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	<title>Australien Archive - Rosas Reisen</title>
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		<title>Māori-Kultur hautnah erleben: Traditionen, Bräuche und authentische Einblicke</title>
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		<pubDate>Sun, 13 Apr 2025 05:30:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Gastartikel ​Die Māori-Kultur ist weit mehr als eine Touristenattraktion – sie bildet das lebendige Herz Neuseelands, tief verwurzelt in Geschichte, Spiritualität und Gemeinschaft. Wenn du Aotearoa – wie Neuseeland in der Sprache der Māori, Te Reo, genannt wird – wirklich verstehen möchtest, führt kein Weg an den Tangata Whenua, den „Menschen des Landes“, vorbei. (Kurzer Sprach-Tipp: In Te Reo Māori wird „wh“ wie ein „f“ ausgesprochen – „Tangata Whenua“ klingt also wie „Tangata Fenua“.) In diesem Artikel nehme ich dich mit auf eine persönliche und respektvolle Reise durch die Rituale, Bräuche und die spirituelle Kraft einer der faszinierendsten Kulturen der Welt.​&#160;Du interessierst dich für indigene Völker? Dann schaue dir Anuschkas Artikel über die Samen hier an. Über die GastautorinManu reist nicht nur gern – sie hört zu, beobachtet, stellt Fragen. Seit sie in Neuseeland lebt, hat sie einen besonderen Zugang zur Māori-Kultur gefunden: über Workshops, Begegnungen und vor allem durch respektvolles Dabeisein. Diese Erfahrungen prägen ihre Sicht aufs Reisen: nicht nur Neues sehen, sondern auch verstehen lernen. Auf ihrem Blog Urlaub-im-Blick.de erzählt sie von echten Begegnungen, kulturellen Besonderheiten und kleinen Momenten des Staunens – mit Rucksack, Van oder auf dem Motorrad. Aotearoa – Das Land der langen weißen Wolke Der Name „Aotearoa“ bedeutet wörtlich übersetzt „Land der langen weißen Wolke“. Diese poetische Bezeichnung entstammt einer Legende: Als die ersten polynesischen Entdecker mit ihren Waka (Kanus) über den Pazifik segelten, erblickten sie am Horizont eine lange, weiße Wolke – ein Zeichen für Land.&#160; Für sie wurde Neuseeland somit zu Aotearoa – einem Ort, der Hoffnung, Heimat und spirituelle Verbindung symbolisiert. Heute wird dieser Begriff nicht nur von den Māori selbst verwendet, sondern findet auch im offiziellen und kulturellen Kontext Neuseelands zunehmend Anerkennung und Wertschätzung.​ Hast du eine Reise in dieses schöne Land geplant und brauchst Unterstützung beim Packen &#8211; hole dir hier die Neuseeland Packliste gratis zum Herunterladen. Warum gibt es einen Strich über dem „a“ in Māori? Der Strich über dem „a“, das sogenannte Makron, zeigt in der Māori-Sprache an, dass der Vokal lang ausgesprochen wird. Daher wird „Māori“ nicht wie „Mari“, sondern eher wie „Maaori“ ausgesprochen – mit gedehntem „a“. Das Makron ist in Te Reo Māori von großer Bedeutung, da es die Bedeutung von Wörtern verändern kann. Zum Beispiel:​ Ein kleiner Strich – aber mit großer Wirkung!​ Wer sind die Māori? Ursprung, Geschichte und kulturelle Bedeutung Die Māori sind die indigene Bevölkerung Neuseelands. Ihre Vorfahren kamen vor über 1.000 Jahren mit Waka – großen Kanus – aus Polynesien und ließen sich auf der Nord- und Südinsel nieder. Diese Migration ist in den Ahnenlegenden und mündlichen Überlieferungen tief verankert und bildet das Fundament des kulturellen Selbstverständnisses. Die Māori leben in enger Verbindung mit der Natur. Flüsse, Wälder und Berge sind nicht nur geographische Gegebenheiten, sondern Ahnen, Schutzgeister und Teil des eigenen Ichs. Dieses Verständnis – die Welt als Beziehungsnetz – durchzieht Sprache, Rituale und das tägliche Leben. Wie viele indigene Völker mussten auch die Māori unter Kolonialisierung, Landenteignung und kultureller Unterdrückung leiden. Doch sie haben sich nie vollständig unterwerfen lassen. Heute erleben Sprache, Kunst und Identität eine beeindruckende Renaissance. Warum die Māori-Kultur heute so lebendig und relevant ist Te Ao Māori, die Welt der Māori, ist heute fester Bestandteil des öffentlichen Lebens. Auf Straßenschildern, in Kindergärten, in Schulen, im Fernsehen – Te Reo Māori ist allgegenwärtig. Die Sprache wurde 1987 zur offiziellen Amtssprache erklärt, und mittlerweile gibt es eigene Māori-Schulen, Radio- und Fernsehsender sowie politische Vertretungen. Die Werte der Māori – wie Manaakitanga (Gastfreundschaft), Kaitiakitanga (Schutz der Natur) und Whanaungatanga (Zusammenhalt) – finden in ganz Neuseeland Beachtung. Sie dienen nicht nur als kulturelle Konzepte, sondern auch als ethische Leitlinien für eine moderne, diverse Gesellschaft.​ Rituale, Werte und spirituelle Praktiken der Māori Im Zentrum des sozialen und spirituellen Lebens steht der Marae, der traditionelle Versammlungsort der Māori. Hier finden Zeremonien, Beerdigungen, Feste und politische Treffen statt. Ein Besuch auf einem Marae beginnt mit einem Pōwhiri, einer Begrüßungszeremonie voller Symbolik und tiefer Bedeutung.​ Dabei spielt der Karanga, der gesungene Willkommensruf der Frauen, eine zentrale Rolle. Er ruft nicht nur die Lebenden, sondern auch die Ahnen zusammen. Der Hongi, der traditionelle Nasengruß, ist ein intimer Moment, in dem zwei Menschen den Atem des Lebens – Ha – miteinander teilen. Dieser Gruß symbolisiert die Verbindung und den Austausch von Lebensenergie zwischen den Beteiligten.​ Diese Rituale sind Ausdruck einer tiefen Weltanschauung, die Spiritualität, Respekt und Verbindung in den Mittelpunkt stellt.​ Bräuche der Māori: Haka, Marae und mehr Zu den bekanntesten kulturellen Ausdrucksformen gehört der Haka – ein kraftvoller Tanz, der Stärke, Einheit und Identität verkörpert. Einst als Kriegstanz genutzt, wird er heute zu Ehren von Gästen, bei Sportveranstaltungen oder zur Trauerbekundung aufgeführt.​ Weitere wichtige Bräuche sind: Harakeke: Der Flachs als Symbol des Lebens und der Gemeinschaft Harakeke, der neuseeländische Flachs, ist eine heilige Pflanze und symbolisiert die Familie: Die inneren Blätter stehen für das Kind, die äußeren für die Eltern. Dieses Bild wird auch praktisch gelebt – beim Ernten darf das innere Blatt nie geschnitten werden, damit die Pflanze weiterlebt.​ Harakeke wird traditionell zu Körben (Kete), Matten, Kleidung und Schmuck geflochten. Das Flechten ist eine meditative Praxis, bei der Wissen, Verbindung und Achtsamkeit weitergegeben werden. Ich selbst habe in einem traditioneller Flachs-Flechtkurs Blumen und Körbchen geflochten – und dabei mehr über Geduld und Gemeinschaft gelernt als je zuvor im Klassenzimmer. Der Flachs ist nicht nur Material – er ist Teil des spirituellen Gefüges des Landes. Whakairo: Die Sprache des Schnitzens – Erinnerungen in Holz gemeißelt Whakairo, die Kunst des Schnitzens, ist mehr als nur Verzierung – sie ist ein Ausdruck von Identität, Geschichte und Spiritualität. Jede Linie, jeder Wirbel in einem geschnitzten Holzstück erzählt eine Geschichte. Besonders auf einem Wharenui (Versammlungshaus) oder einem Waka (Kanu) kannst du sehen, wie Geschichte und Ahnenwissen buchstäblich in Holz gemeißelt sind. Traditionell verwendeten die Māori Hölzer wie Totara oder Kauri und fällten sie mit rituellen Gebeten. Auch heute noch wird großer Respekt in den gesamten Entstehungsprozess gelegt.&#160; Whakairo ist nicht einfach Dekoration. Es ist Erinnerung, Ahnenbegegnung, eine visuelle Sprache, die man fühlen kann. Waka: Ein Kanu – und eine spirituelle Verbindung zur Herkunft Ein Waka ist nicht einfach ein Boot. Für die Māori ist es ein Symbol der Herkunft, der Reise und der Verbindung zu den Vorfahren. Jeder Iwi (Stamm) führt seine Linie auf ein bestimmtes Waka zurück – Namen wie Te Arawa, Tainui oder Mātaatua sind mehr als Bezeichnungen; sie sind Identität. Der Bau eines Waka ist ein heiliger Prozess. Die aufwendig geschnitzten Bug- und Heckteile erzählen von Göttern, Helden und Naturkräften. Noch heute fahren viele Māori bei kulturellen Anlässen mit einem Waka – nicht aus Nostalgie, sondern als spirituelle Rückbindung an ihre Wurzeln. Tā moko: Wenn Haut zur Leinwand von Identität wird Tā moko, die traditionelle Tätowierung der Māori, ist zutiefst spirituell. Sie ist kein modisches Accessoire, sondern eine sichtbare Geschichte – von Herkunft, Lebensweg und Zugehörigkeit.&#160; Besonders eindrucksvoll war für mich der Moment, als eine ehemalige Kollegin eines Morgens mit einem frisch gestochenen Moko kauae – dem traditionellen Kinn-Tattoo – zur Arbeit kam. Sie wirkte stolz, ruhig und zugleich unglaublich präsent. Später erzählte sie mir, dass dieser Schritt das Ergebnis eines langen inneren Prozesses war. Erst nach vielen Jahren hatte ihre Mutter ihr die Erlaubnis gegeben, ein Tā moko tragen zu dürfen – ein Zeichen des Respekts gegenüber ihren Vorfahren und ihrer Kultur. Für sie war das Moko mehr als nur ein äußeres Symbol. Es war Ausdruck eines Lebens im Einklang mit den Werten ihrer Gemeinschaft: mit Würde, Achtsamkeit und klarer Haltung. Früher wurde Tā moko durch Kolonialisierung und Missionierung fast vollständig verdrängt. Heute erlebt es eine Renaissance – nicht als Trend, sondern als Akt der Selbstermächtigung. Jedes Muster, jede Linie hat Bedeutung: Whakapapa, persönliche Herausforderungen, spirituelle Transformation. Mein persönlicher Weg zur Māori-Kultur Meine erste Begegnung mit der Māori-Kultur war eher zufällig – im Playcenter, als meine Kinder dort spielten. Ich lernte erste Wörter in Te Reo, sang Lieder und bastelte meine erste Flachsblume. Damals wusste ich nicht, wie tief mich das noch berühren würde. Später besuchte ich einen Marae, nahm an einem Hui teil, das komplett auf Te Reo Māori abgehalten wurde, und lernte so viel über Rituale, über Respekt, über Stille. Besonders der Moment, als ich zum ersten Mal einen Hongi mit einer Älteren teilte, war unvergesslich. Es fühlte sich an, als würde ich einen Schatz entgegennehmen – einen Hauch von Verbindung, der bis in die Ahnenreiche reicht. Māori-Kultur respektvoll erleben: Was du wissen solltest Wenn du wirklich eintauchen möchtest, hier ein paar Tipps, wie du der Māori-Kultur mit Respekt begegnen kannst: Do’s Don’ts Diese einfachen Regeln zeigen vor allem eines: Respekt. Und wer den mitbringt, wird mit Offenheit und Herzlichkeit empfangen. Kulturelle Reisetipps: Wo du die Māori-Kultur hautnah erleben kannst Wenn du auf deiner Reise tiefer eintauchen willst, findest du in Neuseeland viele Möglichkeiten für authentische Erlebnisse: Māori-Kultur und Tourismus: Zwischen Chance und Herausforderung Tourismus bietet für viele Māori-Gemeinschaften wirtschaftliche Chancen – aber auch Risiken. Wenn Māori-Kultur als bloßes Spektakel vermarktet wird, geht ihre Tiefe verloren. Deshalb ist es wichtig, dass Māori selbst die Kontrolle über ihre Geschichten behalten. Viele Projekte setzen heute auf Kooperation und Mitbestimmung, sodass Besucher lernen können, ohne dass es zur kulturellen Aneignung kommt. Du als Reisende:r kannst dazu beitragen, indem du authentische Angebote unterstützt, Māori-geführte Touren buchst und offen für Begegnungen bist. Māori-Kultur erleben heißt, sich selbst neu zu entdecken Die Māori-Kultur ist kraftvoll, tiefgründig und voller Lebensweisheit. Sie lebt durch Rituale, Sprache, Geschichten und vor allem durch Menschen, die sie mit Stolz weitertragen. Wer sich ihr mit offenem Herzen nähert, bekommt mehr als touristische Eindrücke – er erlebt eine Weltanschauung, die auf Respekt, Gemeinschaft und Verbundenheit mit der Natur basiert. Mich persönlich hat die Begegnung mit der Māori-Kultur verändert. Ich habe nicht nur Lieder oder Begrüßungen gelernt, sondern eine neue Sicht auf Herkunft, Identität und Miteinander gewonnen.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://rosasreisen.de/maori-kultur-hautnah-erleben-traditionen-braeuche-und-authentische-einblicke/">Māori-Kultur hautnah erleben: Traditionen, Bräuche und authentische Einblicke</a> erschien zuerst auf <a href="https://rosasreisen.de">Rosas Reisen</a>.</p>
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		<title>Die schönsten Sonnenuntergänge weltweit: 25 Tipps von Reisebloggern</title>
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		<pubDate>Sun, 19 Mar 2023 05:57:22 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Ein glutroter Feuerball, der hinter den Bergen oder im Meer versinkt, ein Himmel in die prächtigsten Farben getaucht und dahinter zieht ein samtblauer Nachthimmel mit blinkenden Sternen auf &#8211; Sonnenuntergänge sind schon etwas ganz besonderes, gerade auf Reisen. Und es gibt so viele Orte weltweit, an denen man spektakuläre Sonnenuntergänge beobachten kann, ob romantisch zu zweit, ganz allein für sich oder mit Freunden und einem Picknick. 17 Reiseblogger und ich verraten euch in diesem Sonnenuntergang-Guide unsere Lieblingsplätze um die Sonne versinken zu sehen &#8211; für gutes Wetter können wir aber nicht garantieren! Sonnenuntergänge in Europa Deutschland: Wunderschöne Sonnenuntergänge in der Heimat Dierhagen: Hundefreundlicher Sonnenuntergang an der Ostsee Diesen wunderbaren Sonnenuntergang durften wir auf dem Camping Platz &#8220;An den Stranddünen&#8221; in Dierhagen im Juli 2022 erleben! Dieser Campingplatz ist übrigens der bisher einzige auf dem drei Mal übernachtet haben, dafür wurden wir reich belohnt. Wir, das sind Helga, Klaus (jeweils 2 Beine) und Frodo (4 Pfoten). Unser Projekt: Zu Fuss um die Republik, wir wandern einmal die komplette Grenze Deutschlands entlang und entdecken dabei natürlich auch die Nachbarländer. Über 3000 km haben wir schon zurückgelegt und dabei viele tolle Sonnenuntergänge erlebt, aber der stellte alles in den Schatten! Helga, Klaus &#38; Frodo &#8211; Zu Fuß um die Republik Großenbrode: Mastenwald und Feuerball im Hafen Voller Wärme und Energie ging die Sonne im Yachthafen auf Großenbrode an der Ostsee unter. Hier saßen wir auf der kleinen Segelyacht von meinem Schwiegervater und bereiteten das Abendessen zu, als wir dieses Schauspiel beobachten durften. Bald darauf musste ich leider feststellen, dass ich nicht sonderlich seetauglich bin und was ich zu Abend gegessen hatte am nächsten Tag Fischfutter wurde. Nichtsdestotrotz habe ich die Reise in schöner Erinnerung und würde jederzeit wieder dort hoch fahren! Sylt: Der Deutschen liebste Insel Sozusagen ein Klassiker! Letzten März war ich das erste Mal auf Sylt, der Lieblingsinsel vieler Deutscher. Ich war nicht von allem begeistert, aber die Sonnenuntergänge waren wirklich spektakulär. Ob in Wenningstedt, nur wenige Minuten von unserer Unterkunft entfernt, oder am Roten Kliff &#8211; wenn hier die Sonne im Meer versinkt, dann tut sie das bei klarem Himmel mit unglaublicher Schönheit. Schon allein deswegen lohnt sich ein Besuch auf Sylt. Köln: Fantastische Foto-Location zum Sonnenuntergang Dieser Tipp fällt ein bisschen aus der Reihe, aber ich konnte meine Heimatstadt nicht außen vor lassen. Denn wer in Köln wohnt und schöne Fotos im Sonnenuntergang machen möchte, findet hier einen hervorragend geeigneten Spot dazu: Die Wiesen an der Berrenratherstraße beim Decksteiner Weiher! Hier ist es abends nicht so voll wie auf den Uniwiesen oder am Aachener Weiher und man kann ganz in Ruhe Fotos machen. Mich hat übrigens Vlado von nonverbal&#124;bildkommunikation fotografiert und ich liebe das Ergebnis. Das sanfte Licht, das die Gräser leuchten lässt, die warmen Farben und man sieht überhaupt nicht, dass wir mitten in einer deutschen Großstadt sind. Finnland: Korvala in Lappland Obwohl ich Grönland von den arktischen Ländern, die ich bisher bereist habe, kann ich felsenfest sagen: Die schönsten Sonnenuntergänge habe ich in Finnland beobachtet! (Was vielleicht auch daran liegt, dass ich Grönland im Sommer zur Mitternachtssonne bereist und gar keinen Sonnenuntergang erlebt habe! :D) Aber wenn es richtig kalt ist, -45 Grad, und nur ein paar Eispartikel durch die eiskalte, rasiermesserscharfe Luft flirren und dann die Sonne hinter den Baumspitzen am See von Korvala versinkt, dann ist das ein wahrlich magischer Moment voller Pastellfarben, die das Herz hüpfen lassen. Italien: Sundowner auf Sardinien Sardinien liegt im Mittelmeer und gehört zu Italien. Ich bin besonders gerne im Frühsommer und Herbst hier mit meinem Wohnmobil unterwegs. Durch die Lage und Ausrichtung der Insel, hat man hier die Möglichkeit sowohl atemberaubende Sonnenaufgänge zu sehen und vor allem von der Westküste auch wunderschöne Sonnuntergänge zu genießen. Einer meiner Lieblingsplätze für den Sonnenuntergang ist in der malerische Stadt Alghero, im Nordwesten von Sardinien. Hier sitze ich besonders gerne in einer der schönen Strandbars und schau wie sich der Himmel und das Meer vor mir im bunten Farbenspiel aus Gelb-, Orange- und Rottönen verwandeln. Und auch der Sprizz im Glas leuchtet und schmeckt mit dem farblich passenden Hintergrund noch besser. Durch die Lage von Alghero in einer halbrunden Bucht steht die Sonne eine lange Zeit über dem prägnanten Capo Caccia, das sich steil aus dem Meer erhebt. Der feinweiße Strand ist zu dieser friedlichen Stunde leer und in der Ferne sind die Boote auf dem Wasser nur noch Schemen. Katja &#8211; Hinfahren Kroatien: Maritimer Sonnenuntergang in Umag Einer der schönsten Sonnenuntergänge konnten wir tatsächlich in Umag bestaunen. Dieser Urlaubsort befindet sich in Kroatien, im Norden der Halbinsel Istrien und ist ein beliebter Spot, um Sommerferien zu verbringen. Bekannt ist die Ortschaft jedoch auch für die spektakulären Sonnenuntergänge, die man bei einem Urlaub bestaunen kann. Wir waren dort in der ruhigen Vorsaison und konnten ganz unverhofft am Abend einen dieser magischsten Sonnenuntergänge erleben. Ganz allein am Strand, war die Stimmung absolut einmalig und sehr entspannt, und so ist uns dieses Erlebnis noch lange in Erinnerung geblieben. Martina &#38; Jürgen &#8211; Places of Juma Niederlande: Abendstimmung in Zeeland Um wunderschöne Sonnenuntergänge zu sehen, muss man nicht unbedingt in die Karibik oder auf eine Südsee-Insel fliegen. Auch in Europa zaubert die Sonne am Abend manchmal magische Momente. Einen dieser Momente habe ich im Winter 2022 in den Niederlanden erlebt. Beim langen Spaziergang am Strand in Oostkappelle in Zeeland ist es etwas später geworden. Wir laufen, bis die Sonne hinter dem Horizont verschwindet – und noch länger. Denn was viele nicht bemerken: Die schönsten Farben malt der Himmel oft erst dann, nachdem die Sonne schon untergegangen ist. Statt also, wie viele andere, direkt die Kamera einzupacken und zu gehen, sobald die Sonne im Meer versunken ist, bleiben wir und erfreuen uns an dem sich minütlich ändernden Farbspiel. Sabine &#8211; Ferngeweht Norwegen: Mit dem Camper in Sandve Das Bild ist in Sandve in Norwegen entstanden. Sandve ist ein kleines Dorf in der Gemeinde Karmøy. &#160;Von dem Parkplatz aus, auf dem wir für nur 10€ stehen bleiben konnten, hatte wir einen direkten Blick &#160;zum atlantischen Ozean. Ich bin Barbara, eine alleinerziehende Mutter, und gehe regelmäßig mit meinen zwei Kids und unseren Hund Elli in unserem Van auf Reisen. Auf meinem Reiseblog findet ihr viele weitere Infos zu unseren Abenteuern! Barbara &#8211; Spiffy Travel Schweden: Am See in Smaland Mein Mann und ich lieben die nordischen Länder und verbringen immer wieder einmal einen Urlaub im wunderschönen Süden Schwedens. Wir mieten bevorzugt ein Ferienhaus in Alleinlage, möglichst direkt an einem See. Abends sitze ich gern bei einem Glas Wein auf der Terrasse und genieße es, wie die untergehende Sonne den Himmel in zarte rosa-orange-Töne taucht und sich auf der Wasseroberfläche spiegelt. Die Natur ringsum ist einfach traumhaft, kann aber durchaus auch ihre Tücken haben. Sobald die Sonne endgültig verschwunden ist, werden die Mücken aktiv und vertreiben mich meist von der Terrasse in den Innenraum. In genau dem Moment, kurz bevor es dunkel wurde, ist dieses Foto entstanden. Cornelia &#8211; SilverTravellers Schweiz: Bergpanorama auf der Alp Flix 2019 habe ich Verena in Äkäskero in Finnland kennengelernt und sie lud mich ein, sie im Sommer in der Schweiz zu besuchen. Wir haben in der Hütte ihrer Familie auf der Alp Flix gewohnt. Und obwohl ich krank war und mir den Sonnenbrand meines Lebens geholt habe, war es unglaublich schön. Das Panorama ist beeindruckend, die Farben der sommerlichen Alp umwerfend und wenn abends die Sonne untergeht und die gegenüberliegenden Bergflanken erglühen lässt, dann fehlt es einem an nichts. Wie gern würde ich nochmal in die Schweiz! Spanien: Ciutadella de Menorca Auf unseren Wanderungen um Menorca haben wir viele schöne Ecken und Orte entdeckt und dabei ist uns aufgefallen, dass die Insel eigentlich eine südeuropäische Variante von Mittelerde ist! In Ciutadella de Menorca gibt es nicht nur tolle Märkte mit frischem Obst, Gemüse und Meeresfrüchten, sondern auch eine tolle Küstenlinie, an der abends die Sonne die Wellen und den Himmel einfärbt. Hier mit ein paar Oliven, etwas Brot und vielleicht einem Glas menorquinischem Wein &#8211; was kann man sich mehr wünschen? Sonnenuntergänge in Nordamerika Kanada: Ucluelet auf Vancouver Island Diese außergewöhnliche Sonnenuntergangsstimmung haben wir im Juli auf Vancouver Island erlebt. Und zwar im Westen der Insel in einem ganz kleinen Ort namens Ucluelet. Das Dorf liegt auf einer Halbinsel mit vielen Buchten und Stränden. Das Foto ist in einer Bucht zwischen Little Beach und Terrace Beach entstanden. Dort befindet sich das tolle Airbnb &#8220;Salt &#38; Cedar&#8221; von Julie mit Blick auf die Bucht. Wer gerne wandert findet in Ucluelet an der Spitze der Halbinsel den Wanderweg Lighthouse Loop der Küste entlang. In Ucluelet gibt’s übrigens auch die Möglichkeit Wale zu sehen z.B. auf einer Tour mit Jamie’s Whale Watching. Kann ich nur empfehlen! Vancouver Island ist nur eine Fährfahrt von ca. 2 Stunden von der Metropole Vancouver entfernt. Man kommt in Nanaimo an der Ostküste von Vancouver Island an (dort gibt es übrigens auch fantastische Sonnenuntergänge, z.B. am Blueback Beach) und fährt dann nochmal 2,5h durch die beeindruckende kanadische Landschaft mit dem Auto ins kleine Örtchen Ucluelet. Barbara &#8211; Reiseknopf USA: Zabriskie Point im Death Valley Obwohl es nun schon ein paar Jahre her ist, kann ich mich an diesen Sonnenuntergang am Zabriskie Point im weiten Nichts des Death Valley noch sehr gut erinnern. Alles war warm: Der Wind, der Boden, die Haut. Und wo mittags noch die Sonne scharfe Schatten geworfen hat, wurden die Formen der Landschaft nun auf einmal ganz weich. Auf einem Roadtrip durch die USA ist das auf jeden Fall ein Ort, den man auf die Karte packen sollte, denn es lohnt sich! Übernachten kann man zum Beispiel auf der Furnace Creek Ranch und auch ein Besuch der Artist&#8217;s Palette und von Dante&#8217;s View sind beeindrucken. USA: Waikiki Beach auf O&#8217;ahu, Hawaii Ein Spaziergang hier, am besten abends, ist auf Oʻahu natürlich ein Muss. Wir haben uns die Wellen zwar spektakulärer und die Surfer athletischer vorgestellt, aber trotzdem gibt es hier eine Menge zu sehen. Am Strand und auf den angrenzenden Grünflächen wird Sport aller Art ausgeübt. Aus vielen Strandbars ist immer wieder der Song „Somewhere over the rainbow“ in der Version von dem auf Hawaii sehr verehrten Sänger IZ zu hören. Und die Surfer im Sonnenuntergang sind ein überaus dankbares Fotomotiv. Sonnenuntergänge in Mittel- und Südamerika Costa Rica: Der schönste Sonnenuntergang in Puerto Viejo Ich habe auf meinen Reisen schon so einige Sonnenauf- und -untergänge gesehen und dachte, dass mich so schnell nichts mehr flashen wird, doch dann sollte ich ohne Vorwarnung auf meiner Reise durch Mittelamerika eines Besseren belehrt werden. Ich war schon gut einen ganzen Monat in Panama unterwegs und vor kurzem über die Grenze nach Costa Rica gekommen &#8211; genauer gesagt in das kleine verschlafene Örtchen Puerto Viejo de Talamanca. Als ich dort war, herrschte gerade die Regenzeit, so dass ich den Himmel, geschweige denn die Sonnenuntergänge eher selten gesehen habe. In meinem Hostel habe ich einen freundlichen Tico kennengelernt, mit dem ich fast meine ganze Zeit verbracht habe. An diesem Abend sind wir zusammen mit ein paar Freunden von ihm in ein Restaurant am Strand von Puerto Viejo gegangen. Eine Freundin hatte Geburtstag. Als wir so dort auf der Veranda saßen und mit ihr feierten, bemerkte ich, wie die gesamte Umgebung auf einmal in einem ganz tiefen Rot aufleuchtete. Es hatten sich längst einige Menschen direkt am Meer versammelt, um sich das Spektakel anzusehen. Wir standen alle auf und konnten unseren Augen nicht trauen. Karibische Sonnenuntergänge sind einfach von einem anderen Kaliber! Patrick &#8211; A world to uncover Grenada: Karibisches Flair auf den Kleinen Antillen Die schönsten Sonnenuntergänge der Welt gibt es für mich immer noch in Grenada am Grand Anse Beach, obwohl ich seitdem wahrscheinlich schon hunderte andere Sonnenuntergänge an den schönsten Flecken der Erde gesehen habe. Was machen die Sonnenuntergänge in Grenada so besonders? Zunächst einmal gehört schon der Grand Anse Beach zu den schönsten Stränden der Karibik, vor allem was die Kulisse, aber auch den Strand an sich betrifft. Feinster Sand, klares Wasser zum Baden, kaum Wellen, nicht zu viele Besucher, grüne Hügel im Hintergrund, nur einige wenige Beach Bars, gute Erreichbarkeit...</p>
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		<title>&#8220;Bula!&#8221; Willkommen auf der Fidschi-Insel Viwa</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Rosa]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 07 May 2017 07:10:18 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Hallo! Willkommen! Schön dich zu sehen! Auf Wiedersehen! All das und noch vieles mehr bedeutet das Wort „Bula“ in der Sprache der Fidschi-Insulaner. Es sollte nur ein kurzer Abstecher vor unserer Neuseelandreise sein und uns die Möglichkeit geben, uns vom Jetlag zu erholen und uns der Zeitverschiebung allmählich anzupassen. Aber es ist viel mehr geworden und die kleine Insel Viwa in der Yasawa Inselgruppe hat sich tief in Kopf und Herz eingegraben. Wilkommen auf Fidschi Von der Hauptinsel des Fidschi Archipels geht es zunächst mittels Wasserflugzeug in Richtung Yasawa Inselgruppe. Wir überfliegen Inseln wie aus dem Bilderbuch, üppiges Grün, weiße Strände, klares Wasser in vielen Blautönen. Da starker Wind herrscht, werden wir mitten auf dem Meer abgesetzt und steigen in ein sehr kleines Boot mit zwei freundlichen Inselbewohnern um. Am Strand erblicke ich eine Gruppe fröhlich singender und winkender Menschen. Ob die wohl uns meinen? Später sehen wir, dass diese Begrüßungszeremonie für alle Neuankömmlinge gemacht wird. Das aber tut der Herzlichkeit, mit der wir empfangen werden, keinen Abbruch. Und nie wirkt sie aufgesetzt oder berechnend, das Interesse an uns und unseren Lebensbedingungen ist echt. Zyklon Winston und seine Folgen Im Februar 2016 rast der Zyklon Winston mit bis zu 325 Stundenkilometern über die Inselgruppe und hinterlässt auch auf Viwa eine Spur der Verwüstung. Fast alle Häuser und Hütten werden zerstört, ebenso das Resort. Die Menschen flüchten in die aus Stein gebaute Kirche. Unvorstellbar für uns, wie man eine solche Katastrophe bewältigen kann, wenn bei uns schon Stürme mit Windstärken um die 100 Stundenkilometer Panik hervorrufen. Sehr schnell beginnen die 500 Inselbewohner mit dem Wiederaufbau. Während sie selbst noch überwiegend in Zelten wohnen, wird zunächst das Resort mit Restaurant und 11 Bungalows wiederaufgebaut. Denn das Resort ist die wirtschaftliche Grundlage für das Dorf. Tropisches Obst und Menschenfleisch gefällig? Und nun dürfen wir das Dorf besuchen. Wie machen das die Dorfbewohner nur? Selbst über spitze Steine und scharfkantige Felsen geht es barfuß. Mitten durch wilden Dschungel und angelegte Gärten mit Ananas, Bananen und anderen tropischen Obst- und Gemüsesorten. Im Dorf empfängt uns ein kleiner Markt mit selbst gefertigten Produkten der Frauen des Dorfes. Ein fröhlicher Kontakt ist schnell hergestellt. Bereitwillig zeigt man uns die wiederaufgebauten, einfachen Hütten. Vom Staat gestiftete Sonnenpannels liefern Strom. Hühner und Ziegen laufen frei herum. Fast ein Idyll. Und dann das Denkmal für den armen Missionar Baker. Mitte des 19. Jahrhunderts wurde er verspeist, einschließlich seiner Lederstiefel. Reumütig hat man ihm ein Denkmal gesetzt. Die Zeit der Kannibalen ist vorbei. Tänze und Gesang der Fidschi Insulaner Wenn man noch etwas von den einstigen Aggressionen spürt, dann in den Tänzen. Hier werden die Augen gerollt, die Zunge weit herausgestreckt und man springt auf uns zu, um wenige Millimeter vor unserem Gesicht plötzlich zu verharren. Und dann löst sich die Spannung in einem wunderbaren Chorgesang auf. Tänze und Gesang der Fidschi Insulaner from Rosas Reisen on Vimeo. Diese Stimmen! Mehrstimmiger Chorgesang, morgens, mittags, abends und zwischendurch. Voller Inbrunst, Rhythmus, an verschiedenen Orten. Sicher, das machen sie jetzt für uns, aber man spürt, dass sie es lieben zu singen. Und für uns wird der Bungalow jeden Tag mit frischen Hibiskusblüten dekoriert. Für uns gibt es köstliche Gerichte mit frischen Produkten der kleinen Insel. Zubereitet von einer zurückhaltenden Küchencrew, alle von der Insel, die sich aber immer über ein Lob freuen. Man kann ihnen bei ihrer Arbeit in dem Freiluftrestaurant zusehen. Wenn man möchte, kann man sogar an einem kleinen Kochkurs teilnehmen. Und feststellen, dass Inselchili das Schärfste überhaupt ist. Berührend ist auch das kleine Abschiedsfest abends am Strand. Heute schauen nur zwei Paare zu bei Tanz Gesang und Feuerschlucken. Aber die Umarmungen am Ende zeigen uns, dass wir uns gegenseitig wahrgenommen haben. Und die einzige Bitte an uns zum Schluss ist: Erzählt in eurem Land von uns. Aber gerne, bula! Abschiedsgesang der Fidschi Insulaner from Rosas Reisen on Vimeo. Bei diesem Artikel handelt es sich um einen Gastbeitrag meiner Tante. Von der habe ich wohl das Reise-Gen geerbt und ich durfte sie schon auf viele ihrer Abenteuer begleiten. Auf den Fidschi-Inseln war ich leider nicht dabei, aber jetzt hätte ich schon Lust! 🙂 Bis bald und gute Reise!</p>
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		<title>Roadtrip Australien &#8211; &#8220;No worries&#8221;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Rosa]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 08 Mar 2015 18:31:45 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Australien]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Und wieder habe ich einen Gastbeitrag für euch! Wenn ihr verrückt genug wart, alle meine Artikel zu lesen, habt ihr bestimmt schon mitbekommen, dass ich eine sehr reiselustige Tante habe. Und die erzählt euch heute von ihrer dreimonatigen Australienreise. Zusammen mit ihrem Mann hat sie dort alles gesehen, was man sich beim Wort &#8220;Australien&#8221; vorstellt: die Oper in Sydney, Koalas, das Great Barrier Reef und und und&#8230; Aber seht selbst und lasst euch begeistern 😉 Australien liegt „Down under“, wie die meisten Australier sagen, also irgendwie unter dem Äquator. Die Jahreszeiten stehen auf dem Kopf und es gibt Tiere, die es sonst nirgendwo auf der Welt gibt, Bäume, die im Herbst ihre Rinde schälen und Säugetiere, die Eier legen. Der Mond nimmt in umgekehrter Richtung zu und ab und man fährt auf der linken statt auf der rechten Straßenseite. Es gibt zahlreiche atemberaubende Landschafts-und Klimazonen, riesige Nationalparks und die giftigsten Tiere der Welt. All das und noch vieles mehr waren Gründe für meinen Mann und mich, drei Monate durch Australien zu reisen. 12 000 km mit dem Auto oder im Wohnmobil, 3 Inlandsflüge, Bootstouren und Wanderungen liegen hinter uns, gefühlte 100 000 Fotos vor uns. Eine Auswahl zu treffen scheint unmöglich, aber was wäre die natürliche Reaktion eines Australiers hierauf: No worries. Also treffe ich hiermit eine Auswahl, von der ich hoffe, dass sie die Faszination dieses Landes auf die Leser dieses Blogs ein wenig überträgt. Im flachen Wasser des Cooya Beaches an der Küstenstraße entlang des Daintree Nationalparks kann man an ausgewiesenen Stellen und am besten mit einheimischen Führern die Mangrovenwälder erkunden. Regenwald, Wüste, Strände, Riffe, Berge, Felsformationen und endlose, oft einsame Landschaften haben wir bestaunt.Unser erster Nationalpark war der Daintree Rainforest in Queensland, einer der größten zusammenhängenden Regenwaldregionen im nördlichen Australien. Ob wie hier an der Westküste, in der Margaret River Region, in Queensland oder in Südaustralien, überall haben wir Traumstrände mit feinstem, weißen Silikonsand gefunden. Oft hatten wir einen Strand für uns ganz allein. Die höchsten Wellen und die besten Surfer haben wir im Westen gesehen. Allerdings sind hier auch die Haie besonders aktiv. Eine Traumstraße, die man sich allerdings mit vielen anderen Touristen teilen muss, ist die Great Ocean Road mit den zwölf Aposteln. Sie wurde zwischen 1918 und 1932 von Veteranen des ersten Weltkriegs sowohl als Arbeitsbeschaffungs­maßnahme als auch als Mahnmal für die auf den europäischen Kriegsschauplätzen gefallenen Australier gebaut. Ein Tagesausflug zu den Traumstränden der Whitsunday Inseln ist ein lohnendes Ziel, ebenso ein Segeltörn mit Gelegenheit zum Schnorcheln zum Great Barrier Reef. Leider ist dieses größte zusammenhängende Riff durch den Bau neuer Häfen an der Küste bedroht. Die UNESCO hat die australische Regierung davor gewarnt, dass der Weltnaturerbestatus aberkannt werden wird, wenn die Pläne nicht geändert werden. Wir haben zwei Tagesausflüge zum Great Barrier Reef gemacht. Nr. 1: von Port Douglas mit Sailaway zu den Low Isles. Das Boot war ein komfortabel ausgestatteter Katamaran. Von den Inseln aus starteten die Schnorchelgänge, die professionell begleitet wurden. Außerdem gab es ein sehr gutes Buffet. Vor Nr. 2 kann nur gewarnt werden. Das Visitor Center von Townsville hat uns die Mitfahrt auf dem Motorboot „Adrenalin“ vermittelt. Hier war der Name Programm. Ein eher kleines Boot, sehr beengte Sitzmöglichkeiten, zwei Stunden bei rauer See, Schnorcheltouren, die nicht begleitet wurden bei ebenfalls rauer See und nur vom Boot aus. Das magere Picknick wurde überwiegend unfreiwillig an die Fische verfüttert. Atemberaubende Landschaften gab es jedoch nicht nur an den Küsten, sondern auch im Landesinneren. Spektakuläre Wanderungen kann man in den Grampions/VIC machen. Aber Achtung! Hier hatten wir auch Regen, Nebel und Temperaturen von unter 10°C im australischen Sommer. Wir haben alles, was irgendwie warm hielt, übereinander angezogen. Das Kontrastprogramm gab es im Red Center. Hier mussten wir wegen der Hitze unsere Wanderungen am frühen Morgen oder am späten Nachmittag machen. Dann sind auch die vielen Rottöne der Straßen, Felsen und Schluchten umwerfend. Das einzige, was wirklich stört, sind die Myriaden von kleinen, aufdringlichen Fliegen. Statt eines lästigen Fliegennetzes vor dem Gesicht hat uns eine Creme aus Rosmarin und Zedernholz sehr geholfen, die in vielen Outdoorläden erhältlich ist: Desert Dwellers. Ein weiteres Highlight, nach den vielen toten Kängurus am Straßenrand, war die hautnahe Beobachtung dieser Tiere, die keine Scheu vor uns zeigten. Der unbestreitbare Höhepunkt im „Roten Zentrum“ war ein Hubschrauberflug bei Sonnenuntergang über den Uluru (Ayers Rock) und die Kata Tjuta (Olgas). Eine solche Gesamtsicht, sollte man sich, wenn man die Möglichkeit hat, auf keinen Fall entgehen lassen. Tiere, die wir vorher noch nie in freier Wildbahn gesehen hatte, konnten wir nun beobachten. Besonders zutraulich waren sie in der Carnarvon Gorge, ein 500km langer, aber lohnender Abstecher von Rockhampton/Queensland aus ins Landesinnere. Hier gibt es einen einsamen Campingplatz mitten im Naturschutzgebiet. Abends haben uns dort immer pünktlich zur gleichen Zeit fast lautlos Tausende von Flughunden überflogen. Die Kookaburras, auch „Lachender Hans“ genannt, treten oft in Schwärmen auf und können extrem laut sein. Das Tier mit dem höchsten Kuscheltierfaktor ist aber eindeutig der Koala. Der Koala ernährt sich ausschließlich von den Blättern der Eukalyptusbäume. Von den ca. 300 Arten vertragen sie jedoch nur 15. Jeden Tag fressen sie etwa 2 kg. Sie sind die einzige Tierart, die diese Blätter verträgt. Von den Inhaltsstoffen werden sie regelrecht high, weswegen sie auch so viel schlafen. Wegen ihres durchdringenden Geruchs sind sie für andere Tiere ungenießbar. Diese Kamele sind keine Fata Morgana, sondern sie leben zu Tausenden im Red Centre, streifen wild umher und zerstören die Zäune der Farmer. Vor dem Einsatz der Eisenbahn waren sie ein wichtiges Transportmittel. Sie wurden aus Arabien hierher verschifft, heute gibt es Organisationen, die sie einfangen und wieder nach Arabien zurückschicken. Ein bewegendes Erlebnis haben uns Ranger im Naturschutzgebiet Mon Repos bei Bundaberg/Queensland ermöglicht. Wir konnten eine Riesenschildkröte beim Bau ihres Nestes und der Eiablage von 150 Eiern beobachten. Und als ob das alles noch nicht genug wäre, haben wir gesehen wie sie sich gemächlich und erschöpft zurück in den Ozean zurückbewegt hat, und das alles auch noch bei Vollmond. In Queensland konnten wir drei unvergessliche Tage mit Aborigines verbringen. Nelson, der Fischer, versuchte uns beizubringen, wie man mit Speeren Meeresgetier fängt. Kathleen hat uns durch ihre Community geführt. Dabei hat sie uns ihre natürliche Apotheke gezeigt und wie sie beispielsweise die Blätter ihres „Insulinbaumes“ für ihre Diabetes nutzt. Besonders beeindruckt hat uns, wie sie mit ihrer Schwester eine alkoholfreie Community gegründet hat. Die Hälfte der Sozialhilfe, die den Bewohnern des Dorfes zusteht, wird ihnen vom Staat zur Verfügung gestellt. Das hat ihnen den Bau einer Schule, einer Kranken-und einer Polizeistation ermöglicht. Und schließlich hat uns Willie Gordon, ein ehemaliger Parlamentsabgeordneter, durch sein Stammesgebiet geführt. Er hat uns Felszeichnungen seiner Ahnen gezeigt und erklärt und die Verbindung der Aborigines zu ihrem Land näher gebracht. Dabei hat er versucht zu erklären, wo die Widersprüche im Leben der Ureinwohner in der modernen Welt liegen und welche Probleme sein Volk im heutigen Australien hat. Seine Warmherzigkeit und sein Respekt gegenüber den Menschen und der Natur haben uns tief berührt. Felszeichnungen der Aborigines kann man an vielen Orten finden. Oft wird von den Aborigines selbst darauf hingewiesen. Sie frischen traditionsgemäß diese Zeichnungen regelmäßig auf. Wir haben die Städte Perth, Adelaide, Brisbane, Melbourne und Sydney besucht, alles sehr junge, moderne Städte, die wir uns gerne angeschaut haben. Aber schon nach wenigen Stunden überkam uns immer die Sehnsucht nach der Weite, Ruhe und Einsamkeit der australischen Landschaft. In Melbourne sollte man unbedingt in das 89. Stockwerk des Eureka-Towers fahren. Dieses Stockwerk ist komplett verglast und bietet eine tolle Rundumsicht über die ganze Stadt. Den besten Überblick über Sydney haben wir durch einen Flug mit einem Wasserflugzeug bekommen. Ursprünglicher Ausgangspunkt der Reise war mein Wunsch, Silvester in Sydney zu verbringen. Das ist uns auch geglückt. Und seitdem weiß ich, dass ich nie mehr ein anderes Feuerwerk zu sehen brauche. Neben der vierwöchigen Tour mit dem Wohnmobil entlang der Küste von Queensland hatten wir die interessantesten Aufenthalte in B&#38;Bs. Sowohl mit den Gastgebern als auch mit anderen Gästen aus aller Welt ist es oft zu spannenden und langen Gesprächen gekommen. Jedes B&#38;B hatte einen individuellen Charakter. Während das Durack House sehr romantisch war, wurde das moderne Saltair von einem Lehrerehepaar geführt, das seinerseits Silvester in Berlin verbringen wollte. Die Cottages in Victoria waren großzügig mit einem grandiosen Blick aufs Meer. Auf dem Grundstück lebte eine Koalamutter mit ihrem Jungen. Und Eric und Jennifer in Eden servieren ein hinreißendes Frühstück auf der Terrasse mit Blick auf Meer und Berge. Das ist die größte Mango der Welt. Man findet sie in Bowen/Queensland und sie ist dort die einzige Attraktion, die aber kräftig beworben wird (übrigens wurde sie im letzten Jahr gestohlen und mir ist nicht bekannt, ob sie wieder aufgetaucht ist). Wir fanden oft Ankündigungen wie die größte Ananas, Banane oder der größte Koala der Welt. Es handelte sich meistens um hässliche Plastikskulpturen. Und immer wieder wurden vermeintliche Sehenswürdigkeiten mit dem Euphemismus „die größte &#8230; der südlichen Hemisphäre“ angekündigt. Weihnachten bei 30°C, auch das gehört zu den sonderbaren Erfahrungen auf dieser Reise. Am 24. Dezember war ein ganz normaler Werktag. Aber am 25. hatten wir Probleme ein Restaurant zu finden, weil das der große Familientag in Australien ist. Oft trifft man sich zum Barbecue, gerne geht man auch an den Strand, hier am berühmten Bondi Beach in Sydney. All das und noch sehr viel mehr hat uns Australien ein Stück näher gebracht. Aber wir haben das Gefühl, noch nicht fertig mit diesem sonderbaren und wunderbaren Land zu sein. Und so reisen wir im Mai noch einmal dorthin. Diesmal wollen wir die Westküste, die Kimberleys und das Top End erkunden. Und wenn weder Schlangen noch Krokodile unsere Reise unfreiwillig und endgültig beenden, werde ich in einem nächsten Blogbeitrag über unsere Erlebnisse berichten. Alle hier gezeigten Bilder gehören Brigitte Wallraf und wurden mir von ihr kostenfrei zur Verfügung gestellt.</p>
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