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	<title>Finnland Archive - Rosas Reisen</title>
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		<title>Die Samen &#8211; Das letzte indigene Volk Europas</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Rosa]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 16 Mar 2025 06:46:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>&#8220;Meet the reindeer!&#8221; So steht es für heute auf dem Tagesprogramm unseres Finnland-Trips. Um 9 Uhr morgens steigen wir in den Bus, der uns zur Rentierfarm der Familie Paadar, kurz vor den Toren Inaris, bringt. Die Paadars sind Samen, die traditionellen Rentierhirten des Nordens. Jan-Eerik, der das Unternehmen mit dem Namen Kaksama leitet, begrüßt uns in samischer Tracht und mit warmen Worten, heißt uns willkommen an einem Ort, an dem seit Jahrhunderten Rentiere gezüchtet werden. Es wird Zeit, mehr über diese Menschen und diese Tiere zu lernen! Sápmi, Heimat der Samen Die Samen sind die Ureinwohner des nördlichen Fennoskandinaviens und gehören zu den ältesten indigenen Völkern Europas. Ihre Heimat erstreckt sich über die nördlichen Teile Norwegens, Schwedens, Finnlands und die russische Halbinsel Kola – eine Region, die als Sápmi bekannt ist. Die Geschichte der Samen reicht Jahrtausende zurück, und ihre Kultur, Sprache und Lebensweise sind eng mit der rauen, aber beeindruckenden Natur des Nordens verbunden. In Finnland konzentrieren sich die samischen Siedlungsgebiete vor allem auf die nördlichen Regionen, darunter Orte wie Inari, Utsjoki und Enontekiö. Diese weitläufigen, von Wäldern, Seen und Tundra geprägten Landschaften bieten die natürliche Grundlage für die traditionelle Lebensweise der Samen, insbesondere die Rentierzucht, die seit Jahrhunderten eine zentrale Rolle spielt. Die samische Tracht Jede samische Tracht (Gákti) erzählt eine Geschichte über die Herkunft des Trägers, seine Familie und die Region, aus der er stammt. Die Designs und Verzierungen unterscheiden sich je nach Sprachgruppe und Herkunft: Die nordsamischen Trachten aus Enontekiö, Vuotso und Utsjoki sehen anders aus als die Trachten der Inari-Samen und der Skolt-Samen. Jan-Eeriks Vater gehörte zu den Inari-Samen, genauso wie seine Frau Hanna. Seine Mutter hingegen war eine Nord-Samin. Insgesamt gibt es in Nordfinnland die drei bereits genannten Stämme: die Inari-, die Nord- und die Skolt-Samen. Sie tragen unterschiedliche Farben, die Inari-Samen zum Beispiel rot, gelb und grün, die Nord-Samen nur rot und gelb und die Skolt-Samen blau, rot und gelb. Wobei die Trachten immer auch Ausdruck persönlicher Identität und eines eigenen Stils sein und dementsprechend verändert werden können. Nach dem Zweiten Weltkrieg drohte die samische Tracht in Vergessenheit zu geraten. Sie galt als altmodisch und unmodern und gerade junge Menschen wollten als Teil der Mehrheitsgesellschaft akzeptiert werden, statt sich durch vermeintlich extravagante Kleidung abzugrenzen. So trugen auch junge Samen und Saminnen meist &#8220;normale&#8221; finnische Kleidung. Erst in den 60er-Jahren, als sich neue politische Strömungen und Bewegungen weltweit bildeten, gewann auch die Tracht wieder an Bedeutung. Besonders unter den Kola-Samen und anderen kleinen samischen Sprachgruppen wurde sie jetzt zum Symbol der kulturellen Zugehörigkeit und des Widerstands gegen kulturelle Assimilation. Die Männer tragen kleine Plättchen am Kragen, die Sonnenstrahlen symbolisieren und mit Schnitzereien verziert sind. Die Frauen hingegen tragen das Symbol des Lebens selbst, die Sonne, oft aus Horn oder Holz gefertigt. Da Frauen Kinder gebären und so wie die Sonne in der Lage sind, Leben zu schenken, steht ihnen das zu. Die Sonne ist das wichtigste Symbol der Samen. Wer einmal eine lange, arktische Polarnacht überstanden hat, der weiß, was es heißt, sie zu vermissen. Hier oben geht die Sonne am 21. November unter und erst am 27. Januar wieder auf. Die Flagge der Samen All die Farben der Samen finden sich auch in der Flagge Sápmis, die seit 1986 offiziell anerkannt ist. Entworfen wurde sie von einer Samin aus Norwegen, Astrid Båhl. Die Farben und Symbole stehen für die Elemente: Rot symbolisiert Feuer, Grün steht für die Natur und die Wälder, Gelb repräsentiert die Sonne und Blau steht für Wasser. Das kreisförmige Symbol in der Mitte der Flagge ist in zwei Farben geteilt: Der rote Halbkreis steht für die Sonne und der blaue Halbkreis für den Mond. Dieses Motiv stammt aus einem Joik-Gedicht des samischen Dichters Anders Fjellner, der die Samen als Kinder der Sonne und des Mondes beschrieb. Die Flagge ist somit nicht nur ein politisches Zeichen der Zusammengehörigkeit, sondern auch ein Ausdruck der tiefen spirituellen Verbindung der Samen zur Natur und zum Kosmos. Im Einklang mit der Natur Die Samen haben eine besondere Beziehung zur Natur, die tief in ihrem spirituellen Weltbild verwurzelt ist. Berge, Flüsse und Wälder sind für sie nicht nur Ressourcen, sondern auch heilige Orte, die von Geistern und Naturkräften bewohnt werden. Dieser Respekt vor der Natur spiegelt sich auch in ihrer nachhaltigen Lebensweise wider, die seit jeher auf ein harmonisches Miteinander mit der Umwelt abzielt. Das merkt man, wenn man Jan-Eerik zuhört und vor allen Dingen zuschaut. Er führt uns in das Rentiergehege, in dem sich eine Gruppe von etwa 40 Tieren aufhält. Es sind ausschließlich Weibchen, wie man an den kleineren Geweihen sehen kann. Bei den Rentieren tragen beide Geschlechter Geweihe, allerdings sind die der Männchen deutlich größer und massiver. Die Geweihe werden zudem zu unterschiedlichen Zeiten abgeworfen. Im Internet kursiert der Witz, dass der Weihnachtsmann ein Team aus weiblichen Tieren vor den Schlitten spannt, da die Männchen ihr Geweih schon im Herbst abwerfen, die Weibchen erst im Frühjahr. Jan-Eerik versichert mir allerdings , dass kein verantwortungsvoller Rentierbesitzer Weibchen einen Schlitten ziehen lassen würde und vermutet schmunzelnd, dass der Weihnachtsmann wohl kastrierte Tiere beschäftigt. Er selbst hat vor einiger Zeit entschieden, dass die Rentiere der Paadar-Familie gar nicht mehr vor Schlitten gespannt werden sollen. Seine Begründung: Die Rentiere geben nach ihrem Tod alles, um das Überleben der Familie zu sichern, daher sollen sie so ruhig und entspannt wie möglich leben können. Touristen auf Schlitten zu ziehen gehört daher nicht zum Alltag der Tiere. Die Rentiere Während Jan-Eerik uns Futter in unsere ausgestreckten Hände schöpft, die wir zum Teil schüchtern, zum Teil überschwänglich begeistert den Rentieren hinhalten, erfahren wir mehr über sie. Die Rentiere mampfen unbeeindruckt die Pellets, während wir gebannt Jan-Eerik lauschen. So ein Rentier-Lebenszyklus startet in der Regel im Mai, wenn die Kälbchen geboren werden. Zwillinge sind selten, nur bei einer von 1.000 Geburten kommen zwei Tiere zur Welt. Zwar können die Kälber schon nach einem Monat beginnen Gras zu fressen, werden aber meist bis zum Alter von sechs Monaten gesäugt. Wie bei vielen Fluchttieren können die Kleinen schon kurz nach ihrer Geburt laufen und so an der Migration der Herde teilnehmen. Mit etwa drei Jahren sind die Tiere ausgewachsen, erst dann beginnen auch die Geweihe zu sprießen. Diese bilden sich in nur drei Monaten und wachsen bis zu zwei Zentimeter am Tag! Jedes Jahr sehen sie genau gleich aus, wobei jedes Rentier ein ganz eigenes Geweih hat, sodass sie sozusagen das Äquivalent zum menschlichen Fingerabdruck sind. Ab dem 12. Lebensjahr beginnen sich die Geweihe wieder zurückzubilden, da Rentiere im Alter nicht mehr so viel Kalzium produzieren und sozusagen schonend mit ihren Ressourcen umgehen müssen. Rentierzucht bei den Samen Mit 15 Jahren ist ein Rentier schon recht alt. Der Rekord der Familie Paadar liegt im Februar 2025 bei 18 Jahren und 9 Monaten. Sie hoffen aber, bald aber mit diesem Tier einen Bullen zuhaben, der stolze 19 Jahre ist. Im Mai wäre es also so weit. Denn tatsächlich gibt es hier auch Rentiere auf der Farm, die nicht geschlachtet werden, sondern einfach als geliebte Haustiere mit eigenem Namen leben und vor allen Dingen als Hornlieferanten dienen. Denn ihr Geld verdient die Familie nur zu einem geringeren Teil mit Fleisch und Fellen der Tiere, wobei nach jeder Schlachtung alle Teile des Tieres verwertet werden. Stattdessen haben sich die Paadars mehr auf Handwerkskunst spezialisiert, für die sie die Geweihe nutzen. Kaksama: Das Kunsthandwerk der Paadars Auf der Farm gibt es selbstverständlich auch einen kleinen Shop, in dem wir die Kunstwerke der Familie bestaunen und erwerben können. Hier gibt es Messer, Schmuck, kleine Tierfiguren, Feuer-Kits und Holztassen, alles in Handarbeit hergestellt. Und sogar Fußbälle aus Rentierfell! Guksi: Die Holztasse Die Holztassen werden Guksi (nordsamisch) oder Kuksa (finnisch) genannt. Hergestellt werden sie aus sogenannten Maserknollen von Birken, die sich nach einer Verletzung des Baumes am Stamm bilden können. Bis so eine Knolle groß genug für eine Tasse ist kann es schon mal 30 Jahre dauern. Und dann muss man sie ja auch noch im finnischen Wald finden. Das Holz wird in Salzwasser gekocht und anschließend drei Monate lang getrocknet, bevor es bearbeitet werden kann. Auch der Schnitzvorgang braucht viel Zeit, Geschick und Präzision, wenn man ein makelloses Stück haben möchte. Kein Wunder, dass die handgefertigten Tassen einen stolzen Preis haben und immer mehr Konkurrenz durch Plastikprodukte erhalten. Aber, so versichert uns Jan-Eerik, wer einmal eine gute Guksi hat, braucht für sein Leben keine neue. Und eine Flasche brauche man hier auch nicht, denn alle Seen und Flüsse hier oben haben Trinkwasserqualität. Die Tasse ist einer der vier Gegenstände an seinem Gürtel und sein Vater hat sie vor über 60 Jahren geschnitzt. Bei den anderen Gegenständen des finnischen Survival-Kit, wie unser Gastgeber es nur halb im Scherz nennt, handelt es sich um einen Lederbeutel mit Salz (&#8220;Alles, was man zum Kochen in der Wildnis wirklich braucht!&#8221;), Feuerstahl und natürlich ein Messer. Auch diese Produkte werden alle von den Paadars gefertigt. Und ich verliebe mich natürlich sofort in ein Messer. Die Scheide ist aus dunkelbraunem Elchleder, die Klinge aus Carbonstahl und der Griff natürlich aus Rentierhorn. Zu Hause wird es einen Platz an meiner Messerwand mit Messern aus aller Herren Länder finden. Und bei der nächsten Finnland-Reise natürlich an meinem Gürtel. Natürliche Wanderung und saisonale Zyklen Die Rentierzucht folgt einem klaren saisonalen Rhythmus, der sich an den natürlichen Wanderungen der Tiere orientiert. Im Frühjahr treiben die Samen ihre Rentierherden von den Winterweiden in den Wäldern auf die Sommerweiden in den Berg- und Tundragebieten. Wobei von Bergen in Finnland keine Rede sein kann, wie Jan-Eerik scherzt. &#8220;Wir haben hier nur Hügel!&#8221; Doch auch dort finden die Rentiere frische Kräuter und Moose, die ihnen die notwendige Energie für die Wachstums- und Fortpflanzungszeit liefern. Im Herbst beginnt der Rückzug in die tiefer gelegenen Wälder, wo die Tiere besser vor rauem Wetter und Fressfeinden geschützt sind. Der Herbst ist die Lieblingszeit der Tiere, denn da gibt es ihre Leibspeise in Hülle und Fülle: Pilze! Rentiere haben hierin Nordfinnland sechs große Feinde. Dazu zählen der Vielfraß, der Wolf, der Bär, der Adler und der Luchs. Der mit Abstand gefährlichste Feind ist aber das Auto. Jedes Jahr sterben hier in der Region etwa 700 Tiere bei Unfällen. Familie Paadar bräuchte eigentlich keinen Kalender, wie Jan-Eeerik uns grinsend erzählt. Zumindest nicht um herauszufinden, wann der Winter beginnt. Denn sie können sich darauf verlassen, dass pünktlich zwei Wochen bevor die ersten heftigen Schneefälle einsetzen, die Rentiere vor der Tür stehen. Die kommen nämlich von ganz alleine nach Hause. Während des Winters ernähren sich die Rentiere vor allem von Flechten, die sie mit ihren Hufen unter dem Schnee hervorscharren. Die Samen unterstützen die Herden in dieser Zeit, indem sie die Weidegebiete kontrollieren und gelegentlich zufüttern, wenn die Schneedecke zu dick wird. Rentiere können hier, im Norden Finnlands, etwa 300 verschiedene Pflanzenarten zum Fressen finden. Traditionelle Techniken und modernes Management Die Rentierzucht erfolgt weitgehend auf traditionelle Weise. Die Samen verwenden spezielle Lasso-Techniken, um die Rentiere zu fangen und zu markieren. Und was wäre ein Besuch auf einer Rentierfarm, wenn wir das nicht auch mal versuchen würden? Ich erweise mich allerdings als Katastrophe am Lasso und gebe es vertrauensvoll wieder in die Hände von Jan-Eeriks Kollegen, der natürlich ein absoluter Profi ist. Jedes Rentier wird mit einem individuellen Ohrschnitt gekennzeichnet, der die Zugehörigkeit zu seinem Besitzer oder seiner Besitzerin zeigt. Tatsächlich gibt es hier keine wilden Rentiere, jedes gehört jemandem. Und dabei handelt es sich stets um eine konkrete Person, nicht etwa um die gesamte Familie. Die Schnittmuster für die Ohrmarkierungen werden von Mensch zu Mensch weitergegeben. So kommt es, dass Jan-Eerik gar keine eigenen Tiere hat, denn die drei Markierungen in der Familie gehören seiner Frau und seinen beiden Töchtern. Der Tradition nach darf immer das jüngste Kind der Familie die Namen für die neugeborenen Rentierkälber aussuchen. So kommt es, dass in der Herde der Paadars auch das ein oder andere Tier mit so schönen Namen wie &#8220;Master&#8221; oder &#8220;Turbo&#8221; unterwegs ist. Zusammen mit anderen Samen aus dem Inari-Gebiet bilden die Paadars eine Gemeinschaft aus 90 Züchtern und Züchterinnen, die sich gemeinschaftlich um etwa 5.500 Tiere kümmern. In den Sommermonaten werden...</p>
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		<title>Klimawandel in der Arktis: Ein Schreckensschrei aus Finnland</title>
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		<pubDate>Sun, 09 Mar 2025 06:09:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Ich ertrinke. Das Wasser steht mir bis zum Hals und manchmal weiß ich nicht, wie ich den Kopf hochhalten soll. Nachrichten fluten über mich hinweg und drohen, mich in den Abgrund zu reißen. Die politische Entwicklung der letzten Monate und Wochen macht mir Angst, lähmt mich und bereitet mir tagein tagaus Sorgen. Was könnte da besser geeignet sein, als eine kleine Flucht? Eine Auszeit in Finnland? An dem Ort, an dem vor 12 Jahren alles angefangen hat, an dem ich mich unwiderruflich in die Arktis verliebt habe? Das löst zwar nicht meine Probleme, aber endlich wieder auf einem Hundeschlitten zu stehen sollte doch für einen ordentlichen Ausstoß an Glückshormonen sorgen. Ein klassischer Trip nach Finnland Und so sitze ich Anfang Februar im Flugzeug, dass mich erst nach Helsinki und dann nach Ivalo an den Inarisee im hohen Norden Finnlands bringt. Von hier geht es weiter bis nach Inari selbst. Geplant ist sozusagen ein Revival. Ich möchte all die klassischen Aktivitäten von vor 12 Jahren nochmal erleben: Schneeschuhwandern, Langlaufen, Hundeschlitten fahren, Rentiere besuchen, Schneemobiltour unternehmen. Und doch&#8230; Und doch ist einiges anders. Damals hatten wir Temperaturen von weit unter Null, sogar -20°. Doch nun beginne ich schon Tage vorher immer wieder nervös in die Wetterapp zu schauen. Es ist viel zu warm in Nordfinnland. Die Temperaturen liegen zum Teil über dem Gefrierpunkt. Zufall? Eher nicht, wenn man sich die Entwicklung der Wetteraufzeichnungen der letzten 15 Jahre anschaut. Vielen Dank an timeanddate.de für die Bereitstellung der Daten. Februar, der Wintermonat in Finnland Die Samen, die indigene Bevölkerung Nordfinnlands, haben für jeden Monat des Jahres einen eigenen Namen, der seine Bedeutung widergibt. Die Nord- und Inari-Samen nennen den Februar den Monat des Schnees, die Skolt-Samen nennen ihn den Wintermonat. Nicht umsonst habe ich ja genau diesen Monat ausgesucht, um wieder hierhin zu reisen. Denn der Februar ist eigentlich die perfekte Reisezeit für Nordfinnland: Sehr kalt, trocken, es liegt viel Schnee und die Sonne hat die lange Polarnacht beendet und scheint schon wieder mehrere Stunden am Tag. Eigentlich. Schon als ich 2019 nach Finnland gereist bin, um meinem Mann dieses Land meiner Träume vorzustellen und mit ihm auf Hundeschlitten durch die Wildnis zu fahren, war ich nervös, dass nicht genug Schnee liegen könnte. Denn eine Veränderung der klimatischen Bedingungen war absehbar. Aber genug hieß in dem Fall für mich: Ich wollte ihm ein zauberhaftes Winterwunderland voller gezuckerter Bäume und magischer Sonnenuntergänge präsentieren. Dass wirklich &#8220;zu wenig&#8221; Schnee liegen könnte, war nichts, womit ich wirklich gerechnet habe. Rückkehr ins Winterwunderland? Sechs Jahre später ist es das leider. Es ist schon dunkel, als wir landen und doch kann ich mir die bangen Blicke auf die in Schatten versunkene Landschaft nicht verkneifen. Müssten die Flächen nicht weiß leuchten? Ist der Schnee schon weg? Die gute Nachricht: Nein, ist er nicht, er liegt immer noch sehr hoch, davon kann ich mich auf der Busfahrt nach Inari überzeugen. Warum dann die Welle, Anuschka? Konntest du nicht alle Aktivitäten machen, die du wolltest? Doch, das konnte ich schon und dafür bin ich sehr, sehr dankbar. Jede Minute des Glücks, dass ich dort oben empfunden habe, ist tief in mein umklammertes Herz eingesickert und hat, zumindest an manchen Stellen, die Dunkelheit zurückdrängen können. Und ich werde euch auch noch vom Zauber Finnlands erzählen, ganz bestimmt. Es taut Aber die Realität ist eben auch: Es taut. Und das im Februar. Was eigentlich nicht sein darf, aber ganz schlicht so ist. Den Hunden ist zu warm beim Laufen, die Schneemobile müssen vom See genommen werden, da nun wirklich niemand durch tiefe Pfützen fahren will. Es tröpfelt und plätschert und im Nu hat sich die weiße Pracht in grauen und braunen Matsch verwandelt. Die Gehwege verwandeln sich über Nacht, wenn die Temperaturen zumindest wieder ein bisschen fallen, in spiegelglatte Eisbahnen, auf denen mit normalen Schuhen kaum Halt zu finden ist. Und vom Himmel fällt kein Schnee. Sondern Regen. Und als wir mit Langlauskiern den Fluss Juutuanjoki entlanglaufen zeigt sich auch hier ein Bild der Veränderung. Statt einer geschlossenen, schneebedeckten Eisdecke bricht das Eis auf. An mehreren Stellen fließt der Fluss ganz offen. Es ist wie Frühling. Und auch wenn man sich zu Hause im Februar über frühlingshaftes Wetter freut, so schreit es in meinem Kopf: ES.IST.ZU.FRÜH! Hier oben darf es noch nicht Frühling sein. Hier herrschen jetzt Verhältnisse wie Ende März/Anfang April. Was kann ich tun? &#8220;Jetzt mal mal den Teufel nicht an die Wand! Kann man halt auch mal Pech haben mit dem Wetter!&#8221; Das denkt jetzt vielleicht der eine oder die andere. Dass es aber kein &#8220;Pech&#8221; ist, ist wissenschaftlich bewiesen. Das ist der Klimawandel. Auch wenn viele Menschen auf der Welt das nicht wahrhaben wollen. Und auch, wenn ich lange überlegt habe, ob ich das hier überhaupt schreibe, aus Angst, dass mein winziger Blog dann noch mehr Leser:innen verliert, ich kann nicht länger die Klappe halten. Gerade haben wir in Deutschland gewählt. Die Parteien mit den meisten Stimmen scheren sich einen Scheiß um die Umwelt. Wir wissen schon so lange, was wir tun müssten. Aber wir tun es nicht. Es ist nicht mehr fünf vor zwölf, es ist halb eins. Und dennoch passiert so etwas. Ich fühle mich so, so hilflos. Was kann ich tun? Außer wählen, was ich natürlich vorab per Briefwahl getan habe. Wie kann ich die Arktis, die ich so sehr liebe, retten? Und bin nicht auch ich Schuld an ihrer Zerstörung? Denn das ist ein Vorwurf, den ich nicht zum ersten Mal höre und dem ich mich natürlich auch stellen muss. &#8220;Du behauptest, du liebst die Arktis und dann fliegst du ständig dahin? Machst Werbung dafür, wie toll es da ist, damit noch mehr Menschen kommen? Du arbeitest auf KREUZFAHRTSCHIFFEN???!!! Dann darfst du ja mal überhaupt gar nix zu dem Thema sagen.&#8221; Doch. Das muss ich aber. Und in diesem Video hab ich es versucht. Was ich tun sollte? Ich weiß es nicht. Ich befürchte ehrlicherweise auch, dass es schon zu spät ist. Alles was mir bleibt, ist meine Stimme zu nutzen. Zu erzählen. Von dem was war und was ist, von dem, was ich mit eigenen Augen sehe, was ich bezeugen kann. Und meine Vorträge zu halten und darin über die Arktis, ihre tierischen und menschlichen Bewohner und all ihre Schönheit zu sprechen und zu versuchen, Interesse zu wecken. Ich habe also keine Lösung, nur ein Anliegen. Und das war mir auch dieser Post, der keine Top 10 Tipps hat, keine umwerfend schönen Bilder und keine KI-generierten, seo-optimierten Inhalte. Aber das ist genau das, was Finnland für mich immer ausgemacht hat: Pure, unverfälschte Echtheit des Lebens.</p>
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		<title>Die schönsten Sonnenuntergänge weltweit: 25 Tipps von Reisebloggern</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Rosa]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 19 Mar 2023 05:57:22 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Ein glutroter Feuerball, der hinter den Bergen oder im Meer versinkt, ein Himmel in die prächtigsten Farben getaucht und dahinter zieht ein samtblauer Nachthimmel mit blinkenden Sternen auf &#8211; Sonnenuntergänge sind schon etwas ganz besonderes, gerade auf Reisen. Und es gibt so viele Orte weltweit, an denen man spektakuläre Sonnenuntergänge beobachten kann, ob romantisch zu zweit, ganz allein für sich oder mit Freunden und einem Picknick. 17 Reiseblogger und ich verraten euch in diesem Sonnenuntergang-Guide unsere Lieblingsplätze um die Sonne versinken zu sehen &#8211; für gutes Wetter können wir aber nicht garantieren! Sonnenuntergänge in Europa Deutschland: Wunderschöne Sonnenuntergänge in der Heimat Dierhagen: Hundefreundlicher Sonnenuntergang an der Ostsee Diesen wunderbaren Sonnenuntergang durften wir auf dem Camping Platz &#8220;An den Stranddünen&#8221; in Dierhagen im Juli 2022 erleben! Dieser Campingplatz ist übrigens der bisher einzige auf dem drei Mal übernachtet haben, dafür wurden wir reich belohnt. Wir, das sind Helga, Klaus (jeweils 2 Beine) und Frodo (4 Pfoten). Unser Projekt: Zu Fuss um die Republik, wir wandern einmal die komplette Grenze Deutschlands entlang und entdecken dabei natürlich auch die Nachbarländer. Über 3000 km haben wir schon zurückgelegt und dabei viele tolle Sonnenuntergänge erlebt, aber der stellte alles in den Schatten! Helga, Klaus &#38; Frodo &#8211; Zu Fuß um die Republik Großenbrode: Mastenwald und Feuerball im Hafen Voller Wärme und Energie ging die Sonne im Yachthafen auf Großenbrode an der Ostsee unter. Hier saßen wir auf der kleinen Segelyacht von meinem Schwiegervater und bereiteten das Abendessen zu, als wir dieses Schauspiel beobachten durften. Bald darauf musste ich leider feststellen, dass ich nicht sonderlich seetauglich bin und was ich zu Abend gegessen hatte am nächsten Tag Fischfutter wurde. Nichtsdestotrotz habe ich die Reise in schöner Erinnerung und würde jederzeit wieder dort hoch fahren! Sylt: Der Deutschen liebste Insel Sozusagen ein Klassiker! Letzten März war ich das erste Mal auf Sylt, der Lieblingsinsel vieler Deutscher. Ich war nicht von allem begeistert, aber die Sonnenuntergänge waren wirklich spektakulär. Ob in Wenningstedt, nur wenige Minuten von unserer Unterkunft entfernt, oder am Roten Kliff &#8211; wenn hier die Sonne im Meer versinkt, dann tut sie das bei klarem Himmel mit unglaublicher Schönheit. Schon allein deswegen lohnt sich ein Besuch auf Sylt. Köln: Fantastische Foto-Location zum Sonnenuntergang Dieser Tipp fällt ein bisschen aus der Reihe, aber ich konnte meine Heimatstadt nicht außen vor lassen. Denn wer in Köln wohnt und schöne Fotos im Sonnenuntergang machen möchte, findet hier einen hervorragend geeigneten Spot dazu: Die Wiesen an der Berrenratherstraße beim Decksteiner Weiher! Hier ist es abends nicht so voll wie auf den Uniwiesen oder am Aachener Weiher und man kann ganz in Ruhe Fotos machen. Mich hat übrigens Vlado von nonverbal&#124;bildkommunikation fotografiert und ich liebe das Ergebnis. Das sanfte Licht, das die Gräser leuchten lässt, die warmen Farben und man sieht überhaupt nicht, dass wir mitten in einer deutschen Großstadt sind. Finnland: Korvala in Lappland Obwohl ich Grönland von den arktischen Ländern, die ich bisher bereist habe, kann ich felsenfest sagen: Die schönsten Sonnenuntergänge habe ich in Finnland beobachtet! (Was vielleicht auch daran liegt, dass ich Grönland im Sommer zur Mitternachtssonne bereist und gar keinen Sonnenuntergang erlebt habe! :D) Aber wenn es richtig kalt ist, -45 Grad, und nur ein paar Eispartikel durch die eiskalte, rasiermesserscharfe Luft flirren und dann die Sonne hinter den Baumspitzen am See von Korvala versinkt, dann ist das ein wahrlich magischer Moment voller Pastellfarben, die das Herz hüpfen lassen. Italien: Sundowner auf Sardinien Sardinien liegt im Mittelmeer und gehört zu Italien. Ich bin besonders gerne im Frühsommer und Herbst hier mit meinem Wohnmobil unterwegs. Durch die Lage und Ausrichtung der Insel, hat man hier die Möglichkeit sowohl atemberaubende Sonnenaufgänge zu sehen und vor allem von der Westküste auch wunderschöne Sonnuntergänge zu genießen. Einer meiner Lieblingsplätze für den Sonnenuntergang ist in der malerische Stadt Alghero, im Nordwesten von Sardinien. Hier sitze ich besonders gerne in einer der schönen Strandbars und schau wie sich der Himmel und das Meer vor mir im bunten Farbenspiel aus Gelb-, Orange- und Rottönen verwandeln. Und auch der Sprizz im Glas leuchtet und schmeckt mit dem farblich passenden Hintergrund noch besser. Durch die Lage von Alghero in einer halbrunden Bucht steht die Sonne eine lange Zeit über dem prägnanten Capo Caccia, das sich steil aus dem Meer erhebt. Der feinweiße Strand ist zu dieser friedlichen Stunde leer und in der Ferne sind die Boote auf dem Wasser nur noch Schemen. Katja &#8211; Hinfahren Kroatien: Maritimer Sonnenuntergang in Umag Einer der schönsten Sonnenuntergänge konnten wir tatsächlich in Umag bestaunen. Dieser Urlaubsort befindet sich in Kroatien, im Norden der Halbinsel Istrien und ist ein beliebter Spot, um Sommerferien zu verbringen. Bekannt ist die Ortschaft jedoch auch für die spektakulären Sonnenuntergänge, die man bei einem Urlaub bestaunen kann. Wir waren dort in der ruhigen Vorsaison und konnten ganz unverhofft am Abend einen dieser magischsten Sonnenuntergänge erleben. Ganz allein am Strand, war die Stimmung absolut einmalig und sehr entspannt, und so ist uns dieses Erlebnis noch lange in Erinnerung geblieben. Martina &#38; Jürgen &#8211; Places of Juma Niederlande: Abendstimmung in Zeeland Um wunderschöne Sonnenuntergänge zu sehen, muss man nicht unbedingt in die Karibik oder auf eine Südsee-Insel fliegen. Auch in Europa zaubert die Sonne am Abend manchmal magische Momente. Einen dieser Momente habe ich im Winter 2022 in den Niederlanden erlebt. Beim langen Spaziergang am Strand in Oostkappelle in Zeeland ist es etwas später geworden. Wir laufen, bis die Sonne hinter dem Horizont verschwindet – und noch länger. Denn was viele nicht bemerken: Die schönsten Farben malt der Himmel oft erst dann, nachdem die Sonne schon untergegangen ist. Statt also, wie viele andere, direkt die Kamera einzupacken und zu gehen, sobald die Sonne im Meer versunken ist, bleiben wir und erfreuen uns an dem sich minütlich ändernden Farbspiel. Sabine &#8211; Ferngeweht Norwegen: Mit dem Camper in Sandve Das Bild ist in Sandve in Norwegen entstanden. Sandve ist ein kleines Dorf in der Gemeinde Karmøy. &#160;Von dem Parkplatz aus, auf dem wir für nur 10€ stehen bleiben konnten, hatte wir einen direkten Blick &#160;zum atlantischen Ozean. Ich bin Barbara, eine alleinerziehende Mutter, und gehe regelmäßig mit meinen zwei Kids und unseren Hund Elli in unserem Van auf Reisen. Auf meinem Reiseblog findet ihr viele weitere Infos zu unseren Abenteuern! Barbara &#8211; Spiffy Travel Schweden: Am See in Smaland Mein Mann und ich lieben die nordischen Länder und verbringen immer wieder einmal einen Urlaub im wunderschönen Süden Schwedens. Wir mieten bevorzugt ein Ferienhaus in Alleinlage, möglichst direkt an einem See. Abends sitze ich gern bei einem Glas Wein auf der Terrasse und genieße es, wie die untergehende Sonne den Himmel in zarte rosa-orange-Töne taucht und sich auf der Wasseroberfläche spiegelt. Die Natur ringsum ist einfach traumhaft, kann aber durchaus auch ihre Tücken haben. Sobald die Sonne endgültig verschwunden ist, werden die Mücken aktiv und vertreiben mich meist von der Terrasse in den Innenraum. In genau dem Moment, kurz bevor es dunkel wurde, ist dieses Foto entstanden. Cornelia &#8211; SilverTravellers Schweiz: Bergpanorama auf der Alp Flix 2019 habe ich Verena in Äkäskero in Finnland kennengelernt und sie lud mich ein, sie im Sommer in der Schweiz zu besuchen. Wir haben in der Hütte ihrer Familie auf der Alp Flix gewohnt. Und obwohl ich krank war und mir den Sonnenbrand meines Lebens geholt habe, war es unglaublich schön. Das Panorama ist beeindruckend, die Farben der sommerlichen Alp umwerfend und wenn abends die Sonne untergeht und die gegenüberliegenden Bergflanken erglühen lässt, dann fehlt es einem an nichts. Wie gern würde ich nochmal in die Schweiz! Spanien: Ciutadella de Menorca Auf unseren Wanderungen um Menorca haben wir viele schöne Ecken und Orte entdeckt und dabei ist uns aufgefallen, dass die Insel eigentlich eine südeuropäische Variante von Mittelerde ist! In Ciutadella de Menorca gibt es nicht nur tolle Märkte mit frischem Obst, Gemüse und Meeresfrüchten, sondern auch eine tolle Küstenlinie, an der abends die Sonne die Wellen und den Himmel einfärbt. Hier mit ein paar Oliven, etwas Brot und vielleicht einem Glas menorquinischem Wein &#8211; was kann man sich mehr wünschen? Sonnenuntergänge in Nordamerika Kanada: Ucluelet auf Vancouver Island Diese außergewöhnliche Sonnenuntergangsstimmung haben wir im Juli auf Vancouver Island erlebt. Und zwar im Westen der Insel in einem ganz kleinen Ort namens Ucluelet. Das Dorf liegt auf einer Halbinsel mit vielen Buchten und Stränden. Das Foto ist in einer Bucht zwischen Little Beach und Terrace Beach entstanden. Dort befindet sich das tolle Airbnb &#8220;Salt &#38; Cedar&#8221; von Julie mit Blick auf die Bucht. Wer gerne wandert findet in Ucluelet an der Spitze der Halbinsel den Wanderweg Lighthouse Loop der Küste entlang. In Ucluelet gibt’s übrigens auch die Möglichkeit Wale zu sehen z.B. auf einer Tour mit Jamie’s Whale Watching. Kann ich nur empfehlen! Vancouver Island ist nur eine Fährfahrt von ca. 2 Stunden von der Metropole Vancouver entfernt. Man kommt in Nanaimo an der Ostküste von Vancouver Island an (dort gibt es übrigens auch fantastische Sonnenuntergänge, z.B. am Blueback Beach) und fährt dann nochmal 2,5h durch die beeindruckende kanadische Landschaft mit dem Auto ins kleine Örtchen Ucluelet. Barbara &#8211; Reiseknopf USA: Zabriskie Point im Death Valley Obwohl es nun schon ein paar Jahre her ist, kann ich mich an diesen Sonnenuntergang am Zabriskie Point im weiten Nichts des Death Valley noch sehr gut erinnern. Alles war warm: Der Wind, der Boden, die Haut. Und wo mittags noch die Sonne scharfe Schatten geworfen hat, wurden die Formen der Landschaft nun auf einmal ganz weich. Auf einem Roadtrip durch die USA ist das auf jeden Fall ein Ort, den man auf die Karte packen sollte, denn es lohnt sich! Übernachten kann man zum Beispiel auf der Furnace Creek Ranch und auch ein Besuch der Artist&#8217;s Palette und von Dante&#8217;s View sind beeindrucken. USA: Waikiki Beach auf O&#8217;ahu, Hawaii Ein Spaziergang hier, am besten abends, ist auf Oʻahu natürlich ein Muss. Wir haben uns die Wellen zwar spektakulärer und die Surfer athletischer vorgestellt, aber trotzdem gibt es hier eine Menge zu sehen. Am Strand und auf den angrenzenden Grünflächen wird Sport aller Art ausgeübt. Aus vielen Strandbars ist immer wieder der Song „Somewhere over the rainbow“ in der Version von dem auf Hawaii sehr verehrten Sänger IZ zu hören. Und die Surfer im Sonnenuntergang sind ein überaus dankbares Fotomotiv. Sonnenuntergänge in Mittel- und Südamerika Costa Rica: Der schönste Sonnenuntergang in Puerto Viejo Ich habe auf meinen Reisen schon so einige Sonnenauf- und -untergänge gesehen und dachte, dass mich so schnell nichts mehr flashen wird, doch dann sollte ich ohne Vorwarnung auf meiner Reise durch Mittelamerika eines Besseren belehrt werden. Ich war schon gut einen ganzen Monat in Panama unterwegs und vor kurzem über die Grenze nach Costa Rica gekommen &#8211; genauer gesagt in das kleine verschlafene Örtchen Puerto Viejo de Talamanca. Als ich dort war, herrschte gerade die Regenzeit, so dass ich den Himmel, geschweige denn die Sonnenuntergänge eher selten gesehen habe. In meinem Hostel habe ich einen freundlichen Tico kennengelernt, mit dem ich fast meine ganze Zeit verbracht habe. An diesem Abend sind wir zusammen mit ein paar Freunden von ihm in ein Restaurant am Strand von Puerto Viejo gegangen. Eine Freundin hatte Geburtstag. Als wir so dort auf der Veranda saßen und mit ihr feierten, bemerkte ich, wie die gesamte Umgebung auf einmal in einem ganz tiefen Rot aufleuchtete. Es hatten sich längst einige Menschen direkt am Meer versammelt, um sich das Spektakel anzusehen. Wir standen alle auf und konnten unseren Augen nicht trauen. Karibische Sonnenuntergänge sind einfach von einem anderen Kaliber! Patrick &#8211; A world to uncover Grenada: Karibisches Flair auf den Kleinen Antillen Die schönsten Sonnenuntergänge der Welt gibt es für mich immer noch in Grenada am Grand Anse Beach, obwohl ich seitdem wahrscheinlich schon hunderte andere Sonnenuntergänge an den schönsten Flecken der Erde gesehen habe. Was machen die Sonnenuntergänge in Grenada so besonders? Zunächst einmal gehört schon der Grand Anse Beach zu den schönsten Stränden der Karibik, vor allem was die Kulisse, aber auch den Strand an sich betrifft. Feinster Sand, klares Wasser zum Baden, kaum Wellen, nicht zu viele Besucher, grüne Hügel im Hintergrund, nur einige wenige Beach Bars, gute Erreichbarkeit...</p>
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		<title>Fachbegriffe aus der Welt der Schlittenhunde: Kleines Musher-ABC</title>
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		<pubDate>Sat, 15 Feb 2020 06:09:00 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Ausrüstung & Know-How]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Während meiner Zeit in Finnland habe ich viel über die Arbeit mit Schlittenhunden gelernt. Und auch, wenn das jetzt absolutes Nischenwissen ist, würde ich gerne einige Erkenntnisse als Musher für euch zusammenfassen. Vielleicht hilft es ja dem ein oder anderen, wenn er zum ersten mal auf dem Schlitten steht. Der Schlitten Um ein Gespann zu bilden, braucht man natürlich zuerst einen Schlitten. Hierbei gibt es Unterschiede: Er kann aus Holz, Metall oder Carbon sein, er kann auf Kufen gleiten, oder kufenlos auf der Unterfläche (z.B. bei Toboggan oder Pulka). Kufen Der klassische Hundeschlitten läuft auf Kufen, diese bilden auch die Standfläche für den Schlittenführer (Musher). Bei manchen Schlitten werden hinter dem Musher auf den Kufen noch Boxen für Material oder Proviant befestigt, diese können dann bei langen Strecken auch als Sitzgelegenheit dienen. Handle Bar Meistens handelt es sich hierbei um einen durchgehenden Bogen, der die Rückseite des Schlittens bildet, und an dem der Musher sich während der Fahrt festhalten kann. Brush Bow Dieses gebogene Teil bildet die Front des Schlittens. Die Rundung sorgt dafür, dass der Schlitten nicht auseinander bricht, wenn man gegen ein Hindernis fährt und schützt die Hunde beim versehentlichen Auffahren (was natürlich nicht passieren sollte!). Bremskralle Dieser doppelte Metallhaken befindet sich zwischen den Kufen und wird durch ein elastisches Seil so auf Zug gesetzt, dass er während der Fahrt automatisch hochklappt. Wenn das Gespann gestoppt oder gebremst werden soll, drückt man die Krallen mit einem Fuß in den Schnee zwischen den Kufen. Bremsmatte Soll das Gespann lange Strecken laufen, ist es wichtig, dass die Hunde ein gleichmäßiges Tempo halten und nicht ständig galoppieren. Dies kann durch eine Bremsmatte aus Gummi erreicht werden, die zwischen den Kufen befestigt ist und durch den Schnee schleift. Um das Tempo zu drosseln, kann ein Fuß auf die Bremsmatte gesetzt und Druck ausgeübt werden, statt direkt die Bremskralle einzusetzen. Schneeanker Mit den vorgenannten Utensilien, kann man den Schlitten bremsen oder zum Halten bringen. Damit er aber auch ohne das Eigengewicht des Mushers an Ort und Stelle bleibt, gibt es einen oder zwei Schneeanker. Hierbei handelt es sich ebenfalls um große Metallhaken, die meist mit Seilen am Schlitten befestigt sind und in der Nähe des Handle Bars montiert werden. Sie werden seitlich vom Schlitten in den Schnee geworfen und festgetreten. Schlittensack Ja nachdem, wie lange man unterwegs ist, braucht man natürlich Proviant und Ausrüstung. Diese werden im Schlittensack transportiert, der am besten wasser- und winddicht ist und auf dem Schlitten befestigt wird. Darin können auch Passagiere oder verletzte Hunde transportiert werden. Das Gespann An unterschiedlichen Orten nutzt man unterschiedliche Arten von Gespannen. Jedes hat seine Vor- und Nachteile hinsichtlich Terrain und Handling. Fächergespann Diese meist in Grönland genutzte Gespannform ermöglicht es, jeden Hund einzeln an den Schlitten zu spannen und ihm so ein maximales Maß an Flexibilität zu geben. Das kann beim Lenken allerdings auch einen Nachteil bedeuten. Die Hunde laufen nebeneinander in einem weiten Fächer. Ein Fächergespann macht nur dann Sinn, wenn eine relativ freie Fläche ohne Baumbestand befahren wird, da es ansonsten zu Problemen kommen kann, wenn ein Hund das Hindernis rechts und einer links passiert. 😉Aufbau eines FächergespannsTandemgespann Beim Tandemgespann werden die Hunde einzeln und hintereinander zwischen zwei Leinen oder sogar festen Stangen eingeschirrt. Ein Verheddern ist hier fast gar nicht möglich, allerdings auch keine gleichmäßige Kraftverteilung. Daher wird diese Form meist nur für kleine Gespanne verwendet, z.B. um eine Pulka zu ziehen.Aufbau eines TandemgespannsDoppelgespann (Double Hitch) Die wohl gängigste und bekannteste Gespannform. Hier werden die Hunde paarweise nebeneinander an einer mittig laufenden Leine angespannt. Dieses Gespann ist sehr agil und ermöglicht es, enge Kurven zu nehmen und schmale Trails zu befahren. Zudem ist hier ein Verheddern der Hunde untereinander deutlich unwahrscheinlicher, als im Fächergespann. Die Kraftübertragung ist besser und die Hunde werden gleichmäßiger belastet. Dieses Gespann möchte ich gerne etwas näher erläutern.Aufbau eines Double Hitch GespannsLead Dogs Ganz vorne im Doppelgespann läuft der Leithund/die Leithunde. Hier sitzt das Hirn des Gespanns und in der Regel sind hier die intelligentesten Tiere angeschirrt. Sie müssen einerseits den Kommandos des Mushers Folge leisten, wenn er einen Richtungswechsel oder einen Stopp befiehlt, andererseits schadet es auch nicht, wenn der Musher sich auf ihre Instinkte verlassen kann, z.B. wenn über Eis gefahren wird. Swing Dogs Direkt hinter den Leithunden laufen die sogenannten Swinger oder Swing Dogs. Sie müssen die Vorgaben der Leader umsetzen und den Rest des Teams dazu animieren, mitzuziehen. Team Dogs Alle Hunde, die zwischen den Swingern und den Wheel Dogs laufen, sind Team Dogs. Bei den großen Langstreckenrennen wie dem Iditarod oder dem Yukon Quest laufen bis zu 16 Hunde in einem Gespann, der Großteil sind dann Team Dogs. Ein Gespann kann natürlich auch nur aus vier Hunden bestehen, den Lead Dogs und den Wheel Dogs. Wheel Dogs Direkt vor den Schlitten rennen die Wheel Dogs. Hier werden die Muskeln des Gespanns positioniert, das heißt, es handelt sich meist um große und starke Hunde. Sie müssen beim Start und Anziehen des Schlittens die meiste Arbeit leisten, gerade wenn der Schlitten feststeckt oder angefroren ist. (Letzteres sollte ein guter Musher allerdings vorab checken und verhindern.) Leinen Das, was Schlitten und Hunde zu einem Gespann macht, sind die Leinen. Hier erläutere ich die eines Double Hitch Gespanns. Gangline Eine lange, gerade Leine, die vorne durch den Brush Bow läuft. Meist dient ein elastisches Verbindungsstück als Überbrückung, da das Anziehen so für die Hunde erleichtert wird. Neckline Diese kurzen Leinen gehen von der Gangline ab und werden mit den Halsbändern der Schlittenhunde verbunden. Das sorgt dafür, dass die Hunde sich während des Laufs nicht umdrehen können oder zu weit von der Gangline entfernen. Daher sind die Necklines relativ kurz. Das Lead Pair wird vorne mit einer Neckline verbunden. Tugline Auch die Tuglines gehen von der Gangline ab. Sie werden hinten an den Geschirren der Schlittenhunde eingehakt. Sie sind etwas länger um den Hunden ein gewisses Maß an Bewegungsfreiheit zu ermöglichen. Anchorline Die Anchorline ist dazu gedacht, den Schlitten bei längeren Stopps zu fixieren. Sie ist meist so befestigt, dass sie während der Fahrt neben, bzw. hinter dem Schlitten herschleift. So kann der Musher sie greifen, während er noch auf der Bremskralle steht. Mit einem bestimmten Schlingknoten kann die Anchorline an einem Baum oder Pfahl befestigt werden. Bei Zugbelastung von vorne zieht sich der Knoten zu, zieht der Musher an dem ihm zugewandten Ende, löst sich der Knoten von allein.Anleitung für den selbstlösenden KnotenDie Garderobe des Schlittenhundes Die Hunde brauchen eine eigene kleine &#8220;Garderobe&#8221;, also eine Sammlung an notwendigen oder nützlichen Kleidungsstücken. Halsband Hierzu muss ich wohl nicht viel sagen. Das Halsband wird über den Kopf gezogen, darf weder zu eng noch zu locker sitzen und braucht einen Ring, an dem die Neckline befestigt werden kann. Harness/Geschirr Herzstück des Schlittenhundekleiderschranks ist natürlich das Geschirr, der sogenannte Harness. Hier gibt es verschiedene Varianten wie X-Back, H-Back oder Pulkageschirre. Es handelt sich in der Regel um weiche, flexible Materialen, die gut gepolstert sind. Der Harness wird über den Kopf des Hundes gestülpt und seine Vorderbeine hindurch gezogen. Dies geht am besten, indem man sich über den Hund stellt und ihn sacht hinter dem Brustkorb mit den Knien fixiert. Man rafft das Geschirr zusammen und zieht es in einem über den Kopf. Darauf achten, dass das Halsband oberhalb des Geschirrs sitzt. Dann greift man durch die Vorderbeinlöcher, umfasst das Bein des Hundes, knickt die Vorderpfote nach hinten und zieht das Bein durch. Am Ende des Geschirrs findet sich oben oder seitlich eine Schlaufe, an der die Tugline eingehakt wird. Bei der seitlichen Varainte macht es Sinn, den Hund abwechselnd rechts oder links einzuspannen, um eine gleichmäßige Belastung sicherzustellen. T-Shirts Da die Geschirre unter den Achseln der Hunde hindurch laufen, kann es passieren, dass sie das Fell oder sogar die Haut des Tieres aufscheuern. Daher sollte der Musher nach jedem Lauf schauen, ob hier Verletzungen entstanden sind und diese gegebenenfalls mit Salbe behandeln. Um weiteres Scheuern zu verhindern, kann es sinnvoll sein, dem Hund ein T-Shirt aus Neopren oder ähnlichem Material anzulegen. Das erfordert ein bisschen Übung. Und Geduld von Seiten des Hundes. 😉 Booties Hierbei handelt es sich um Schutzsocken für die Hunde. Geht es über scharfkantiges Terrain oder hat einer der Hunde an den empfindlichen Pfotenballen eine kleine(!) Verletzung erlitten, werden diese über die Pfote gezogen. Meist werden sie oben mit Klettband geschlossen und bestehen aus strapazierfähigem Material wie Cordura. Nicht selten passiert es, dass die Hunde die Booties beim Laufen verlieren. Der aufmerksame Musher kann dann versuchen, sie beim Fahren einzusammeln. Kommandos Während in Grönland die Hunde oft sitzend vom Schlitten mit einer Peitsche gelenkt werden (diese ist nicht dazu da, die Hunde zu schlagen, sondern akustische Signale zu geben), laufen Schlittenhunde in Europa und Nordamerika meist auf Kommando. Weit verbreitet sind &#8220;Okay/Go&#8221; für den Start, &#8220;Gee&#8221; für rechts und &#8220;Haw&#8221; für links (englische Aussprache). &#8220;Easy&#8221; oder ein langgezogenes &#8220;Whoaaaa&#8221; signalisieren eine langsamere Fahrt, bzw. Halt. Natürlich kann jeder Musher seinen Hunden eigene Kommandos beibringen und das Repertoire auch erweitern. Wichtig ist, dass die Kommandos gerade bei den Lead Dogs sitzen! Kennel Die Bezeichnung für das Gehege, bzw. den Zwinger, in dem eine größere Anzahl an Schlittenhunden untergebracht ist. Meist handelt es sich hierbei um ein großes, umzäuntes Gelände mit einzelnen Abteilungen in denen einer oder mehrere Hunde zusammen leben. Darin befinden sich dann eine Hütte o.ä. Kennel wird auch die Gesamtheit der Hunde genannt, wenn es sich zum Beispiel um einen Zucht- oder Rennkennel handelt.Beispiel für den Aufbau eines Kennels mit mehreren GehegenDoghandler Während der Musher der Schlittenführer ist, der das Gespann lenkt, ist der Doghandler eine Person, die sich stationär um die Hunde kümmert. Bei Rennen bedeutet das, dass dieser am Checkpoint die Hunde mit Wasser, Nahrung und Strohbetten versorgt. In einem festen Kennel fallen natürlich auch Reparaturarbeiten, das Saubermachen der Gehege etc. in sein Ressort. Trail Als Trail wird der Weg bezeichnet, den Hunde während ihres Laufs nutzen. Meistens wird dieser mit Hilfe eines Schneemobils &#8220;gebrochen/gespurt&#8221;, also vorbereitet. Was es zu beachten gilt: Tipps für&#8217;s Mushing Vorbereitung der Schlitten und Leinen Bevor das Abenteuer beginnt, sollte das Equipment inspiziert werden. Das bedeutet, die Leinen müssen untersucht werden, man sollte testen, ob die Haken sich ohne Probleme öffnen und schließen lassen und so viele Leinen bereitlegen, wie man braucht. Dann wird der Schlitten geprüft. Hat sich Eis an den Kufen festgesetzt, muss es abgeschlagen werden. Lässt sich die Bremskralle heben und senken? Wenn alles passt, können die Leinen am Schlitten befestigt und dieser an den Startplatz geschoben und dort verankert werden. Nun die persönliche Ausrüstung sicher verstauen, aber so, dass man an das Wichtigste (heißes Getränk, trockene Handschuhe) während der Fahrt drankommt. Anschirren der Hunde Wenn ihr beim Anschirren der Hunde helfen dürft oder sollt, ist es wichtig, dass das Team zueinander passt. Es kann sein, dass man die perfekten Lead und Wheel Dogs hat, wenn diese sich aber nicht leiden können, führt das nur zu Unruhe im Gespann. In der Regel machen Musher vor jedem Lauf Listen, wer in welchem Team läuft. Wir haben immer zuerst den Leithunden ihren Harness angezogen und sie eingespannt. Dann folgen Swing und Team Dogs, zuletzt kommen die Wheel Dogs. Meist wird es recht laut, wenn die Hunde wissen, dass es raus geht, aber man darf sich nicht aus der Ruhe bringen lassen. Am besten ist es, wenn jemand die bereits angeschirrten Hunde beobachtet und einschreitet, wenn ein Hund beginnt, seinen Harness, seine Booties oder seine Leinen zu fressen. Hände am Schlitten! Ich habe schon den ein oder anderen Touristen vom Schlitten purzeln sehen, weil er den Start unbedingt mit seinem Smartphone filmen wollte. Gerade wenn die Hunde anziehen, geht ein ordentlicher Ruck durchs Gespann. Also, mindestens eine Hand am Schlitten und beide Füße fest auf die Kufen. Falls ein Doghandler dabei ist, kann er auch die Schneeanker oder die Anchorline lösen.So nicht ; )Konzentration wie beim Autofahren Genau wie beim Autofahren muss man als Musher einige Dinge immer wieder kontrollieren. Zwar geht es hier nicht um Spurwechsel, Blinker setzen und Ampelstops, aber man kann auch nicht nur die Landschaft genießen. Fährt man in einer Kolonne, sollte man...</p>
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		<title>Farmstay in Finnland: Der Tag, an dem die Arktis mich das Fürchten lehrte</title>
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		<pubDate>Sun, 09 Feb 2020 06:46:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Es ist ein kalter, kalter Tag. Morgens zeigt das Thermometer -40° Grad an, als ich aus der Hütte trete und mich zum großen Hundezwinger begebe. Die Luft schockfrostet meine Lungen und sofort werden die Augen trocken. Auf dem Thunfisch-Wasser im Eimer in meiner behandschuhten Hand bildet sich eine dünne Eisschicht, die ich immer wieder mit der Plastikkelle durchstoßen muss, um Wasser in die Näpfe der Hunde zu füllen. Ich befinde mich im Norden Finnlands auf einer einsamen Huskyfarm mitten im Nirgendwo. Hier verbringe ich einen Winter, um Schlittenhunde zu trainieren. Jeden Tag kümmere ich mich um die knapp 60 sibirischen Huskys, füttere sie, mache ihre Gehege sauber, halte ihre Geschirre in Stand. Und natürlich fahre ich mit ihnen und den Schlitten raus in die weißen Wälder der Arktis. Heute ist ein Tag, auf den ich mich sehr gefreut habe, denn heute wollen wir eine besonders lange Tour laufen. Normalerweise trainieren wir immer nur auf kurzen Runden, zwischen sieben und elf Kilometern, doch für diesen Tag sind über 40 Kilometer geplant. Mit vier Teams brechen wir auf in die Kälte. Zu Anfang läuft alles wie am Schnürchen: Meine Hunde ziehen gut, der Trail ist fest und ich bin glücklich. Doch dann zeigt der Norden seine Zähne. Wir fahren in ein schattiges Tal und ich spüre, wie die Temperatur weiter fällt. Dann kommt Wind auf. Wir haben erst zehn Kilometer geschafft, als ich merke, dass etwas mit meinen Füßen nicht stimmt. Vielleicht waren drei Paar Socken doch zu wenig. Vielleicht auch zu viel. Vielleicht habe ich die Stiefel zu eng geschnürt. Oder es ist schlicht und ergreifend zu kalt für eine junge Frau aus dem warmen Deutschland. Denn langsam, ganz langsam frieren meine Zehen ein. Es beginnt mit den Zehenspitzen, dann die Fußballen und zum Schluss der ganze Fuß. Zuerst ist es einfach nur Kälte, dann kommen die Stiche. Irgendwann fühlen sich meine Füße an wie in einem Schraubstock, und dann&#8230; gar nichts mehr. Meine Füße sind taub. Ab jetzt ist es schwierig, sich auf den schmalen Schlittenkufen zu halten und zu pedalen, um die Hunde zu unterstützen. Ich muss auf meine Füße schauen, sonst verheddere ich mich in der Bremse und werde vom Schlitten gerissen. Als das Gleiche in den Fingern anfängt beginne ich mir Sorgen zu machen. Im Vorfeld meines Farmstays habe ich von vielen Freunden und Freundinnen Sätze gehört wie: &#8220;Wow, echt mutig von dir, ganz alleine nach da oben zu gehen!&#8221; oder &#8220;Ich würde mich das nicht trauen!&#8221;. Dabei kam ich mir gar nicht besonders mutig vor. Lappland ist schließlich nicht der Mond und ich habe mir trotz des Abenteuers, zu völlig fremden Leuten zu reisen um bei ihnen zu leben und für sie zu arbeiten, nie Sorgen um meine Sicherheit gemacht. Aber jetzt zeigt mir die Arktis, warum sie seit hunderten von Jahren das Grab der Unvorsichtigen bedeutet. Eine falsche Entscheidung, eine kleine Dummheit, die zu Hause vielleicht Unannehmlichkeiten verursachen würde, kann hier oben tödliche Konsequenzen haben. Ich muss an Jack Londons Geschichte &#8220;Ein Feuer machen&#8221; denken. Sie handelt von einem Mann, der sein letztes Streichholz verschwendet und dem nichts anderes übrig bleibt, als sich selbst beim Erfrieren zuzuschauen. Captain Scotts Südpolexpedition kommt mir in den Sinn. Seine Männer starben einer nach dem anderen im Eis der Antarktis. Ich versuche mich zu bewegen, die Muskeln anzuspannen, Kniebeugen auf den Schlittenkufen zu machen, springe mit meinen tauben Füßen vom Schlitten, klammere mich an den Griffen fest und renne mit, um wieder Blut durch meine Adern zu pumpen. Die Hunde legen sich ins Zeug und ich versinke mit jedem Schritt im Schnee. Ich muss vorsichtig sein, denn wenn ich jetzt stolpere und den Schlitten verliere, habe ich ein Problem. Ein Musher darf sein Team nicht verlieren, schon um der Sicherheit der Hunde willen. Ich fahre am Ende unserer Gespannfolge und es könnte durchaus dauern, bis meinen Vorderleuten auffällt, dass das letzte Team ohne Musher läuft. Aber mein Körper hat schon zu viel Wärme verloren, als dass ich ihn auf diese Art aufheizen könnte. Also versuche ich die Zähne zusammenzubeißen und es zu ignorieren. Aber irgendwann kann ich an nichts anderes mehr denken als an die Kälte und an die 20 Kilometer die zwischen mir und der Wärme liegen. Nicht an die schöne Landschaft, die hart arbeitenden Tiere, meine Liebe zu diesem Land. Nur an die Kälte in meinen Knochen. Mein Verstand sagt mir, dass ich nicht wirklich in Gefahr bin, dass mir das alles dramatischer vorkommt, als es ist. Aber diese vernünftige Stimme in meinem Kopf wird immer leiser, während Instinkte die Oberhand gewinnen. Mein Körper signalisiert mir, dass er bedroht wird und das macht mir Angst. Es gibt einfach nichts, was ich machen kann und es hat keinen Sinn um Hilfe zu bitten, weil es keine gibt. Natürlich kann ich meiner Chefin signalisieren, dass es mir schlecht geht. Nur was soll dann passieren? Mein Team kann ich nicht im Stich lassen, abholen kommt mich hier auch niemand. Und selbst wenn, wäre das wahrscheinlich nicht schneller, als einfach mit den Hunden zurück zur Farm zu laufen. Natürlich ist immer eine Person mehr dabei, als es Gespanne gibt, damit im Notfall jemand da ist, der sich kümmert. Diese Person sitzt vorne im Hauptschlitten. Ich könnte mit ihr tauschen, wärmer würde mir davon aber auch nicht. Und der Weg zurück nicht kürzer. Irgendwann ist es dann aber sowieso an mir, diesen Platz einzunehmen. Ich will nicht, dass meine Chefin schlecht von mir denkt, denn niemand anderes scheint Probleme zu haben. Und trotzdem sieht man mir wohl an, wie mitgenommen ich bin, denn sie gibt mir Tee und Schokolade. Ab und zu springe ich raus und laufe hinter ihrem Schlitten her, um den müde werdenden Hunden die Arbeit zu erleichtern und wenigstens etwas aufzutauen. Als endlich der zur Farm gehörige See auftaucht und dahinter die Hütten, fällt mir ein Eisberg vom Herzen. Meine Chefin wirft mir einen abschätzigen Blick zu und schickt mich in die Hütte. Ewig knie ich dort auf dem Boden, während sich auf den Holzdielen eine Pfütze um mich bildet, und versuche mit meinen tauben Fingern die vereisten Schnürbänder meiner Stiefel aufzunesteln. Als ich endlich die Kleider von meinem kalten Körper geschält habe, schlüpfe ich unter meine Decke und schäme mich. Ich bin enttäuscht, dass ich den Lauf, auf den ich mich so gefreut hatte, kaum ertragen konnte. Und das, obwohl ich im Vergleich zu meinen Kollegen die beste Ausrüstung habe. In diesem Moment möchte ich einfach nur nach Hause. Als ich eine halbe Stunde später einen Blick in meine Strümpfe riskiere, muss ich feststellen, dass meine Füße schneeweiß sind und an vielen Stellen blutige Risse aufgesprungen sind. Am Abend, als die Taubheit immer noch nicht gewichen ist, frage ich vorsichtig meine Chefin. Sie lacht und winkt ab. Das seien nur Erfrierungen ersten Grades, das gibt sich schon alles wieder. Und sie behält recht. &#8220;Nur&#8221; drei Monate später, als ich längst wieder im warmen Köln bin, weicht die letzte Taubheit aus meinen großen Zehen. Als ich mich traue zu fragen, wie kalt es denn war, antwortet sie: Mit Windchill? -58°.</p>
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		<title>Verbotene Liebe: Eine Schlittenhunde-Seifenoper</title>
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		<pubDate>Sun, 01 Dec 2019 06:52:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Herzschmerz, Eifersucht, blinde Wut und heimliche Liebe: Man könnte meinen, das gibt es nur bei uns Menschen. Falsch gedacht! Hunde können all das genau so empfinden und erleben. Und wenn sich das Ganze dann noch vor einer grandiosen landschaftlichen Kulisse abspielt, dann sind wir im verschneiten Finnland. Herzlich Willkommen zur ersten Episode &#8220;Verbotene Liebe &#8211; Mit Schlittenhunden!&#8221; Während meines Farmstays in Finnland habe ich mich um knapp 60 Huskys gekümmert und dabei so allerhand erlebt. Vom Hundekampf über Elchverfolgungen und gefressene Geschirre war alles dabei. Besonders in Erinnerung geblieben ist mir aber die Geschichte von Saiho. Ein Bild der Ruhe und des Friedens&#8230;denkt man. Saiho war einer meiner Lieblingshunde: Klein, zierlich, lieb und ihr Fell duftete immer nach frisch geschlagenem Holz. Wann immer es ging habe ich mich für den Teil des Kennels gemeldet, in dem ihr Gehege lag, um beim Füttern und Saubermachen ein paar Minuten mit ihr zu vebringen. Mit ihr zusammen lebten Davin und Eemil, zwei sehr große und bullige, aber absolut verschmuste Huskys. Als ich erfuhr, dass es sich dabei um Sahios Söhne handelt, war ich baff. Sieht aus, wie die Unschuld in Hundeperson: Saiho Als Saiho ein junger Teenager war, noch kein Jahr alt, hat sie das Kunststück vollbracht, aus ihrem Gehege zu entkommen. Der Kennel besteht aus einem großen umzäunten Gelände mit einzelnen Gehegen in denen meist zwei oder drei Hunde untergebracht sind. Saiho begab sich also auf eine kleine Tour durch den Kennel. Und ein Gehege hatte es ihr besonders angetan, nämlich das von Sirius und Seemi. Die beiden sind der Ursprung des Kennels, sie waren die ersten beiden Schlittenhunde, die die Familie angeschafft hat, und sind bis heute die Maskottchen. Saiho schaffte es, in ihr Gehege einzubrechen, eine lauschige Nacht dort zu verbringen und am Ende ungesehen wieder in ihr eigenes Gehege zu verschwinden. Am nächsten Morgen sah alles so aus wie zuvor und niemand merkte etwas. Nur wurde Saiho mit der Zeit immer dicker. Weshalb meine Chefin beschloss, den Hund auf Diät zu setzen. Glücklicherweise fiel der Groschen aber bald und Saiho brachte fünf gesunde Welpen zur Welt. Nun handelt es sich beim Usvatanssin Kennel, in dem ich gearbeitet habe, um einen Zuchtkennel. Das bedeutet, es wird genau geplant, wer sich mit wem fortpflanzen soll und die Welpen werden für viel Geld verkauft. Und dafür brauchen sie natürlich einen Stammbaum. Nun war aber ja der Vater von Saihos Babys unbekannt. Na, was macht man da? Natürlich: Einen Vaterschaftstest! Eines schönen Tages rückte also der Tierarzt an und nahm von allen männlichen Hunden eine Speichelprobe. So konnte Sirius als der Vater der Hunde ermittelt werden. Nun ergab sich aber ein neues Problem. Denn Sirius ist der Onkel von Saiho! Die so entstandenen inzestuösen Welpen konnten also nicht verkauft werden. Da aber alle wie gesagt gesund waren, stand einer Karriere als Schlittenhunde nichts im Weg. Meist wird ein Wurf mit einem Buchstaben versehen und die Namen der Welpen beginnen alle mit diesem Buchstaben. Bei Saihos Wurf war das nicht nötig und daher entschied man sich, alphabetisch vorzugehen. Die Welpen bekamen die Namen: Aadi, Bruno, Cora, Davin und Eemil. Und bis heute leben sie alle in Korvala zusammen, sind gute oder auch nur leidliche Schlittenhunde geworden, verstehen sich mit den anderen Huskys mal besser und mal schlechter und führen ein rundum schönes Hundeleben. Bis zum nächsten Kennel-Skandal! 🙂</p>
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		<title>Farmstay in Finnland: Ein Auslandsaufenthalt in der Arktis</title>
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		<pubDate>Sun, 24 Nov 2019 06:21:00 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Finnland]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Farmstay, Work &#38; Travel, Gap Year – Einmal irgendwo ganz anders leben und arbeiten, das wollte ich schon immer. Und trotzdem habe ich nach der Schule sofort mein Studium angefangen und den Bachelor in Regelstudienzeit durchgezogen. Bis mir klar wurde, dass das Studium die letzte Chance ist, noch einmal auf Pause zu drücken und aus Deutschland rauszukommen. Bester Zeitpunkt für einen Farmstay: Studium An der Uni hatte ich immerhin die Möglichkeit, ein Semester auszusetzen, ohne, dass das irgendwen gestört hätte. Einem späteren Arbeitgeber zu erklären, dass ich mal für ein paar Monate weg muss, stellte ich mir nicht so einfach vor. So beschloss ich, den Schritt zu wagen. Und ich wusste genau, was ich in dieser Zeit tun wollte: Schlittenhunde in der Arktis trainieren! Zuvor war ich während eines kurzen Winterurlaubs in Lappland auf den Geschmack gekommen, hatte mich in Schnee und Eis verliebt. Und in die Arbeit mit Huskys. Mir war klar: Ich muss wiederkommen! Was? Arbeiten mit Schlittenhunden Wie lange? Einen Winter Wo? In Finnland! Ich wusste zu dem Zeitpunkt nicht, wie viele Anbieter es gibt, die dabei helfen, solche Abenteuer zu verwirklichen und so machte ich mich selbstständig im Internet auf die Suche. Alles was ich wusste war: Es darf nicht zu viel kosten. Und da kam eigentlich nur ein Farmstay in Frage. Auf workaway.info wurde ich fündig. Das ist ein Portal, auf dem man sich als Freiwilliger oder als Gastgeber ein Profil anlegen kann, und wo Unterkunft und Verpflegung gegen Arbeit angeboten werden. Das Gute daran ist, dass man in der Regel für kürzere Aufenthalte kein Arbeitsvisum braucht, da man ja keinen Arbeitsvertrag benötigt oder Gehalt erhält. Der Nachteil, nun ja, man bekommt eben kein Gehalt. So einen Deal sollte man also nur eingehen, wenn man wegen der Arbeit und der Landschaft dorthin möchte. Außerdem sollte man sich darüber im Klaren sein, dass man die komplette Verantwortung selbst trägt und im Zweifel auch für sich selbst einstehen muss. Zum Beispiel, wenn andere oder deutlich mehr Arbeit gefordert wird, als vereinbart. Ich wusste also: Es soll in den Norden gehen und ich möchte Schlittenhunde trainieren. Da Kanada oder Alaska für mich rein kostentechnisch nicht in Frage kamen, fokussierte ich mich schnell auf Skandinavien und blieb am Ende bei einem Farmstay-Angebot in Finnland hängen. Etwa 60 Kilometer nördlich von Rovaniemi liegt Korvala. Es ist nicht mal ein Dorf, da dort nur sechs Leute wohnen, aber diese Familie und ihre Nachbarin haben etwa 60 Huskys und bieten für Touristen Touren mit den Schlitten, den Schneemobilen oder auf Ski an. Und sie sind immer auf der Suche nach Volunteers! Ich schrieb also eine erste Nachricht und bekam kurz darauf eine interessierte Antwort. Nun hieß es, in meinem besten Englisch eine richtige Bewerbung zu verfassen. Neben Anschreiben und Lebenslauf wollte die Familie gerne auch noch ein Zeugnis über meine Sozialkompetenz, das mir netterweise mein Chef an der Uni ausstellte. Nachdem ich die Unterlagen abgeschickt hatte, blieb mir nur noch, mir selbst die Daumen zu drücken. Farmstay-Vorbereitung für die Arktis: Flüge, Untermiete, Garderobe Bald darauf bekam ich die Mail: Du bist herzlich willkommen! Mein Herz raste und während draußen das Thermometer 30 Grad anzeigte, begann ich mir Gedanken zu machen, welche Klamotten ich bei -30 Grad tragen sollte. Ich stürzte mich voller Vorfreude in die Vorbereitung und stellte meine arktische Garderobe für meinen Farmstay zusammen. Neben der richtigen Kleidung mussten aber natürlich auch noch andere organisatorische Dinge erledigt werden. Ich buchte mir günstige Flüge, suchte eine Zwischenmieterin für meine Wohnung und richtete meinen ersten Blog ein, um Freunde und Familie auf dem Laufenden zu halten. Gott sei Dank hatte ich ein paar Monate Zeit, bis ich in den Flieger stieg. Die Wochen vergingen schnell und endlich war der große Tag da. Viel zu dick eingepackt fuhr ich Anfang November zum Flughafen, verabschiedete mich von meinen Liebsten und machte mich auf ins kalte Ungewisse. Zu Leuten, die ich nie gesehen hatte, um eine Arbeit zu verrichten, die ich nie gelernt hatte. Ein bisschen mulmig war mir schon, aber andererseits freute ich mich auch wahnsinnig auf dieses Abenteuer. Ankunft am Ende der Welt Viele Stunden und drei Flüge später landetet ich in Rovaniemi, auf einem winzigen Flughafen. Schnell war der Koffer da und ich wagte mich auf den tief verschneiten Parkplatz. Ob meine Arbeitgeberin mich wohl wirklich abholen würde? Und was sollte ich sonst hier, im schneeumtosten Nichts, machen? Alle Ängste waren umsonst, denn Jaana kam freudestrahlend auf mich zu, zog mich zum Auto und erzählte mir in wildem Durcheinander von ihrem Unternehmen, iherer Familie und den Hunden. So verging die Autofahrt im Nu und kurz darauf stolperte ich in eine warme Hütte im Wald, in der mich meine Mitvolunteers begrüßten. Hierbei handelte es sich um zwei junge Frauen aus den Niederlanden und England, die auch gerade hier einen Farmstay machten. Ihre und meine Aufgabe würde es sein, uns um die Huskys zu kümmern, die Anlage in Stand zu halten, im Restaurant auszuhelfen und die Gästehütten sauber zu machen. Das stand aber glücklicherweise nicht mehr für diesen Abend an und so aß ich nur schnell etwas, um dann hundemüde ins Bett zu fallen. Das hölzerne Hochbett schwankte bedenklich und meine Mitbewohnerinnen verursachten allerlei Geräusche, trotzdem schlief ich schnell ein. Und den Schlaf hatte ich nötig, denn schon am nächsten Morgen weckte mich Jo um sieben und nahm mich mit zu den Hunden. Ich half ihr, alle Tiere mit Wasser zu versorgen und versuchte mir die Gesichter und Namen von 59 Huskys und drei Lapphunden zu merken. Aussichtslos, dachte ich. Aber nach zwei Wochen hatte ich alle parat. Farmstay in der Arktis: Schneefall, Hundekämpfe und Polarlichter Der erste Tag war noch entspannt, aber dann ging die Arbeit richtig los. Und wenn ich Arbeit schreibe, dann meine ich Arbeit, sowohl harte, körperliche, als auch geistige. Wie ein klassischer Arbeitstag aussah, könnt ihr in folgenden Artikeln nachlesen: Ein Tag in der Arktis I: Arbeiten mit Schlittenhunden Ein Tag in der Arktis II: Schneemobil und Schlittenhund Als ich Anfang November in Lappland ankam, lagen die Temperaturen im Plusbereich und von Schnee war noch nichts zu sehen. Das bedeutete, dass wir die Hunde zunächst mit Hilfe eines Quadbikes trainierten. Mit einem Gespann von 12 Tieren wurde der 600-Kilo-Koloss vorwärtsbewegt &#8211; ohne Unterstützung durch den Motor versteht sich! Doch bald schon zeigte das Thermometer Minusgrade und der Schnee fiel in dichten Flocken oder zarten Schleiern. Eines Morgens waren es -45 Grad und das Wasser konnte gar nicht so schnell an die Hunde ausgegeben werden, dass es nicht in den Eimern gefror. Nunja, die Hunde hatten auch kein Problem mit Eis zum Frühstück. Wenn ich mich nicht um die Hunde kümmerte, musste ich entweder im Restaurant helfen, putzen, waschen oder unsere Ausrüstung reparieren. Da gab es stets viel zu tun, denn gelangweilte Hunde tun nichts lieber, als auf ihren Halsbändern und Leinen herumzukauen. Mit all diesen Aufgaben und dem Begleiten der Ausflüge dauerte ein Arbeitstag schnell mal 12 Stunden, vor allem, als eine Volunteer krank wurde und wir alle Aufgaben zu zweit erledigen mussten. Am 6. Dezember ging die Sonne endgültig unter, um sich bis Mitte Januar nicht mehr über den Horizont zu heben. Als es endlich wieder so weit war, brachen wir alle in Jubel aus! Die Arbeit war hart und anstrengend, und trotzdem wurde ich immer wieder belohnt: Mit stillen Fahrten durch schneebedeckte Wälder, mit tanzenden Polarlichtern am Himmel, durch einen Husky, der vertrauensvoll seinen Kopf an meine Brust legte, während ich ihm sein Geschirr abnahm. Die Hunde waren natürlich das absolute Highlight meines Aufenthalts und im Großen und Ganzen unglaublich liebe Tiere. Obwohl keine Haus- und schon gar keine Schoßhunde (sie leben das ganze Jahr draußen), waren sie verschmust und sehr menschenbezogen. Kein Wunder, denn greift ein Schlittenhund, der im Tourismusbereich eingesetzt wird, einen Menschen an, so muss er eingeschläfert werden. So lieb die Hunde also zu uns waren, untereinander hatten sie doch Querelen und Konflikte auszutragen. Ob heimliche Liebschaften oder ausgewachsene Hundekämpfe, als Volunteer blieb uns während des Farmstays wenig erspart. Und obwohl ich meine Zeit in Finnland wahnsinnig genossen habe, hat es mich doch wütend gemacht, wenn Leute meinen Winter dort als Urlaub abgetan haben. Ein Farmstay ist kein Urlaub, sondern unbezahlte Arbeit Es mag Orte und Arbeitsplätze geben, bei denen man sich bei einem Farmstay mehr entspannt, als arbeitet. Auf einer Schlittenhundefarm in Nordfinnland passiert das aber nicht. Im Gegenteil, es gab Tage, an denen ich so fertig und gestresst war, dass ich daran dachte, abzubrechen und nach Hause zu fliegen. Gehindert hat mich meist nur der Wunsch, es durchzuziehen und die Sorge um die Tiere. Denn die konnte ich einfach nicht im Stich lassen. Und ich glaube, das wussten meine Arbeitgeber auch. Doch leicht war es deswegen trotzdem nicht: Wenn mal wieder ein freier Tag gestrichen wurde, weil sich spoantan eine Touristengruppe angemeldet hatte; wenn wir aus unserer Hütte aus- und ins Kinderzimmer einziehen mussten, weil unsere Arbeitgeber zu viele Buchungen angenommen hatten; wenn wir innerhalb von drei Stunden 12 Hütten saubermachen sollten; wenn wir nichts als Kartoffeln zu Essen und Wasser zu trinken hatten, weil unsere Arbeitgeber vergessen hatten, für uns einzukaufen. Auch unter den Volunteers kam es zu Streitigkeiten, Grüppchenbildung und Lagerkoller. Ich glaube, wenn man auf so engem Raum mit so wenig Ressourcen (Essen, warmes Wasser, Datenvolumen) zusammenlebt, ist das unvermeidbar. Der Polarwinter ohne jeglichen Sonnenschein tut dann sein übriges. Hinzu kam, dass die Arbeit in den vereinbarten fünf Stunden pro Tag schlicht nicht zu schaffen war. Dafür waren wir zu wenige und die Hunde zu viele. Trotzdem war ich froh, mir den Platz in der Hütte nicht mit noch mehr Menschen teilen zu müssen. Möglicherweise bin ich als verweichlichtes Etwas dort aufgeschlagen und die Bedingungen vor Ort haben mich auf den Boden der Tatsachen geholt. Manches war und ist aber einfach nicht fair den Volunteers gegenüber. Es war keine leichte Zeit, aber unglaublich lehrreich Und trotzdem&#8230;und trotzdem bin ich froh, dass ich es gewagt und den Farmstay gemacht habe. Dass ich mich getraut und vor allen Dingen durchgehalten habe. Denn so wurde ich an meine Grenzen gebracht, habe viel über meine körperliche und geistige Belastbarkeit gelernt. Ich habe mir Kenntnisse angeeignet, die ich zwar zu Hause in Deutschland nicht brauchen werde, die mir aber so viel wert sind: Ich kann Hundeschlitten lenken, Leinen herstellen, Schneemobil fahren und Langlauf. Ich habe Freundinnen gefunden und Erinnerungen geschaffen, die bleiben. Und letzten Endes war dieser Farmstay ausschlaggebend für meinen weiteren Lebensweg, meinen Studienabschluss und meine Berufswahl. Da kann ich wohl mit Fug und Recht behaupten: Es hat sich gelohnt! Und ich würde es jederzeit wieder machen.</p>
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		<title>Mit Schlittenhunden durch Lappland: Erfahrungsbericht Äkäskero &#8211; Teil 2</title>
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		<pubDate>Sun, 07 Apr 2019 05:12:57 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Hier geht es zu Teil 1 des Erfahrungsberichts! ※ Tag 4 ※ Auf einem Schlitten hat man Zeit zu denken. Fünf oder sechs Stunden stehe ich rum und arbeite routinemäßig meine Kontrollpunkte ab: Gibt mein Vordermann ein Halt- oder Hilfesignal? Werde ich von Schneemobilen verfolgt? Laufen alle Hunde ruhig und gleichmäßig ohne zu galoppieren? Sind Tugline und Gangline straff? Gibt es Booties (dazu unten mehr) einzusammeln? Muss jemand auf&#8217;s Klo? (Viele Hunde erleichtern sich beim Laufen, manche legen aber lieber eine gemütliche Sitzpause ein und dann sollte man schnellstmöglichst auf die Bremse steigen um sie nicht zu überfahren.) Abgesehen davon haben die Gedanken Zeit und Raum zu schweifen. Wer jetzt philosophisch tiefgründige Ergüsse erwartet, den muss ich aber leider enttäuschen. Möglicherweise ist es dem Hunger auf der Fahrt geschuldet, aber ich starre auf Zonkys Pfoten und überlege eine Viertelstunde, woran sie mich erinnern. Dann hab ich&#8217;s. Schockgefrostete Himbeeren. In schnellem Trab laufen da niedliche, überdimensionierte, schockgefrostete Himbeeren vor mir durch den Schnee. Gut, dass zwischen mir und Zonky ein Schlitten ist, ich könnten sonst der Versuchung erliegen und reinbeißen. Ich muss lachen, als ich mich bei diesen Gedanken ertappe und starte wieder das Routineprogramm. Das Essen begleitet mich aber noch weiter, denn heute darf ich nicht nur beim Füttern helfen, sondern übernehme es, das Fleisch für die Hunde zu schneiden. Gut, dass ich gerne große Messer mit mir herumschleppe, denn das erweist sich sehr nützlich, wenn man einen 15-Kilo-Block in mundgerechte Happen für 30 Huskies zerteilen will. Während ich also versuche, gleich große Brocken abzusäbeln und dabei immer mal wieder meine Rechenkünste in Frage stellen muss (6 x 5 ist doch 30, oder&#8230;?), bearbeitet mein Freund einen weiteren Block mit der Axt, aus dem eine Frühstückssuppe für die Hunde hergestellt wird. Wirklich ein herrlicher Pärchenurlaub: Tagsüber sehen wir uns sechs Stunden nicht und abends hacken wir einträchtig auf totes Tier ein. Was soll ich sagen? Mir gefällt&#8217;s. Zumal wir die Nächte eng aneinander gekuschelt im Stockbett verbringen. Beim Füttern merke ich wieder einmal, dass ich hier oben anders bin. Zu Hause mag ich als Vegetarierin manchmal nicht mal den Speck anfassen, den mein Freund zum Frühstück isst. Und hier knie ich nun auf dem Fleischblock und versuche, ihn gerecht zu zerteilen. Aber es ist für die Hunde, die uns heute wieder brav 50 Kilometer weit gezogen haben, die so hart für uns gearbeitet haben. Ich will ihnen zeigen, dass ich das zu schätzen weiß. Und jetzt bitte keine Witze darüber, dass mir Hunde wichtiger sind, als mein Partner. 😉 ※ Tag 5 ※ Unser letzter Tag auf dem Trail, der uns zurück ins Camp führt. Im Kopf ziehe ich ein Resümee in Zahlen. Ich habe insegsamt 5-1 Booties gerettet. Bei Booties handelt es sich um kleine Stoffsäckchen, die die Hunde um die Pfoten bekommen, falls sie sich Splits laufen. Im Laufe des Tages kann es passieren, dass das Booty von der Pfote rutscht und damit es nicht verloren geht, versuche ich es beim Fahren mit Hilfe eines Kniebeugenmoves einzusammeln, wenn ich eins auf dem Trail im Schnee leuchten sehe. Die etwas krude Zahl kommt daher, dass ich zwar 6 gesehen habe, aber mich bei einem sofort dagegen entschied es aufzusammeln. Es war nämlich bereits von einem Hund gefressen und ausgekotzt worden. Wir haben insgesamt 230 Kilometer mit unseren Schlitten zurückgelegt. Das ist gar nicht mal so wenig, wie ich finde. Bis mir einfällt, dass die Hunde bei den großen Rennen wie dem Iditarod oder dem Yukon Quest bis zu 200 Kilometer AM TAG laufen. Aber es war ja kein Rennen, es war Urlaub und ich bin meinem Team sehr, sehr dankbar, dass es mich durch Eis und Schnee und Wind und Sonnenschein gezogen hat! Zumal ich nur Jakal ansehen muss um zuwissen, dass er noch viiiel länger hätte laufen können. Auf unserer Reise haben wir manche Begegnung erlebt. Ich wurde von rüpelhaften Schneemobilfahrern verfolgt und überholt, nette Schneemobilfahrer haben mich vorbeigelassen. Wir haben unsere Hunde in den Tiefschnee neben dem Weg gezerrt um entgegenkommende Huskyteams vorbeizulassen und haben grinsend den anderen Mushern gewunken, wenn sie uns durchlassen mussten. Ein Langläufer mit Pulka hat einen erschöpften und, wie ich glaube, recht begehrlichen Blick auf unsere Hunde geworfen, als er sich durch den Schneefall kämpfte. Ich durfte Husky-Schülerlotse spielen und eine Straße für den Verkehr sperren, bis alle Gespanne sicher auf der anderen Seite waren. Dort warteten schon Passanten und Skiläufer, die uns filmten und uns zuwinkten. Obwohl ich geglaubt habe, das Huskyschlitten hier oben ein ziemlich normaler Anblick sein müssten, hatte ich den Eindruck, dass die Menschen, denen wir begegnet sind, begeistert waren. Und ehrlich, das kann ich verstehen. ※ Tag 6 ※ Gestern sind wir ins Camp zurückgekehrt und haben ein letztes Mal unsere Hunde versorgt. Der Tag heute steht uns zur freien Verfügung und da mein Freund die Schneemobilfahrer auf unserer Reise eher als unsympathisch empfunden hat, entscheiden wir uns gegen eine wilde Fahrt und nutzen unsere Füße zur Fortbewegung. Was gibt es denn so außerhalb des Dog Camps? Nicht viel, wenn man nicht bereit ist, 20 Kilometer auf Schusters Rappen zurückzulegen. Aber es gibt die Äkäsmylly, ein kleines Café nur etwa einen Kilomter vom Camp entfernt. Und so stapfen wir ein Stück über die Straße und springen jedes Mal freudig in den Tiefschnee am Rand, wenn ein Auto auftaucht. Danach noch kurz durch den Wald und dann stehen wir auch schon vor einigen Hütten. Mit sanfter Gewalt rammen wir die Tür zum Haupthaus auf und sehen uns zwei&#8230;nun ja&#8230;Kräuterhexen gegenüber. Die Hoffnung, hier vielleicht Zigaretten kaufen zu können, wird im Keim mit einem Vortrag über die damit verbundenen Gesundheitsrisiken erstickt. Okay, dann fröne ich eben dem anderen Laster, meiner Zuckersucht. Ein Kakao und ein in Zucker gewälzter Donut wandern über die Ladentheke und wir machen es uns vor der Hütte in der Sonne gemütlich. Der Donut ist etwas ungewöhnlich, aber lecker, der Kakao ist jedoch eine im wahrsten Sinne des Wortes bittere Enttäuschung. Denn die Kräuterhexen machen ihrem Namen alle Ehre und ich schmecke Thymian, Oregano und noch etwas, dass ich eher auf eine Pizza werfen, denn in heiße Schokolade rühren würde. Jetzt versucht mal, eine Tasse Kakao unauffällig auszuleeren, wenn überall jungfräulich weißer Schnee liegt&#8230;Umpf. Mein Freund versichert aber, dass der Kaffee genießbar ist und unsere Mitreisenden schwärmen vom Carrot Cake! Den zweiten Teil unseres Vormittags nutzen wir einen Service vom Äkäskero Camp, den ich super finde: Wir leihen uns &#8220;Oldies&#8221;, also in Rente gegangene Hunde, und drehen mit ihnen eine Runde ums Camp. Ich finde toll, dass die Hunde so noch rauskommen und bewegt werden! Das sehen unsere zwei &#8220;Opfer&#8221; allerdings ganz anders. Mokka und Hyatt sind hochgradig entsetzt statt begeistert und schauen traurig ihrem Altersruhesitz nach, während wir versuchen, sie mit guten Worten und sanftem Zug an der Leine zu überreden, mit uns zu kommen. Blöde Touristen, steht in ihren weisen, alten Augen geschrieben. Trotzdem machen wir uns auf den Weg und spätestens auf der Hälfte der Strecke, beginnen die beiden dann doch kräftig zu ziehen und reißen uns von den Füßen. Wahrscheinlich, weil sie wissen, dass der Weg so rum zurück zum Kennel jetzt kürzer ist. Okay, diese gute Tat scheint bei den Empfängern nicht als solche empfunden zu werden. Wie es eine unserer Mitreisenden, selbst Hundebsitzerin, ausdrückt: Das ist das erste Mal, dass ich dafür bezahle, mit einem Hund Gassi zu gehen. Der mehr symbolische Betrag liegt allerdings nur bei 5 €. Auch wenn wir unsere Hunde scheinbar eher gefoltert haben, bestärkt mich das Arrangement grundsätzlich in dem Eindruck, dass man in Äkäskero wirklich Sorge für die Tiere trägt. Und so steht auch spätestens jetzt für mich fest, dass ich Patin werde. Da Zonky schon versorgt ist, trifft es Ulvang. Aber gut, mit Liebe und finanziellen Zuwendungen aus der Ferne hat er hoffentlich kein Problem. Von Hunden und Menschen &#8211; Ein Fazit Zuallererst: Die Hunde sind fantastisch! Gut erzogen, freundlich und geduldig, obwohl sie keine Haus- oder Schoßhunde sind. Ich habe die Zeit mit ihnen sehr genossen. Sie gehorchen gut auf die Kommandos, sie leisten tolle Arbeit und sie mögen die Menschen. Womit wir zu einem Problem kommen, denn das gilt leider nicht gleichermaßen für die Mitarbeiter vor Ort. Von unser Tour hatte ich mir erhofft, noch mehr über die Arbeit mit Schlittenhunden zu lernen. Sie jeden Abend zu versorgen, auf Verletzungen zu untersuchen, sie wirklich kennen zu lernen. Und obwohl mir das alles vom Veranstalter versprochen wurde, bekam ich keine Chance dazu. Denn unser Guide mochte Hunde deutlich lieber als Menschen. Es mangelte an Kommunikation, Koordination, Organisation und nicht zuletzt Freundlichkeit, Interesse und Begeisterung. Ich glaube, dass unser Guide ein netter Mensch ist. Ich glaube, dass er wahnsinnig gut mit Hunden kann. Ich glaube nur, dass er kein guter Guide ist , wenn es um mehr geht, als den Weg zu zeigen, und das hat dafür gesorgt, dass diese Reise nicht war, was sie hätte sein können. Dieser Trip ist ein Luxusurlaub. Das klingt vielleicht zunächst paradox: Den ganzen Tag unterwegs, Übernachtungen in einfachen Hütten, Fertigessen. Ich erwarte auch keinesfalls eine VIP-Behandlung oder Gourmetdinners, im Gegenteil. Aber ich erwarte, freundlich behandelt zu werden, wenn ich für diese Reise mehrere tausend Euro ausgebe. Denn falls jemand auf die Idee gekommen ist, dass das hier ein heimlicher Werbepost ist, für den ich bezahlt werde: Nö. Ich hab das Ganze aus eigener Tasche finanziert und lange dafür gespart. Ein weiterer negativer Punkt ist, dass ich mir leicht veralbert vorkam, als ich rausfand, dass wir nicht wirklich eine Wildnis-Tour von Hütte zu Hütte machten, sondern einfach immer kreuz und quer um das Camp fuhren. Das mag aus Sicherheitsgründen praktisch sein, ein wirkliches Wildnis-Feeling kommt so aber nicht auf. ABER. Aber es hat mir trotzdem sehr gut gefallen. Wie könnte es auch nicht? Es gab Hunde, gemütliche Hütten, offenes Feuer, Schnee und Abenteuer. Und so kann ich eine solche Reise jedem ans Herz legen, der auch nur für eines dieser Dinge etwas übrig hat. Wer von Schlittenhunden nicht genug bekommen kann, der sollt mal bei Finntastic &#8211; die finnomenale Website vorbeischauen, da gibt es auch Dog-Content! Dietrich Bender: Von Trollwegen und abenteuerlichen Huskysafaris durch Lappland:https://finntastic.de/trollwege/ Hans-Joachim Gruda: Über Wanderungen durch Sápmi, Huskyrassen und Schlittenhundetouren im Schnee:https://finntastic.de/hans-joachim-gruda/</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://rosasreisen.de/mit-schlittenhunden-durch-lapplands-wildnis-erfahrungsbericht-aekaeskero-teil-2/">Mit Schlittenhunden durch Lappland: Erfahrungsbericht Äkäskero &#8211; Teil 2</a> erschien zuerst auf <a href="https://rosasreisen.de">Rosas Reisen</a>.</p>
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