Roadtrip Kanada & Alaska: Planung, Visum, Route, Packliste – Alles was man wissen muss

Endlich sind die Roadtrip-Artikel zu Kanada und Alaska komplett online und es wird Zeit, alles nochmal handlich zusammenzufassen. Denn falls irgendjemandem von euch das Ganze gefallen hat, dann habe ich noch ein paar Tipps für euch! Für den Artikel bin ich eine bezahlte Kooperation mit einer Visumsagentur eingegangen, alle anderen Tipps sind aber eigene Erfahrungen, die ich weitergebe und für die ich nicht bezahlt werde.

Vorbereitung: Dein Roadtrip durch Kanada & Alaska

Bevor man so einen Roadtrip machen kann, sollte man ihn natürlich planen. Oder, wie in meinem Fall, planen lassen. Denn eigentlich war meine Reise nur Teil einer größeren, die meine Tante und mein Onkel über mehrere Monate hinweg durch Kanada und Alaska geführt hat.

Bei derartig großen Unternehmungen vertrauen die beiden immer auf Jens Hartmann und sein Unternehmen Great Escapes und auch ich bin voll und ganz zufrieden. Bei Jens hat man die Möglichkeit, selbst mitzuplanen, Wünsche zu äußern und das Ganze flexibel zu gestalten.

Natürlich kann man sich auch selbst hinsetzen und eine Route austüfteln, dann empfehle ich diesen Reiseführer, den ich mir auch selbst für die Reise gekauft habe. Der Link ist ein Affiliate-Link, wenn ihr darüber bestellt, bekomme ich ein paar Cent Provision. Euch kostet es natürlich nicht mehr.

Flug: Direkt von Frankfurt nach Whitehorse

Von Frankfurt geht ein ziemlich praktischer Direktflug nach Whitehorse, durchgeführt von Condor. Die Flüge gehen immer sonntags hin und zurück, je früher ihr bucht, desto günstiger ist es. Mehrere Monate im Voraus kostet der Flug an manchen Tagen nur etwa 450€. Ich denke, 640€ sind realistisch.

Der Flug dauert 9 Stunden und 30 Minuten, da die Zeitverschiebung aber ebenfalls 9 Stunden beträgt, landet man eine halbe Stunde, nachdem man abgeflogen ist. Das ist super, zumindest falls man nicht allzu anfällig für Jetlag ist, denn so verliert man auf dem Hinweg sozusagen keine Zeit.

Der Rückflug geht natürlich dementsprechend über zwei Tage. Leider besteht diese Flugverbindung nur von Mai bis September, wer also einen Winteraufenthalt plant, muss einen Zwischenstopp in Seattle oder Vancouver einlegen.

Visa? Einreisegenehmigungen für Kanada und die USA

WERBUNG: Bei den folgenden zwei Kapiteln handelt es sich um eine bezahlte Kooperation mit der Firma Digital Visa Systems B.V. Ich selbst habe mein Visum nicht über diese Agentur bezogen, habe mir deren Angebot aber angeschaut und denke, dass sie für Menschen, die bei der Antragstellung unsicher sind und für die es auf ein paar Euro mehr oder weniger nicht ankommt, hilfreich sein kann.

eTA für Kanada

Wer nach Kanada möchte, braucht eine Einreisegenehmigung, umgangssprachlich auch gerne Visum genannt. Da gibt es natürlich Unterschiede, das normale Touristenvisum ist aber ausreichend, wenn man nicht dort arbeiten möchte. Dabei handelt es sich um die eTA (electronic Travel Authorization). Diese kann online beantragt werden. Ich habe sie über die Seite der kanadischen Regierung beantragt. Die bietet die entsprechenden Formulare allerdings nur auf englisch oder französisch. Es gibt aber auch eine deutsche Unterseite, die Erklär-PDFs zu den Formularen bereithält. Hier kostet die eTa 7$, in der Regel kann nur per Kreditkarte bezahlt werden. (Für Leute wie mich, die bis dato keine hatte eher unpraktisch.)

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Wer sich die Beantragug mit Hilfe des englischen Formulars nicht zutraut aber natürlich trotzdem ein Visum für Kanada benötigt, kann auch auf Dienstleister zurückgreifen. Auf visumantrag.de zum Beispiel bezahlt man für das Visum zwar all in all knapp 20€, erhält dafür aber auch Zusatzleistungen, wie deutschsprachige Formulare, ausführlichere Erläuterungen, mehr Zahlungsmöglichkeiten, Überprüfung der Anträge und Rund-um-die-Uhr-Erreichbarkeit. Gerade wenn man sich unsicher ist oder die Zeit knapp ist kann ein solcher Dienst hilfreich sein. Denn die Reise sollte ja nicht am Visum scheitern, oder?

Eine eTa für Kanada kann immer nur für eine Person ausgestellt werden, da die elektronische Einreisegenehmigung an den Reisepass gekoppelt ist. Sie gilt bis zu fünf Jahre und kann so lange und für mehrere Einreisen genutzt werden, vorausgesetzt, der Reisepass ist so lange gültig. Pro Einreise darf man sechs Monate bleiben. Eine erhaltene eTA ist aber keine Garantie für eine Einreise in Kanada.

ESTA für die USA

Auch für die USA benötigt man als Tourist eine Einreisegenehmigung, hier heißt sie ESTA (electronic System for Travel Authorization) und kostet 14$. Man braucht das Dokument auch, wenn man die USA nur als Zwischenstopp plant, wer also z.B. über Seattle anreist.

Beantragen kann man es bis zu 72 Stunden vor Reiseantritt, aber ich denke, je früher, je besser. Die ESTA ist für zwei Jahre gültig oder bis der Reisepass abläuft und man kann damit mehrfach einreisen. Auch hier erlaubt das Touristenvisum nur den Reiseantritt und ist keine Garantie für die Einreise.

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Beantragt werden kann es über die Seite der Regierung, hier ist auch alles auf deutsch. Falls gewünscht kann das Visum für die USA ebenfalls über eine Agentur, die Hilfestellung beim Visumsantrag leistet, beantragt werden. Hier kostet der Antrag mit den schon erwähnten Serviceleistungen dann knapp 30€. Die Nutzung eines privaten Dienstleistungsanbieters führt allerdings zu keiner Beschleunigung der Erteilung einer Reisegenehmigung.

Der Grenzübertritt von Kanada in die USA kostet übrigens auch noch mal 6$, andersrum ist er kostenlos.

Für all das, was hier steht, übernehme ich keine Garantie und ihr solltet euch vorher nochmal genau erkundiegn. 😉

Packliste

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Für mich gehören Packlisten bei jeder Reise zur Vorbereitung dazu, denn sie geben mir ein gutes Gefühl der Sicherheit. Außerdem macht es mir einfach Spaß, Punkte auf Listen abzuhaken. Natürlich ist meine Liste sehr individuell, aber vielleicht hilft sie euch dabei, nichts Wichtiges zu vergessen.

Mietwagen: Gut bereift über Schotterpisten

Wir haben unseren Mietwagen über Driving Force gebucht und ihn am Flughafen von Whitehorse abgeholt und auch wieder abgegeben. Es lief alles super. Was wohl normal ist und uns erst gewundert hat ist, dass fast alle Autos da oben von den Schotterpisten Steinschläge und sogar Sprünge in der Windschutzscheibe haben. Achtet also darauf und gebt das bei der Fahrzeugübernahme an, damit euch nachher nichts berechnet wird. Unsere beiden Mietwagen (den anderen hatten wir für einen Tag in Inuvik, wo wir hingeflogen sind) hatten Risse in den Scheiben, das war aber kein Problem und es ist nichts passiert.

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Wir hatten einen riesigen SUV von Chevrolet, in dem wir noch eine ganze Pfadfindergruppe hätten mitnehmen können. Ganz so groß muss es wohl nicht sein, aber man sollte schon darauf achten, dass das Fahrzeug geländegängig ist. Oft sind wir durch lange Construction Areas oder über Wald- und Feldwege gefahren. Zudem sind alle Straße und Parkplätze in Kanada auf diese Art von Autos ausgelegt, rangiertechnisch braucht man sich also keine Sorgen machen.

Grundsätzlich ist es natürlich sehr teuer (über 1000$ definitiv), einen Wagen über so einen langen Zeitraum zu mieten. Da man sich selbst aber schlecht einen aus Europa mitbringen kann, bleibt sonst nur, einen zu kaufen und ich denke das lohnt sich erst bei einem längeren Aufenthalt.

Route: Yukon Territory, Northwest Territory, British Columbia und Alaska

Auf dieser Karte könnt ihr sehen, welchen Weg wir genommen haben. Wir sind in Whitehorse gestartet und auch von dort zurückgeflogen, haben zwei Mal die Grenze in die USA nach Alaska überquert und einen Teil der Strecke per Schiff und Flugzeug zurückgelegt. Die einzelnen Stopps mit den Infos liste ich hier kurz, ihr findet aber auch zu jedem einen eigenen Artikel.

Whitehorse

  • Unterkunft: Edgewater Hotel
  • Highlight: Hier startet oder endet der Yukon Quest!
  • Kulinarischer Tipp: Zimtschnecken bei Baked
  • Ausflug: Besuch bei den Schlittenhunden von Muktuk

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Carmacks & Dawson

  • Unterkunft: Hotel Carmacks/Downtown Hotel
  • Highlight: Jack London Cabin
  • Kulinarischer Tipp: Schnaps mit mumifiziertem Zeh im Downtown Hotel
  • Ausflug: Midnight Dome/Dredge No. 4

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Inuvik

  • Unterkunft: Inuvik Capital Suites
  • Highlight: Dance and Drum-Session der Inuvialuit am Visitor Center
  • Kulinarischer Tipp: Probiert Maktak!
  • Ausflug: Mit dem Buschflugzeug nach Tuktoyaktuk am Arktischen Ozean

↠ Zum Artikel Inuvik

↠ Zum Artikel Tuktoyaktuk

Chicken & Tok

  • Unterkunft: Cleft of the Rock B & B and Cabins
  • Highlight: Burnt Paw Store
  • Kulinarischer Tipp: Fudge im Goldpanner Gift Shop in Chicken
  • Ausflug: Hidden Lake Trail

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Beaver Creek

  • Unterkunft: Yukon Lodgings
  • Highlight: Die wunderschönen Cabins!
  • Kulinarischer Tipp: Pinevalley Bakery
  • Ausflug: Pickhandle Lake

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Haines Junction

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Haines

  • Unterkunft: Hotel Halsingland
  • Highlight: Bärenbeobachtung am Fischwehr
  • Kulinarischer Tipp: Sarah J’s Espresso Shoppe
  • Ausflug: Spaziergang an der Bucht

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Skagway

  • Unterkunft: Chilkoot Trail Outpost
  • Highlight: Pionierluft auf dem Chilkoot Trail schnuppern
  • Kulinarischer Tipp: Olivia’s at the Skagway Inn
  • Ausflug: Rafting auf dem Taiya River

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Carcross & Atlin

  • Unterkunft: Atlin Glacier View Cabins
  • Highlight: Aussicht vom Monarch Mountain Trail
  • Kulinarischer Tipp: Pine Tree Restaurant
  • Ausflug: Caribou Trading Post

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Roadtrip Kanada & Alaska: Skagway – Ein Ort der Gegensätze

Die Fähre von Haines nach Skagway legt ab und wir fahren in der Morgensonne durch die Bucht des Chilkoot Inlet. Unser treues Chevy-Monster ist sicher im Bauch des Schiffes verstaut und ich vertrete mir die Beine an Deck. Die Steilhänge des Fjords ziehen rechts und links vorbei und ich stelle mir vor, dass jetzt doch ein Orca auftauchen könnte. Aber wahrscheinlich hat mich die Bärenexplosion von gestern übermütig gemacht.

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