Zwei Tage Edinburgh: Arthur’s Seat

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Als ich das erste Mal gelesen habe, dass es praktisch mitten in Edinburgh einen Berg gibt, und dass der auch noch Arthur’s Seat heißt, war klar: Da muss ich rauf! Ich träumte direkt mal von König Artus, der auf einem steinernen Sitz wie Amon Hen Ausschau nach Feinden hält. Ganz so war es wohl nicht, denn mein Reiseführer behauptet, die etymologische Herkunft sei „Archer’s Seat“. Auch gut, denke ich, schließlich kann ich selber Bogen schießen. Und ich habe ganz und gar nichts dagegen, einen Aussichtspunkt der Bogenschützen zu besteigen.

Los geht’s am Holyrood Palace

Wir starten beim Holyrood Palace, der Residenz der königlichen Familie, sofern sie denn in Edinburgh weilt. Zunächst folgen wir dem gut sichtbaren Weg und wandern das erste Plateau hinauf. Der rasch ansteigende Pfad ermöglicht schon bald eine tolle Aussicht auf die Stadt. Doch ich kann nicht anders, ich wünsche mir, all die Menschen und die Bebauung wären nicht da und ich hätte einen freien Blick auf ein wildes Tal. Aber ich will mich nicht beschweren. Mit nur zwei Tagen Zeit kann man eben nicht raus in die Wildnis und ein Hausberg ist immer noch besser als gar keiner.

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Steiler Aufstieg auf den Arthur’s Seat

Wir machen unsere Wanderung selbst zu einem Abenteuer, indem wir bald den breiten Weg verlassen und uns der rauen Bergflanke zuwenden. Hier geht es richtig steil nach oben und es ist weniger Wandern als Klettern. Dafür nimmt auch niemand außer uns diesen Weg und wir haben ihn ganz für uns allein. Immer wieder drehe ich mich um und freue mich über den Blick auf das bereits unter mir liegende, erste Felsplateau, das nun die Sicht auf die Stadt verdeckt. Das lange, gelb verfärbte Gras wellt sich im Wind und ein Wolkenschatten jagt den nächsten.

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Nach etwa 20 Minuten ist die Kuppe des Arthur’s Seat in Sicht, wir ziehen uns über die letzte Kante und steigen über die letzten Felsen. Hier oben ist doch einiges mehr los und wir reihen uns ein um ein obligatorisches Gipfelselfie zu schießen. Der Wind fährt durch Haare und Kleidung und kühlt die verschwitzte Haut. Der Rundumblick ermöglicht die freie Sicht auf den Firth of Forth, an dem wir unser erste Wanderung unternommen haben. Auf der anderen Seite sieht man weitere Hügel und kleine Seen. Ich meine natürlich Lochs.

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St. Margaret’s Loch

Runter von der windumtosten Spitze geht es auf einem sanft abfallenden Spazierweg. Wir wollen uns noch eins dieser Lochs anschauen, und zwar St. Margart’s. Dieses liegt schon wieder auf Stadtniveau, direkt am Queen’s Drive. Auf dem Wasser tummeln sich Schwäne und Möwen, gelbe Blätter schweben zur Erde und über dem ganzen thront die malerische Ruine von St. Anthony’s. Fast schon zu kitschig, um wahr zu sein. Aber schön! 🙂

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Nach dem ganzen hoch und runter haben wir jetzt ziemlichen Hunger, also ab zu Greyfriars Bobby auf einen herzhaften Sherperd’s Pie!

Bis bald und gute Reise!

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