Berlin, der Zug ist abgefahren!

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Berlin, Berlin, ich fliege nach Berlin! Okay, zugegeben, in erster Linie, weil Ryanair nur 10€ dafür verlangt. Berlin ist nämlich nicht gerade meine Lieblingsstadt. Klingt provinziell, aber es ist mir da zu groß und zu dreckig. Aber nach dem Bachelor sind viele Freunde nach Berlin gegangen und die möchte ich besuchen. Was könnte ich denn sonst noch unternehmen? Berlin und ich, wir kennen uns ja schon und die klassischen Anlaufpunkte sind schon abgegrast. Außerdem würd ich gern auch ein bisschen Natur sehen. Mmmh…mal googlen…außergewöhnlicher Reiseführer Berlin. Da schau an: BERLIN GEHT. 25 Spaziergänge in und um Berlin.Das klingt doch gut. Das Budget ist allerdings trotz Billigflug nicht mehr üppig. Vielleicht, wenn ich ganz freundlich beim Verlag nachfrage…?

Berlin (29)

Zehlendorf, aussteigen bitte!

Jetzt stehe ich also mit dem kleinen, grünen umsonst erhaltenen Buch am S-Bahnhof Zehlendorf. Und freu mich wie ein Honigkuchenpferd. Die Sonne scheint blass, die Luft ist klar. Und hier liegt auch viel weniger Hundescheiße als in der Stadt. Das wird ein guter Tag. Ich habe mich für den Spaziergang mit dem verlockenden Titel „Schlafende Gleise“ entschieden. Stillgelegte Bahngleise und Wald, sowas lässt mein Herz höher schlagen.

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Erst zweifele ich, ob ich den Weg finde, die Beschreibung scheint mir doch recht knapp. Aber das liegt nur daran, dass der Weg auch wirklich einfach ist und nach kurzer Zeit erreiche ich die Gleise. Jetzt könnte nur noch jemand mit dem IQ von Weißbrot den Weg verfehlen. Bei der Orientierung hilft trotzdem zusätzlich eine kleine Übersichtskarte. I like!

Choo choo!

Ganz allein wandere ich an diesem Freitagmorgen also auf den zugewucherten Gleisen, weiche Gestrüpp und Bäumen aus und tanze über die Schwellen. Vorbei an einem Ponyhof (Yay!) und der aufgegebenen Haltestelle Zehlendorf Süd geht es schnurgerade durch das Wäldchen.

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Irgendwann kommt man dann ans Ende der Gleise, überquert einen Parkplatz und läuft weiter durch den Düppeler Forst, vorbei an der Autobahn (Ehemaliger Grenzübergang Drewitz) und bis zum Waldfriedhof. Der Rundweg ist insgesamt etwa 12 Kilometer lang und ich merke doch, dass Deichmann-Schuhe einfach nicht das gleiche sind, wie meine geliebten Wanderboots. But you know, Handgepäck. Außerdem hat man mit den Gleisen den besten Part gesehen und der Düppeler Forst hält im Februar nichts an Highlights bereit, die es nicht auch zu Hause gibt. Hat man aber wie die Autorin meines kleinen Buches einen Hund, sollte man auf jeden Fall die ganze Strecke laufen, das Tierchen wird sich freuen. Mir hätte der halbe Weg nur an den Gleisen auch gereicht.

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Auf der Rückfahrt überlege ich, welche Spaziergänge ich in den nächsten Tagen noch laufen will. Aber erstens kommt es anders und zweitens als man denkt: Der Rest meines Wochenendes versinkt in kaltem Regen und meine Tage füllen sich mit Gesellschaftsspielen, Kinobesuchen und Bouldern. Naja, dann hab ich halt was für den nächsten Berlinbesuch.

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Bis bald und gute Reise!

P.S.: Ich habe lediglich das Buch umsonst erhalten und wurde weder vom Verlag noch von der Autorin für diesen Beitrag bezahlt.

2 Gedanken zu “Berlin, der Zug ist abgefahren!

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