftungssystem! Abenteuer Arktis: Die richtige Ausrüstung Zu guter Letzt noch ein paar Worte zur Ausrüstung. Hiermit meine ich nicht das Notfallpaket, das man in der Arktis sowieso immer dabei haben sollte, sondern ein paar kleine nützliche Dinge, die ich immer für mich dabei hatte. Thermoskanne Als erstes die Thermoskanne mit heißem Tee. Ich denke, jedem ist klar, wieso. 🙂 Praktisch ist, wenn sie keinen Schraub-, sondern einen Druckverschluss hat, das macht das Ausgießen unter widrigen Bedingungen mit einer Hand möglich, wenn man zum Beispiel keine Möglichkeit hat, den Deckel beim Schlittenfahren zu Verstauen. Meine habe ich von Heesung*. Eine unglaublich robuste, langlebig und qualitativ hochwertige Alternative, allerdings mit Schraubverschluss, ist die Marke Stanley*....</p>
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