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		<title>Ein perfektes Wochenende in Prag</title>
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		<pubDate>Sun, 29 Jun 2025 04:40:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Tipps zu Unterkunft, Sehenswürdigkeiten und Highlights Du willst Prag in drei Tagen erleben? Gute Wahl – die tschechische Hauptstadt ist charmant, geschichtsträchtig und (noch) bezahlbar. Hier kommt mein ganz persönlicher 3-Tage-Fahrplan für ein gelungenes Wochenende. Und keine Sorge: Ich habe alles für dich vorbereitet und getestet, du musst nur noch hinfahren und Prag genießen! Anreise mit dem Auto Wir sind ganz gemütlich mit dem Auto angereist, da wir im Anschluss noch weitere Pläne hatten und so maximal flexibel waren. In Prag selbst haben wir das Auto aber nicht gebraucht. Gerade die Altstadt ist überschaubar und sehr gut zu Fuß oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu meistern. Je nach Verkehrslage kann die Anreise mit dem Auto auch länger dauern, als geplant &#8211; hin haben wir von Kirchhain bei Marburg etwa 8 Stunden gebraucht. Zurück hingegen nur 5,5. Je nachdem, von wo man startet, sollte man also ein bisschen Zeit gerade für die letzten Kilometer durch Prag einplanen – der Verkehr kann hier ganz schön ins Stocken geraten. Parken in Prag ist ein Abenteuer für sich – unser Tipp: Parkplatz direkt beim Hotel reservieren, sonst wird’s anstrengend. Unterkunft: Hotel Ambassador Zlata Husa Mitten auf dem Wenzelsplatz gelegen und damit der perfekte Ausgangspunkt für alles, was du in Prag unternehmen wills, thront das Jugendstil-Juwel Hotel Ambassador Zlatá Husa. Aus zwei eigenständigen Hotels, die um1920 errichte wurden, entstand 1964 durch eine Zusammenführung das heutige Etablissement. Die Lage ist einfach unschlagbar, wenn man die Altstadt erkunden möchte, für absolut lärmempfindliche Menschen ist das Hotel aber vielleicht nicht die richtige Wahl. Wir hatten ein Zimmer im 5. Stock mit Balkon zur Platzseite und haben es geliebt, abends von hier den Sonnenuntergang hinter der Prager Burg zu beobachten oder dem Treiben auf dem Platz zuzuschauen. Wenn man Glück hat, tritt vielleicht sogar eine traditionelle Tanzgruppe auf und man hat die besten Logenplätze! Unser Zimmer war nicht weniger als ein Traum. Ich weiß nicht, wo man in Deutschland ein solches Hotelzimmer zu einem vergleichbaren Preis bekommen könnte: Großzügig geschnitten, stilvoll eingerichtet, mit Doppelbett, Tisch und Stühlen, Frisiertisch und das Bad mit Whirlpool-Badewanne. Tatsächlich ist nicht alles niegelnagelneu und das sieht man auch, aber ich finde, gerade das macht den Charme aus und lässt einen die Historie erst richtig spüren. Ich habe mich hier sehr, sehr wohl gefühlt, ein bisschen sogar wie eine Prinzessin auf Reisen. Direkt neben dem Hotel gibt es einen kleinen Innenhof, in dem man parken kann. Da dieser aber nur wenige Plätze hat, sollte man das unbedingt vorab reservieren. Eine Nacht kostet 25 €. Bei der Anreise zu dem Hotel darf man nicht zu zögerlich sein, tatsächlich muss man einen kurzen Abschnitt über den Wenzelsplatz fahren, der eigentlich für PKW gesperrt ist. Da hier immer viel Polizei für Sicherheit und Ordnung patrouilliert, sollte man zudem die Hotelbuchung dabeihaben, um zeigen zu können, dass man passieren darf. Tag 1: Klassiker, Kultur und ganz viel Kopfsteinpflaster Extra-Tipp: Erst mal zur Touristinfo Gleich am Anfang: Stop bei der Touristinformation am Altstädter Ring, nur ein paar 100 Meter vom Hotel entfernt. Hier bekommt man gratis Stadtpläne – superpraktisch, wenn der Akku schlapp macht und man sich nicht nur auf Google Maps verlassen willst. Außerdem finden sich nette Leute, die jede Menge gute Tipps haben. Extra-Tipp: Prag-Karte Hier kann man auch den Prag Visitor Pass kaufen und im Nachhinein muss ich sagen, dass wir das besser gemacht hätten. Vor allem, weil man zum Teil recht lange anstehen muss, um ein Ticket für eine Sehenswürdigkeit zu erhalten und in dem Pass schon ganz viele Eintritte enthalten sind. Rathaus mit astronomischer Uhr &#38; Teynkirche Mitten im Herzen der Altstadt steht das Prager Rathaus aus dem 14. Jahrhundert – damals Lebensmittelpunkt des aufstrebenden Bürgertums und heute unübersehbares und beliebtes Wahrzeichen. Berühmt ist vor allem die 1410 eingebaute astronomische Uhr, die man „Orloj“ nennt: Zu jeder vollen Stunde versammeln sich Einheimische und Tourist:innen, um die kleinen Apostelfiguren zu bewundern. Ob das Glockenspiel den Aufwand wert ist, sich mit hunderten Menschen auf den Platz zu quetschen, muss jede:r selbst wissen. Wir waren allerdings sowieso um kurz vor 10 Uhr da, sodass wir uns das Ganze einmal angeschaut haben. Es ist nett, keine Frage, aber kein unbedingtes Must-See. Direkt neben dem Altstädter Ring befindet sich die doppeltürmige Fassade der Teynkirche, die ebenfalls im 14. Jahrhundert erbaut wurde. Hinter ihrem dunklen, gotischen Äußeren verbergen sich ein prachtvoller Barock-Altar, kunstvoll geschnitzte Emporen und die Grabstätten berühmter Astronomen, allen voran Tycho Brahe. Ihre Türme prägen bis heute die Silhouette Prags. Ich gestehe aber, dass wir die Kirche nur von außen bewundert haben. Aber keine Sorge, ein paar Sakralbauten habe ich für euch in petto! Karlsbrücke Erstmal geht es jetzt aber ostwärts Richtung Karlsbrücke, denn ein Spaziergang darüber gehört schon irgendwie zu einem Pragbesuch dazu. Je früher man kommt, desto besser, denn besonders gegen Nachmittag wird die Brücke sehr, sehr voll. Tagsüber drängen sich Bildhauer, Straßenmusiker und Porträtmaler, aber auch abends pulsiert hier das Leben. Die historische Steinbrücke aus dem 14. Jahrhundert ist nämlich nicht nur Verkehrsverbindung, sondern eine Freiluft-Galerie zum Flanieren. Auf beiden Seiten flankieren knapp 30 barocke Statuen und Heiligenfiguren die Brücke, darunter Johannes Nepomuk: Sein bronzenes Abbild mit den fünf Sternen und dem kleinen Hund am Sockel wird gern gestreichelt – das soll Glück und die sichere Rückkehr nach Prag garantieren. Nachdem wir die Brücke am anderen Ufer verlassen haben, winden wir uns durch die Kopfsteinpflastergassen hinauf zur Prager Burg. Hier finden sich unterwegs auch ein paar hübsche kleine Läden, in denen man nach Souvenirs Ausschau halten kann. Prager Burg Hoch über der Moldau thront die Prager Burg – ein großes Areal mit zahlreichen Highlights, die für die meisten Besucher:innen obligatorisch sind. Man kann unterschiedliche Tickets kaufen, je nachdem, wie viel Zeit man dort oben verbringen möchte. Da es sich aber um einen der absoluten Hotspots handelt, waren für mich persönlich vier Stationen absolut ausreichend. Denn man sollte sich bewusst sein, dass man sich hier stets in einer großen Menschenmasse vorwärts bewegt und es an vielen Stellen warm, eng und stickig werden kann. Unser Ticket beinhaltete: Tipp: Zeit nicht unterschätzen – das Burgareal ist größer als man denkt, und man kann dort locker 4–5 Stunden verbringen. Wer es stressfrei mag: früh starten! Veitsdom Die beiden Sakralbauten des Areals könnten unterschiedlicher nicht sein und das hat uns durchaus überrascht. Der Veitsdom, offiziell Kathedrale St. Veit, Wenzel und Adalbert, ist das majestätische Herzstück der Prager Burg. Mit seinem imposanten gotischen Stil und den filigranen Strebewerkstrukturen gehört der Dom zu den bedeutendsten sakralen Bauwerken Mitteleuropas. Der Bau begann im Jahr 1344 unter Karl IV., wurde aber erst 1929 vollendet – fast 600 Jahre später. Besonders eindrucksvoll sind die vielen bunten Glasfenster. Außerdem überall Gold und Silber in rauen Mengen, detaillierte Verzierungen und kunstvolle Dekorationen. Kloster St. Georg Das Kloster St. Georg hingegen ist fast schmucklos und bietet dem Auge viel weniger Ablenkung. Gegründet im Jahr 973 war es das erste Frauenkloster Böhmens und wurde von den Benediktinerinnen bewohnt. Die schlichte romanische Basilika wirkt im Kontrast zur Pracht des Doms fast streng, beeindruckt aber mit ihrer klaren Architektur und der besonderen Atmosphäre. Königspalast Unser Highlight auf der Prager Burg war aber der Königspalast. Schon im 9. Jahrhundert entstanden erste Befestigungsanlagen an dieser Stelle, doch seine Blütezeit erlebte der Palast unter Karl IV. und später unter Vladislav II. Letzterer ließ im 15. Jahrhundert den beeindruckenden Vladislav-Saal errichten. Hier fanden einst königliche Feste, Turniere und sogar Landtage statt. Bei einem Spaziergang durch die historischen Hallen lässt sich die Geschichte hautnah erleben – vom mittelalterlichen Glanz über habsburgische Pracht bis hin zur Nutzung als Sitz tschechischer Präsidenten. Besonderes Highlight: Die Wandbemalung mit den Wappen der Adeligen und Herren. Wir haben hier direkt einige Bekannte aus unserem Lieblingscomputerspiel entdeckt. Na, wer weiß, was wir spielen? Goldenes Gässchen Zum Schluss ging es natürlich auch noch ins Goldene Gässchen. Ursprünglich lebten hier im 16. Jahrhundert Burgwächter und Handwerker, später siedelten sich Goldschmiede an – daher der klangvolle Name. Die winzigen, farbenfrohen Häuser wirken wie eine Filmkulisse, sind aber echt. Und in ein paar kann man sogar hineingehen! Besonders bekannt ist Haus Nr. 22: Hier soll Franz Kafka zeitweise geschrieben haben. Heute sind viele der Häuschen liebevoll restauriert und beherbergen kleine Ausstellungen oder Läden. Verpasst auf keinen Fall die umfangreiche Ausstellung an Waffen und Rüstungen. Die ist zwar ein bisschen reingequetscht in die Obergeschosse der Häuser und bei warmem Wetter ist es echt anstrengend, sich mit vielen Menschen dort durchzuschieben, aber es lohnt sich! Tag 2: Gute Aussichten &#8211; Türme, Kloster &#38; Tramfahrt Pulverturm Unseren zweiten Tag in Prag beginnen wir mit einem Spaziergang zum Pulverturm. Dieser befindet sich in der Altstadt und ist ein Wahrzeichen der Stadt. Früher war er ein Teil der Stadtmauer, heute ist er vor allem ein beliebter Fotospot. Wer sich die steilen Treppen zutraut, kann sich auch in engen Windungen nach oben schrauben. Die Aussicht ist wirklich schön, man sollte aber bedenken, dass es mittlerweile natürlich viel mehr höhere Gebäude gibt, als damals, als der Turm errichtet wurde. Der Pulverturm markierte einst den Anfang des sogenannten &#8220;Königswegs&#8220;, auf dem die böhmischen Könige zur Krönung in den Veitsdom auf der Prager Burg zogen. Ursprünglich wie gesagt ein Stadttor, diente er später als Lager für Schießpulver, was ihm seinen heutigen Namen einbrachte. Neue Mühle mit Wasserturm Weniger bekannt, aber dafür umso spannender: Etwas abseits der bekannten Touristenpfade findet man die Neue Mühle (Nový mlýn) mit ihrem markanten Wasserturm. Hier waren wir ganz alleine – und das mitten in Prag! Der Wasserturm stammt aus dem 17. Jahrhundert und diente ursprünglich dazu, Wasser aus der Moldau in die höher gelegenen Stadtteile zu leiten – eine technische Meisterleistung seiner Zeit. Im 19. Jahrhundert wurde die Mühle modernisiert und blieb bis weit ins 20. Jahrhundert in Betrieb. Heute ist das Gebäude restauriert und beherbergt gelegentlich Kunstausstellungen. Die Aussicht von ganz oben ist okay, aber nicht überwältigend. Was hingegen richtig toll ist, ist die Animation, die man im Inneren findet. Ganz oben läuft nämlich auf einem langgezogenen Bildschirm ein Film über die Stadt und ihre bauliche Entwicklung und wie diese immer wieder durch Feuersbrünste verändert wurde. So kann man den Wuchs der Stadt durch die Jahrhunderte im Zeitraffer bestaunen. Das das Ganz hier gezeigt wird hängt natürlich damit zusammen, dass die Feuerwehr den Turm auch für Löscharbeiten genutzt hat. Eine Dame vom Personal hat uns zudem erklärt, dass natürlich auch noch so viel von Prag erhalten ist, weil es im Zweiten Weltkrieg vergleichsweise wenig bombardiert wurde. Und selbst das nicht immer mit Absicht: Tatsächlich warf ein Pilot eine Bombe ab, weil er dachte, es handele sich um München. Mit der Tram durch die Jahrhunderte fahren Am Wasserturm hält die historische Straßenbahn. Diese ist eine ganz besondere Attraktion und ich gestehe: Für mich war sie ein bisschen das Highlight unseres Trips. Nun liebe ich aber auch individuelle Vehikel wie Seilbahnen, Fähren usw. sehr und wenn dann noch der historische Aspekt dazu kommt&#8230;hach! Da es sich bei der 42 um eine Sonderlinie handelt, gelten normale Fahrscheine des Prager Nahverkehrs nicht. Stattdessen wird ein spezielles Ticket benötigt, das direkt bei der Schaffnerin in der Bahn (meist auch mit Karte), über die Website der Prager Verkehrsbetriebe (DPP) oder über deren App gekauft werden kann. Dafür ist das Ticket 24 Stunden ab Ausstellung gültig und man kann in dieser Zeit so oft fahren, wie man möchte. Die Tickets erlauben also beliebiges Ein- und Aussteigen entlang der Strecke. Pro erwachsener Person liegt das Ticket etwa bei 400 CZK. 🎉 Extra-Tipp: Mit der Karte für die Straßenbahn erhält man 20% Rabatt auf ein Kombiticket zur Besteigung der beiden Türme! Die Bahn fährt eine Art Lasso, beginnend südöstlich der Prager Burg und dann im Uhrzeigersinn einen Kreis durch die Innenstadt. Die liebevoll restaurierte Straßenbahnwagen aus der Zeit von 1915 bis 1977 mit ihren hölzernen Sitzen, offenen Plattformen und klassischen Details, vermitteln ein authentisches Gefühl der alten Prager Zeit. Wir hatten Glück und haben sogar die älteste Variante von 1915 erwischt, Waggon Nr. 349. Einsteigen kann man an mehreren zentral gelegenen Haltestellen, darunter Malostranská, Staroměstská, Náměstí Republiky, Národní třída oder auch am Wenzelsplatz (Václavské náměstí). 🎉 Extra-Tipp: An der Endhaltestelle...</p>
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